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Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(falls

Erstellt von Cinderella, 23.12.2012, 09:50 Uhr · 124 Antworten · 12.373 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Ich meine so merkwürdig toupierte Haare (nicht so fetzig punking wie in den 80s) a la pseudo elegant, kombiniert mit Prolettensonnenbräune und nicht vorhandenen Augenbrauen. Vielleicht kann ja jemand aus der Damenwelt detaillierter einspringen um (Foto)Beispiele zu finden.

    Kann auch sein, dass obiges jetzt schon wieder aus der Mode ist - bin da nicht immer auf dem stündlich letzten Stand....
    Ich glaube schon Abrasierte und nachgezeichnete Augenbrauen sieht man m. E. nur noch auf RTL2 und da ist es meistens dann auch nur eine Wiederholung


    Uiuiui - da behaupte ich mal, dass so ein Statement tendenziell eher von jemandem kommt, der in den frühen 80s noch etwas jünger war. Daaamals (TM) ging es tatsächlich um Leben und Tod. Ich meine nicht Katastrophen, wie sie heute oft beklagt werden wenn "Deutschland sucht den Dingsbums" vielleicht abgesetzt wird, oder bei "Gute Zeiten beschissene Zeiten" in Folge 973398999292289 Mandy stirbt (ja ich weiß, Du meinst es nicht so - aber ich kann mir diese überspitze Formulierung jetzt mal nicht verkneifen *g*)

    Die Welt war anno 1983 tatsächlich am Abgrund!

    Ich sehe es diesbezüglich so wie Babooshka, ich denke es ist punkto unserer Sichtweise keine Zufall, dass wir beide hier nicht zu den Allerjüngsten im Forum gehören
    Es hat sicherlich eine Rolle gespielt, dass man damals nicht immer über die Brisanz einzelner Ereignisse Bescheid wusste. Hinterher ist man immer schlauer. Ich kann aber nicht erkennen, dass die Welt heute eine einfachere wäre und im Rückblick wird vielleicht auch die Bedrohungslage eine ganz andere Qualität gehabt haben. In 20 Jahren wird man vielleicht auch eine Doku bringen "2013 war die Welt tatsächlich am Abgrund!". Wir wissen es heute nicht und dürfen uns glücklich schätzen, dass radikale Salafisten offenbar keine Qualitätssicherungs-Prozesse im Bau ihrer Anschlagswaffen eingeführt haben. Global gesehen ist das sowieso Kleinkram, aber es zeigt wie die Welt heute tickt und wo die Bedrohungen heute zu Hause sind. In Pakistan gibt es eine latent instabile Atommacht, Israel und Iran bringen sich immer wieder in brenzlige Situationen mit potenziellem Einsatz von Atomwaffen und fast alle Konflikte bergen die Gefahr einer Kettenreaktion und einer Aufspaltung in die alten Ost-/West-Lager. In den ehem. Sowjetrepubliken gibt es zahllose ungesicherte Quellen spaltbaren Materials und eine hohe kriminelle Energie dieses oder sein Atom-Know-How zu Geld zu machen, egal wer danach fragt. Und noch nie nach 1945 haben so viele deutsche Soldaten sich irgendwo auf der Welt in Konflikten befunden und jemanden gereizt es uns hier bei uns zu Hause heimzuzahlen.

    Von daher sehe ich nicht, dass die Lage heute weniger brisant wäre als damals, es kommt einem aufgrund der nebulöseren und weiter entfernten Aktivitäten nur weniger brisant vor, als der in seiner Dimension greifbarere eiserne Vorhang. Mir war die alte, übersichtliche Trennung in Ost-/West und Kommunismus/Planwirtschaft und Demokratie/Marktwirtschaft übersichtlicher und gab mehr Orientierung. Ich glaube nicht, dass die Lage unterm Strich gefährlicher war als sie heute ist oder innerhalb der nächsten paar Jahre noch werden wird. Deshalb würde ich gerne wieder tauschen und ich glaube, dass mir in 20 Jahren mehr Menschen zustimmen werden als heute. Über böse Russen konnte man immerhin auch Filme und Karikaturen machen, ohne dass deshalb eine Fatwa ausgesprochen wurde Die Technologie hat der Wettstreit der Systeme auch voran gebracht und man muss am Ende und unterm Strich einfach sehen, dass es letztendlich gut ausgegangen ist und mit zu einer der längsten Zeiten ohne bewaffnete Konflikte in Europa beigetragen hat. Wer würde wirklich garantieren können, dass eine parallele Zeitlinie ohne dieses atomare Säbelrassen im zuvor ständig im Krieg befindlichen Europa besser und unblutiger verlaufen wäre?

