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Wie findet ihr Nena?

Erstellt von Heideland, 10.10.2003, 13:59 Uhr · 210 Antworten · 33.854 Aufrufe

  1. #81
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Habe "Einmal ist keinmal" gerade postalisch erhalten. Endlich (!!!) mal eine Best-of-Nena-Kompilation, die nicht langweilt und immer nur dasselbe Material enthält!
    Rezension folgt in den nächsten Tagen an dieser Stelle

    Gruß aus HH

  2.  
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  3. #82
    Benutzerbild von brandbrief

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    NovalisHH postete
    Habe "Einmal ist keinmal" gerade postalisch erhalten. Endlich (!!!) mal eine Best-of-Nena-Kompilation, die nicht langweilt und immer nur dasselbe Material enthält!
    Rezension folgt in den nächsten Tagen an dieser Stelle

    Gruß aus HH
    Bekommst du Promos?

  4. #83
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Promo ist eingegangen - Artikel ist geschrieben Wie versprochen, hier nun meine Rezension von "Nena - Einmal ist keinmal":

    "CD-Kompilationen mit den größten Erfolgen von Ex-NDW-Star Nena gibt es bereits wie Sand am Meer. Ihre frühere Plattenfirma SONY-BMG wirft – ohne Übertreibung, gelassen ausgesprochen - alle paar Monate jeweils eine neue Hitkollektion der gebürtigen Hagenerin auf den Markt. Darauf ist dann allerdings ein ums andere Mal nahezu dasselbe Repertoire versammelt: „99 Luftballons“, „Nur geträumt“, „? (Fragezeichen)“, „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ und so weiter und so fort. Wer die luftigen Popohrwürmer des seinerzeitigen „Neuen Deutschen Fräuleinwunders“ mag, dürfte all dies eh schon seit Ewigkeiten in seinem Plattenschrank stehen haben. Das am 5. Mai diesen Jahres bei SONY-BMG erscheinende Doppelalbum „Nena – Einmal ist keinmal“ beinhaltet zwar ebenfalls ausschließlich Material der CBS-Phase von Frl. Kerner – ergo aus dem Zeitraum von 1982 bis 1992 -, hebt sich aber dennoch äußerst wohltuend von den zahllosen Best-of-Nena-Verramschungen der letzten Jahre ab. Denn die Münchener Firma verarbeitete dafür nicht nur die allseits bekannten und beliebten Singleperlen der zuletzt wieder sehr gefragten Deutschpop-Lady, sondern vermengte Nenas zeitlose Hitparadenstürmer aus den 80ern gekonnt mit Maxiabmischungen, Remixes und englischsprachigen Aufnahmen jener Periode, die bislang entweder gar nicht oder zumindest nicht so ohne weiteres im CD-Format erhältlich waren.

    Auf dem ersten Silberling von „Einmal ist keinmal“ befinden sich unter dem Motto „Die Album-Versionen“ in erster Linie weitgehend geläufige Evergreens der heute 46jährigen Sängerin, gepaart mit (zumeist) sympathischen LP-Tracks aus jenen rund zehn Jahren, in denen sie bei CBS unter Vertrag stand. Nenas nervös-erwartungsvollen Einstiegshit „Nur geträumt“, der im Spätsommer 1982 die ultimative Pionierin der in den 90ern brutalstmöglich ausbrechenden Girlie-Bewegung der breiten Öffentlichkeit überhaupt erst ein Begriff werden ließ und in den einheimischen Singlecharts bis auf Rang 2 hervorstoßen konnte, vernehmen wir auf „Einmal ist keinmal“ genauso, wie die schüchtern-prickelnde Ballade „Leuchtturm“, im Sommer 1983 gleichfalls ein Fast-Spitzenreiter für ihre Interpretin, oder natürlich die legendären und wahrhaftig unvergeßlichen „99 Luftballons“, mit denen die brünette Schönheit Anfang 1983 zweifelsohne teutonische Popgeschichte schrieb. Der vorliegender Zusammenstellung ihren Titel gebende, leger-verhaltene Synthipopper „Einmal ist keinmal“ entstammt ursprünglich ebenso Nenas im Februar 1983 präsentiertem, selbstbetitelten LP-Debüt.

