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Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

Erstellt von LtdBoomer, 15.04.2015, 22:41 Uhr · 13 Antworten · 1.643 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von LtdBoomer

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    Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Jaja,auch das zählt langsam aber sicher zu einer aussterbenden Gattung,die in den 80er Jahren heißgeliebten Trinkhallen,oder im Ruhrpott auch liebevoll "Bude" genannt.
    Stundenlang hat man sich dort Weingummi ausgesucht,Dreh & Trink gekauft,oder später als *erwachsener* Jugendlicher mit Freunden dort Cola oder auch ein Bier nach dem anderen versenkt.
    Ich könnte gar nicht zählen wie oft Ich für unseren Vatter dort Bier kaufen musste,bevor die Sportschau lief....

    Hier ein original Bild unserer Trinkhalle Mitte der 80er,bei der wir Stammkunden waren:


    Die Frau im Kittel (lol),ist die Besitzerin gewesen,unsere "Tante Matta" mit typischer Ruhpottschnauze und grundsolide und liebenswert.Leider auch nicht mehr hier auf Erden...
    Die Bude steht auch nicht mehr,dort ist jetzt schlichtweg garnix außer eine Kackwiese für Hunde.
    Tja,so isses.
    Was habt ihr so für "Trinkhallenstories" zu erzählen?
    Nur zu!!
    (Ich hab da auch noch mehr Fotos gefunden,muss Ich nur noch scannen)

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Ja!
    Gehsse anne Bude, gern auch "Seltersbude" genannt (ja, nach einer Mineralwassersorte) und für 20 oder gar 30 Pfennige eine Tüte gemischtes gekauft. Veilchen, Salmiakpastillen, Weingummikirschen oder Colafläschchen, und Knöterich!!!! Hmmm, war datt lecker!

  4. #3
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    bei uns im Viertel gab es nicht nur "die eine Bude",sondern mindestens 5,die mir jetzt noch spontan einfallen.
    Anlaufstelle in meiner Kindheit aber mehr die Zeit in den 60gern/70gern,in erster Linie für Fußball-Sammelbildchen.
    und die wurden nicht an einer Bude,sondern an allen Buden im Viertel gekauft,weil wir geglaubt hatten,daß es an jeder Bude unterschiedliche Bildchen gäbe und wir so die Alben schneller vollzählig bekämen.
    Eis und Kaugummi waren aber ebenfalls begehrt

  5. #4
    Benutzerbild von LtdBoomer

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Auch bei uns gab es natürlich fast in jeder 2.Straße eine Trinkhalle.Aber man hatte ja so seine Stammbuden.
    Zum Beispiel direkt neben meiner ehemaligen Schule.Zu den Pausen immer stark besucht und mit Sicherheit die höchste Einnahmezeit.
    Und das ist sie,zumindest ein Teil von ihr.Steht seit ca.1992!!! leer und unverändert da.
    Wie ein Monument aus besseren Tagen:


    Die verblichene Werbung spricht für sich,denke Ich mal.

  6. #5
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Ja, stimmt, bei mir waren es 3 Stück in meinem bevorzugten Jagdrevier. Erinnert ihr euch noch an die Waldmeisterbrause in den 0,7 ltr. Flaschen? Ich glaube, heutzutage würde ich die süße Plörre nicht mehr trinken können.

  7. #6
    Benutzerbild von Laschek

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Zu meiner Gymnasiumszeit frequentierte ich auf dem Weg zur Schule oft einen begehbaren Kiosk der in einer Art verglastem Container untergebracht war. Dort wurden dann vor allem fleissig Panini Bildchen gekauft und sicher auch Süßkram. Der Großteil des Kiosks enthielt allerdings eine gargantueske Auswahl an Zeitschriften (vielleicht auch Bücher?) in der ich dann 1983 wohl eher zufällig die ersten deutschsprachigen Videospielmagazine "Tele-Action" und "Tele-Match" entdeckte und kaufte, die hab ich natürlich heute noch . Ich suche übrigens noch die Tele-Action Erstausgabe...
    Als ich vor einiger Zeit mal ein wenig über die alten Kaiserslauterer O-Busse recherchiert hab, bin ich über ein Foto gestolpert wo der Kiosk drauf zu sehen ist, da rechts hinter dem Bus, aufgenommen ebenfalls 1983. Wer weiss, vielleicht steh ich da ja grad drin?