    Da fällt mir auch (mal wieder) ein, was ich gerne (für große Teile der Gesellschaft) wieder umgesetzt sehen würde: Die Protestkultur der 80s! Mit dieser hätte es IMO z.B. den Sozialkahlschlag und resultierende Kälte in der Form nicht gegeben, oder "Grüne" die das unsägliche Hartz IV mittragen, oder eine SPD die dem Parteinamen spottet...
    Ich hätte die Protestkultur der 80er auch gerne wieder. Die heutige geht gegen alles auf die Straße, nur um zu protestieren... Meine Stadt versucht aufgrund unausgeglichener Haushalte zum Wohle Aller zu sparen, bemüht sich z. B. angesichts sinkender Einschulungszahlen sehr gerecht Schulen zusammenzulegen. Da wird dann dran rumgemacht, dass die Kinder dann aber einen beschrankten Bahnübergang überqueren müssen oder die Eltern 1km weiter fahren müssen und Sprit vergedeutet / die Umwelt belastet werden würde. Man ist gegen die Wiederinbetriebnahme einer Güterstrecke, wohnt aber zwischen zwei stark von LKW befahrenen Autobahnen usw. usf. Das hat mit Protest oft nichts mehr viel zu tun, nur mit "Eine kleine persönliche Beeinträchtgung zum Wohle der Allgemeinheit? => Nicht mit mir, da werden sich doch ein paar Wutbürger und Phrasen gegen finden lassen!"

    In den 1980ern war es zudem einfacher gegen Konzerne zu demonstrieren. Wenn ThyssenKrupp Dreck gemacht hat, dann hat man die schön an den Pranger gestellt und dann haben die eben irgendwann eine sündhaft teure Filteranlage eingebaut. Heute ist das alles längst Standard und die Genehmigungsverfahren ellenlang. Die paar verbliebenen Produktionsunternehmen ächzen sowieso schon unter den Kosten für die gesetzlichen Auflagen, stehen aber trotzdem am Pranger und sind immer in Gefahr durch noch weitergehende Forderungen ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der globalisierten Konkurrenz endgültig zu verlieren. Früher lebte man zwar auch nicht auf einer Insel, aber die Globalisierung hat den Wettbewerbs- und Verlagerungsdruck doch deutlich erhöht. Ich habe jedenfalls für immer und immer weitergehende Umwelt-Proteste gegen relativ saubere deutsche Fabriken immer weniger Verständnis, wenn sich kein Mensch Gedanken darüber macht, dass er damit nur die Blüte dreckiger, wie zu Kaiserzeiten die Umwelt verpestenden Fabriken in Indien und China fördert - aber diesen Dreck sieht man hier ja nicht und das seit 130 Jahren existierende Werk gegenüber findet man in seinem Loft eben immer noch 1db zu laut. Anfang der 1990er habe ich noch selbst gegen Dioxinschleudern demonstriert und Unterschriften gesammelt. Heute haben die gut arbeitende Filter, aber heute demonstriert man gegen den LKW-Verkehr vorm Neubaugebiet(!) nebenan. Hallo? Das ist dann irgendwann nur noch dreist... Erst billig neben einer Fabrik für kleines Geld einen Prunkbau hinsetzen und dann Bürgerinitiativen gründen, weil die Fabrik Warenumschlag hat?

