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Wolfgang Petry macht Schluss

Erstellt von DeeTee, 17.09.2006, 21:57 Uhr · 24 Antworten · 4.653 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von feuervogel22

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    Na immerhin ein wenig vor geleisteter Arbeit.Auf unseren Partys wird er nach wie vor gehört.Auch wenn wir keine Fans von ihm sind.Bei Euch nicht?

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    Zitat Zitat von feuervogel22 Beitrag anzeigen
    Na immerhin ein wenig vor geleisteter Arbeit.Auf unseren Partys wird er nach wie vor gehört.Auch wenn wir keine Fans von ihm sind.Bei Euch nicht?
    Das wäre die letzte solche Party, die mich sähe.

  4. #13
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Ich denke, man muß "Wolles" Karriere in drei Abschnitte unterteilen:

    a. Frühe Phase - 1976 bis 1984 (bei Coconut/Hansa)
    In diesen Jahren hat W.P. tatsächlich ein paar Klasse Rockschlager veröffentlicht, die ich noch heute sehr schätze. Z.B. "Ganz oder Gar nicht", "Jessica", "Ich geh mit Dir", "Der Himmel brennt", "Wahnsinn", "Die Vierte Dimension", "Was macht der Teufel (wenn wir uns lieben?)" oder "Gnadenlos". Wären die Texte oft nicht arg seicht gewesen, hätte man manche Songs durchaus in die Kategorie "Deutschrock" einordnen können.

    b. "Erfolglose" Phase - 1985 bis 1991 (bei Intercord bzw. EMI)
    Ende 1984 erschien die m.E. beste LP, die W.P. jemals aufgenommen hat: "Rauhe Wege", überwiegend geschrieben und produziert von Stefan Waggershausen. Daraus stammen die beiden Geheimtip-Singles "Hey Sie, sind Sie noch dran?" und "Halleluja, mach's gut". Die LP war äußerst anspruchsvoll geraten, lyrisch, wie musikalisch - floppte aber gehörig - so daß "Wolle" bald in der "zweiten" oder gar "dritten Reihe" versandtete.
    Dennoch schätze ich viele Songs auch aus jener Phase, wie z.B. "Nur ein kleines Stück Papier" oder "Auf den Mond schießen (Hinterher fliegen)".

    3. "Stadionfüllende" Phase - 1992 bis 2001/02 bzw. bis heute (bei BMG-Berlin bzw. SONY-BMG/Ariola)
    Mit "Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen" startete W.P. ein kommerziell überaus erfolgreiches Comeback, das anfangs durchaus vielversprechend klang... im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, daß nahezu jeder Song dieser Phase der selben Machart entstammte bzw. stets gleich gestrickt war - sogar Melodieteile ähnelten untereinander... simpler Text, möglichst mit "deftigen" Worten (a'la "Sch***egal", "Besch*** war die Nacht", "Geil, Geil Geil" etc.) versehen - und stets derselbe Rock-Schunkel-Rhythmus...
    Dies nervte auf die Dauer total - so daß ich durchaus verstehen kann, daß W.P. es eines Tages satt hatte, seit 1992 letztlich ímmer wieder ein und denselben Song singen zu müssen...
    Die Ausflüge nach "Kölle" bzw. zu Coverversionen anderer deutscher Hits floppten gehörig... klar, daß W.P. sich entsprechend Gedanken um einen Rückzug machte... den er nun auch vollzogen hat.

    Er hat der deutschen Popschlager-Szene eine Menge guter Nummern hinterlassen, die ich nicht missen möchte. Ich war nie ein "Über-Fan" von ihm; gerade seine Produktionen nach "Alles" (1996) gingen mir oft extrem auf die Nerven... aber, bitte... was wäre eine zünftige Schlagerparty ohne "Wahnsinn" oder "Der Himmel brennt"???

    Liebe Grüße aus HH

  5. #14
    Benutzerbild von falkenberg

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    Das hast Du wirklich sehr treffend zusammengefasst. Das Thema hatten wir schon mal, da wird Wolfgang Petry manchmal wirklich unrecht getan, wenn man ihn nur an seiner letzten und efolgreichsten Phase misst. Ich habe diese Zeit weitgehend ignoriert, das sagte mir eigentlich von Anfang an nicht zu. Selbst diese Phase ist aber eigentlich weniger schlimm als die öffentliche Meinung darüber. Da er passenderweise auch noch bei der Umstellung auf ehrliche Charts statt der vorhergehenden Manipulationspraktiken prompt auf Platz 1 gerutscht ist, wurde er unausweichlich zum Prügelknaben und zum Symbol seichten Schlagers. Sein Stil wurde übrigens bei den Produktionen für den Big-Brother-Zlatko ziemlich offensichtlich kopiert.

    Zwischen der 2. und 3. Phase gab es den harten Einschnitt, weniger aber zwischen 1. und 2. Phase. Das war eher ein sachtes Abdriften. Wenn ich mich richtig erinnere, waren auch schon bei den Hansa-Veröffentlichungen zuletzt selbstgeschriebene Titel dabei (wie es übrigens auch bei der seichten Phase etliche von ihm selbst geschriebene Titel gibt). Seine letzte reguläre Hansa-LP "Wahnsinn" ist eigentlich schon weitaus näher an seinen Intercord-Veröffentlichungen als an Titeln wie "Sommer in der Stadt" oder "Ich trinke nie mehr Tequila". Die Texte sind teilweise wirklich grottenpeinlich, gerade die gewollt (aber nicht gekonnt) sozialkritischen oder "nachdenklichen". Titel wie "Überleben", "Sandra weint", "Ohne mich", "Lügen" und als Gipfel der Peinlichkeit "Einer fehlt" sind eher Zeitdokumente als hörbare Texte. Da sind mir die reichlich schwülstigen Titel wie "Mein Zuhaus" oder "Wenn ich geh" fast noch lieber. Die sind wenigstens ehrlich peinlich.

