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80-er Modeenenzyklopädie

Erstellt von Babooshka, 10.01.2003, 01:54 Uhr · 147 Antworten · 65.350 Aufrufe

  1. #141
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Ja genau, die Fächerohrringe! Ich fand die ja süß. Gab's auch später in den 80-ern noch. Allerdings hatte ich keine, nur mal sowas Ähnliches aus Messing, nicht ausklappbar. Die waren aber auch süß.

    Eine Seite Stecker und andere Seite Mega-Gebamsel im Ohr, oh ja, das war ich. Eigentlich hätte man bei DEN Kloppern mit schiefem Kopf durchs Leben gehen müssen, oftmals waren die Dinger ja auch nicht gerade leicht. Asymmetrie war in den 80-ern schwer angesagt, deshalb auch der einseitige Ohrschmuck. Der große Ohrring hing auch immer an der Seite, wo die Haare nicht waren, sofern man sie asymmetrisch trug. Ein paar Exemplare aus der Zeit habe ich auch noch rübergerettet. Allerdings hatten meine immer einen Silberhaken, damit sich nichts entzünden konnte.

    Die Sache mit den Herrenunterhosen kannte ich noch nicht, ich hatte nur Herrenunterhemden, diese Winterdinger, Baumwolle innen kuschelig aufgeraut. Und die dann schön eingefärbt oder gebatikt (lila!). Nur die von Natur aus mausgrauen wollte ich nicht tragen, die waren wirklich für die Hardcore-Alternativen und -Feministinnen. Ich habe heute noch solche Männerunterhemden, die trage ich entweder zu Hause oder ziehe sie im Winter unter andere Klamotten. Solche Schlafanzughosen aus seidigem Oberstoff hatte ich auch, das war aber schon Ende der 80-er/Anfang der 90-er.

    Und die Kunstseidenblusen, genau, die waren total angesagt. Die waren einfarbig und hatten ein Jacquardmuster eingewebt, meistens Blumen. Es gab sie in verschiedener Kunstseide, entweder weich und fließend wie Satin (so eine hatte ich in Rot, die war schick, würde ich glatt heute noch anziehen) oder härter und relativ steif, so eine hatte ich in Grau und viel getragen damals. Beim Gedanken an das Material fühle ich noch rückwirkend den Herpes kommen.

    Und so einen Pfeffer-und-Salz-Mantel hatte ich auch und war megastolz drauf. Vor allem, weil ich ihn in einem Kreuzberger Secondhandladen vom Verkäufer für wenig Geld überlassen bekommen hatte. Allerdings - schwer war das Monstrum auf den Schultern!

    Wenn du noch Fotos von dir in den 80-ern hast, irgendwo existiert hier ein Thread zum Thema "Wie wir damals ausgesehen haben". Also nix wie einstellen, deine Fotos

  2.  
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  3. #142
    Benutzerbild von frosch200012000

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Nicht zu vergessen das alt bekannte JO-JO.
    Ich kann mich sehr gut noch an meine Schulzeit in den 80er erinnern als jeder mit diesen JO-JO´s rum rannte.
    Das war damals ein richtiger Trend

  4. #143
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Genau, das Fanta-Jojo. Bei uns war es 1980 weit verbreitet, vor allem Jungen hatten ständig eins dabei. Ich "ging" damals kurzzeitig mit einem, der hielt mit der linken Hand meine rechte Hand und mit der rechten spielte er mit seinem Jojo, sogar beim Gehen. Es gab sie in Orange, das war leichter, und in Blau, das war schwerer. Und Kunststücke musste man damit beherrschen. Aber ich erinnere mich an keine mehr im Detail.

  5. #144
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Meine Outfit-Erinnerungen starten erst 79, da kam ich in die siebte Klasse. Was davor Mode war, habe ich nicht beachtet, wir Jungs interessieren uns ja in der Regel nicht schon im Kindergarten dafür.

    Jeans-Latzhosen gibt es natürlich schon seit immer bis heute. Aber 79/80 waren die besonders in Mode, auch bei Jungs. Zumindest bei 13jährigen, ob auch bei Männern, weiß ich nicht mehr. Spätestens Herbst 81 war das dann aber schon wieder vorbei, dann waren sie in meiner Erinnerung erst einmal ganz out und bekamen dann wieder eine konstant geringe Verbreitung. Es gab sie doch auch in Moonwashed, oder? Und ich meine, Frauen hätten sie auch mit einen schmalen Ledergürtel getragen, oder täusche ich mich da?

