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Im Freibad - damals und heute

Erstellt von Die Luftgitarre, 04.08.2003, 13:43 Uhr · 58 Antworten · 16.472 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von chrisma76

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Das Alpamare wird nun wohl endgültig zum 30.08.2015 geschlossen. Schade eigentlich, bin immer gerne dort. Wohne 15 min weg von Bad Tölz.

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Da waren wir auch schon mal zum Schwimmen, während eines Urlaubs in Bad Tölz. Schade ums Alpamare.

  4. #53
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Zitat Zitat von chrisma76 Beitrag anzeigen
    Wohne 15 min weg von Bad Tölz.
    Dann bist Du den Bullen von Tölz schon persönlich begegnet?

  5. #54
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Hat er bestimmt, ....beim Metzger.
    (Da hatte eine Metzgerei tatsächlich ein großes Foto im Schaufenster, Otti und der Metzger beim Stelldichein)

  6. #55
    Benutzerbild von chrisma76

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Zitat Zitat von Lexi Beitrag anzeigen
    Dann bist Du den Bullen von Tölz schon persönlich begegnet?
    Lässt sich nicht vermeiden wenn man dort wohnt

  7. #56
    Benutzerbild von Thomas Ray Dolby

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Ein Freibad in der Form hatte ich zu Hause gar nicht. Wozu auch, war es doch nicht weit bis an die Ostsee.

    Was es statt dessen damals schon gab – eigentlich sogar noch länger –, hatte den sperrigen Namen „Meerwasser-Wellen-Hallenbad“. Das bedeutet: Zum einen gibt's da kein frisiertes Leitungswasser, sondern Original-Ostseewasser. Das wurde allerdings auch „frisiert“ – es gab damals keine Ecke im Hallenbad, die nicht penetrant nach Chlor roch. Und das „Wellen“ bezieht sich auf die Wellenmaschine, die zumindest damals immer eine halbe Stunde lief und dann eine halbe Stunde nicht. Japp, Wellen im Hallenbad. Ungeachtet der Ostsee, die von der Hallenbadtür ca. zwei Gehminuten entfernt ist. Aber es ist ja nicht immer Strandwetter.

    Ich weiß gar nicht, ob der Bau noch so steht. Damals war es jedenfalls nicht der übliche fensterlose Betonbunker, sondern großzügig verglast. Vorteil: Zumindest tagsüber konnte man auch drinnen die vielen Sonnenstunden in der Gegend nutzen (hoffentlich minus UV-Strahlung). Pferdefuß: Die See sah man nicht, da war eine Düne dazwischen.

    Zumindest in den 80er Jahren galt definitiv Badekappenpflicht. Die kam wahrscheinlich daher, daß man nicht wollte, daß die Haare der Schwimmer in der Wellenmaschine landeten, die ungleich schwerer zu warten und zu reinigen ist als die Absaugöffnungen, und vor der man natürlich auch kein Filter installieren konnte. Normalerweise hatte man seine eigene Kappe, sonst wurde eine gestellt.

    Becken gab es immer nur ein einziges, aber mit abschüssigem Grund. Nichtschwimmer konnten vorne stehen (und verließen das Wasser, wenn der Bademeister den Wellenbetrieb ankündigte). Ab Anfang der Bodenmarkierungen war nur noch für Schwimmer, ab da konnte man nämlich nicht mehr stehen.

    Aber das Schwimmbad war eher etwas für Anfänger, ganze Schulklassen, Wettkampfveranstaltungen (Bahnenschwimmen im Meer ist ein bißchen suboptimal, nicht nur wegen der fehlenden Markierungen auf dem Meeresgrund, und die Möchtegern-Seebrücken waren auch nicht gerade mit Dreiern ausgestattet) und die neuneinhalb Monate im Jahr, wo kein Strandwetter war.