    Musikalisch (nicht aber textlich) sehe ich in dieser Phase übrigens deutliche Parallelen zu Nino de Angelo wenige Jahre später. Auch das wird kaum wahrgenommen.

  6. #15
    Benutzerbild von Babooshka

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    Ja, besonders "Sommer in der Stadt" spiegelte irgendwie das Ambiente wider, was damals "in dem Riesen-Häusermeer" zu spüren war, das die Siedlung war, in der ich aufgewachsen bin. Das Lied dudelte im Sommer 76 auch aus sämtlichen geöffneten Balkontüren.

    "Gianna - Liebe im Auto" ist auch von ihm, oder? Dazu gibt es ein italienisches Original. Die deutsche Version wurde wohl nicht überall gespielt, weil sie recht frivol war, denn es ging darum, wie sich ein Paar darauf vorbereitete, im Auto zu poppen und dann wurde auch noch geflucht, weil der dämliche Hebel klemmte, um die Lehne vom Sitz nach hinten zu klappen. Eigentlich kein Wunder, dass das Original italienisch ist. Poppen im Auto war und ist dort ja gang und gäbe.

  7. #16
    Benutzerbild von SportGoofy

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    Bin kein Fan aber einige Lieder fande ich recht klasse (zumindest als Partymucke)
    nur nach dem 100. Dudeln kann man das auch auf Partys im Suff nicht mehr ertragen.
    GottseiDank läuft das heute nur noch selten. Ne Zeit lang war es ja unerträglich.
    Aber so einmal im Jahr kann man sich die antun.

    Allerdings waren die letzten irgendwie alle gleich, da kann man das wohl selber nicht mehr hören.

    Ebenso diese Weihnachts-CD´s im Petry-Stil fand ich völlig daneben.

    Schön wäre es mal was neues anderes wieder von ihm zu hören als den Schrämmel-Beat
    (oder wie man das schreibt)

    Aber das ist ja wohl jetzt Essig.

  8. #17
    Benutzerbild von bamalama

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    In der Nacht von
    Freitag, 06.10.2006 auf
    Samstag, 07.10.2006
    01.00 - 03.00

    Die ZDF-Kultnacht - Wolfgang Petry

    Von "Sommer in der Stadt" zu "Hölle, Hölle, Hölle"

    Musikshow, Deutschland, 2006

    Im September 2006 bekommt Wolfgang Remling - besser bekannt als Wolfgang 'Wolle' Petry - die Goldene Stimmgabel für sein Lebenswerk. Überreicht wird sie von Dieter Thomas Heck, in dessen "ZDF-Hitparade" Petrys Karriere im August 1976 mit einem zweiten Platz für seinen Hit "Sommer in der Stadt" begonnen hat. Dazwischen reiht sich Erfolg an Erfolg: Mit der "Längsten Single der Welt" schaffte er 1996 die längste "Top 10 Chartplatzierung", die es je in Deutschland gab, allein fünf Mal konnte Petry in den Jahren 1997 bis 2001 den deutschen Schallplattenpreis "Echo" in der Kategorie "Künstler Schlager" einheimsen; 1997 bis 1999 wurde er dreimal in Folge Jahressieger der ZDF-Hitparade. Das ZDF begleitet ihn über 30 Jahre - vom ersten Fernsehauftritt bis zu seinen Tourneen vor über 500.000 Zuschauern jährlich.

    Länge: 120 min


    05.10..06 PLAYLIST:
    SANDRA - "reflections", MANDY - "the remix collection", ENIGMA - "a posteriori", BUCKS FIZZ - "writing on the wall", JANET JACKSON - "20 y.o.", DAVID BOWIE - "club bowie", ZUCCHERO SUGAR FORNACIARI - "fly", CINDY BERGER - "herz unter strom", SECRET SERVICE - "the very best of", HEART - "bad animals", LIPPS, INC. - "mouth to mouth" , COCK ROBIN - "live in concert" (DVD-R), THOMPSON TWINS - "quick step & side kick", BUGGLES - "adventures of modern recordings"

  9. #18
    Benutzerbild von Soundfeile

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    hey, das passte gerade. Um 1:01 habsch obigen Post gelesen und 3 Sekunden bevor es losging, noch schnell auf Aufnahme stellen können.

    Gianna, Gianna, Gianna

  10. #19
    Benutzerbild von Thommy

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    Seltsam: Keiner will ihn gehört haben, und jeder ist froh, dass er jetzt aufhört, aber irgendwer muß in den letzten 30 Jahren doch seine Platten gekauft haben , da kann doch was nicht stimmen.

    Jedenfalls weiß ich seit letzter Nacht, dass Viktor Worms bereits 1986 den "Wolle-Look" eingeführt hat, zumindestens was die Kleidung betrifft

  11. #20
    Benutzerbild von charlie

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    ich bin jedenfalls happy,

    am tag als thomas .... starb...

    gruss charlie (feind von so einer musik)

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