Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 14

Die Frauenfrisuren der 80er auf dem Prüfstand

Erstellt von Die Luftgitarre, 30.07.2003, 16:39 Uhr · 13 Antworten · 11.307 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

    Registriert seit
    09.10.2002
    Beiträge
    1.204
    [Teil II des Frisuren-Threads]

    Hierzu folgende Thesen zur Diskussion:

    - Die Dauerwellenfrisuren sahen fast immer katastrophal aus (und ich meine, das hab ich auch damals schon so empfunden). Man kann hier vielleicht noch etwas differenzieren: Langgewellt konnte - wenn auch auf eine eher biedere Weise - u. U. irgendwie noch schön aussehen; aber kurzgewellt sah einfach nur grotesk aus. Es war von daher eine Augenweide, als Anfang der 90er Jahre viele Mädchen/Frauen die langen Haare wieder natürlich fließend trugen.

    - Das Thema Pony: Damals haben ja die meisten Mädchen/Frauen, die lange Haare oder kinnlangen Bob trugen, dazu vorne einen Pony getragen. Das sah doch irgendwie sehr nach "bravem Mädchen" aus. Auch hier scheinen mir die frühen 90er als Fortschritt, als sich die meisten den Pony rauswachsen ließen.

    - Die assymetrischen Frisuren sahen schon ganz apart aus.

    - In der zweiten Hälfte der 80er ging das ja auch langsam los, daß immer mehr Frauen zu richtigen Kurzhaarschnitten übergingen, und das sah bei vielen dann doch auf einmal überraschend gut aus, irgendwie jünger und peppiger.

    - Allerdings ergaben sich bei den Frauen-Kurzhaarfisuren am Anfang meist die gleichen Styling-Probleme wie bei den Männerfrisuren, der "Wie-mit-Gewalt-festfrisiert-"Effekt durch zuviel Haarspray. Und wie bei den Männern sah auch bei den Frauen-Kurzhaarfrisuren das Sytling dann erst in den frühen 90ern natürlicher aus.

    - Mit Haarfarben war man damals ja auch noch nicht so geübt. Gehe ich recht in der Annahme, der jeder aus seiner Klasse einen Fall von extremen Haarfärbe-Desaster zu berichten wüßte?

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Benutzerbild von SonnyB.

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    8.765
    Hi,

    ja, daß mit den Haarfarben kenne ich auch noch. Orange und Grün waren sehr beliebt allerdings selten beabsichtigt.

    Und was den Pony angeht: den trage ich heute noch

  4. #3
    Benutzerbild von Bounty

    Registriert seit
    07.04.2003
    Beiträge
    4.033
    ich trag auch immernohc meine frisur von damals: einen iro nur heute ist er zu lang zum aufstellen...und bunter als damals. directions gabs noch nich an jeder ecke, somit blieb ja nur bleichen oder schwarzfärben

  5. #4
    Benutzerbild von musicola

    Registriert seit
    07.02.2002
    Beiträge
    13.850
    Ich werd verrückt, Bounty isn Punk! Wer hätte das gedacht?
    Dabei wirkt sie doch so brav übers Internet!

    musicola

  6. #5
    Benutzerbild von Bounty

    Registriert seit
    07.04.2003
    Beiträge
    4.033
    einigen wir uns auf grufti der nich vergessen hat, das alles aussm punk entstand

  7. #6
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    MEINE Haare sahen gut aus in den 80-ern! Fast immer, jawohl!

    Zu Anfang der 80-er kam ich noch recht brav daher, zuerst mit gepflegtem Haarschnitt, dann überschulterlang mit Pony. Das war meine alternative Phase, mit Fransenrock aus Indien und Chinaschuhen. In diese Zeit fällt auch mein erster misslungener Färbeversuch: Henna schwarz. Ladies, versucht das niemals! Erstens ist Henna schwarz alles andere als ein harmloses Naturprodukt (im Gegensatz zu allen anderen Henna-Versionen) und zweitens macht es grüne Haare. Jawohl, grün. Nach einer Behandlung mit Henna schwarz leuchtete meine sonst straßenköterbraune Haarpracht in schönstem Grünspan. Rausbekommen habe ich's auch nach mehrmaligen Wäschen nicht mehr, also blieb mir nur der Gang zum Friseur - der kräftig feixte, als er meiner angesichtig wurde - und fix eine Tube Koleston gekauft.

