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Typische Freizeitbeschäftigungen...

Erstellt von lea_kl, 05.04.2007, 15:31 Uhr · 35 Antworten · 10.635 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Feenwelt

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    4 Dinge, die es heute nicht mehr oder nicht mehr so häufig gibt:

    1., Teestuben. Gemeint sind da nciht die privat organisierten und hier schon angesprochenen "Nachmittage", sondern die frühen Abende. Meist von Kirchen organisiert und in den Gemeinderäumen. Ging oft so von 18-20 Uhr. Die Kirchen wollten Jugendlichen einen Ort bieten, wo sie u.a. auch über Gott (und die Welt) diskutieren konnten. Die Jugendlichen haben meist über alles gequatscht - nur selten über Gott.

    2., Jugendclubs. Nahezu jede kleine Furzgemeinde (zumindest um München herum) leistete sich einen öffentlichen Club für Jugendliche ab 12 bis 16 Jahren. Ging auch meist gegen 18 Uhr los und bis ca. 21 Uhr. (Die letzte Stunde gab's dann oft 'ne Art Disco auf einer Mini-Tanzfläche, ansonsten gab's Kicker, Tee, je nach Ausstattung auch alkoholfreie Mixgetränke und einen Sozialarbeiter.) Die meisten gemeinden haben das in den 90ern aus Geldmangel wieder abgeschafft und weil es immer mehr Probleme mit Alkohol, Gewalt und Drogen gab.
    3., Kleine Programmkinos für Jugendliche. Viele kleine Kinos und auch große boten spezielle Programme für Jugendliche an. Nicht selten wurden da sogar Mitschnitte von Karl-May-Filmen gezeigt, James Bond lief in einem Münchener Kino über Jahre jede Woche ein anderer. Wir haben gemeckert, als der Preis auf 5 DM angehoben wurde.

    4., Rollerdiscos. Mit den Rollschuhen auf eine Art Tanz- / Rollfläche, die Mädchen immer schön rund herum, die Jungs an der Reling cool mit einer Cola. Die letzte Disco Bayerns schließt gerade (oder hat letztes Jahr dicht gemacht), in ganz Deutschland gibt's meines Wissens nur noch eine.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Zitat Zitat von Feenwelt Beitrag anzeigen
    4 Dinge, die es heute nicht mehr oder nicht mehr so häufig gibt:

    1., Teestuben. Gemeint sind da nciht die privat organisierten und hier schon angesprochenen "Nachmittage", sondern die frühen Abende. Meist von Kirchen organisiert und in den Gemeinderäumen. Ging oft so von 18-20 Uhr. Die Kirchen wollten Jugendlichen einen Ort bieten, wo sie u.a. auch über Gott (und die Welt) diskutieren konnten. Die Jugendlichen haben meist über alles gequatscht - nur selten über Gott.
    Gabs hier im Pott (meine ich zu wissen) nicht.

    2., Jugendclubs. Nahezu jede kleine Furzgemeinde (zumindest um München herum) leistete sich einen öffentlichen Club für Jugendliche ab 12 bis 16 Jahren. Ging auch meist gegen 18 Uhr los und bis ca. 21 Uhr. (Die letzte Stunde gab's dann oft 'ne Art Disco auf einer Mini-Tanzfläche, ansonsten gab's Kicker, Tee, je nach Ausstattung auch alkoholfreie Mixgetränke und einen Sozialarbeiter.) Die meisten gemeinden haben das in den 90ern aus Geldmangel wieder abgeschafft und weil es immer mehr Probleme mit Alkohol, Gewalt und Drogen gab.
    Das war hier so eine Art Kneipe. Unsere beliebtesten waren alle nebeneinander in der Innenstadt und gehörten dem selben Besitzer:

    "Omma Kohl" - Kneipe
    "Souterrain" - Kellerclub
    "Piano" - Bar mit Livemusik ab und an

    3., Kleine Programmkinos für Jugendliche. Viele kleine Kinos und auch große boten spezielle Programme für Jugendliche an. Nicht selten wurden da sogar Mitschnitte von Karl-May-Filmen gezeigt, James Bond lief in einem Münchener Kino über Jahre jede Woche ein anderer. Wir haben gemeckert, als der Preis auf 5 DM angehoben wurde.
    Kann ich mich hier auch nur an normale Kinos erinern.