    Aus Nenas zweitem, seinem Vorgänger an Reife, Authentizität und Anspruch um ein Vielfaches überlegenen Album „? (Fragezeichen)“ (1984) gibt’s den genialisch voranstrebenden, sich radikal in die Gehörgänge einfräsenden Titelsong zu hören, der einst durch ein höllischheißes Saxophonsolo des US-Star-Jazzers Davis Sanborn veredelt wurde, bzw. den liebevoll-verträumten Synthischleicher „Laß mich Dein Pirat sein“, hier jedoch in einem sacht modern ausgestalteten ‚Remix ´91“ aufbereitet, entnommen der ersten offiziellen Best-of-Nena-Scheibe „Nena – die Band“, die im Weihnachtsgeschäft 1991 den Plattenmarkt dieses unseren Landes gehörig durcheinanderwirbelte.
    Im Spätherbst 1984 war es um die Neue Deutsche Welle (NDW), jene zunächst bahnbrechende und alles vorherige in Frage stellende, dann bedauerlicherweise in übelster Manier zu Tode kommerzialisierte Stilistik, der Nena vermutlich alles, was sie im hiesigen Popgeschehen bis heute erreicht hat, verdankt, endgültig geschehen. Viele vorherige NDW-Anhänger sahen daher in Nenas komplexem Brachial-Hymnus „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, der hier – der Sammler wird’s danken - im ultrararen, 4:10minütigen Singlemix bedacht wurde, eine Art „Abschiedsgesang“ an das deutschwellige Phänomen, das von 1981 bis 1983 das nationale Popgeschehen beinahe vollständig für sich vereinnahmt hatte. Mit dem zickig-funkigen Bombastpop von „Utopia“ startete im Juni 1985 das – bei Fans wie Kritikern keineswegs unumstrittene – dritte Nena-LP-Werk „Feuer und Flamme“, das weniger durch faszinierende, einprägsame Melodien und die gewohnte keck-kesse Intonationsweise auffiel, denn durch konsequente Überproduktion, sterile Plastikarrangements und übertrieben großspurige, möchtegern-philosophische, sonst aber gänzlich inhaltsleere Lyrik, die kaum jemand mehr ernst nahm, weshalb der 85er-Auswurf – trotz manch durchaus passabler Nummer – scheiterte und nicht mal in Nuancen an die kommerzielle Reputation der ersten beiden LPs anknüpfen konnte. Als die überwiegend glanzlose 86er-Arbeit „Eisbrecher“, auf „Einmal ist keinmal“ mit dem nümpernen Mid-Tempo-Schmankerl „Jetzt bist Du weg“ sowie der jazzig-relaxten Liebeserklärung „Zusammen“ vertreten, nur noch die unteren Regionen der Charts zu erreichen vermochte, woraufhin das öffentliche Interesse an Nena und ihrem sympathisch-juvenilen Gesang rasant schwand, trennte sich das damals knapp 30jährige Frontgirl von seiner gleichnamigen Begleittruppe, um nach einer gewissen kreativen Pause, im Frühjahr 1989 ein erstes Soloalbum namens „Wunder gescheh’n“ vorzulegen, aus dem die flott-rockige Aufmunterung „Steht auf“ im Rahmen von CD-01 ihren Platz gefunden hat. Im Herbst 1992 endete Nenas Karriere bei CBS mit der nur mittelprächtigen Produktion „Bongo Girl“, der für hier analysierte Doppel-CD das locker vor sich hin plätschernde Gitarrennümmerchen „Was immer Du tust“ entliehen wurde.
    Licht und Schatten in Liedform, Spektakuläres neben Schnellvergänglichem kennzeichnen die ca. 54minütige erste CD von „Einmal ist keinmal“. Besonders hervorzuheben: Der dralle Up-Tempo-Reißer „Ganz oben“, der vor 24 Jahren als die B-Seite von „Nur geträumt“ herhielt und bis heute niemals auf einem regulären Nena-Opus berücksichtigt wurde.

