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Was ist mit der Damenmode los???

Erstellt von Die Luftgitarre, 09.10.2003, 20:59 Uhr · 368 Antworten · 84.226 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    @Sonny B.: Oh Gott/Göttin, was hab ich da bloß für eine Debatte losgetreten! Jetzt wird schon "drohend" auf UNESCO- und Regierungserlasse verwiesen! lol

    Also:
    - Historisch war "Fräulein" einfach das Pendent zu "Junggeselle", "Junior", "junger Mann", durch diese Begriffe wurden jene, die noch keinen eigenen Haushalt (damals stets = eigene Familie!) hatten, von denen unterschieden, die dieses (rechtlich relevante!) im Grunde ökonomische Kriterium bereits erfüllten.

    - Im 20sten Jhdt. verlor das Haushalts-/Ehestands-Kritierium nach und nach an Bedeutung. "Fräulein" war zwar noch mit dem Merkmal "unverheiratet" verbunden, zielte aber zunehmend eher auf das Merkmal der JUGEND und des UMWORBENSEINS ab. (Auf unverheir. Frauen fortgeschrittenes Alters wurde das Wort in der Praxis wohl schon VOR der Frauenbewegung nicht mehr angewendet.) Und schon in den 70er Jahren implizierte dieses Wort auch für niemanden mehr Jungfräulichkeit. Aus dem einstigen ökon.-rechtl. wie 5exuellem Statusbegriff war im Grunde ein umgangssprachlicher Begriff für JÜNGERE unverheiratete Frauen geworden.

    - Insofern ist es doch eigentlich was schmeichelhaftes! Oder willst Du (gesetzt Du bist unter, sagen wir, 33) gerne mit Frauen über 55 anrede-technisch in die gleiche Schublade gepackt werden?*g*

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Um mal den Bogen zurück zum Mode-Thema zu kriegen:

    Diese overstyled- und over5exy-Mode ist doch eigentlich (zumindest in dem Ausmaß) noch ein sehr neues Phänomen, ich würde sagen, der letzten 5, 6 Jahre.

    Allerdings: Die Blütezeit, einer eher natürlichen (jetzt nicht im "Öko"-Sinne!!!), schlichten, bzw. in der eleganteren Ausführung klassischen Damenmode waren meiner Erinnerung nach weniger die 80er als eher die erste Hälfte der 90er!

    Die Damenmode der 80er war zwar nicht in der heutigen Weise overstyled&over5exy, aber - wie in diesem Unterforum ja ausführlich diskutiert - schrill. Außerdem waren da ja die Dauerwellen und Betonfrisuren; ferner: Kostüme mit Schulterpolstern, Extrem-Stilettos.

    Aber die Damenmode der Zeit ´89/´90 - ´94/´95 erinnere ich als sehr natürlich/schlicht/dezent/klassisch (aber dabei nicht "ökig"!). Und 1995 wurde dann das Modestichwort "Neo-Glamour" ausgerufen, und damit ging eigentlich die Entwicklung los. Ist das nur meine subjektive Erinnerung?

  4. #23
    Benutzerbild von SonnyB.

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    @Luftgitarre

    nein, Deine Erinnerung trügt Dich nicht. Du hast mit Deiner Einschätzung der Modeentwicklung recht.
    Ich finde, je weniger Geld die Leute haben, d.h. je schlechter die Wirtschaftslage, desto "gestylter" laufen die Leute rum. Zumindest hier in Deutschland. In England oder USA hab ich das nicht festgestellt. Je weniger die Menschen haben, desto eher wollen sie so tun als ob. Oder empfinde nur ich das so?


    Nochmal zum "Fräulein"......

    ich wollte ja nur klarstellen, daß das Wort heute eigendlich nur noch bei kleinen Mädchen gebraucht wird, die was angestellt haben, "Frollein ist gut jetzt, hab ich gesagt" oder "Frollein, warte, bis wir zu hause sind " o.ä.
    und daß ich damit etwas Negatives verbinde.

  5. #24
    Benutzerbild von Zokarr

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    Es gibt aber etliche Omas, die bestehen darauf, mit "Fräulein" angeredet zu werden Habe ich schon öfter erlebt....

  6. #25
    Benutzerbild von compagnies

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    @ Sonny.
    Ich habe gar nicht von Dir verlangt, daß Du Deinen Chef Junior nennen sollst! Auch würde ich vermutlich keine vierzigjährig Frau als Fräulein bezeichnen.

