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Rio wird sich im Grab umdrehen....

Erstellt von Eurobeat, 03.11.2006, 13:30 Uhr · 7 Antworten · 1.514 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Eurobeat

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    Rio wird sich im Grab umdrehen....

    Ist es nicht ein Unding, dass dieser kommerzielle Elektronikvertriebsverein aus Bayern für seine neusten Werbeergüsse ausgerechnet den "König von Deutschland" verhunzt ?? Ich würde zu gern wissen, wer die Rechte dafür freigegeben hat.

    Aber ich will mich hier nicht zu sehr aufregen, sonst geht es mir vielleicht noch wie diesem Kollegen:

    http://www.rainersacht.de/2006-09/st...ikes-again.php

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Rio mußte für "ECHT" herhalten ("Junimond"), Rio mußte gar für den grauslichen Daniel Kübelböck herhalten ("König von Deutschland") - es tut weh, aber Rio und seine tollen Songs werden sogar diese Skarilegien gut überleben - da bin ich mir bei deren Qualität echt sicher

    Liebe Grüße aus HH

  4. #3
    Benutzerbild von Eurobeat

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    Ja, die Frage ist, was Rio mehr geschockt hätte: Von Küblböck musikalisch vergewaltigt zu werden oder vom Blödmarkt kommerziell ausgeschlachtet zu werden. FRIEDE SEINER ASCHE !!!

  5. #4
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Nun ausgleichend dafür gibt es noch Jan Delay.Die Version von Für immer und Dich hätte Rio bestens gefallen.

  6. #5
    Benutzerbild von DJDANCE

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    Na so wilde isses doch och ni! Das Duo Schwein und Schmidt is doch Lustig! Ausserdem wird das wieder ein Gassenhauer, denn die Schuklkinder singen schon sau sau saubillig..... so bekommt man die doch auch wieder an die Originalmugge!
    rechte...ich denke jeder kann ein Lied covern, was einmal gecovert wurde........

  7. #6
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich kopiere jetz mal einen Artikel auf www.musikmarkt.de
    Morgen ist sicherlich der Link nicht mehr so einfach erreichbar
    Weil in Werbespots der "König von Deutschland" anklingt, wettern seine Fans

    Der "König von Deutschland": Rio Reiser, aufgenommen 1995 (Foto: Columbia/ Sony Music)Neil Young hat seine musikalischen und politischen Präferenzen so manches Mal geändert, aber wenn es um Werbung ging, blieb er immer ein rigoroser Künstler. 1988 demonstrierte er sogar im Video zu seinem Song "This Note's For You" ausdrücklich, was er von all den Kollegen hält, die sich und ihre Musik an die so genannte Reklameindustrie verkaufen.

    In dem Clip machte er sich unter anderem über Michael Jackson und Whitney Houston lustig, die seinerzeit gut dotierte Verträge mit einer Brause-Firma besaßen. Seine Schelte brachte Neil Young zwar einen MTV Award für das beste Video des Jahres ein, aber genutzt hat sie natürlich nichts. Die Werbetreibenden sind mehr denn je erpicht auf poppigen
    Soundtrack für ihre Spots, damit sie das Ohr des Kunden und darüber dessen Kaufwunschzentrale im Gehirn erreichen. Und sie bekommen mehr als genug Stoff geliefert.

    Selbst der sonst politisch so korrekte Moby zeigt sich überaus willig, er hat seine Songs im ganz großen Stil an die Werbeprofis verdealt. Einen Weltrekord stellte er gar mit seinem Erfolgsalbum "Play" auf, von dem jeder (!) Titel in Lizenz an kommerzielle Verwerter vergeben wurde. Über den Umweg von Kinofilmen (unter anderem "The Beach") und Werbespots landeten diverse Songs an der Spitze der Charts, darunter "Why Does My Heart Feel So Bad".

    Und so gilt sowohl für Musiker wie auch für Fans in puncto Werbung: Für die einen ist es das ultimative Aufregerthema, für die anderen die langweiligste Diskussion der Welt. Hierzulande ist das Thema gerade wieder gut für viel Aufregung. Eine große Elektrofachhandelskette hat sich eine neue Kampagne ausgedacht, mit der sie die Werbebotschaft verkündet: "Saubillig und noch viel mehr". Weil der tierisch simple Slogan mit der Melodie des Rio-Reiser-Klassikers "König von Deutschland" unterlegt ist, finden einige Leute, das sei moralisch völlig unkorrekt. Ausgerechnet Rio Reiser, der vor zehn Jahren verstorbene Sänger von Ton Steine Scherben, eine Ikone des antikapitalistischen Kampfes in der Rockmusik, würde quasi posthum vor den Karren des Klassenfeindes gespannt.

