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Shrink to fit jeans ?

Erstellt von Erikajeans, 09.12.2005, 20:19 Uhr · 11 Antworten · 6.751 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Erikajeans

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    Hallo liebe Jeans Gemeinde,

    Ich weiß nicht genau, ob die shrink to fit jeans zu den 80ern passen.
    Meine Freundinnen haben auf diese jeans geschworen. Knallenge Jeans angezogen, und damit ab in die Wanne. Soll angeblich Wunder bewirkt haben.
    Shrink to fit jeans habe ich persönlich noch nicht ausprobiert.
    Das Trocken dauert doch auch im Sommer sehr lange.
    Gibt es Mitglieder des Forums, die das schon probiert haben, und mit welchem Enderbebniss, werden sie wircklich um soviel enger.

    l.g. E.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Babooshka

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    Also wenn ich das richtig verstehe, waren das Jeans, die sozusagen dafür vorgesehen waren, dass man sich nach dem Kauf damit in die Wanne setzt, damit sie die richtigen Körperformen annehmen? Habe ich nie gehört von, dass es Jeans gab, die für diese Aktion "gebaut" waren. Was waren denn das für Marken? - Wie gesagt, ich habe das mit dem Wannenbad nie ausprobiert, nur immer kurz überm Knie beginnend enger genäht, um den Knöchel so, dass gerade noch der Fuß duchs Hosenbein passte.

  4. #3
    Benutzerbild von Erikajeans

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    Hallo Babooshka,

    Normalerweise werden die Jeans in der Fabrik vorgewaschen. Beim Weben werden sie unter Zug hergestellt. Die Shrink to fit jeans ( levis 501 ) waren nicht vorgewaschen. Durch das Bad in der Wanne schrumpften sie etwas.
    Für mich dauerte das Trocknen zu lange.
    Das mit dem Nähen habe ich auch gemacht.
    Die Jeans wurden quasi an den Körper geschneidert. Mutti war ganz und gar nicht begeistert. Trotzdem mußte sie mir beim Schließen des Reißverschlusses helfen.
    Vielfach ging der Zipper zu bruch,die Jeans platzte auf.

    l.g.
    Erika

  5. #4
    Benutzerbild von Babooshka

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    Ach so, Levis 501. Die waren zu meiner enge-Jeans-Zeit gar nicht in! Damals trug man, wenn man cool war, nur eine Marke: Wrangler! Ebenfalls erlaubt waren Pioneer und Mustang und auch mit Rifle stand man gut da. C&A stellte die Marke Watergate her, die war was für Leute mit "minderbemittelten" Eltern (sprich solchen, die sich weigerten, fast 100 DM für 'ne doofe Jeans auszugeben, also auch meine Eltern), aber ich muss sagen, die saßen eigentlich ganz gut.

    Das Engernähen von Jeans habe ich damals echt perfektioniert. Am besten ging es, wenn die Kappnaht innen war und nicht außen. Auf links angezogen, ein Bein kurz überm Knie beginnend abgesteckt, vorsichtig ausgezogen. Die neue Naht auf der Maschine genäht. Dann das fertige auf das unfertige Bein legen, entlang der neuen Naht Stecknadeln bis aufs andere Bein stecken. Umdrehen, Stecknadeln entlang des sichtbaren Nadelpfades setzen (und aufpassen, diesmal nur das eine Hosenbein zu erfassen), Nadelpfad entfernen, Hosenbein nähen. Überschuss abschneiden, versäubern - fertig. Meine Mutter, die zwar sehr gut nähen konnte, sich aber mehr oder weniger weigerte, meine Jeans enger zu machen, schimpfte immer, der Fadenlauf würde ja gar nicht mehr stimmen. War mir wurscht. Die Hose sah am Körper geil aus, das war es, was zählte. Nur ein einziges Mal ist es mir passiert, dass ich bei einer Mustang die Naht komisch gesetzt hatte, die touchierte dann auf der einen Seite leicht mein Knie. Ich behaupte aber, die Jeans hatte den Fehler schon vor meiner Verbesserungsaktion.

