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Euer Friseurerlebnis in den 80ern

Erstellt von baerchen, 21.03.2004, 22:09 Uhr · 49 Antworten · 18.429 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von baerchen

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    Wer von Euch möchte über Euer Friseurerlebnis in den 80ern berichten?
    Wenn ich mich zurückererinnere (ich bin Jahrgang 1976), war das immer ein abgetrennter Herrenbereich, wo ich früher war, waren es zwei Plätze(!) für Herren. Es gab große braune Stühle, auf die man sich setzte. Man wurde bis nach ganz oben gepumpt, bekam eine total enge Halskrause umgebunden, so dass einem fast die Luft wegblieb. Dann kam ein riesengroßer, meist weißer Umhang, der einem stramm umgebunden wurde. Die Haare wurden einem Vorwärts gewaschen, ohne dass dabei groß Rücksicht genommen wurde. Man bekam immer einen kleinen Waschlappen, womit man sich die Augen zuhalten konnte. Die Seiten und der Nacken wurden einem mit einer von der Decke herabhängenden Haarschneidemaschine rasiert. Der Nacken wurde einem zusätzlich mit einem Messer ausrasiert, so dass einmal sogar etwas Blut floss. Typische Frisuren in den 8oern waren für mich der sogenannte Mushroom-Cut/Bowlcut (= Stufen - oder Kantenschnitt) oder die sogenannte Igelfrisur.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Also so dramatisch war das bei mir (Jg. `73) nicht. Ich hab allerdings auch Ende der 80er, als aufeinmal überall diese G.I.-Kastenschnitt-Prolos auftauchten, beim Frisur immer gleich vorsorglich gesagt: "Aber nicht zu kurz!"

    Aber in einigen Punkten kann ich Dir zustimmen: Mit Service und Komfort war es damals bei Frisören im allgemeinen nicht so weit her, es ging alles ein bißchen unsanft zu.

    V. a. scheint es mir im Rückblick so, daß damals wenig auf den Kunden eingegangen, wenig beraten und zugehört wurde und sehr stark nach Schema 0815 drauf los geschnitten und frisiert wurde. Zumindest bei den Herren wurde kaum darauf geachtet, ob die Frisur bei der individuellen Haarqualität (etwa: Wirbel) und der individuellen Gesichtsform auch funktionierte!

  4. #3
    Benutzerbild von Level 42

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    Die Luftgitarre postete
    als aufeinmal überall diese G.I.-Kastenschnitt-Prolos auftauchten, beim Frisur immer gleich vorsorglich gesagt: "Aber nicht zu kurz!"
    Hey, Hey, Hey, jetzt mal nicht frech werden .

    Wenn man soviel Wirbel hat wie ich, gibt es einfach keine andere Frisur.
    Das haben aber meine Eltern, in den 70er (als ich noch nicht demokratisch entscheiden durfte) aber nich kapiert .

    Gruß Level 42

  5. #4
    Benutzerbild von Pallas

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    Ich bin zu Beginn der 80er einmal im Stehen (ich habe gestanden) frisiert worden, weil meine Haare so lang waren, daß es im Sitzen mit dem Nachschneiden nicht geklappt hätte.

  6. #5
    Benutzerbild von Bounty

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    ich musste damals mal mit zeichnungen der frisöse in dem 'omi-laden' erklären, wie mein iro aussehen soll...sie konnte sich das mit dem hochtoupieren und aufstellen nich wirklich vorstellen. also bin ich mit 3 zettelchen hingestiefelt. von rechts, von links und hinten

    zum abrasieren der seiten, musste ich auch immer vom damensalon nach nebenan in den herrensalon wechseln, weil die nur dort ne schermaschine hatten...

    irgendwann machte dann in duisburgs innenstadt ein frisörkollektiv namens 'kahlschlag' auf, denen musste man nich vormalen, was man gerne auffem kopp hätte und die preise waren auch super. für komplettfärben, nachschneiden und seitenrasieren musste ich nur 30 DM hinlegen. bei jedem andern frisör wäre für den preis grade mal so eben das schneiden drin gewesen

  7. #6
    Benutzerbild von Babooshka

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    Hihi, Bountys Frisur ist immer wieder Anlass für schöne kleine Geschichten Ich sehe den entsetzten, ungläubigen Blick der ältlichen Friseuse aus dem Omasalon förmlich vor mir, und wie sie das dann hinterher weitererzählt hat, weil's so spektakulär war, "stell dir vor Emmi, da kam doch neulich so ein junges Ding..."

    Ich habe in den 80-ern nur selten einen Friseur von innen gesehen. Ganz zu Anfang, dann mal so 2 Jahre später und ab da sorgte eine Bekannte der Familie, ihres Zeichens Friseuse, für den Erhalt meiner Kurzhaarphase. "Aber bittebitte, lass sie nicht wieder SO kurz schneiden", seufzte meine Mutter. Und ich: "Du kannst sicher sein, sie werden SEHR kurz sein." Gequältes Mama-Gesicht... immer diese Angst im Nacken, ich könnte Punk werden.

    Später dann waren die Haare meistens kinnlang, zwischendurch auch mal wieder richtig kurz, ich studierte und hatte kein Geld für den Friseur, also stellte ich mich todesmutig Friseurlehrlingen als Modell zur Verfügung. Die das aber immer ganz gut hinbekamen.