    Wirtschaft und Politik bauen diesen Staat rücksichtslos um. Was der SPD gestern noch heilig war, ist heute Teufelszeug. Die Reformen zertrümmern das Land - es wird kalt in Deutschland.
    Ich hätte Hartz IV auch nicht beschlossen. Wenn es Modelle in anderen Ländern gibt, die bei 80% und mehr Arbeitslosengeld durch konsequente Förderung und Betreuung fast jeden wieder in Arbeit bringen, wäre das eher mein Vorbild gewesen als Drangsalierung und anstacheln von Sozialneid. Andererseits kann ich dieses "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!" auch nicht mehr lesen/hören. Denn wer hat uns denn immer eingelullt und auf Sozialdemokratie gemacht? Die CDU. Auch heute werden Wahlgeschenke verteilt (Praxisgebühr, Rentenbeitragssenkung), die eine Nachfolgeregierung wieder einkassieren und einsparen muss. Wenn dann die SPD wieder Abgaben erhöht und Sozialleistungen streicht, bekommt sie wieder die Schläge ab und das Stimmvieh flüchtet sich wieder in die Arme von Mutti... Klar, in den 80ern war es gemütlicher. Die Renten waren sicher, es wurden noch Wohltaten verteilt und bei der Wiedervereinigung gabs den wirtschaftlich durch nichts gedeckten Wechselkurs 1:1. Das konnten wir uns alles leisten und auch deshalb haben die 80er rückblickend oft den Schein einer Welt, die noch halbwegs in Ordnung war. Aber in Wahrheit konnten wir es uns eben nicht mehr leisten. Es ist ein bisschen wie mit der verlinkten Doku oben, nur eben finanzieller Natur. Erst heute wissen wir, worauf wir damals zusteuerten - heute stecken wir mittendrin. Wir würden auch ohne Euro mittendrin stecken. Unsere Städte und Gemeinden können nicht mehr unterhalten, was die Wohlstands-Republik der 60er, 70er und 80er Jahre ihnen an teuer zu unterhaltenden Wohltaten aufgebürdet hat. Es ist egal wer gerade regiert. Heute Stadtkämmerer zu sein ist eine Strafe für jemanden der Vater und Mutter erschlagen hat. Und den Bürgern fällt nichts besseres ein, als gegen jeden noch so vernünftigen Einsparungsposten noch ein teures Bürgerbegehren anzustrengen... Protestkultur 2012. Ja, da hätte ich die 80er gerne wieder mit Petting statt Pershing, Startbahn West und Anti-WAA-Wackersdorf. Gut und Böse waren einfacher zu identifizieren, genau wie bei Ost/West.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Die Technologie hat der Wettstreit der Systeme auch voran gebracht und man muss am Ende und unterm Strich einfach sehen, dass es letztendlich gut ausgegangen ist und mit zu einer der längsten Zeiten ohne bewaffnete Konflikte in Europa beigetragen hat. Wer würde wirklich garantieren können, dass eine parallele Zeitlinie ohne dieses atomare Säbelrassen im zuvor ständig im Krieg befindlichen Europa besser und unblutiger verlaufen wäre?
    Niemand. Und auch ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass die atomare Abschreckung ein Friedensgarant war, für recht hoch.

    Aber wie verträgt sich diese Auffassung denn hiermit?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ja, da hätte ich die 80er gerne wieder mit Petting statt Pershing,
    Geht man von oben erwähnter These aus, war "Petting statt Pershing" letztlich nichts als ein naiver Weltverbesserungsgestus. Überhaupt sollte man die damaligen Protestbewegungen nicht zu sehr verklären - auch seinerzeit gab es sicher genügend Teilnehmer, für die in erster Linie das zählte, was wir heute als "Eventcharakter" bezeichnen. Abgesehen davon, dass die ganz großen Demonstrationen meiner Erinnerung nach vor allem aus den frühen 80ern stammen und sich das Jahrzehnt wenig später eher durch den oberflächlichen, egozentrischen Hedonismus der Wohlstandsgeneration auszeichnete, der den Zeitgeist bis heute prägt. Auch treffend reflektiert in Teil 4 der 80er-Musikdoku "Welcome To The Eighties".

    Welcome to the 80's - Folge 4: Charts, Clips & Kommerz | Charts, Clips & Kommerz | Kultur entdecken | de - ARTE

    Sicherlich ist es einfach, aus heutiger Sicht den Wert einer damaligen Protestbewegung zu beurteilen. Und mir ist auch klar, dass du auf den gemeinschaftlicheren Aspekt abstellst, den damalige Demonstrationen im Vergleich zu heutigen "not in my backyard"-Empörungen hatten. Nur sehe ich nicht, warum man sich solche Ereignisse wieder herbeiwünschen sollte, wenn man weiß, dass die auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss waren.

  4. #13
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    die Trennung von Ost und West war schon in den 80gern dämlich und auf eine Wiederholung bzw Wiedereinführung kann ich getrost verzichten.
    ich gehöre zu denen,die zu dieser Zeit Verwandschaft in beiden deutschen Staaten besaßen.
    da konntest Du nicht mal eben zu "Oma und Opa auf´s Land" fahren-nee,Du brauchtest ein Visum,um überhaupt erst dorthin reisen zu dürfen.
    die damaligen Staaten des Warschauer Paktes habe ich schon in den 80gern nicht als Feindbild gesehen,selbst nicht zu der Zeit,als ich beim Bund war.
    wer "Freunde" und "Feinde" sind-das suche ich mir schon selber aus.
    und da mich die Sowjetunion,ihre Kultur und ihre Menschen schon in den 80gern faszinierte,bin ich 1986 auch dorthin gereist und habe mir Moskau und St.Petersburg (damals noch Leningrad)angesehen-eine Reise,die meine Sympathien zu diesem Land noch vertiefte.
    die Gleichung "guter Westen" und "böser Osten" geht zumindest für mich nicht auf und hatte auch nie für mich existiert-und ich bin froh,daß diese Zeitung der Trennung beider deutscher Staaten und das Gegenüberstehen der NATO und des Warschauer Paktes vorbei sind !!
    heutzutage wird auch zu vieles abgenickt und einfach hingenommen,wo man in den 80gern noch auf die Straße gegangen ist.
    hier in Duisburg wurde reichlich demonstriert,als das Krupp-Werk stillgelegt werden sollte-leider hat´s nix genützt-das schlimmste ist aber,daß die dafür hauptverantwortliche Person nicht ihren Hut nehmen brauchte,sondern an anderer Stelle weiterwurschteln durfte

  5. #14
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Niemand. Und auch ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass die atomare Abschreckung ein Friedensgarant war, für recht hoch.