    Paspel-Jeans, also diese Jeans mit dem weißen Längsstreifen waren 1981 groß in Mode und spätestens Herbst 82 vollkommen aus der Mode. Ich rede hier von engen Jeans und ich meine, es hätte sie auch in kleiner Zahl mit roten Streifen gegeben, kann sich da noch jemand daran erinnern?

    Und dann gab es auch noch Jeans mit Reißverschluss an den Beinenden. Ich glaube, die hatten auch eine Tasche auf dem Bein, so Piloten-mäßig. Ich erinnere mich aber nur noch verschwommen und weiß nicht mehr, wann es war und ob es vielleicht sogar nur bei unter 15jährigen vorkam.

    Die Latzhosen hatten ja so einen Hammerhalter und da leitete sich die Worker-Jeans von ab. Da weiß ich aber nicht mehr, wie lange die in Mode war. Das war ja eine eher unauffällige Variante, die sich deswegen länger gehalten haben könnte.

    Teddyfell-Frauenmäntel in hellblau waren in der Gegend, in der ich gelebt habe, im Winter 85/86 en vouge und sind dann nie wieder gesehen worden. Ich weiß aber nicht, ob das ein Deutschland-weiter Trend war.

    Clogs gab es in meinen Jahrgang gar nicht, vielleicht noch in der Grundschule, dass weiß ich nicht mehr, aber nicht mehr später. Ich habe aber auf Abi-Fotos im Netz zwei oder drei Jahrgänge früher welche gesehen, da gab es sie wohl tatsächlich noch in den Achtzigern.

    Und im meinen Jahrgang waren Röcke und Kleider nach der Grundschule auch bei Frauen nicht gefragt. Im Winterhalbjahr überhaupt nicht, es lief also nicht ein einziges Mädchen damit herum. Und auch im Hochsommer waren sie nicht in der Mehrheit.

    Lila-Latzhosen gab es auch nicht, entweder war die Frauenbewegung vor meiner Zeit oder im ländlichen Bereich nicht so ausgeprägt. Und ich kann mich auch nicht an Mädchen in Lederstiefeln erinnern, das war wohl noch Erwachsenen vorbehalten.


    Hier übrigens die irgendwo da oben erwähnte Spiegel-Titelgeschichte:

    http://wissen.spiegel.de/wissen/imag...df&thumb=false

  6. #145
    Benutzerbild von Fenrisulfur

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Ja genau, die Fächerohrringe! Ich fand die ja süß. Gab's auch später in den 80-ern noch. Allerdings hatte ich keine, nur mal sowas Ähnliches aus Messing, nicht ausklappbar. Die waren aber auch süß.

    Eine Seite Stecker und andere Seite Mega-Gebamsel im Ohr, oh ja, das war ich. Eigentlich hätte man bei DEN Kloppern mit schiefem Kopf durchs Leben gehen müssen, oftmals waren die Dinger ja auch nicht gerade leicht. Asymmetrie war in den 80-ern schwer angesagt, deshalb auch der einseitige Ohrschmuck. Der große Ohrring hing auch immer an der Seite, wo die Haare nicht waren, sofern man sie asymmetrisch trug. Ein paar Exemplare aus der Zeit habe ich auch noch rübergerettet. Allerdings hatten meine immer einen Silberhaken, damit sich nichts entzünden konnte.

    Die Sache mit den Herrenunterhosen kannte ich noch nicht, ich hatte nur Herrenunterhemden, diese Winterdinger, Baumwolle innen kuschelig aufgeraut. Und die dann schön eingefärbt oder gebatikt (lila!). Nur die von Natur aus mausgrauen wollte ich nicht tragen, die waren wirklich für die Hardcore-Alternativen und -Feministinnen. Ich habe heute noch solche Männerunterhemden, die trage ich entweder zu Hause oder ziehe sie im Winter unter andere Klamotten. Solche Schlafanzughosen aus seidigem Oberstoff hatte ich auch, das war aber schon Ende der 80-er/Anfang der 90-er.