    3630383064363462.jpg

    Den Kiosk gibt es natürlich schon lange nicht mehr, ebenso die meisten Gebäude im Hintergrund, auf dem Areal steht jetzt das protzige Pfalztheater.

  8. #7
    Benutzerbild von Arcadefan

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Die Trinkhalle meiner Kindheit und Jugend existiert erstaunlicherweise noch immer, nur mit neuer Besetzung.

    Was ich dort kaufte war auch Jahreszeit abhängig.
    Im Sommer gerne diverse Langnese Eisspezialitäten und natürlich Wassereis.
    Streichhölzer waren im Herbst angesagt für die Kartoffelfeuer. Da wurde dann immer gefragt, für was man denn die Streichhölzer brauchen würde. Am besten sagte man dann, man kauft sie im Auftrag von Vater oder Mutter.
    Kurz vor Silvester dann das jugendfreie Feuerwerk, bevorzugt diese aus Aluscheiben bestehenden UFOs, die sich mittels "Raketenantrieb" in den Himmel schraubten.

    Wundertüten waren eine Zeit lang auch mal sehr beliebt und natürlich diverse Sammelbilder.
    Es gab auch mal eine Phase wo ich häufig Erbsen kaufte für meine Pistole, die Erbsen verschießen konnte.

    Süßkram für XX Pfennige ging natürlich immer, genauso wie diverse Zeitschriften. Spontan fallen mir da YPS und "Wie geht das"
    Meine ersten Computer "Fachzeitschriften" a la Happy Computer und Konsorten habe ich auch an dieser Bude erstanden und diese gaben dann den Ausschlag mir einen Atari 600XL Homecomputer anzuschaffen.

  9. #8
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    https://hbepaper.emderzeitung.de/ewe.../HBE/10/67227/

    hier ein etwas älterer Zeitungsausschnitt eines Trinkhallen-Besitzers,den ich persönlich kennengelernt habe und mit dem ich auch diverse Fußballspiele besucht habe,gehört eindeutig in die Rubrik "Emder Original"
    u.a. hat er auch einmal eine B-Jugendmannschaft gesponsort.

  10. #9
    Benutzerbild von lastninja

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Real 80s..
    leider weiß ich das Jahr nicht mehr ...
    Kiosk

    Nein, ich bin nicht da drauf...
    Heiße Hexe Reklame, Schützenfest-Fyler und Suff

    Im Nachbarort gibt es noch eine solche Location...wo sich jeden Tag die Biertrinker treffen.
    Ich versuche mal ein Bild davon zu machen....
    Die Typen, die da ihr Bier trinken (regelmäßig) sehen auch alle 80´s aus..
    Ich verstehe nicht, was daran soooo cool ist, am Kiosk Bier zu trinken..
    Warum kaufen sich die Leute nicht ´n Kasten und saufen den daheim.

    Ach..ich weiß ja die Antwort...

    Die Typen auf dem Bild sagten immer zu mir "Das ist wegen der hiesigen Atmosphäre"
    Ja nee...iss klar.....
    Ich muss mal gucken, ob ich davon noch einige Bilder finde...
    Kann aber dauern...

    Das Bild vom Kiosk im Nachbarort ebenfalls..

    Der Kiosk vom Bild ist jetzt ein Wohnhaus....
    Immer, wenn ich dran vorbeifahre....sehe ich die damaligen Besoffskies vor mir...

  11. #10
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Die Trinkhallen der 80er,oder kommsse mit anne Bude ne Cola kaufen?

    Trinkhalle - Dieser Begriff ist in Süddeutschland relativ unbekannt.
    Da benutzt man eher den Begriff Kiosk.

    Dafür gibt es bei mir um die Ecke in Baden-Baden dafür dann eine ganz historische Trinkhalle.