    Aber wie verträgt sich diese Auffassung denn hiermit?

    Geht man von oben erwähnter These aus, war "Petting statt Pershing" letztlich nichts als ein naiver Weltverbesserungsgestus. Überhaupt sollte man die damaligen Protestbewegungen nicht zu sehr verklären - auch seinerzeit gab es sicher genügend Teilnehmer, für die in erster Linie das zählte, was wir heute als "Eventcharakter" bezeichnen.
    Ich verstehe schon was Du meinst. Wer A sagt, muss auch B sagen Aber ich sehe mehr das große Ganze und die Gleichgewichte, sowohl was die Weltpolitik angeht, als auch die Innenpolitik und den Zusammenhalt. Vieles war damals naiv und alles mögliche furchtbar inkonsequent. Man muss aber ja auch nicht alle Bewegungen, Werte und Ansichten teilen, um sie sich zurückzuwünschen. Ich habe die Geisteshaltung hinter "Petting statt Pershing" zumindest noch ehrbar und nachvollziehbar gefunden, wenn auch oft schrecklich vereinfachend (heute noch schrecklicher). Persönlich halte ich es rückblickend eher mit Schmidt. Trotzdem haben sich beide Bewegungen positiv beeinflusst. Wenn nicht alle in einen Topf passen, ist es m. E. immer gut, wenn es Gegengwichte gibt. Friedensbewegung und Nato-Doppelbeschluss waren auch solche Gegengewichte. Heutige Proteste empfinde ich aber immer mehr als technik- und fortschrittsfeindliche Selbstlähmung einer sich noch im Wohlstand wähnenden Gesellschaft. Ich frage mich welches Großprojekt in Deutschland überhaupt noch mit Unterstützung der Bevölkerung möglich ist. Sicherlich gibt es sogar Verbindungen zwischen der alten Protest-Bewegung der 80er und der heutigen Wohlstandsproteste. Doch heute gibt es so viele "Player" in der Welt und die Dinge geschehen so schnell... Es interessiert heute einfach auch gar keinen mehr ,ob gegen irgendeine Entwicklung in Deutschland demonstriert wird oder nicht. Die Parolen und Ideologien sind immer noch die gleichen, rückwärtsgewandt links, als würde es aus der Staatskasse noch richtig was zu verteilen geben und Krieg sich verhindern lassen indem einfach keiner hingeht. Das ist pure Folklore, so wie das ideenlose Trillergepfeife von Gewerkschafts-Streikenden im 21. Jahrhundert mit all seinen Möglichkeiten.

    Sicherlich ist es einfach, aus heutiger Sicht den Wert einer damaligen Protestbewegung zu beurteilen. Und mir ist auch klar, dass du auf den gemeinschaftlicheren Aspekt abstellst, den damalige Demonstrationen im Vergleich zu heutigen "not in my backyard"-Empörungen hatten. Nur sehe ich nicht, warum man sich solche Ereignisse wieder herbeiwünschen sollte, wenn man weiß, dass die auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss waren.
    Ja, so ist es. Und es ist auch in etwa so wie bei der Bundestagswahl 2002, Schröder gegen Stoiber. Vor diese Wahl gestellt sind als Kanzler beide nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber als man diese Wahl hatte, wurde es Schröder. Ginge es nach heutigen Talkshow-Auftritten und kursierenden Zitaten, würde die Wahl ggf. rückblickend plötzlich sogar anders ausfallen. Es ist schon komisch für was man sich unter geringeren Übeln manchmal entscheidet und wie sich der Blick auf die Dinge rückblickend verändern kann... Ich kenne der Weisheit letzten Schluss nicht. Also wünsche ich mir die angenehmste Dummheit und die Zeit der 80er war eben in vielerlei Hinsicht angenehm (und dumm, weil wir uns vieles längst nicht mehr leisten konnten).

