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Ich bin ein Trendsetter...

Erstellt von Lutz, 03.07.2005, 13:08 Uhr · 60 Antworten · 13.840 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Ja, es gab zu den genannten auch noch Marc O'Polo.
    Das wichtigste bei diesem Markenidiotismus war, daß der Name (zumindest bei Shirts) riesig darauf prankte. Das verschwand dann wohl irgendwann (und war beim Krokodil ja auch nicht nötig) ist aber heute wieder so, je H I L F I G E R umso besser.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Stimmt. Wie Lutz schon geschrieben hatte, auch bei uns wurden die Markenklamottenfetischisten eher schief angeguckt. Popper in Berlin waren sowieso verpönt, denn es gibt in der Stadt zwar einige so genannte gehobene Wohngegenden, aber es überwog schon immer "das normale Volk" und Schickimickis oder Leute, die sich dafür hielten, waren (und sind) irgendwie suspekt. Und da wären wir wieder beim Thema Popper. Anders als in Hamburg beschränkten diese sich nicht auf die Rich Kids, sondern auch Teenager mit normalverdienenden Eltern wurden mitunter zum Popper. Bestes Beispiel dafür sind meine Kindheitsfreundin und zwei Zwillingsmädels meiner Schule, alle drei alles andere als Kinder von Besserverdienern. Ich nehme an, es gab bei denen großzügiges Weihnachts-, Geburtstags- und Ostergeld, das dann zu Benetton getragen wurde.

    Andersrum hielten zahlreiche Rich Kids es nicht für nötig, diesen Zustand der Welt durch Markenklamotten zu zeigen, sondern sie liefen rum wie Stinknormalos oder fühlten sich einer der Jugendgruppierungen zugehörig. Wahrscheinlich ist der eine oder andere sogar Punk geworden, um seinem Spießerumfeld etwas extrem Krasses entgegenzusetzen.

    Und Tommy Hilfiger finde ich booooooooooooring. Wie kann man nur so fade, unoriginelle Klamotten machen, das kann man ja noch nicht mal als "klassisch" bezeichnen, höchstens als "Casual Wear" der gehobenen Klasse, aber auch nur wegen des draufgenähten Labels, denn den Stil gibt's bei C&A oder Adler für billiger. Und die Jeans finde ich ausgesprochen hässlich, bei denen frage ich mich immer, welches ehemalige DDR-Bekleidungskombinat da noch am Werk ist

  4. #23
    Benutzerbild von MJVice

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    ich bin popper. (:

  5. #24
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Haut die Popper platt wie Whopper!

    Erzähl mal, wie äußert sich dein Popperdasein? Was trägst du alles für Klamotten? Hast du auch so eine Föhnfrisur wie die Popper anno 1981?

  6. #25
    Benutzerbild von Pepper-Horst

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Und Tommy Hilfiger finde ich booooooooooooring. Wie kann man nur so fade, unoriginelle Klamotten machen, das kann man ja noch nicht mal als "klassisch" bezeichnen, höchstens als "Casual Wear" der gehobenen Klasse, aber auch nur wegen des draufgenähten Labels, denn den Stil gibt's bei C&A oder Adler für billiger. Und die Jeans finde ich ausgesprochen hässlich, bei denen frage ich mich immer, welches ehemalige DDR-Bekleidungskombinat da noch am Werk ist
    Ich leide jetzt auch nicht unter sooo großem Marken-Fetisch. Aber dass BMW gute Autos produziert (keine Sorge, ich hab' keinen ) und Levis-Jeans Klassiker sind, ist ja kein Geheimnis. Bei Tommy-Hilfiger-Pullovern verhält sich das ähnlich. Die liegen nämlich uneinholbar vorne - weil sie nach sprichwörtlich alten Mustern gestrickt sind. Super robust, enorme unifarbene Auswahl, alle möglichen Kragen auswählbar und auch irgendwie diskret (und von der Passform ganz zu schweigen). Heutzutage erfordert es ja schon enormen Einsatz, irgendeine Oberbekledung zu bekommen, auf der nicht irgend'n Scheiß aufgedruckt ist (so à la "Santiago de Chile 1978" oder irgendwelche chinesischen Schriftzeichen, Drachenköpfe u.ä.). Alles muss jung und dynamisch wirken. Wenigstens zeigen die Tommy-Pullis da Kontinuität und - ja! - Langeweile ;-).