    Trinkhalle ? Stadtwiki Baden-Baden

    Ähm ja, zum eigentlichen Thema.

    Ein besonderes Exemplar von Kiosk gab es bei mir am Wohnort von den 60ern Jahren bis ca. um 2000.
    Dafür gab der ehemalige Besitzer und Erbauer des Kiosks sogar seine Laufbahn als Zahnarzt auf.
    In der Nachbarschaft einer Wallfahrtskirche, wo früher die Wallfahrer noch öfter mit den Bussen kamen(heute kommen sie alle nur noch mit dem eigenen PKW) war wohl trotz der Nachbarschaft einer Gaststätte und einer Tankstelle(die aber noch keinen Shop hatte) eine gute Existenz aufzubauen. Ja die goldenen Jahre der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland.
    Es gab ein gutes Angebot an Zeitungen, Zeitschriften, Comics, Obst, Getränken, Tabakwaren und Süßwaren, wenn teils auch zu überdurchschnittlichen Preisen, aber wie geschrieben, die Tankstellenshops wie wir sie in der heutigen Größen kennen, gab es glaube ich so noch nicht.
    Eis gab es von zwei namhaften Marken und Flaschen wie Dosenbier. Deutsches und von der dänischen Marke Tuborg.
    Welches deutsches? Keine Ahnung, war noch vor meiner volljährigen Zeit.
    Unter den Biertrinkern wurde um die Vor- und Nachteile von Flaschenbier in grünen und braunen Flaschen diskutiert.
    Und der langjährige Besitzer bestritt seine Existenz oft fröhlich pfeifend, während sein pachtender Nachfolger ab Ende der 90er Jahre mit der bierernsten Miene eines sich total ernst nehmenden Akademikers(Typ voll aufgeklärter und kritischer-alternativer 68er) und seinem Ex-Beruf als Lehrer entfliehend, Sinnsprüche an eine Lifaßsäule schrieb und klebte.

    Die Kundschaft war über die Jahre ein breites soziales Spektrum, von den Mofa fahrenden Jugendlichen über den älteren Bauer mit seinem Moped bis zu örtlichen Geschäftsleuten mit ihren Mercedes.
    Sogar ein nicht weit davon wohnender Fernsehmoderator, der jahrelang eine bekannte Musiksendung im zweiten deutschen Fernsehen moderierte, soll mal dort gesichtet worden sein.(na wer ist da schon gemeint, der ehemalige Borgward-Verkäufer aus Hamburg und Schloßherr von Schloß Aubach).

    Nach ein paar Jahren verlor der eine alternative Existenz suchende Ex-Lehrer anscheinend seine Motivation für das Geschäft und nach ein paar Jahren Stillstand im neuen Jahrtausend folgte der Abriss des Kiosks.

    Wir hatten nicht mehr die alte Bundesrepublik und ebenso teure Tankstellenshops gibt es nun an jeder Ecke.

    In den Städten kann hier und da dennoch mancher Kiosk seine Existenz beschreiten.
    Wenn auch nur als Bahnhofskiosk für ein Laufpublikum.
    In der Regel sieht man nie jemanden länger sich dort verweilend, weil es oft die Möglichkeit nicht gibt.
    Und an einem Kiosk in der nächsten Kleinstadt, wo es Stehtische gibt, da sehe ich diese auch immer leer und verwaist.

    Vielleicht gibt es sowas irgendwo in der Karlsruher Südstadt oder Oststadt?
    Aber die haben dort auch ganz nette Schrebergartenwirschaften und im Sommer ist der Kiosk im Freibad auch eine Konkurrenz.
    Von den ganzen Biergärten der zahlreichen und guten Wirtschaften hier ganz zu schweigen.
    Aber vielleicht gab es diese "Büdchenkultur" so nie bei uns, jedenfalls nicht abseits der großen Städte.
    Außer in Ansätzen in dem oben beschriebenen Beispiel.

    Wenn ich mal am Samstagabend unterwegs bin, dann kann man vor der einen oder anderen Tankstelle die (mehr oder weniger)aufgetunten Karren der Landjugend sehen.

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