    Zitat Zitat von Kuddel Daddeldu Beitrag anzeigen
    wer "Freunde" und "Feinde" sind-das suche ich mir schon selber aus.
    Klingt ja erstmal gut und sympathisch. Aber glaubst Du, die hier halten sich daran? Oder haben sich früher Generationen in Europa die hier als Feinde und die hier als Freunde selbst ausgesucht?

  6. #15
    Benutzerbild von Cinderella

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Hallo zusammen,

    bin jetzt doch etwas bedrückt, in diesen Thread hier hineinzulesen. Bin zur Zeit sowieso sehr empfindlich, was den Blick in die Welt betrifft a la Syrien usw. Es macht mir alles große Angst und ich denke auch oft, dass man damals in den 1980 ern , bzw. ich einfach wenig oder kaum den Blick dafür gehabt hat.

    Politisches wurde in den Tagesgeschehnissen einfach nicht diskutiert und auch nicht von mir wahrgenommen. Ja, es stimmt, wie PostMortem so gut anschaulich beschrieben hat, dass sich vieles wiederholt. Schon damals ging es in der Tagesschau um die Zerwürfnisse im Osten, um Arbeitslosigkeit ..... Ich nahm alles nicht so wahr bzw. ernst, wie ich das jetzt während des fernsehens tue.

    Ich fing damals an, mich für den Umweltschutz zu engagieren, ich interessierte mich als eine der Ersten (in der Familie) von den damals erstmals noch freiwilligen Recycling...Und die 80 er waren doch auch die Zeit von Tschernobyl? Ich kann mich noch an die Angst über radioaktiven Sand im Sankasten erinnern und die dadurch empfunde lebensbedrohliche Angst.

    Damals fühlte ich mich bedroht durch Umweltverschmutzung und den Werbeslogans der Grünen ...

    Aber, an was ich mich neulich erinnerte und was ich eigentlich schön fand, war die Mode, der über die Schultern geworfenen Pullover. Ich fand und finde, dass das so attraktiv und sportlich aussieht..und empfinde das auch heute noch so, frage mich, warum das so aus der Mode kam. Gerade in den Filmen aus den 80 ern, also wenn ich mal in solche Serien reinschaue, sehe ich das noch oft .. und finde es einfach nur schön.

    Dann kamen diese Plastik-Taschen auf, mit Design-Druck - oder diese Sweat-Strickjacken (Baumwolle) . Meine erste Sonnenbrille trug ich auch in den 80ern ich suchte sie mir eigenständig damals in einem Optiker-Geschäft aus. Leider ging sie verloren, als mein damaliger Freund sie im Europapark trug und verlor ...

    Ja, es war was Besonderes, in den Europapark zu gehen, damals

    Damals war ich nicht mit Problemen konfrontiert wie mit Übergewicht o.ä. ..(tat aber auch nie was für, war halt so). Dieses Gefühl der Leichtigkeit hätte ich gerne wieder. Das Gefühl, den Augenblick genießen zu können.

    Ich bin gedanklich damit beschäftigt, was alles geschehen könnte, währenddessen aber alles okay ist und ich mir diese Zeit aber damit dann unnötig gefüllt habe. Sowas müsste eigentlich nicht sein.

    Mal schauen, was ich da tun kann Mich hier aufhalten ist schon mal eines davon. Vielleicht könnte es helfen, einige 80er Accessoires rauszukramen und zu platzieren?

    Ich erinnere mich gerade an die Poster-Sammel-Bestellungen in der Schule. Diese schönen meist romantischen Poster mit Sternenhimmel oder Harlekins...ach je....

    Haare toupieren muss nicht sein, aber zumindest stylen, irgendwie. Den lang-und-glatt-Style von heute ist mir eher etwas langweilig, aber jedem wie es gefällt.


    Und ich will mal wieder Charly Brown und Snoopy in ihren TV-synchro-Stimmen von damals hören.

    Liebe Grüße, Cinderella

    PS: bin Ende dreißig und habe beschlossen, mich NICHT in der midlife-crisis zu befinden, sondern dafür, dass alles okay ist, was gefällt

  7. #16
    Benutzerbild von Conny2808

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Den Kalten Krieg möchte ich auch nicht mehr zurück. Ich kann mich auch noch an die angespannte Atmosphäre unter der Bevölkerung erinnern, besonders dann auch nach dem Vorfall in Tschernobyl. Ab da begann der Kessel dann richtig zu brodeln, die Leute wurden immer gereizter, und 1989 kochte der Kessel dann richtig über, die Mauer fiel und die DDR zerbrach. Das war für viele auch ein sehr einschneidender Moment.