  6. #5
    Benutzerbild von Erikajeans

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    Hey Babooshka,
    Danke für Deine Antworten.
    Du scheinst ja ein richtiger Fan von den alten Zeiten zu sein. Es war eine interessante Zeit.
    Mit den Marken Jeans hatten meine Eltern auch nichts am Hut. Es mußte immer günstiger sein.
    Beim enger Nähen hatte sich meine Mom ebenfalls verweigert. ( Das schadet der Gesundheit und schön sieht es auch nicht aus > Wurstpelle )

    Das Abnähen hast du richtig profesionell bewerkstelligt.

    Ich habe es einwenig einfacher gemacht.
    Jeans auf links, und ein Stück eingenäht. Habe sie dann probiert,und bei zu wenig eng die Prozedur wiederholt. Ich habe mich bis zum wirklich knalleng so langsam hingetastet. Am Schluß die Reste abgeschnitten und die Enden vernäht.
    War immer eine Zitterpartie, ob ich die Jeans nach dem Waschen noch anziehen konnte.

    Bei uns in der Gruppe war ein richtiger Wettbewerb, wer wohl die engsten Jeans tragen konnte. Fall die Freundinnen etwas engers hatten, habe ich die Nähmaschine wieder aus der Abstellkammer geholt.

    Hast du die Liebe zu engen Jeans heute verloren, oder trägst du sie ab und zu noch ?

  7. #6
    Benutzerbild von Babooshka

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    Fans von alten Zeiten soll es mehrere in diesem Forum geben, habe ich mir sagen lassen

    Enge Jeans in der Form, wie wir sie damals hatten, sind derzeit nicht in Mode und das ist der Grund, warum ich sie nicht mehr trage, denn es gibt ja auch keine mehr zu kaufen und enger nähen, aus dem Alter bin ich raus . Heute gibt's Schlagjeans und die sind bis zum Knie eng, das gefällt mir auch. Ich mag auch nach wie vor andere Hosen in Zigarettenform. Ich habe da so eine ganz schmale schwarze aus etwas glänzendem Stretchstoff, die liebe ich sehr. Ich finde auch nach wie vor die Mustang Skinline gut, wenn ich mal welche auf ebay sehe, aber nur die Modelle in, sagen wir mal, normalen Farben Leider sind gehen die Dinger immer für sehr viel Geld weg; es gibt anscheinend noch so einige Fans knallenger Hosen.

    Ich erinnere mich nur an zwei Male, wo meine Mutter Jeans enger gemacht hat. Die eine gehörte meiner Freundin und die musste meine Mutter gleich nochmal auftrennen, weil meine Freundin mit dem Fuß nicht mehr durchs Hosenbein kam Die andere gehörte mir, war eine Mustang und ich habe sie geliebt und geschleppt, bis sie auseinander fiel. Ich selber habe dann mal eingegriffen, als eine Klassenkameradin mit einer überaus dilettantisch abgenähten Hose ankam. Sie hatte das mit der Hand und sehr groben Stichen gemacht und nun zog sich das Garn überall. Ich sie also kurzerhand angewiesen, die Hose mal auszuziehen, ran an die Maschine, Nähte nachgenäht und dann sah das Ding wieder gut aus.

    In den 70-ern trug man zu den Hautengen ja gerne Stiefel/Stiefeletten mit möglichst hohem Absatz und im Sommer Clogs, ebenfalls hochhackig. In den 80-ern hatte man dann wohl eher jene überaus angesagten Turnschuh-Stiefeletten von Adidas, Puma und Buffalo, oder? Und darüber dann selbstgestrickte Stulpen! Oder aber Camel Boots, Danske Loppen, Roots und ähnliches Hausbesetzerschuhwerk

  8. #7
    Benutzerbild von Tim45

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    Babooshka postete
    Am besten ging es, wenn die Kappnaht innen war und nicht außen.
    (...) entlang der neuen Naht Stecknadeln bis aufs andere Bein stecken. Umdrehen, Stecknadeln entlang des sichtbaren Nadelpfades setzen (und aufpassen, diesmal nur das eine Hosenbein zu erfassen), Nadelpfad entfernen, Hosenbein nähen.
    (...)Jeans enger zu machen, schimpfte immer, der Fadenlauf würde ja gar nicht mehr stimmen. War mir wurscht. Die Hose sah am Körper geil aus, das war es,
    Sag mal, was ist eigentlich
    ... die Kappnaht?
    ... der Nadelpfad?
    ... der sichtbare Nadelpfad?
    ... der Fadenlauf?
    ... ein Fadenlauf, der nicht mehr stimmt?