    Wenn Strandwetter war, ging’s an ebendiesen. Und davon gab es einige in alle Himmelsrichtungen, einer der Vorteile einer Insel. (Running Gag, am Rande bemerkt, waren orientierungslose Touristen, die Einheimische fragten: „Wo geht’s denn hier zum Wasser?“ Korrekte Antwort war: „Fahren Sie einfach geradeaus, irgendwann kommen Sie da unweigerlich an.“) Ich war damals an mindestens sechs verschiedenen Stränden baden, die alle ein bißchen anders waren – einer etwa makellos, mit riesigen Hotels direkt dahinter, gesäumt von zahllosen Strandkörben (wie gut, wenn das Meer nach Süden ist) und kurtaxepflichtig; ein anderer immer noch Sandstrand und so flach abfallend, daß man hunderte Meter weit noch laufen konnte, aber gern mit großen, übel riechenden Algenteppichen oder zumindest kilometerlangen Seegrasablagerungen in der Brandung; wieder andere mehr oder weniger zu steinig, um barfuß zu laufen.

    Was es überall immer mal wieder gab, besonders in den 80ern: Quallen. (Um die beneidet ihr Freibadgänger uns garantiert nicht.) Teilweise Unmengen an Ohrenquallen, so daß Baden ohne Quallenkontakt kaum mehr möglich war. Und auf das eine oder andere Dutzend Ohrenquallen kam die obligatorische Gelbe Haarqualle, von uns Einheimischen „Feuerqualle“ genannt, was Nachwuchs und Touristen dann genauso lernten.

    Und Surfer. Das Windsurfen kam ja auch in den 80ern bei uns groß auf und ist in meiner alten Heimat mit ihren sagenumwobenen Surfrevieren heute noch ein wichtiges Thema und ein ebensolcher Wirtschaftszweig. Letzteres war es damals noch nicht: Surfshops waren noch nicht erfunden.

    Je nach Strand war auch die Infrastruktur unterschiedlich. An jenem Bezahlstrand war und ist sie natürlich vorbildlich. Es gibt Kioske und Geschäfte – es gibt ja auch eine Promenade auf der Landseite der Düne –, in den 80ern kam dann noch eine verglaste Erlebniswelt vornehmlich für weniger gutes Wetter hinzu (und weil man unbedingt einen auf Weißenhäuser Strand und Damp 2000 machen wollte – die Bettenburgen hatte man ja schon).

    An den „unbewachten Naturstränden“ sah die Sache schon anders aus. Was man nicht mit hatte, hatte man nicht mit, also nahm man mit, was ging, zumal mir nur ein Naturstrand einfällt, wo es in nicht zu großer Entfernung einen kleinen Dorfsupermarkt gab. Die DLRG hätte man im Zweifelsfall auch in der nächstgelegenen Telefonzelle herbeitelefonieren müssen, und die konnte schon mal mehrere Kilometer weit entfernt sein.

    Legendär waren die Bedürfnisanstalten, die es an größeren bzw. bekannteren Stränden gab, an wirklich langen Stränden eine alle paar Kilometer. Das waren weiß-blaue „Container“, aber nicht im üblichen 20"-Überseecontainer-Format wie z. B. Wohn- oder Bürocontainer, sondern viel kleiner. Links und rechts gab es je eine Kabine mit Klo für Männlein und Weiblein. In der Mitte gab es eine kürzere Kabine für Männer mit Pissoir. Auf deren Rückseite war eine Waschgelegenheit eingebaut. Die Dinger waren wohl günstig im Unterhalt, rochen aber auch so. Glücklich schätzen konnten sich die Nutzer des Freistrandes, der direkt an den Bezahlstrand anschließt: Letzterer hat nämlich ein Klohaus nicht weit von der Bezahlstrandgrenze entfernt, und so geld- oder prinzipiengeil war man damals nicht, daß man nicht zahlende Gäste vom Freistrand auf dem Weg zum WC oder zurück abfing.