  8. #7
    Benutzerbild von BBJovi

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    Hallo,

    ich habe bis 1994 keinen Frisörladen von innen gesehen (halt doch, unsere Lottoannahmestelle war im Frisörsalon), meine Mutter hat glücklicherweise dieses Handwerk gelernt.

    Zu meinem 23. Geburtstag wollte ich mir dann mal einen "echten" Frisörbesuch gönnen und es ist voll schief gelaufen. Dauerwellen hatte ich seit meinem 12. Lebensjahr, meine Jahre waren mal kürzer, mal länger, aber nie zu lockig, die Dauerwelle war immer eine Art Stütze. Wie dem auch sei, ich erklärte der Dame, wie ich mir meine Frisur so vorstellte und sie wusste natürlich alles besser. Sie kam mit kleinen Wicklern an. Ich sagte ihr, dass es für meine Frisur vielleicht besser wäre, größere Wickler zu nehmen. "Nein, bei längeren Haaren müssen kleinere Wickler genommen werden" (eigentlich hätte ich hier schon aufstehen müssen). Als ich zu Hause war, habe ich erst einmal einen Weinkrampf bekommen. Mein Bruder begrüßte mich "na Oma" und er hatte den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich sah aus wie meine eigene Großmutter. Ich bin dann direkt zu meiner Mutter gefahren, die Gott sei Dank noch Dauerwellflüssigkeit hatte. Sie hat mir dann die Locken wieder rausgezogen. Letztlich musste ich aber doch meine Haare ganz kurz schneiden, da sie total kaputt waren.

    Mittlerweile gehe ich wieder zum Frisör und bin auch nicht mehr enttäuscht worden

  9. #8
    Benutzerbild von Schokominza

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    In den 70ern hat mir meine Ma meistens die glatten Haare nachgeschnitten - ich hab sie damals sicher nicht ohne Grund lang getragen - muß wohl schon früher ungern zum Friseur gegangen sein.
    Wenn ich mich dann doch einmal erweichen ließ, einen Friseursalon zu betreten, kam ich meist mit einem schicken Rundschnitt ala "Luzie, der Schrecken der Straße" wieder raus.
    Schätzungsweise 1984 wollte ich dann die gleiche Frisur wie Nick Rhodes von Duran Duran und so blieb mir nichts anderes übrig, als zu einem richtigen Frisör zu gehen. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden.
    Nachdem dieser SAlon leider geschlossen wurde, folgte eine Reise durch diverse Friseurläden mit mal mehr, mal weniger zufriedenstellendem Ergebnis. Auch die Erfahrung, zum Haarewaschen den Kopf nach vorne zu beugen, ließ ich nicht aus Das war bei einem Friseur auf dem Dorf - ich hoffe, sie haben inzwischen neue Haarwaschbecken bekommen - war nicht grade angenehm, wie einem das Wasser langsam den Hals runterlief.
    Als Dirty Dancing in die Kinos kam, mußte natürlich eine Dauerwelle her - ich kann nur sagen: 2x und nie wieder! Scheinbar ist es ein ungeschriebenes Gesetz, daß eine "leichte Dauerwelle" nicht gleichbedeutend mit großen Locken ist Ich sah aus wie ein Pudel... und als die Locken dann langsam rauswuchsen und der glatte Ansatz zu sehen war - schrecklich.
    "Toll" fand ich ja auch immer, wenn man ein Bild von der Wunschfrisur dabei hatte (was bei mir meistens der Fall war) und der Friseur das Geschick hatte, einem die Frisur zwar wie auf dem Bild hinzuföhnen, nach der ersten Haarwäsche zu Hause war dann aber alles hinüber, weil der Schnitt nicht stimmte.
    Es hat einem damals aber auch keiner gesagt, daß man bestimmte Frisuren mit den Haaren, wie man sie hat nicht tragen kann/sollte. Wurde wohl doch eher nach dem Motto verfahren: was nicht passt, wird passend gemacht.

    Inzwischen bin ich froh, wenn der Friseur da beratend eingreift - auch wenn es manchmal schwerfällt, sich von der Wunschfrisur zu verabschieden.

  10. #9
    Benutzerbild von Minimalelektronik

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    Ich war immer mit meinen kurzen glatten, blonden Haaren unzufrieden und so bin ich im Alter von vermutlich 14 oder 15 Jahren zum Friseur und habe mir ersten dunkelbraune Strähnen und zweitens Wellen reinmachen lassen.
    Ich habe hinterher ausgesehen wie das Schaumkrönchen auf dem Weizenglas...grauenvoll.
    Mittlerweile gehe ich fast gar nicht mehr zum Friseur sondern machen das meist selbst, was erstaunlich gut funktioniert...dauert zwar aber dann hab ich es genau so wie ich es haben will.
    Beim Friseur ist das nie der fall da die meisten Friseure beim Herrenschnitt nach Schema F vorgehen und sehr unflexibel sind. Da kann man zehnmal sagen "nicht so kurz"...das ist immer relativ.

  11. #10
    Benutzerbild von Gosef

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    Minimalelektronik postete
    Ich habe hinterher ausgesehen wie das Schaumkrönchen auf dem Weizenglas...grauenvoll.
    Minipli! Schick! Wer's tragen kann...
    Dieser junge Mann muss auch ein schlimmes Friseurerlebnis gehabt haben:



    Was sein Friseur wohl von Beruf gewesen sein mag... den anschließenden Prozess hat er doch ganz bestimmt gewonnen!

    Gruß
    Gosef

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