    4., Rollerdiscos. Mit den Rollschuhen auf eine Art Tanz- / Rollfläche, die Mädchen immer schön rund herum, die Jungs an der Reling cool mit einer Cola. Die letzte Disco Bayerns schließt gerade (oder hat letztes Jahr dicht gemacht), in ganz Deutschland gibt's meines Wissens nur noch eine.
    Das war hier in Duisburg unsere Eisbahn Kufen statt Rollen.

  4. #23
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    Zitat Zitat von Feenwelt Beitrag anzeigen
    4 Dinge, die es heute nicht mehr oder nicht mehr so häufig gibt:

    1., Teestuben. Gemeint sind da nciht die privat organisierten und hier schon angesprochenen "Nachmittage", sondern die frühen Abende. Meist von Kirchen organisiert und in den Gemeinderäumen. Ging oft so von 18-20 Uhr. Die Kirchen wollten Jugendlichen einen Ort bieten, wo sie u.a. auch über Gott (und die Welt) diskutieren konnten. Die Jugendlichen haben meist über alles gequatscht - nur selten über Gott.
    Jupp, kenne ich..
    Wohl eher ein Dorfphänomen.
    Gab es bei uns wie Sand am Meer..
    Jede Religionsgemeinschaft bot sowas an und zwar für jedes Alter (Kindheit, Teenie, Jugendlicher).
    In der Jugendgruppe fing das erst um 19.00 Uhr an....ja ja, man fühlte sich so erwachsen....bzw. war das ein schönes Gefühl bei den Erwachsenen zu sitzen und halbwegs ernst genommen zu werden.
    War man so ein "Mittelding" zwischen Teenie und Jugendlicher (ich sag mal so mit 16 Jahren), konnte man sogar Samstag und Sonntag zur Teestube gehen. Was man mangels Alternative (es lief ja nur Wunschprogramm im Zweiten ) auch regelmäßig vollzog.
    Mitte der 80er gabs dann die ersten Ausfälle:
    Es begann die Zeit, wo Leute wegen der "Lindenstraße" zu Hause blieben.

    Ich ging da hin, weil man sich wirklich über jeden Scheiß unterhalten hat und weil es wirklich ein Treffen der Dorfjugend war.
    Eingeleitet und beendet wurde diese Teestube immer religiös....aber auch dieser Kelch ging vorbei...
    Es gab dort keine Spinner oder Stressmacher, sicherlich Leute, die irgendwo nen Hau weg haben, aber die waren harmlos...

  5. #24
    Benutzerbild von SonnyB.

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    @Ninja

    Wo issn der Unterschied zwischen Teenie und Jugendlicher?

    ***EDIT***

    Hm... WIKI erklärt das so:

    Der Begriff Teenager stammt aus dem Englischen und bezeichnet einen Menschen, der zwischen 13 (thirteen) und 19 (nineteen) Jahren alt ist. Die Zahlen 13 bis 19 enden im Englischen auf „-teen”.
    Wegen der früher eintretenden Reife werden heute auch Elf- und Zwölfjährige entgegen der ursprünglichen Bedeutung als Teenager (oder abgekürzt als „Teenie“) bezeichnet. Im Gegensatz zum Teenager beschreibt der Begriff Jugendlicher eine Person, die 14 bis 17 Jahre alt ist.
    Hast Recht, gibt nen Unterschied, aber ist doch eigentlich das Gleiche? ***verwirrtgugg***

  6. #25
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    @Sonny
    Meine Angaben beziehen sich auf die Teeküchen respektive kirchliche Jugendgruppen.

    Im Bezug auf die Teeküche gab es halt Altersunterschiede im Jugendsektor:
    9-12 quasi noch das Kind, (überlappend auch bis 13 sogar bis 14 Jahren)
    Aktivitäten seitens der Kirche waren immer Nachmittags (Mädels am Freitag, Jungs am Samstag)

    13-16 (sogar bis 18 Jahren möglich), übergreifende Gruppe für Jungs und Mädels. Fand Freitag nach der Mädelgruppe statt.

    16-open End
    die sogenannte Jugendgruppe. Samstag abend von 19.00 bis Open End mit anschließenden Disco- oder Kinobesuch. Oder einfach nettes Abhängen in der Kneipe zum Darten, Skat kloppen oder Hamburger und Fritten essen.
    lach, für Kinobesuche musste man schon mal 40km (Hinfahrt) mit dem Auto fahren.
    Dort (in dieser Jungendgruppe) blieb man, bis man sich zu alt für die Sache fühlte.