    Und die Kunstseidenblusen, genau, die waren total angesagt. Die waren einfarbig und hatten ein Jacquardmuster eingewebt, meistens Blumen. Es gab sie in verschiedener Kunstseide, entweder weich und fließend wie Satin (so eine hatte ich in Rot, die war schick, würde ich glatt heute noch anziehen) oder härter und relativ steif, so eine hatte ich in Grau und viel getragen damals. Beim Gedanken an das Material fühle ich noch rückwirkend den Herpes kommen.

    Und so einen Pfeffer-und-Salz-Mantel hatte ich auch und war megastolz drauf. Vor allem, weil ich ihn in einem Kreuzberger Secondhandladen vom Verkäufer für wenig Geld überlassen bekommen hatte. Allerdings - schwer war das Monstrum auf den Schultern!

    Wenn du noch Fotos von dir in den 80-ern hast, irgendwo existiert hier ein Thread zum Thema "Wie wir damals ausgesehen haben". Also nix wie einstellen, deine Fotos


    ..hab irgendwo noch Photos von mir mit nem Undercut....10-12cm damals war ich noch Bankfachwirt bei ner Sparkasse also schön angelegt....ich mit Kollegen mit schwarzem Anzug, weissem hemd und schmaler schwarze Krawatte.....das war 2001 wieder modern....!

  7. #146
    Benutzerbild von musicola

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie



    Sehr schöner Rückblick auf ein altes, lange Zeit existentes Wormser Modehaus!

    Ab Index 2:46 kommt ein Bericht von 1990! Ich sag nur: Ein Modetrend in Pastelltönen!

  8. #147
    Benutzerbild von musicola

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Eher nur für kurze Zeit modemässig "in" waren

    Karierte Sommerstoffhosen, wann war das? 1986?

    Unglaublich, stieß ich doch gerade auf ein altes Foto von Viktor Worms, und da trug er eine dieser karierten Hosen:



    Die Kombination ist aber schon ziemlich heftig!!

  9. #148
    Benutzerbild von Thomas Ray Dolby

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    AW: 80-er Modeenenzyklopädie

    Ich kann nur von meiner Schulzeit sprechen, noch dazu nicht in einer Metropole mit der Hand am Puls der Mode, sondern in der Provinz. Aber ich kann trotzdem versuchen zusammenzutragen, was mir so einfällt.

    Zitat Zitat von Alyosha Beitrag anzeigen
    diese verwaschenen jeans mit dem dicken weißen Streifen an der Seite (1987)
    Die gab's sogar bei uns zeitnah bei den Mädchen. Zu den seitlichen Streifen gab es auch immer einen umlaufenden weißen Streifen um einen der Oberschenkel. Gern kombiniert mit einem dieser breiten Nietengürtel.

    Überhaupt hatten Jeans spätestens in der 2. Hälfte der 80er Jahre einen sehr hohen Bund und sehr lange Gürtelschlaufen, um die damaligen monströsen Gürtel aufnehmen zu können. Selbst Jungs hatten damals Gürtel mit zwei Haken in der Gürtelschnalle. Dafür waren Maurerdekolletés damals nicht möglich.

    Und Stonewashed Denim machte eine interessante Entwicklung durch. Eine Zeitlang war es in, zur Blue Jeans eine passende blaue Jeansjacke zu tragen und darunter am besten ein weißes T-Shirt – bis das dann doch zu prollig geworden war und für total out erklärt wurde. Ende der 80er gab's auf einmal auch schwarze Jeans im Stonewashed-Look.

    Was gab's noch? Ca. Mitte der 80er Jahre fingen auch Männer an, an ihren Haaren die Chemieprodukte anzuwenden, die die Damenwelt spätestens seit Farrah Fawcett konsumierte. Ja, auch außerhalb des Sunset Boulevard. Ich sag's mal so: Der Frisurbeton schlechthin war in den 50ern Pomade, in den 70ern Brisk, in den frühen 80ern Gel und in den späten 80ern Festiger. Bei mir hält das seit Ende der 80er bis heute an.

    Im Schulumfeld war damals™ alles noch recht harmlos, sogar bei den Mädchen. Okay, ich wurde 1982 eingeschult und kam 1986 aufs Gymnasium, von daher sollte das zu erwarten sein, aber es war noch „schlimmer“, als manche Bilder aus den 80ern es suggerieren mögen.