    Sicher war in der DDR auch einiges, das nicht schlecht war und ich ein bisschen vermisse, aber ich wünsche mir die Zeit und auch die Mauer trotzdem nicht zurück, weil der Großteil doch Schei... war. Ich kann dieses "früher war vieles besser"- und "guter Wessi - böser Ossi"-Geschwafel auch nicht mehr hören. Ich würde mir aber wünschen, dass beide Seiten mehr aufeinander zugehen und mehr zusammentun würden, anstatt sich dauernd gegenseitig zu beschimpfen. Es gibt auf beiden Seiten solche und solche. Mir sind sogar manche "Wessis" lieber als manche "Ossis". Aber solange man immer wieder gegeneinander wettert, wird das auch nix mit der "Wiedervereinigung". Und die Politik setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Da wünsche ich mir doch manchmal solche Charakterköpfe wie z. B. Brandt, Schmidt oder dann Gorbatschow zurück. Naja, zu der DDR-Staatsführung sage ich jetzt mal lieber nix. Nur soviel, dass wir da auch einen Satiriker und Conférencier hatten, O.F. Weidling (der mich auch sehr an Georg Schramm heute erinnert), der das DDR-System in ziemlich heftiger Weise auf's Korn nahm. Bei der DDR-Bevölkerung war er deswegen sehr beliebt, wurde dann aber wegen einer zu spitzen Zunge, zumindest für die DDR-Regierung, aus dem Fernsehen verbannt. Es konnte eben nicht sein, was nicht sein durfte.

    Was die Mode in den 80ern betrifft, die wünsche ich mir nicht unbedingt zurück, es gibt auch heute schöne Sachen, und ich habe auch heute Spaß am Leben, auch wenn ich jetzt älter und gehandicapt bin. Man muss halt versuchen, das Beste draus zu machen. In Erinnerungen kann man ja trotzdem schwelgen. Auf die 80er-Partys bin ich auch hauptsächlich wegen der Musik gegangen, musste mich aber deshalb nicht so kleiden wie damals. Und so sahen es auch die Leute aus meinem Umfeld. Wir wollten vor allem die gute Mucke genießen, tanzen und uns an damals dazugehörende (auch persönliche) Erlebnisse erinnern. Das war immer sehr schön. Heute kann ich leider nicht mehr auf solche Partys, es sei denn, wir machen bei uns daheim so eine Party.

  8. #17
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Von daher sehe ich nicht, dass die Lage heute weniger brisant wäre als damals, es kommt einem aufgrund der nebulöseren und weiter entfernten Aktivitäten nur weniger brisant vor, als der in seiner Dimension greifbarere eiserne Vorhang (...) Ich glaube nicht, dass die Lage unterm Strich gefährlicher war als sie heute ist oder innerhalb der nächsten paar Jahre noch werden wird. Deshalb würde ich gerne wieder tauschen und ich glaube, dass mir in 20 Jahren mehr Menschen zustimmen werden als heute.
    Nunja 10000 (!) nukleare (Mehrfach)Sprengköpfe auf beiden Seiten (ein MIRV reichte um 5 Städte auszulöschen) . 100 Milliarden Menschen konnten durch diese Sprengkraft vernichtet werden - Stichwort Overkill - nicht zufällig auch in vielen 80s Songs Thema - und jetzt bitte diese Szene nochmal genüsslich reinziehen und daran denken was passiert wäre, wenn an dem Tag des Fehlalarms nicht zufällig der besonnene und couragierte Petrow als Vertretung eingesprungen wäre...




    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ich hätte Hartz IV auch nicht beschlossen. Wenn es Modelle in anderen Ländern gibt, die bei 80% und mehr Arbeitslosengeld durch konsequente Förderung und Betreuung fast jeden wieder in Arbeit bringen, wäre das eher mein Vorbild gewesen als Drangsalierung und anstacheln von Sozialneid.
    So isses...

  9. #18
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Nunja 10000 (!) nukleare (Mehrfach)Sprengköpfe auf beiden Seiten (ein MIRV reichte um 5 Städte auszulöschen) . 100 Milliarden Menschen konnten durch diese Sprengkraft vernichtet werden - Stichwort Overkill - nicht zufällig auch in vielen 80s Songs Thema - und jetzt bitte diese Szene nochmal genüsslich reinziehen und daran denken was passiert wäre, wenn an dem Tag des Fehlalarms nicht zufällig der besonnene und couragierte Petrow als Vertretung eingesprungen wäre...
    Eben... Es waren "10000 (!) nukleare (Mehrfach)Sprengköpfe auf beiden Seiten". Es gab in den 80ern genau diese zwei Seiten auf die wir fast ausschließlich geschaut haben. Das war ganz einfach, sehr übersichtlich. Diese Seiten hatten ihre 10.000 nuklearen Sprengköpfe, eindeutige Interessen, lieferten sich ein penislängenvergleichsmäßiges Wettrüsten und rechtfertigten es mit Abschreckung und dem Gleichgewicht der Kräfte. Total irre, aber auf beiden Seiten war man am Ende besonnen genug die Welt nicht in die Luft zu jagen (wie eng es auch war) und nebenbei hat sich die Udssr finanziell so beim Wettrüsten mit den Amerikanern übernommen, dass das Riesenreich zusammenbrach. Eigentlich genial!