    Die weitaus spannenderen, weil ganz und gar nicht alltäglichen Klangexponate finden sich jedoch sämtlich auf der zweiten Silberscheibe. Zusammengefaßt unter dem Kapitel „Die Specials“, gibt’s in diesem Zusammenhang elf lange gesuchte Spezialitäten mit einer Gesamtspielzeit von 61 Minuten zu genießen, die einem jeden echten Nena-Fan, so ist es anzunehmen, innerhalb kürzester Zeit das Herz intensivst höher schlagen lassen dürften. So z.B. vier englischgesungene Songs, die nach Nenas unerwarteten Topplazierungen in England und Amerika (erinnere: „99 Red Balloons“, Anfang 1984) für den angloamerikanischen Markt synchronisiert worden waren. Der aufgedonnerte, über sechseinhalbminütige „Mega Dream Mix“ von „Just a Dream“/“Nur geträumt“, exzentrische, ausufernde Maxiversionen von „It’s all in the Game“/“Haus der drei Sonnen“ und „Anyplace, Anywhere, Anytime“/“Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ sowie eine in unseren Breitengraden bisher hochgradig selten vorzufindende US-Sichtweise von „Kino“ („At the Movies“), repräsentieren in ihrer Gesamtheit fraglos bedeutungsvolle 80er-Jahre-Historie und wurden bis dato als Vinyl-Ausgaben auf Plattenbörsen zu horrenden Preisen gehandelt. In deutschsprachigem Kontext belassene Maxifassungen von „Du kennst die Liebe nicht“, der naiv-romantischen vierten Singleauskoppelung aus „Feuer und Flamme“, von deren leicht souliger B-Seite „Gestern Nacht“ (acht Minuten!), dem treibenden, temporeichen Poprocker „Engel der Nacht“ (1986), oder Nenas allererster Solo-45er „Wunder gescheh’n“, gelten nicht weniger als heißbegehrte Sammlerstücke und sind teilweise für „Einmal ist keinmal“ nun erstmals in ihrer Geschichte überhaupt auf CD gepreßt worden.

    Unbestreitbarer Höhepunkt auf CD-02: Die obskure Kooperation Nenas mit Ex-„Trio“-Gitarrist Gerd „Kralle“ Krawinkel, im Zuge derer die vierfache Mutter für dessen (vom breiten Publikum vollkommen unbeachtete) 93er-Soloambition „Kralle“ der (übrigens von Rio Reiser getexteten) bluesig-schwärmerischen Gefühlselegie „’N Zentimeter Liebe“ ihre Stimme lieh. Zudem sang sie 2003 für das Jubiläumsalbum von Udo Lindenberg, „Der Panikpräsident“, die träumerisch-balladeske Durchhalteparole „Horizont“ neu ein, im Original 1987 ein fulminanter Top-20-Hit für den Urvater der deutschen Rockmusik, den dieser seiner im Sommer 1985 verstorbenen Privatsekretärin Gaby Blitz gewidmet hatte.

    Zu einem Spottpreis von unter zehn Euro angepriesen, bieten die insgesamt 25 Nena-Songs, sowohl für neugierige Einsteiger und Neo-Nena-Freaks, als auch für hartgesottene Liebhaber der plietschen Dauerjugendlichen aus Hagen viel Imposantes zu erkunden und zu entdecken. Die wohlig ausgewogene Mixtur aus allbekannten Gassenhauern und Partyhits auf der einen, bzw. wahrhaft speziellen und außergewöhnlichen klingenden Präsenten an die Beinhart-Fans auf der anderen Seite, läßt „Einmal ist keinmal“ zu einem realen Leckerbissen werden, der manch Verärgerten die – zuletzt tatsächlich ungeheuer nervtötende – „Zuschüttung“ mit allein seit Beginn des neuen Jahrtausends 25 (!), sich programmatisch häufig wie ein Ei dem anderen gleichenden Nena-Koppelungen schnell vergessen läßt, und darüber hinaus eine propere Zeitreise, hinein ins wilde, pralle Leben der 80er Jahre, darstellt, die sich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – als überaus energiegeladenes, mitreißendes Hörerlebnis erweist."