    Ab Ende 1982 wurden meine Haare dann kürzer und kürzer und immer igeliger und natürlich züchtete ich auch so ein kleines Zöpfchen im Nacken. Bei jedem Gang zum Friseur flehte meine Mutter "aber bitte, lass es nicht ganz so kurz machen." Und ich, eiskalt: "Du kannst dir sicher sein, sie werden sehr kurz werden." Meine Mutter hatte ständig Angst, ich würde zum Punk, dabei hatte ich das gar nicht vor. An den Seiten und hinten war wirklich alles millimeterkurz, oben auf dem Kopf war's länger, damit ich's igelig frisieren konnte, mit ein paar Fransen im Gesicht. Ich hatte damals einen immensen Verbrauch an Gel und Haarspray, zumeist das Zeug Marke "New Wave" aus den rosametallic Flakons, was die Kopfhaut mitunter tierisch zum Jucken brachte und auch sehr intensiv roch, bis ich dann das neutralere Studio Line entdeckte. Den Geruch davon habe ich heute noch in der Nase. Mein Gott, wenn ich an die Zeit denke... allmorgendlich veranstaltete ich einen Wettlauf gegen die Zeit. Um 6 Uhr wurde ich geweckt, 10 Minuten später quälte ich mich raus, um 6:30 Uhr musste ich schon an der Bushaltestelle stehen. Da blieb nicht viel Zeit zum Stylen, aber ich schaffte es trotzdem immer. Ätzend war es, wenn ich mir mit nassen Händen durch die Haare gefahren war, sich an der einen oder anderen Stirnsträhne ein Wassertropfen entlangrollte und dieser dann auf dem Weg zum Bus bei polarkalten Wintertemperaturen mitsamt der Strähne steif fror.

    So Mitte der 80-er wurden meine Haare länger. Ich toupierte sie ziemlich asymmetrisch und färbte sie dunkelbraun, manchmal auch rot, einmal auch blauschwarz - stilistisch gesehen war meine Frisur der von Robert Smith nicht unähnlich. Zwischendurch hatte ich auch mal Dauerwelle, aber nie CC Catch-mäßig: bei mir diente die Welle einzig und allein dazu, den Haaren mehr Stütze fürs Toupieren zu geben. Ab und zu kam es auch vor, dass ich alles glatt nach hinten gelte. Oder ich band mir ein Headband um, ließ vorne allerhand rausgucken und das wurde dann auch wieder toupiert. Das war schon fast Sixties und passte gut zu meinem Retro-Stil.

    Wie bereits erwähnt, ich bin im coolen Berlin groß geworden, da liefen nicht nur artige Frisuren rum. Wie ebenfalls bereits erwähnt, liefen an meinem Gymnasium alle Jugendgruppen rum, die es damals so gab - mit der dazu gehörigen Frisur. Tollen, Irokesen, Popperponys, lange Matten, brave Schnitte, Pferdeschwänze, all das war vertreten. Später an der Gesamtschule dann gab es Mädchen, die gerne mal mit Farbe oder Aufheller experimentierten - ja, den gab's damals auch: so einen Sprüh-Aufheller, der Sonnenglanz in ohnehin schon blondes Haar zaubern sollte... und der nachher aussah wie drübergekleckertes Eigelb Eine meiner Klassenkameradinnen, eigentlich ein wunderhübsches Mädchen mit schönen schwarzen Haaren, trug so eine Art Nena-Frisur mit einem blonden Farbklecks auf dem Pudel, der aussah, als hätte ihr eine Möwe auf den Kopf gesch... Eine andere fuhr bald voll auf der Wave-Welle, was ihr Styling anging. Sie setzte auf Asymmetrie: Die naturschwarzen Haare standen auf der einen Hälfte des Kopfes igelig ab, während die andere in einer Art Popperpony endete, der kurzweilig auch mal blond gefärbt war. Très chic in der Tat, dieses Mädchen stand morgens noch ein bisschen früher auf als ich, weil dieses Styling doch sehr viel Zeit beanspruchte. Das Haarstyling einer anderen Klassenkameradin hingegen war dem von CC Catch nicht unähnlich. Man sagt sich, sie würde diese Frisur auch heute noch tragen. Natürlich gab es auch diese blondierten Dauerwellentussis, zumeist in der Kombination Mantaletten (also Cowboystiefel von Reno oder so, keine echten), lila Teddyjacke und pinkfarbener Plastikkorb mit lurexdurchwirktem Tuch zum Abdecken der Schulsachen.