    Beim betreffenden Unternehmen Media Markt ist bereits ein Protestschreiben eines Kölner Musikers eingegangen, der das musikalische Erbe seines Idols "besudelt" sieht. Vor allem jedoch im Internet zeigt sich die ganze Erregung über soviel Respektlosigkeit gegenüber dem Lebenswerk des linken Sänger-idols. Allein, der Adressat der Kritik lässt sich schwer ausmachen, weshalb wild spekuliert wird. Wer ist der Schuldige an dieser Heiligenschändung?
    Grünen-Bundestagsabgeordnete Claudia Roth, die ja mal kurz Scherben-Managerin war, wurde ebenso bezichtigt wie des Sängers Nachlassverwalter im Berliner Rio-Reiser-Archiv. Dort wiegelt man aber ab. Bei der Handelskette heißt es wiederum, die Rechtefrage sei natürlich geklärt.

    Das ist sie in der Tat. Denn im Besitz der Verlagsrechte am Lied "König von Deutschland" ist der Musikverlag Sony/ATV, wo Rio Reiser nach seinem Ausstieg bei Ton Steine Scherben als Solokünstler unter Vertrag war. Reisers einstiger Manager George Glueck hatte Sony/ATV die Verlagsrechte verkauft. Im Gegensatz zu vielen Reiser-Fans, die die Erde beben hören, weil Rio sich angeblich laufend im Grabe umdrehen würde, kommentiert man die Werbenummer ausgerechnet im Rio-Reiser-Archiv ziemlich gelassen. Lutz Kerschowski, der selber Musiker ist und Reisers musikalischen Nachlass in den vergangenen Jahren aufarbeitete, sagte: "Ich finde es interessant, dass viele Leute fragen: Wie kann Rio so etwas machen? Aber niemand kommt auf die Idee zu fragen: Wie kann Harald Schmidt so etwas machen?" Schmidt spricht die Schweinestimme in dem Spot. Kerschowski findet es "übertrieben, wenn jetzt ein Aufschrei durch die Kulturlandschaft geht", weil ein Reiser-Song für Werbung eingesetzt wird. "Solche Beschwerden sind aber eigentlich Tradition. Rio wurde in allen Jahren, in denen er live auftrat, immer wieder als Verräter beschimpft." Tatsächlich wurde ihm gerade der "König von Deutschland" häufig als Schlagermist angekreidet.

    Kerschowski, der eng mit Reiser befreundet war, stellt die Gegenfrage: "Wer sagt denn, dass Rio so einen Spot nie gut gefunden hätte. Sein ‚König von Deutschland' ist mit seiner Genehmigung oft neu vertextet worden, selbst von Fußballfans. ‚Wenn ich Trainer von Schalke wär', das fand er witzig."

    Überhaupt hält es Kerschowski für wichtiger, dass immer wieder neue, junge Leute auf Reisers Lieder aufmerksam gemacht werden. Wenn schon Werbung mit Rio gemacht werde, dann gefälligst auch für dessen frühere Scherben-Songs. Genau das hat Media Markt auch getan und in der 48. Kalenderwoche die umfangreiche Ton-Steine-Scherben-Box in den bundesweit erscheinenden Werbeprospekt aufgenommen.

    "Es ist im Prinzip Trittbrettfahrerei, aber in dem Falle halte ich sie für legitim", sagt Kerschowski. Über eine solche pragmatische Einstellung werden manche Fans die Nase rümpfen, und Pete
    Townsend würde vielleicht auf einen eigenen früheren Ausspruch verweisen: "Ich gebe selten Songs für Werbung und wenn, dann für Produkte, die man schnell vergisst, damit der Song weiterleben kann."

    Autor: Gunnar Leue

  8. #7
    Benutzerbild von musicola

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    (...) und Pete Townsend würde vielleicht auf einen eigenen früheren Ausspruch verweisen: "Ich gebe selten Songs für Werbung und wenn, dann für Produkte, die man schnell vergisst, damit der Song weiterleben kann."
    Da hat der gute Pete seine Meinung wohl schon seit längerem geändert. Kann mir nämlich nicht vorstellen, dass "Produkte" wie CSI, CSI Miami und CSI New York so schnell vergessen sind...

  9. #8
    Benutzerbild von djrene

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    Es wäre Zeit für den User "Producer" die Rechtelage bei Coverversionen zu erklären

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