    Text: H. Stürenburg, April 2006
    - Abruck nur mit persönlicher Genehmigung des Autors -

    Liebe Grüße aus HH

  5. #84
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    Bevor die Rezension in die weite Welt geht sollte David Sanborn sein zweites "d" wieder erhalten.

  6. #85
    Benutzerbild von NovalisHH

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    @ Elek.-maxe!

    Danke für die Korrektur Solche dummen Fehler passieren leider immer wieder, wenn man keinen kundigen Lektor hat!
    Leider war der Text schon versandt, als ich Deine Verbesserung sah...
    Hoffe, keine der Redaktionen reißt mir den Kopf ab - außerdem sollten Redaktionen im Zweifelsfall einen Text noch mal durchlesen, bevor sie ihn veröffentlichen - und dann in Eigenregie den Fehler korrigieren

    Trotzdem vielen Dank & liebe Grüße aus HH

  7. #86
    Benutzerbild von schubser

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    NovalisHH postete
    Zu einem Spottpreis von unter zehn Euro angepriesen, bieten die insgesamt 25 Nena-Songs, sowohl für neugierige Einsteiger und Neo-Nena-Freaks, als auch für hartgesottene Liebhaber der plietschen Dauerjugendlichen aus Hagen viel Imposantes zu erkunden und zu entdecken. Die wohlig ausgewogene Mixtur aus allbekannten Gassenhauern und Partyhits auf der einen, bzw. wahrhaft speziellen und außergewöhnlichen klingenden Präsenten an die Beinhart-Fans auf der anderen Seite, läßt „Einmal ist keinmal“ zu einem realen Leckerbissen werden, der manch Verärgerten die – zuletzt tatsächlich ungeheuer nervtötende – „Zuschüttung“ mit allein seit Beginn des neuen Jahrtausends 25 (!), sich programmatisch häufig wie ein Ei dem anderen gleichenden Nena-Koppelungen schnell vergessen läßt, und darüber hinaus eine propere Zeitreise, hinein ins wilde, pralle Leben der 80er Jahre, darstellt, die sich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – als überaus energiegeladenes, mitreißendes Hörerlebnis erweist."

    Text: H. Stürenburg, April 2006
    - Abruck nur mit persönlicher Genehmigung des Autors -

    Liebe Grüße aus HH
    ich hab sie am Freitag bei uns im Kaufland für 7,99€ bekommen (soviel zum Datum 5.5.06 ) und muss dir mit deiner Rezi 100% Recht geben. Lohnt sich diesmal wirklich...

  8. #87
    Benutzerbild von Fraenkie

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    Es ist kaum zu glauben, aber die Stümper von SONY/BMG haben auf ihrem Weg, ZYX den ersten Rang unter den Müllverbreitungsfirmen abzulaufen, wieder ganze Arbeit geleistet. Folgende Tracks auf CD 2 der heute veröffentlichten Doppel-CD "Einmal ist keinmal" sind deutlich hörbar von Vinyl gezogen. Es knistert und rumpelt ganz fürchterlich.

    -Just A Dream (Mega Dream Mix)
    -At The Movies
    -Du kennst die Liebe nicht (Maxi-Version)
    -Gestern nacht (Maxi-Version)
    -Engel der Nacht (Remix)
    -It's All In The Game (Remix)

    Wäre ja auch zu schön gewesen, um wahr zu sein, diese Raritäten endlich in digitaler Qualität zu bekommen.
    Gruß,
    Fraenkie

  9. #88
    Benutzerbild von synth66

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    Damit dürfte ja auch die Frage beantwortet sein, warum diese Doppel-CD für einen Ramsch-Preis verkauft wird. Vielen Dank für Deinen Hinweis, Fraenkie.

    Viele Grüße.

    synth66.

  10. #89
    Benutzerbild von knochn

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    das ist ja schade - dann kann man sich den sampler ja auch selber zusammenstellen

  11. #90
    Benutzerbild von chris74

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    Na toll, da brauch ich mir den auch nicht kaufen. Hab mich heute schon geärgert, daß er nirgendwo zu kaufen ist. Aber damit ist der Ärger auch schon verflogen! Und neuer Ärger: wieso zum Teufel sind die Dinger von Vinyl gezogen?????

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