    Ansonsten, die Hosen sind in der Tat nicht doll, die Schuhe i.d.R. viel zu teuer. Marken-T-Shirts u.ä. brauch ich eigtl. nicht wirklich. Aber dann und wann mal 'n Pullover, das ist erlaubt.

    Was mir mal so aufgefallen ist, in letzter Zeit, um auf das eigentliche Thema zu sprechen zu kommen: Die Herrensakkos werden lässiger und die Ärmel hochgekrempelter ...

  7. #26
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Zitat Zitat von Pepper-Horst Beitrag anzeigen
    Heutzutage erfordert es ja schon enormen Einsatz, irgendeine Oberbekledung zu bekommen, auf der nicht irgend'n Scheiß aufgedruckt ist (so à la "Santiago de Chile 1978" oder irgendwelche chinesischen Schriftzeichen, Drachenköpfe u.ä.). Alles muss jung und dynamisch wirken. Wenigstens zeigen die Tommy-Pullis da Kontinuität und - ja! - Langeweile ;-).
    Hehe - dazu ne witzige Story aus der tollen Arte-Pop-Doku "Welcome to the Eighties": OMD wollten kein besonderes "Outfit" auf der Bühne anziehen - was ganz unauffälliges. Also einfach Pullover. Nach einiger Zeit bemerkten sie bei ihren Auftritten, dass alle im Publikum auf einmal Wollpullover (o.ä) trugen Der Uniformismus des NICHTuniformismus

    Lutz

  8. #27
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    OK, nach deiner Erklärung lasse ich Hilfiger-Pullover durchgehen Die werde ich dann fortan auch nicht mehr "langweilig", sondern "schlicht" nennen, ich hab's ja auch nicht mit Pullovern voller Rüschen, Plüschen und Strasskram.

  9. #28
    Benutzerbild von Pepper-Horst

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Ok, "schlicht" (oder auch "sachlich") ist ein guter Ausdruck dafür. Aber es ist doch wirklich so. Letztens bin ich mit 'nem Freund durch die Stadt geschlendert - der hatte auch so'n T-Shirt an, auf dem irgendwas von "(stylishen Stadtname einfügen) 1987" (oder so) drauf stand. Ich fragte ihn: "Sag mal, weißt du eigtl., was auf deinem Shirt aufgedruckt ist?". Als Antwort bekomm ich: "Nö" zu hören . Und die meisten Prints in diese Richtung ergeben sowieso keinen Zusammenhang.
    Im Sommer vergangenen Jahres war ich auf der Durchreise in Magdeburg und verbrachte meine Wartezeit kurzerhand in einem bahnhofsnahen Kaufhaus. Durch die Klamottenständer hindurch beobachtete ich nebenher ein junges Paar, das gemeinsam irgendwelche Kleidungsstücke bewertete. Ich hörte immer nur wieder: "Nee, zu langweilig". Ich sah sie dann wenig später zur Kasse gehen, mit einem unglaublichen Farbmix an Klamotten in den Händen. Und mindestens auf jedem Hemd 'n japanischer Drache oder sonst irgendeine Symbolik. Na ja, ich weiß nicht, ob einen das nun wirklich "rasanter" erscheinen lässt.

    Aber das Mode-Karussell dreht sich immer weiter. Da muss man aufpassen, dass man sich nicht im gleichen Tempo dreht.

    Zur Marken-Klamotten-Diskussion möchte ich auch noch mal ein paar Worte verlieren. Ich glaube, das kann man nicht mehr so schwarz/weiß sehen, wie vielleicht in den 80ern. Dieser ganze Markenkult zog doch damals erst so richtig auf. Heute ist es doch weniger ein politisches Zeichen, bestimmte Markenabzeichen auf der Kleidung zu tragen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde ein gewisses markenabhängiges, wirtschaftliches Denken doch erst so richtig geschärft. Und der Markt an sich ist ein ganz anderer geworden. Wieviele unabhängige Mode-Geschäfte gibt's noch in unseren Städten? Alles vereinheitlicht, überall Ketten. Ähnlich ist doch auch das Geschäft mit den Markenklamotten über uns hinweggezogen.

  10. #29
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Jetzt auch virtuell bei Second Life



    Lutz

  11. #30
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Ich bin ein Trendsetter...

    Gerade zufälig beim Zappen in der Glotze gesehen:



    Die in dem Genre grottenschlechte Mukke üblichen fürchterlichen Klamotten beleidigen diesmal zumindest punkto Brille nicht die Netzhaut. Und die Hupfdohle könnte auch einem 80s-Video entsprungen sein

    Lutz