    Und was ist heute so viel sicherer (Cinderella bitte weiterblättern, sonst Sorgenfalten ) Heute gibt es viele Seiten, und einige die eine Seite werden wollen (Nordkorea, Iran) oder evtl. bereits heimlich sind (Israel). Ich mache mir keine Sorgen um Frankreich oder Großbritannien. Doch mindestens acht Staaten verfügen über insgesamt 22.000 Atomsprengkköpfe. Die Lage ist viel unübersichtlicher geworden und ständig besteht die Gefahr, dass in Pakistan, vielleicht sogar Indien oder auf dem Gebiet der ehem. Udssr Kriminelle oder Fanatiker / Terroristen in den Besitz von Atomsprengköpfen, "Mininukes" oder Material für eine schmutzige Bombe gelangen. Wir sind längst in einer Lage angekommen, die weitaus wahrscheinlicher auf atomare Auseinandersetzungen oder Anschläge religiöser Fanatiker hinauslaufen kann, als es die überwiegende Zeit der 1980er Jahre der Fall war. Damals war das ein Dauerthema in den Medien und der Gesellschaft. Warum nur heute nicht? Nur weil es nicht sofort die ganze Welt in Schutt und Asche legt?

    In unserem eigenen Land steht momentan in Düsseldorf die sog. Düsseldorfer Zelle wegen ihrer Anschlagspläne vor Gericht und der jetzt misslungene Bomben-Anschlag in Bonn sorgt uns nur deshalb nicht so sehr, weil die Anschlagspläne misslungen sind. Wenn die Bombe gezündet hätte, wären die Menschen in unserem Land heute in einer ganz anderen Stimmung und Verfassung. Für einen persönlich ist es hinsichtlich der Mortalität ja eher gleichgültig ob man nun in einem thermonuklearen globalen Krieg durch sowjetische SS20 umgekommen wäre oder heute durch eine Kofferbombe im Bonner Bahnhof oder eine schmutzige Bombe in Berlin. Während ersteres immer ein theoretisch mögliches Szenario geblieben ist, ist letzteres ziemlich real und es ist nur eine Frage der Zeit bis es selbsternannten Gotteskriegern gelingt. Hierzulande wird das nur immer noch sehr verniedlicht und beschwichtigt, ja gar die Umwandlung immerhin relativ stabiler Diktaturen in Scharia-Gottesstaaten und Rückzugsräume von Terroristen als arabischer Frühling verklärt und begrüßt. Sowjetischen Generalsekretärin hatte ich immerhon noch einen gewissen Menschenverstand und Angst vor dem Tod unterstellt. Bei den heutigen Feinden ist das anders.

    Gleichzeitig fliegt uns unser Kontinent bis vor unsere eigene Haustür finanziell und wirtschaftlich vollkommen um die Ohren, was auch hinsichtlich politischer und gesellschaftlicher Verwerfungen nicht folgendlos bleiben wird. Nicht nur die EU ist in Schieflage. Unsere Städte und Gemeinden sind Pleite, finanziell fast alle längst am Ende, Finito. Der Westen und sein kapitalistisches System steht heute vielleicht da, wo die DDR 1983 stand, als Honecker bei FJS nochmal einen Milliardenkredit locker machen konnte um den sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat noch ein wenig am Leben halten zu können. Ich glaube, dass wir wirtschaftlich und finanziell in Europa ein realistisches Risiko haben schon bald in offene Feindseeligkeiten zwischen Staaten zu laufen, die Jahrzehntelang friedlich miteinander umgegangen sind. In den 1980ern, lange vor dem heute für die europäische Einheit ach so wichtigen Euro, war das für mich undenkbar.

    Ich finde die heutige Zeit deshalb sehr unübersichtlich, konfliktträchtig und für mich in den Zukunftsaussichten persönlich gefährlicher als daaaaaaaaamaaaaaaaaaals.