    Dann gab es auch noch eine Gemeinschaft für "over 30".
    Keine Ahnung, wie die sich noch nannte.
    Die machten z.B. immer zu Silvester was los.....war ich als 16jähriger natürlich auch dabei .

    Die Altersangaben variierten manchmal stark.
    Ich war recht lange in der ersten Gruppe, weil man mich als Torwart brauchte

  7. #26
    Benutzerbild von SonnyB.

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    @Ninja

    Danke, alle Klarheiten beseitigt

    Was mich eben stutzig machte: Teenager kannte ich wirklich nur als "Ten-Ager" . Also zwischen 10 und 19jährige und das sind für mich auch Jugendliche.
    Das es da noch Unterschiede geben soll (siehe WIKI-Artikel) war mir neu. Leuchtet mir aber noch nicht ein, weil beide Altersgruppen im selben Abschnitt liegen.

  8. #27
    Benutzerbild von Babooshka

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    Was Feenwelt als "Jugendclub" bezeichnete, kenne ich unter dem Begriff Jugendfreizeitheim und das ist für mich ein typisches 70-er Jahre Ding. Ich habe keine Ahnung, ob es in den 80-ern auch noch so populär für Jugendliche war, dort abzuhängen, ich habe nie einen Fuß in so ein Ding gesetzt. Meine Eltern hätten das auch überhaupt nicht gerne gesehen, weil doch meistens die Jugendlichen aus weniger gutem Hause dort zu finden waren und sich gegenseitig zum Rauchen anstifteten. Im Laufe der Jahre wurden auch viele Jugendfreizeitheime geschlossen, weil dort ein großes Drogenproblem entstanden war, gegen das die Sozialarbeiter nicht ankommen konnten - siehe Christiane F. und das "Haus der Mitte". Kurz und gut, Jugendfreizeitheime hatten meistens keinen guten Ruf, deshalb hätte ich nicht hingedurft, aber ich wollte sowieso nicht, weil es nicht meine Welt war.

    Teestube war übrigens bei uns auch ein ganz typisches 70-er Jahre Ding. Jedenfalls die offizielle, die von der Kirche. Abgesehen davon gab's bei uns in der Schule eine, sie war Teil des so genannten AUA-Bereichs (Gesamtschulen waren und sind mit sowas ausgestattet) und die war total klasse.

    MarioN ich habe auch meistens von meiner Mutter stricken lassen, das konnte sie hervorragend. Ich habe heute noch einige Pullover, die sie in den 80-ern für mich gestrickt hatte. Das eine oder andere Werk habe ich auch gestrickt, aber meistens waren das recht kurze Pullis oder Stulpen oder sowas, sprich, unkomplizierte Dinge, die bald fertig waren. Mit Geduld gesegnet war ich nämlich noch nie und ganz schlimm war es, wenn was wieder aufgetrennt werden musste, dann landete die Wolle ganz schnell in der Ecke.

  9. #28
    Benutzerbild von lea_kl

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    Frage

    danke nochmal an alle, ich konnte mit eurer hilfe meinen komplette 80er freizeit-text schreiben, bis auf videospiele.
    mir fehlt jetzt für die freizeit noch was die wichtigsten konsolen waren,
    1. generation und 2. generation.
    ich habe bisher nur von c64, amiga, atari, sega, NES was gehört.
    sind das auch diejenigen die die größte rolle gespielt haben?

    Danke,

    Lea

  10. #29
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    Zitat Zitat von lea_kl Beitrag anzeigen
    mir fehlt jetzt für die freizeit noch was die wichtigsten konsolen waren,
    1. generation und 2. generation.
    ich habe bisher nur von c64, amiga, atari, sega, NES was gehört.
    sind das auch diejenigen die die größte rolle gespielt haben?
    Tja, was war wirklich der Renner?
    Für mich war es auf jeden Fall der Commodre C64 (8 Bit-Rechner), der die größte Rolle gespielt hat.
    Zumal es einfach mehr Auswahl an Games/Programmen gab, die man zur damaligen Zeit nicht mal kaufen musste ....