    Beispielsweise trugen meine Klassenkameradinnen in den 80ern praktisch durchweg Hosen. Einen Rock oder ein Kleid trugen sie fast nur, wenn der Anlaß es erforderte – fein machen, Kostümfest, oder aus anderem Grunde war Verkleiden notwendig – und selbst dann nicht immer. Okay, wenn Einheits(ver)kleidung angesagt war und einen Rock erforderte, dann ja, oder beim Umzug anläßlich des jährlichen Kinderfestes in der Grundschule, wo auch die Jungs in weißes Hemd, schwarze Bundfaltenhose und gute schwarze Schuhe gesteckt wurden. Sonst nicht, nicht mal etwas Kurzes, Luftiges im Hochsommer, geschweige denn etwas Längeres.

    Das erste Mal, wo ich mich daran erinnern kann, daß eine Klassenkameradin im Rock zur Schule kam, müßte so um und bei 1989 oder 1990 gewesen sein; der fragliche Rock war ein enger Mini aus schwarzem Stonewashed-Denim, und es war Hochsommer. Bis Frühjahr 1992 kamen vielleicht noch zwei, drei weitere Male hinzu, immer maximal knielange Röcke im Sommer. 1992 war dann das Jahr, in dem Röcke fast schon „grassierten“: Dieselbe Klassenkameradin war schon im Frühjahr die erste, die einen Minirock mit einer Feinstrumpfhose kombinierte. Insgesamt wurden es sage und schreibe sechs Mädchen mit, wenn ich mich recht entsinne, fünf weiten Miniröcken (davon vier praktisch identische schwarze Exemplare), drei engen und einem weißen Minikleid mit weitem Rockteil und rotem Herzchenprint.

    Weil Röcke und – eben nochmals seltener – Kleider nur im Sommer getragen wurden, wenn überhaupt, waren folglich Strumpfhosen, die sichtbar getragen wurden, auch kein Thema im Alltag. Wenn überhaupt, dann wurden sie zu kälteren Zeiten unter Jeans getragen oder zu besonderen Anlässen, was Anfang der 90er für mich selten etwas anderes bedeutete als Abtanzball oder die ersten Klassenfeten.

    Was wesentlich früher passierte, waren Turnschuhe, gerade bei den Jungs. Die waren als Straßenschuhe an sich nicht unpopulär (in den Umkleidekabinen für den Sportunterricht wurde von Turnschuhen auf Turnschuhe und wieder zurück gewechselt) und meistens relativ einfache Adidas- oder No-Name-Schuhe. Mit Boris Becker kam vielleicht noch Puma dazu. Ende der 80er entdeckten meine frühpubertierenden Klassenkameraden aber dank dem sich ausbreitenden Satelliten-/Kabelfernsehen Hip Hop und Streetstyle. Was mußte also her? NIKE AIR! Je klobiger und spaciger die Schuhe aussahen, desto geiler. Der absolute Wunschtraumschuh war natürlich der Nike Air Jordan für bestimmt 200 Mark das Paar. 1990 müßte es gewesen sein, als als Alternativmarke Reebok aufkam mit seinen „coolen“ Pump-Laschen.

    Stichwort Marken: Fruit of the Loom wurde ja schon genannt, aber das war eher eine Gebrauchsmarke. Im zweistelligen Alter konnten wir es kaum erwarten, endlich Levi’s tragen zu dürfen – nicht zuletzt dank der coolen Werbung, die es immer gab („Wonderful World“-Coverversion. Badewanne. ‘Nuff said.). Am besten 501 (durfte kaum einer). Das heißt, ab ca. 1989 oder so war Diesel auf einmal cooler. Ansonsten natürlich Benetton. Als Superedelmarke galt Boss. Mein Gott, was war ich stolz auf den gebrauchten dunkelblauen Boss-Blazer, den ich 1990 oder 1991 geschenkt bekam, mit Schulterpolstern, die auch noch ein Weilchen brauchten, um wieder komplett aus der Mode zu kommen – das Jackett meines Konfirmationsanzuges hatte auch noch welche.

    Noch so ein Ding der späten 80er, wenn man Küstenbewohner war, waren diese großen Seglerjacken, wie sie z. B. Helly Hansen anbot. Die hatten neun Taschen, davon zwei Innentaschen und eine auf dem linken Oberarm, die waren allwettertauglich (außer das Wetter war gut), und die hatten die am besten funktionierenden Kapuzen überhaupt. Ich hatte bis in die frühen 90er nacheinander zwei. Ein Klassenkamerad von mir fand in den vielen Taschen seiner Seglerjacke ständig Kleingeld.

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