  9. #8
    Benutzerbild von Babooshka

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    Du bist ein Junge und hast nie selber Jeans enger genäht, stimmt's? Tja, schriftlich erklären ist schwierig und ich habe und kann kein Photoshop... jut, ein Versuch.

    Also eine Jeans hat eine Naht, die außen am Bein verläuft und eine an der Innenseite des Beins. Eine davon ist immer dick und wulstig. Das nennt man Kappnaht. Beim Jeanskauf war darauf zu achten, dass diese an der Innenseite des Beins verläuft, damit man die Jeans außen enger nähen konnte. Innen ging es auch, war aber schwieriger und das Ergebnis meistens nicht so gut.

    Der Nadelpfad ist die Aneinanderreihung der Stecknadeln, mit denen ich das Hosenbein abgesteckt habe. Wenn nun ein Hosenbein auf dem anderen steckt und man dreht die Hose um, kann man die Unterseite der Nadeln am anderen Hosenbein sehen. In die Lücken dazwischen kommen die neuen Nadeln --> neuer Nadelpfad am zweiten Hosenbein.

    Fadenlauf - wenn du mal von oben auf deine bejeans- oder becordhosten Oberschenkel guckst, siehst du, dass das Gewebe senkrecht verläuft, sozusagen gerade entlang deiner Beine. Das ist der Fadenlauf. Wird der nun gestört, beispielsweise durch einseitiges Abnähen der Jeans, verläuft er eben nicht mehr senkrecht, sondern wird schief. Um dies zu vermeiden, hätte man also eigentlich sowohl die Innen- als auch die Außenseite der Jeans abnähen müssen. Aber da gab's eben die Kappnaht und einmal aufgetrennt, kriegt man die nie wieder hin, denn da streikt jede normale Nähmaschine.

  10. #9
    Benutzerbild von Tim45

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    Babooshka postete
    Du bist ein Junge und hast nie selber Jeans enger genäht, stimmt's? Tja, schriftlich erklären ist schwierig und ich habe und kann kein Photoshop... jut, ein Versuch.
    Ich bin Junge, aber ich brauchte keine Jeans enger nähen, es gibt ja die engen Röhrenjeans von Mustang z.B. Aber ich musste mal einen Reißverschluß auswechseln, das ist auch keine Freude. Auch mit Nähmaschine nicht, und man kriegt es nie wie neu hin.
    Aber, um auf die Kappnaht zurückzukommen: Wäre es nicht besser, die Beine innen enger zu nähen, wenn man ohnehin erst ab Knie anfängt? Dann ist doch die selbstgenähte Naht innen, wo man sie nicht so deutlich sieht.
    Selber nähen an Jeans finde ich prinzipiell nicht so prickelnd, weil man mit der Hausnähmaschine ja in der Regel nur einfache Nähte mit Ober- und Unterfaden hinbekommt, wohingegen die "Industrienähmaschinen" mit 3 oder 4 Fäden nähen, oder aber den durchgeschlauften Oberfaden auf der Unterseite irgendwie doppelt (also an 2 Stichen) mit dem Unterfaden verknüpfen, oder sowas. Overlock mit 3 oder 4 Fäden (zum versäubern) geht mit der Hausnähmaschine ja ebenfalls nicht, nur mit den advancteren Modellen. Ich denke, für Kappnähte gibt es auch spezielle Nähmaschinen, die gleichzeitig die beiden Stoffbahnen zusammenfalten und 2 Nähte drübersetzten. Danke für die Hinweise, jetzt weiß ich, was du meintest. War deine Mutter professionelle Näherin?

  11. #10
    Benutzerbild von Erikajeans

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    Hey Tim,
    Es freut mich, dass du für dieses Thema interesse hast.
    Beim enger nähen von div. Jeans mußte ich jeh nach bestehender Form Schnitt, entscheiden, ob innen oder außen abnähen angesagt war.
    Wenn die Jeans oben herum viel zu groß ist, hat es wenig Wert, sie nur innen enger zu nähen.
    Ich glaube Babooshka kann dies bestätigen.
    Du hast schon recht, es gab auch enge jeans fertig zu kaufen.
    Aber so richtig kribbelig waren sie erst, wenn sie persönlich auf den Leib geschnitten wurden.

    Liebe Grüße
    E.

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