    Zumal ich mir die Games eh nicht vom schmalen Taschengeld hätte leisten können. Wie hätte ich da auch ansatzweise Steckmodule für das NES bezahlen sollen?
    Diese Raubkopien hatten von den Gamecrackern einen eingebauten Trainer (unendlich Leben, unendlich Energie etc.) verpasst bekommen, die das jeweilige Spiel im Vergleich zur Originalversion leichter durchspielbar machten.
    Des Weiteren konnte man selbst Programme in BASIC oder sogar ASSEMBLER (Programmiersprachen des C64) verfassen. Der C64 konnte "aufgerüstet" werden (Speedos für schnelleres Laden der Disketten) und div. andere Basteleien waren möglich (Resetschalter etc.).

    So kam es, dass zumindest bei uns im Kaff die meisten Leute einen C64 hatten. Die Hardware war für damalige Verhältnisse nicht grad billig, jedoch musste für die Software nicht -im wahrsten Sinne - einen Pfenning ausgegeben werden. Lediglich die Disketten gingen ins Geld.

    Ältere Geschwister von Schulkameraden hatten schon einen Atari 520 ST (16 Bit-Rechner) und schärmten von ihrem Alleskönner, mit dem man so schön Tabellenkalkulationen machen konnte.
    Aber letztendlich wurde da auch nur mit gedaddelt.....
    die Kiste war nur ein bißchen teurer und kam komischerweise nicht bei allen gut an.

    Der Commodore Amiga 500 (16-Bit Rechner) hatte da schon weitaus bessere Karten. Nachfolger vom C64 (den C128 zähle ich jetzt mal nicht mit, da dieser von allen hauptsächlich im C64-Modus betrieben wurde), der Name Commodore stand in den 80ern für Qualität (lang ist es her...).....
    irgendwie konnte man nix schief machen.
    So war es dann auch:
    wie beim C64 "musste" man auch hier nur die Hardware kaufen, die Software gab es auf dem Schulhof.

    Nebenbei waren es auch diese beiden Rechner (Atari ST und Amiga 500), die für den damaligen „16-Bit-Glaubenskrieg“ zwischen den Atari- und Commodore-Jüngern sorgten...
    Beide Rechner kosteten ungefähr das gleiche und boten zumindest ansatzweise die gleichen Möglichkeiten...
    Beide Rechner basierten auf dem damals verbreiteten Motorola 68000 Prozessor, der natürlich auch bei beiden fast gleich getaktet war (immerhin 7,14 mHz)...

    Allerdings machte Commodore mit dem Amiga das Rennen.
    Aufgrund seiner damals unglaublichen Möglichkeiten im Bereich Sound und Grafik hängte der Amiga den ST in Sachen Unterhaltungssoftware sehr schnell ab.

    Nach knapp einem Jahr Marktpräsenz waren die Gebiete zwischen den beiden Systemen abgesteckt...
    Der Atari war der professionelle Anwendungsrechner und der Amiga wurde bis zum bitteren Ende von Commodore sein „Zockmaschinenimage“ nicht mehr los (leider)...

    Meine Amiga-Zeit war eigentlich Ende der 80er, sodass der Hauptteil diese Jahrzehnt vom C64 geprägt war.

    Was die Konsolen betrifft:
    Anfang der 80er (bei mir 82-84) waren in den Wohnzimmern der Freunde häufig die ATARI 2600-Konsole vertreten.


    Dieser Hype erwischte mich jedoch nicht.
    Kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, meine Eltern damit genervt zu haben.
    Im Gegenteil: meine Computer habe ich mir immer selbst zusammengespart.

    Die NES-Welle schwappte in meinem Bekannten/Freundeskreis erst mit Anfang 1990/91 über.
    Das war während meiner Ausbildungszeit.
    Die Konsolen waren billig zu erstehen (2.Hand) und diverese Steckmodule waren gleich mit dabei.
    Das Gleiche trifft auf auf die Sega Konsole (Mega Drive) zu.
    War auch Anfang der 90er. Genau genommen war es 1992, als es möglich war, die Steckmodule auf Disketten zu "kopieren" (zu dieser Zeit konnte man schon die Module in der Videothek ausleihen)
    Das Sega Mastersystem von 1984 kenne ich nur aus Katalogen oder als Vorführgerät im Kaufhof (dort zockte ich meist "Iceclimber" )

    Aber das ist ja nur eine Meinung...
    Vielleicht haben andere ja mehr Erfahrungen in den 80ern mit Konsolen gemacht.

  11. #30
    Benutzerbild von lea_kl

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    wow soviele infos auf einmal, dankeschön
    dankeschön auch an alle anderen, mit freizeit bin ich jetzt fertig.

    ihr habt mir schonmal sehr geholfen

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