  10. #19
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    für das Ausfechten von sogenannten "Feindseligkeiten" braucht man zuallererst einmal Soldaten,die die vorhandenen Waffen auch bereitwillig in die Hände nehmen,um die Interessen von irgendwelchen Politikern Folge zu leisten.
    ich werd´einen Dreck tun,wenn es einmal soweit kommen sollte und einem Aufruf erst gar nicht Folge leisten.
    aus den beiden letzten Weltkriegen mit seinen Millionen Toten sollte man als Bürger mit gesundem Menschenverstand diesen auch walten lassen und sich persönlich an irgendwelchen Konflikten erst gar nicht beteiligen.
    ich halte es da schon eher mit den Hippies,die in den 60gern die Parole ausgaben:
    "make love-not war"

  11. #20
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Was übernehmt ihr aus den 80 ern? Was möchtet ihr heute aus den 80 ern umsetzen(f

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ich finde die heutige Zeit deshalb sehr unübersichtlich, konfliktträchtig und für mich in den Zukunftsaussichten persönlich gefährlicher als daaaaaaaaamaaaaaaaaaals.
    In den 80s wurde ja auch die Bezeichnung Atomarer Holocaust geprägt. Dieses Szenario sehe ich nicht mehr. Apropos sehen: Was man nicht sieht, wirkt oft sehr bedrohlich. Ich hab mal als Kind unter der Bettdecke einem Horrorfilm gelauscht, der war bestimmt gar nicht sooooo heftig, wie ich ihn nur als Hörspiel empfunden habe. Deshalb ist es auch nur menschlich diese jetzige Unübersichtlichkeit als besonders bedrohlich zu empfinden - und sie ist es sicher auch noch - IMO nur anders gelagert in Richtung Terrorismus wohlmöglich Staatsterrorismus.

    Apropos Terrorismus: In den 70s, zur "Blütezeit" des RAF-Terrorismus, blickte man als Autofahrer (vor meiner Zeit ) in Hamburg auch mal in den Lauf einer MP bei einer normalen Verkehrskontrolle! Man hätte ja ein Terrorist sein können (die gesuchten RAF Leute beobachteten dieses Szenario übrigens jahrelang genüßlich von einer Hochhauswohnung aus, gleich über der besagten Kreuzung an der Wandsbeker Chaussee).
    Und auch in den 80s war der Terror noch präsent...

    Noch ein Satz zum Thema: "Heute ist man ja schlauer - jetzt weiß man das alles aus Dokus." Daaaamals (TM) in den 70s habe ich z.B. schon als Kiddie mitbekommen wie gefährlich AKWs sind - und diesen gelben ANTI-AKW-Button nicht aus modischen Gründen getragen. Jahre später, kurz vor (!) Tschernobyl, wurde ich in einer Diskussionsrunde in der Schule von einem CDU Politiker in die Ecke Öko-Spinner gedrängt, nur weil ich Sicherheitsbedenken punkto AKWs hatte. Oh *wie* gerne hätte ich diesen Mann zwei Wochen später nochmal gesprochen, der wäre so klein mit Hut gewesen...

    Heute hat sich ja die Sache sogar bis Hamburg-Volksdorf (von Kohlen und Reibach) rumgesprochen, und die Schicki-Schnitten fahren "Atomkraft? Nein Danke!"-Aufkleber mit ihren fetten SUV-Spritschleudern spazieren.

    Aaaaber mal wieder zurück zum Thema (Hallo Cinderella ). Von daamals (TM) hab ich meinen ziemlich neutralen Look, z.B. schwarze Hose, weißes Hemd übernommen, auch wenn ich bis heute dazu aus bestimmter Ecke Sprüche a la "siehst ja aus wie ein Banker" (?) bekomme

    Man vergleiche auch wie heute die ehemaligen Hafenstraßen Spezis Rocko Schamoni und Schorsch rumlaufen (von denen ich daaamals (TM) viele Konzerte sah) .
    Was ich aus den 80s nicht übernommen hab, ist der Look meines Haupthaares - der ist heute doch braver *g*

    BTW: Vielleicht ist es heute ja schon was Besonderes z.B. keine Tätowierung zu haben, jede Fleischfachverkäuferin an der Wursttheke hat doch schon mindestens ein mehr oder weniger gelungenes Tattoo.
    Auch diesbezüglich wünsche ich mir eher die 80s Mädels her, wo nicht gleich jede ins Tattoostudio rannte (ok etwas überspitzt gesagt, aber da hat sich IMO schon was geändert)



    Zitat Zitat von Kuddel Daddeldu Beitrag anzeigen
    für das Ausfechten von sogenannten "Feindseligkeiten" braucht man zuallererst einmal Soldaten,die die vorhandenen Waffen auch bereitwillig in die Hände nehmen,um die Interessen von irgendwelchen Politikern Folge zu leisten.
    ich werd´einen Dreck tun,wenn es einmal soweit kommen sollte und einem Aufruf erst gar nicht Folge leisten.
    So isses - kann auch als 80s Parole gelten, btw - nicht nur 60s

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