    Ganz zum Schluss der 80-er wurde ich zur kinnlangen-Bob-mit-Pony-Trägerin, aber glaubt man gar nicht, dass das an mir brav aussah. Natürlich war die Frisur asymmetrisch und dunkelbraun gefärbt, so sah es beinah so aus wie heute Meret Becker. Der Gag war, ich machte mir die Frisur selbst, mit zwei Spiegeln, Kamm und Schere und viel Gelenkigkeit. Heikel war es, das Unterhaar millimeterkurz zu bekommen, ohne Löcher reinzumachen. Aber ich war geübt und so manches Mal wurde ich gefragt, bei welchem Starfriseur ich denn meine tolle Frisur habe machen lassen :O Heute habe ich eine lange hennarote Mähne (klingt ökiger als es ist), aber wenn ich irgendwann mal keine Lust mehr darauf habe, wird's wohl wieder ein unartiger Bob sein. Steht mir einfach.

  8. #7
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

    Registriert seit
    09.10.2002
    Beiträge
    1.204
    @ Babooshka:

    Du hast damals ja wirklich NICHTS ausgelassen! LOL (Kann es sein, daß ich Dich damals mal in einem dieser "Stu-stu-stu-studio-line"-Werbespots rumhüpfen gesehen habe? *g*)

    Aber ich krieg immer mehr den Eindruck, daß es damals in Hinblick auf Mode wirklich einen Riesen-Unterschied machte, ob man in Berlin lebte oder irgendwo im Rest der Republik.

    Das gilt wohl insbesondere für die assymetrischen und unterhaar-rasierten Frisuren, denn auch wenn Du kein Punk warst: Diese Frisuren waren ja schon irgendwo Punk-INSPIRIERT (sozusagen veredelter Punk) und da war die Inspiration in der Punk-Hochburg Berlin natürlich stärker gegeben. - Aber vielleicht hängt das auch stärker mit dem genauen Geburtsjahrgang zusammen, denn besagte Frisuren waren doch eher eine Mode der ersten als der zweiten Hälfte der 80er (zumindest in den Video-Clips wurden die Frauenfrisuren doch ab ´85/´86 wieder symmetrischer und konventioneller, zumindest vom Schnitt her) Das würde ja auch erklären, warum ich (Jg. ´73) assymetrische und unterhaar-rasierte Frisuren bei Mädchen in meinem näheren Umfeld nie gesehen habe.

    Am ungewöhnlichsten erschien mir aber die Igel-Frisur, die Du dann so ´83/´84 getragen haben mußt. ´83/´84 hab ich sowohl von meiner Erinnerung her als auch von Mainstream-Videos und -Filmen her immer für DIE Zeit von Langhaar-Dauerwellen-Frisuren gehalten; Igel-Frisuren bei Frauen bringe ich dagegen eher mit den späten 80ern und insbesondere den 90ern in Verbindung. An meiner Schule sind Kurzhaarfrisuren bei Mädchen jedenfalls erst so 86/´87 aufgekommen, dann allerdings auch bei ziemlich vielen Mädchen und z. T. auch sehr kurz (allerrdings dann auch wieder braver und konventioneller gestylt)

  9. #8
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Die Luftgitarre postete
    Du hast damals ja wirklich NICHTS ausgelassen! LOL (Kann es sein, daß ich Dich damals mal in einem dieser "Stu-stu-stu-studio-line"-Werbespots rumhüpfen gesehen habe? *g*)
    Joh, da hätte ich haarmäßig gut reingepasst!

    Aber ich krieg immer mehr den Eindruck, daß es damals in Hinblick auf Mode wirklich einen Riesen-Unterschied machte, ob man in Berlin lebte oder irgendwo im Rest der Republik.
    Damit könntest du Recht haben. Wir hatten damals ja auch viel mehr Shoppingmöglichkeiten als anderswo. Klar, bei einer Stadt, die damals schon riesig war. Wie ich ja schon mal erwähnte, ich kultivierte eine Art Retro-Style. Meine Vorbilder waren die schönen Pariserinnen, denen ich mehrmals im Jahr auf meinen Reisen begegnete. So wollte ich auch aussehen! In Paris gab es viele Secondhandshops, zumeist für mich Schülerin unbezahlbar, aber die in Berlin waren auch nicht übel. Na und meine Frisur passte ganz gut dazu.

    Das gilt wohl insbesondere für die assymetrischen und unterhaar-rasierten Frisuren, denn auch wenn Du kein Punk warst: Diese Frisuren waren ja schon irgendwo Punk-INSPIRIERT (sozusagen veredelter Punk) und da war die Inspiration in der Punk-Hochburg Berlin natürlich stärker gegeben.
    Richtig! Ich sah eher wavig aus, aber die Wave-Mode stammte ja vom Punk gewissermaßen ab. Deshalb hatte meine Mutter wohl solche Angst, ich könnte zum Punk werden. Aber verunstalten wollte ich mich nun nicht gerade und von bunten Zuckerwasserhaaren war ich meilenweit entfernt.