    Kommen wir zur Beachwear™. Typische Strandkleidung für Männer und damit auch Jungs: Badehosen aus demselben Material wie die Bikinis und Badeanzüge für weibliche Strandgänger. Also die enge Sorte. Manchmal auch für ältere Strandbesucher in einer Form geschnitten, die man heute „Retro-Shorts“ nennen würde. „Unsere“ Badehosen hatten immer ein kleines weißes Beutelchen innen eingenäht, quasi als Kleingeldtasche, falls man mal einen Kiosk aufsuchen will oder eine der damals üblichen öffentlichen Toiletten mit Münzeinwurf an der Kabinentür. Um aber an den Beutelinhalt zu kommen, mußte man sich folglich in die Badehose fassen – und vor allem das Wiederbefüllen des Beutels war ohne Sichtkontrolle, also „Abheben“ der Badehose, schwierig. Genutzt habe ich ihn nie.

    Wir Kinder bekamen, wenn wir gerade mal nicht im Wasser waren, zusätzlich ein T-Shirt an als Schutz vor der Sonne. Nicht gegen Hautkrebs, das war damals noch kein Thema (siehe auch die umbaute Chlorwolke namens „Hallenbad“), sondern gegen Sonnenbrand. Auch wenn bei uns die Atmosphäre ein paar hundert Meter dicker ist als weiter südlich: Damals übliche Sonnencremes hatten nur einen Lichtschutzfaktor von 4 (vier). Und selbst mit denen war man sparsam und trug sie nur auf Gesicht, Nacken und Gliedmaßen auf – und zwar nach dem Baden jedes Mal wieder, weil wasserfeste Sonnencremes noch Science-Fiction waren.

    Einzig die Mädchen „durften“ häufiger mal ohne T-Shirt. Weibliche Strandbesucher jeglichen Alters trugen bei uns damals aber bei weitem häufiger Badeanzüge als Bikinis. Nur in der Pubertät und in den 20ern schien man damals vermehrt zum Zweiteiler zu greifen, und selbst das wurde erst gegen Ende des Jahrzehnts zunehmend zum Thema. Auch da gab es aus heutiger Sicht nur 08/15-Kost. Nicht trägerlos, nicht rückenfrei als Neckholder, auch Triangel-Bikinis kamen erst um 1990 auf, keine Rückenausschnitte in Badeanzügen, von Strings ganz zu schweigen.

    Irgendwann bestand ich auf Strandlatschen. Das waren transparent-blaue, sandalenähnliche Gummiteile. Mir gingen nämlich alsbald diejenigen Strände auf den Keks, an denen man fortwährend über Steine verschiedenster Größe und vor allem Miesmuscheln laufen mußte.

    Was war sonst noch so obligatorisch für den Strand? Die Verpflegung wurde jedenfalls herangeschafft in einer Kühlbox mit bis zu sechs eingelegten Kühlakkus, darin enthalten z. B. mehrere Dosen River Orange, die Limonade von Feinkost Albrecht, die zumindest damals eigentlich gar nicht mal so schlecht schmeckte, vor allem gekühlt. Eßbares wurde selten mitgeführt, bestand doch die Gefahr des Sandkontaktes; ich meine mich aber vage an die verwegene Idee erinnern zu können, Hansematz-Waffeln mit an den Strand zu transportieren. Ansonsten eher sandabweisende, temperatur- und sonnenresistente Sachen wie Butterkekse oder maximal Prinzenrolle.

    In der Sonne gelegen haben wir Jungs damals auch nicht. Das wäre sowieso schwierig gewesen – ich hatte zwei Strandtücher, die aber beide sogar noch für einen Achtjährigen zu klein waren, um darauf zu liegen. Statt dessen beschäftigte man sich mit Sandkastentätigkeiten (wenn man schon mal soviel Sand um sich hat), Burgenbau, dem Ausheben „verwegen tiefer“ Löcher oder dem Anlegen imaginärer Hafenbecken in der Brandung ohne Zuhilfenahme von ohnehin nicht verfügbaren Spundwänden. Oder man hat Ohrenquallen gefangen (bzw. eher schon am Strand liegende Exemplare aufgepickt) und damit Unfug angestellt. Je nach Strand konnte man auch nach Schiffs- oder gar Bahnverkehr Ausschau halten.