    Wenn ich bei Gelegenheit eine Rentnerin als "junge Dame" anspreche, dann folgt da eher eine nette Bemerkung oder Unterhaltung, als das sich die Angesprochene "verarscht" fühlt! Das ist zum einen sicher eine Frage der Mentalität und zum anderen ist wohl die vermutete Intention entscheidend. Da muß ich keinen Duden bemühen, um zu spüren, wann das unangebracht ist oder eine willkommene Geste.

    Wenn Du "Fräulein" als herabstufend empfindest, dann wirst Du damit entsprechende Erfahrungen gemacht haben und auch ich würde mich ungern von einer angetrunkenen Parkbänklerin als "Junge" titulieren lassen!

    Einen Tipp zur Güte: Im Oktober ist im österreichischen Graz meist noch wunderbares Wetter. Fahre da mal drei Tage hin und flaniere, bummle und gehe Café trinken. Du wirst (solange Du keine männliche Begleitung mitführst) vermutlich täglich ein Dutzend mal als "Fräulein" angesprochen werden. Das geschieht mit einer so netten "Schmäh" und einer solchen Selbstverständlichkeit, daß ich wirklich KEINE Frau kenne, die sich darüber beschweren würde. Sollte Dich das noch immer reizen, so werden wir beide halt nicht übereinkommen; aber das werden wir beide überleben.

    @ alle: Lasst die Mädels und Jungens herumlaufen, wie sie wollen. Ich bin sehr zufrieden, daß DER Brechreiz unmodischer Damenbekleidung sich aus dem Straßenbild entfernt hat: Das Jean Pascal Stretch-Mini-Kleid in betont auffälligen farben wie mint, Pink, Gelb etc. Diese 80s Teile, bei denen die Mädels alle drei Schritte den unteren teil nach unten ziehen mußten, damit das Höschen nicht zu sehen ist. Ein begehrtes Kombinationsteil war dazu das Fußkettchen (ich komme per se nicht mit fußkettchentragenden Frauen zu Recht). Fehlen durften nicht die Stöckelschuhe und möglichst viel Goldschmuck. Ob Creolen dazu gehörten, das erinnere ich nicht mehr richtig.

    Gegen diese Abscheulichkeit kann aktuell auch bauchfrei, Rücken-Tatoo, Lid- und Wimperzupfen überhaußt nicht anstinken!

  7. #26
    Benutzerbild von SonnyB.

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    *Compagniesversöhnenddiehandreich*

    Frieden? Thema gegessen ?

    Es ist gut, daß es verschiedene Meinungen gibt, sonst wäre das Leben ja langweilig.

  8. #27
    Benutzerbild von DeeTee

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    *Mal einmisch*

    Wie findet Ihr denn diese Ultra-Niedrigbund-Hosen? Mir sind hier im Spätsommer ein paar Mädels aufgefallen, deren Hosenbund schnittmäßig so niedrig saß, dass die sich vorne die Haare abrasiert haben müssen, damit's nicht rauswuschelt. Dazu da ganze ultra-eng.

    Grüße!
    DeeTee


    btw: Kann man diesen Trend noch toppen?

  9. #28
    Benutzerbild von compagnies

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    DeeTee postete
    btw: Kann man diesen Thread noch stoppen?
    Dieser Thread wird dreistellig!

    Spaß beiseite, der Trend wird wieder (ist bereits) rückläufig. Und solche Hosen zwingen halt zur Körperpflege, wie Du richtig bemerktest; daran sollte auf alle Fälle festgehalten werden.

  10. #29
    Benutzerbild von SonnyB.

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    @DeeTee

    niedrig ist gut (max. 2 cm unter dem Bauchnabel) sehr bequem. Eng ist auch gut, aber nicht so, daß man jede Krampfaber sieht.

    Toppen kann man das noch...jawoll...die neue Herbstmode zum Bleistift. Die Hosen sind aus glänzendem Material, hören an den Waden auf, dann kommen Stiefel (damit der evtl. Haflingerpo auch schön betont wird). Und noch was :

    LEGGINGS SIND WIEDER TOP ! *vorgrausenschüttel* Die hab ich damals schon nicht getragen, die werd ich auch heute nicht anziehen.

  11. #30
    Benutzerbild von DeeTee

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    SonnyB. postete
    niedrig ist gut (max. 2 cm unter dem Bauchnabel) sehr bequem.
    Na ja, die Hosen, die ich da gesehen habe - mitten in der Fußgängerzone - endeten nicht 2 cm unter dem Bauchnabel sondern 2 cm über dem Intim-Piercing.

    Grüße!
    DeeTee

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