    Aber vielleicht hängt das auch stärker mit dem genauen Geburtsjahrgang zusammen, denn besagte Frisuren waren doch eher eine Mode der ersten als der zweiten Hälfte der 80er (zumindest in den Video-Clips wurden die Frauenfrisuren doch ab ´85/´86 wieder symmetrischer und konventioneller, zumindest vom Schnitt her) Das würde ja auch erklären, warum ich (Jg. ´73) assymetrische und unterhaar-rasierte Frisuren bei Mädchen in meinem näheren Umfeld nie gesehen habe.
    Nicht unbedingt. Die ganzen 80-er waren gewissermaßen asymmetrisch. Und meine asymmetrischen Haare hatte ich erst zum Ende des Jahrzehnts. Wenn ich mich an die Videoclips erinnere, fallen mir vor allem kurze Igelfrisuren ein... oder aber längere, üppige Haare à la Sheila E. Würde man mich fragen, was für mich die typische 80-er Damenfrisur wäre, würde ich sagen: seitlich ausrasiert, oben länger, igelig abstehend, spitz zulaufende Koteletten, bisweilen gefärbt und rauswachsend, manchmal mit Zöpfchen im Nacken. Diese Frisur ist für mich sozusagen der Inbegriff der 80-er, auch wenn es noch andere auch gab. Zu schade, dass ich keinen Scanner habe. Ich habe noch einige alte Nicole-Strickhefte aus Mitte der 80-er, darin tragen alle weiblichen Modelle eben jene Frisur.

    Am ungewöhnlichsten erschien mir aber die Igel-Frisur, die Du dann so ´83/´84 getragen haben mußt. ´83/´84 hab ich sowohl von meiner Erinnerung her als auch von Mainstream-Videos und -Filmen her immer für DIE Zeit von Langhaar-Dauerwellen-Frisuren gehalten; Igel-Frisuren bei Frauen bringe ich dagegen eher mit den späten 80ern und insbesondere den 90ern in Verbindung.
    Ehrlich? Nee, ich überhaupt nicht! Siehe oben, was ich über die Modelle in der Nicole geschrieben habe. Die Hefte sind von 84-85. Langhaar-Dauerwelle, das ging meinem Gefühl nach so ab 1985 los, keinesfalls früher. Kurze Igelhaare, das war mit Aufkommen des Wave In, des echten Wave à la Altered Images, Flying Lizzards usw. Und das war eben Anfang der 80-er. Hingegen, jene dauergewellten Blondhaartussen-mit-Mantaletten-und-Teddyjacke traten gegen Ende meiner Schulzeit auf den Plan, d. h. 1985.
    Igelfrisuren, insbesondere in den 90-ern? Also ich trug damals keine mehr und mir ist auch keine Frau bekannt, die eine hatte.

    An meiner Schule sind Kurzhaarfrisuren bei Mädchen jedenfalls erst so 86/´87 aufgekommen, dann allerdings auch bei ziemlich vielen Mädchen und z. T. auch sehr kurz (allerrdings dann auch wieder braver und konventioneller gestylt)
    Tja, ihr in der Provinz habt halt ein bisschen hinterhergehinkt hinter uns coolen Berliner Avantgardisten Aber wie ich schon mal sagte, nicht alle Mädels hatten so eine coole Haarpracht. Ich kannte auch jede Menge mit ganz stinknormalen Haaren. Und wenn Frau schöne Naturlocken hatte, so wie die aus der Gliss Kur-Werbung *Neid*, warum sollte sie sie nicht auch in den 80-ern langwachsen lassen?

  10. #9
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

    Registriert seit
    09.10.2002
    Beiträge
    1.204
    [b]
    Langhaar-Dauerwelle, das ging meinem Gefühl nach so ab 1985 los, keinesfalls früher. Kurze Igelhaare, das war mit Aufkommen des Wave In, des echten Wave à la Altered Images, Flying Lizzards usw. Und das war eben Anfang der 80-er. Hingegen, jene dauergewellten Blondhaartussen-mit-Mantaletten-und-Teddyjacke traten gegen Ende meiner Schulzeit auf den Plan, d. h. 1985.
    Aber denk doch mal an die TV-Serien um ´83/´84: "Dallas", "Knight Rider", "Ein Colt für alle Fälle" oder die ganzen frühen Filme im Highschool-Mileu. Wenn da Frauen auftraten, dann doch immer mit langen Haaren, Pony und das ganze Haar dann so tuffig aufgeplustert (Ich weiß jetzt nicht, ob das nun exakt ne Dauerwelle war, oder wie man das nannte). Ich würde mal sagen, bei den "NORMALO-Frauen", an denen Punk & New-Wave ja spurlos vorübergegangen war, war das Anfang/Mitte der 80er DER Trend, trat gewissermaßén an die Stelle des 70er-Alles-lang-und-glatt-runterhäng-Frisur.