  8. #57
    Benutzerbild von Tim45

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Aber es gab auch viele schicke Badehosen, die sehr 5exy aussahen! Am richtigen Mann natürlich Ich habe da noch so ein paar Fotos von meinem damaligen Freund aus Rom... Diese Shorts sahen (und sehen) immer viel zu schlabberig aus für meinen Geschmack. Aber für manch einen ist es sicher die bessere Lösung.
    Hallo,

    also ich fand echte Badehosen, also die Badeslips in quasi Dreiecksform, aus elastischem Polyimid-Elastan-Trikot-Stoff, richtig gut. An halbwegs gut gebauten Jungs oder Männern sehen die ziemlich männlich und 5exy aus. Weil sie Beule und Hintern betonen und gut dastehen liessen.

    Die später in den 90ern aufkommenden "Badeshorts" sahen eigentlich immer aus, als wenn ein kleiner Junge die kurzen Sommerhosen vom Papa anzieht: Bund viel zu hoch, Beine gehen viel zu weit runter (bis kurz vor oder gar unters Knie), Beindurchmesser mindestens doppelt so groß wie die Beine, gerne auch dreifach so groß. Sah irgendwie aus wie der Storch im Salat: Dünne dürre Beinchen aus dick aufgeplustertem Bauchteil.
    Und nass sahen diese Dinger noch viel furchtbarer aus: Alles klebte dann in doppelt-dreifachen Lagen an den dürren Beinchen. Und wenn man mit den nassen Badeshorts wieder ins Wasser ging, pustete sich die Gegend um die Hüften wie ein Rettungsring auf: Wasser im Gewebe verhindert, dass die Luft schnell genug entweicht. Wenn von unten Wasser kommt, und die Luft oben nicht rauskann, entstand dann dieser Rettungsring... Sehr 5exy... 8-)

    Aber, es gab auch ein ernsthaftes Problem bei fast allen Badehosen aus dieser Zeit, egal ob Badeslips in Dreiecksform, oder eher konservativ in Kastenform: Sie waren irgendwie quasi fast mutwillig unter Verweigerung der Kenntnissnahme der männlichen Anatomie geschneidert.
    Konkret: Fast immer war der Stoff zwischen den Beinen eigentlich immer zu knapp bemessen. Um die besten Teile gut zu verhüllen, oder am Platz zu halten.
    Bewegte man sich halbwegs natürlich im Wasser (Brustschwimmen mit "Froschbewegungen" der Beine) oder am Strand, so wurde fast immer das zu knapp bemessene Stückchen Stoff zwischen den Beinen zu kurz. Das "allerbeste" Stück blieb zwar an seinem Platz, aber seine beiden Mittelfeldspieler suchten sich den Weg an die Sonne. Stand man wieder aufrecht, war das kein Spaß, wenn sich da was zwischen Beinabschlußbund und Bein einklemmte.
    Es wäre ja auch nicht schicklich gewesen, sich mit der Hand zwischen die Beine zu greifen, um das in Ordnung zu bringen.

    Von daher kann ich es fast verstehen, wenn Jungs dann mit den Adidas-Glänzer-Shorts und später mit den "Kartoffelsäcken" (weiten Badeshorts) ins Wasser gingen.

    Da war man über jeder vernünftig geschnittene Badehose dankbar, bei der ausreichend Platz eingeplant war, und die vernünftig geschnitten war. Und die trug man dann immer und immer wieder.

  9. #58
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Also ich vermisse die klassische Slipbadehose nicht. Ich trage eine, die vom Schnitt her so wie eine kurze Sporthose ist.
    Die knielangen Schlabbershorts sind für mich auch furchtbar.

  10. #59
    Benutzerbild von LtdBoomer

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    AW: Im Freibad - damals und heute

    Deshalb bin Ich immer dort Schwimmen gewesen,wo gar keine Hose nötig war....

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