    [b] Ich postete: An meiner Schule sind Kurzhaarfrisuren bei Mädchen jedenfalls erst so 86/´87 aufgekommen, dann allerdings auch bei ziemlich vielen Mädchen und z. T. auch sehr kurz (allerrdings dann auch wieder braver und konventioneller gestylt)
    Du: Tja, ihr in der Provinz habt halt ein bisschen hinterhergehinkt hinter uns coolen Berliner Avantgardisten
    Ich glaube aber das war gewissermaßen ein ganz anderer Kurzhaartrend, der nichts mehr mit der Punk&NewWave-Geschichte zu tun hatte. Bei den Kurzhharfrisuren, die an unserer Schule so ab ´86/´87 bei den Mädchen in Mode kamen, handelte es sich eher um klassische Fasson-Haarschnitte, z. T. ziemlich kurz, aber immer symmetrisch geschnitten und nach unten hin bloß "angeschrägt", nie mit abrupter Kante. Und Oben war das ganze dann recht konventiell als Fön-Tolle gehalten. Ein Avantgardist aus Berlin-Kreuzberg hätte wohl gesagt, dies sei die moderne Kurzhaarvariante des Bravenmädchen-Looks.

    [quote][b]
    Igelfrisuren, insbesondere in den 90-ern? Also ich trug damals keine mehr und mir ist auch keine Frau bekannt, die eine hatte.

    Ok, ich meinte jetzt auch nicht die Igel-Frisur i. e. S., sondern allgemein diese z. T. sehr kurzen, struppig oder fransig gestylten Damenhaarschnitte. Die waren be jungeni Frauen in den 90ern doch sehr weit verbreitet (wie ja allgemein die Damenmode in den 90ern sehr stark in Richtung kurze Haare ging).

    [b]
    Und wenn Frau schöne Naturlocken hatte, so wie die aus der Gliss Kur-Werbung *Neid*, warum sollte sie sie nicht auch in den 80-ern langwachsen lassen?
    Eben diese Frage finde, stellte sich v. a. Ende der 90er. Ich fand ja zunächst die Kurzhaarfrisuren bei vielen Frauen überraschend hübsch, aber Ende der 90er war das dann so ein übertriebener Einheitstrend geworden, da ließen sich auf einmal alle möglichen Frauen die z. T. wunderschönen langen Haare "wegen der Mode" abschneiden, völlig unabhängig davon, ob das individuell vom Typ her passte. (Hinterher war dann meist das Gejammer groß)

    Aber das Problem gibt es eigentlich immer bei zu starken Einheitstrends: Seit ein paar Jahren lassen sich ja wieder alle Frauen die Haae lang wachsen, aber auch wieder unabhängig davon, ob das vom Gesicht und der Haarqualität her gut aussieht oder nicht.

  11. #10
    Benutzerbild von Lutz

    Registriert seit
    11.10.2002
    Beiträge
    6.814
    Die Luftgitarre postete
    @ Babooshka:

    Du hast damals ja wirklich NICHTS ausgelassen! LOL (Kann es sein, daß ich Dich damals mal in einem dieser "Stu-stu-stu-studio-line"-Werbespots rumhüpfen gesehen habe? *g*)

    Aber ich krieg immer mehr den Eindruck, daß es damals in Hinblick auf Mode wirklich einen Riesen-Unterschied machte, ob man in Berlin lebte oder irgendwo im Rest der Republik.
    Sag mal Luftgitarre, bist Du nicht auch in Hamburg aufgewachsen?
    Als ich Mitte der 80er zum ersten mal in einen Düsterschuppen (KIR) stolperte - vom Ambiente ein Pendant hierzu (Duncker)

    http://www.plauderhoehle.de/forum/sh...hlight=duncker

    war eine Robert Smith Frisur dort schon fast der Normalo-Look - so schräg war’s dort - ohne Übertreibung. Auch auf der Straße war’s in der Zeit in Hamburg *sehr* bunt und schräg - es sei denn Du bist in Popperbüttel groß geworden

    Lutz

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte