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Dokus heute vs. früher

Erstellt von PostMortem, 26.05.2011, 15:00 Uhr · 46 Antworten · 8.826 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von Moon55

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Hatte das Problem heute auch.

    Habe Cookies und Cache des Browsers (Firefox 14.0.1) gelöscht. Danach neu eingeloggt und es geht.

    Einzige Alternative hier rumzusurfen ist ansonsten unten bei "gehe zu" die entsprechende Forumabteilung auszuwählen.

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Zitat Zitat von synmaster Beitrag anzeigen
    unser geschätzter Admin


    Auch mal das Positive sehen: So kommt z.B. in diesen Thread hier ordentlich Traffic rein - ok - zwar Offtopic,aber man muss auch mal zufrieden sein...

  4. #33
    Benutzerbild von synmaster

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Hey Lutz, du kennst doch den Spruch "Wer Ironie findet, darf sie behalten", nicht wahr? =D

    Wenn du in dem "geschätzt" einen ironischen Unterton entdeckt haben willst, sei dir das gestattet. Ich werd mich allerdings hüten, das genau zu definieren, das darf jeder selber tun Ich mach das wie die Dichter, die lieber grenzenlose Interpretationsfreiheit zulassen als genau zu erklären, was sie in ihrem Geschreibsel gemeint haben. Die wundern sich dann selber, was Leser alles da drin verstanden haben wollen

  5. #34
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Da wir hier ja angefangen hatten interessante Dokus zu posten...

    Ich bin ja kein Kirchenfreund und habe schon viel zum Thema gelesen. Aber die in diesem ARD-Beitrag zur Schau gestellte Selbstherrlichkeit von Kirchen-Funktionären und die Daten zur fast rein staatlichen Finanzierung vermeintlich kirchlicher sozialer Dienste, haben selbst mich noch in Erstaunen versetzt. Wer glaubte Kirche hätte was mit "christlicher Nächstenliebe" zu tun oder man würde mit seiner Kirchensteuer quasi für einen guten Zweck spenden, sollte sich das mal anschauen:


  6. #35
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Hier ein typisches Beispiel einer Doku wie sie heute gemacht wird - ich klau mal mein Posting aus nem - äh - anderen Forum:

    -snip-

    Was den Beitrag angeht, war ich mit dem Vergleich zu Wallraff etwas voreilig - da wäre es dringend notwendig gewesen mal undercover direkt bei Amazon zu recherchieren. Weniger schicke Animationen und dramatische Musik, dafür mehr verdeckte Ermittlung hätte dem Bericht gut getan.



    -snap-

    Trotz allem sicher ein wichtiger Beitrag - aber da ist noch Luft nach oben...

    Man vergleiche mal mit diesem Film von Wallraff - wahrscheinlich haben viele heute gar nicht mehr die Muße so etwas in Spielfilmlänge anzuschauen, ohne FX-Sounds, schwülstige Orchestermusik und schnelle Schnitte... Dabei wirkt diese Doku durch den Verzicht darauf IMO besonders eindringlich und beklemmend... Weniger ist halt hier und da deutlich mehr...

  7. #36
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Hier in typische Beispiel einer Doku wie sie heute gemacht wird - ich klau mal mein Posting aus nem - äh - anderen Forum:

    -snip-

    Was den Beitrag angeht, war ich mit dem Vergleich zu Wallraff etwas voreilig - da wäre es dringend notwendig gewesen mal undercover direkt bei Amazon zu recherchieren. Weniger schicke Animationen und dramatische Musik, dafür mehr verdeckte Ermittlung hätte dem Bericht gut getan.

    Trotz allem sicher ein wichtiger Beitrag - aber da ist noch Luft nach oben...

    Man vergleiche mal mit diesem Film von Wallraff - wahrscheinlich haben viele heute gar nicht mehr die Muße so etwas in Spielfilmlänge anzuschauen, ohne FX-Sounds, schwülstige Orchestermusik und schnelle Schnitte... Dabei wirkt diese Doku durch den Verzicht darauf IMO besonders eindringlich und beklemmend...
    Ich finde diese "Dokus" / Reportagen in der Machart des XY Markencheck oder eben der o. g. Amazon-"Enthüllungs-Reportage" auch zunehmend ärgerlich. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass das Ergebnis schon vorher fest stand und ansonsten wird aus relativ wenig viel gemacht und/oder ein Unternehmen stellvertretend für eine ganze Branche an den Pranger gestellt - ohne das jedoch auch dazu zu sagen. Natürlich ist größere Aufmerksamkeit gewiss, wenn es heisst "AMAZON beutet Zeitarbeiter aus!". "Online-Versender beuten Zeitarbeiter aus" macht schon nicht mehr so viel her.

    Um es klar zu sagen: Was die Machenschaften dieses Sicherheitsdienstes angeht ist da so auf keinen Fall in Ordnung. Bei allem anderen habe ich so meine Zweifel, ob Amazon wirklich besondere Vorwürfe gemacht werden können. Schließlich ist die Bundesagentur für Arbeit mit im Boot. Die Bezahlung der Zeitarbeiter im Versand liegt sogar oberhalb des Mindestlohns in der (Zeitarbeits-)Pflegebranche und liegt deutlich über dem (Zeitarbeits-)Sicherheitsgewerbe. Dieses Lohngefüge und diese Art der Zeitarbeit ist in unserem Land eben das was mittlerweile übrig geblieben ist von der gelobten sozialen Marktwirtschaft. Die meisten deutschen Zeitarbeiter müssen dann noch Unterkunft, Verpflegung und Fahrt zur Arbeit selbst organisieren. Das heisst nicht, dass ich das gut finde. Ich frage mich nur, ob mit Amazon nicht der Falsche am Pranger steht. Amazon nutzt nur aus was unser Staat in Sachen Lohn-Dumping und Zeitarbeit erlaubt und sogar mit seiner eigenen Bundesagentur aktiv mit betreibt. Der Staatssekretär der jetzt plötzlich polternden Frau von der Leyen hat die betreffende Zeitarbeitsfirma ja sogar noch mit als Arbeitgeber des Jahres ausgezeichnet. Wie soll Amazon nur ahnen, dass das keine redliche Firma ist (natürlich meine ich das auch ein wenig ironisch!) und warum tut Frau von der Leyen jetzt so empört? DAS ist ein Skandal, aber keiner tritt ihn medial so breit wie das beliebte Amazon-Bashing.

    Eindämmung der Zeitarbeit und vernünftige Mindestlöhne muss der Staat vorgeben. Dann werden allerdings überall die Waren wieder teurer und der Versand dauert länger. Jede Wette, dass die Leute die jetzt einen Shitstorm gegen Amazon lostreten (und allen Ernstes glauben bei Zalando, Otto usw. wäre es viel besser) dann auch wieder rumheulen.

    Leider bringt die Doku das kein bisschen rüber, sondern klagt nur plump ein wahrscheinlich nichtmal besonders schwarzes Schaf der Branche an. Und dem Volk fällt wieder nichts besseres ein als Shitstorms und Boykott-Empörung... Dabei geht es bei x-beliebigen kleinen Online-Versendern oder Läden kaum besser zu. Im Gegenteil, die haben oft nichtmal Gewerkschaften im Haus und ackern 12 Stunden am Tag ohne Pause bei geringerem Lohn für den Chef und seinen dicken Benz.

  8. #37
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    ...Im Gegenteil, die haben oft nichtmal Gewerkschaften im Haus und ackern 12 Stunden am Tag ohne Pause bei geringerem Lohn für den Chef und seinen dicken Benz.
    ...und wenn man das so ausdrückt, wird man gleich wieder bezichtigt, eine Neiddebatte lostreten zu wollen.
    Argumente zur Rechtfertigung solchen unsozialen Arbeitgeber-Verhaltens werden dann durch dieses Ablenkungsmanöver zum Glück überflüssig.

  9. #38
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ich frage mich nur, ob mit Amazon nicht der Falsche am Pranger steht. Amazon nutzt nur aus was unser Staat in Sachen Lohn-Dumping und Zeitarbeit erlaubt und sogar mit seiner eigenen Bundesagentur aktiv mit betreibt.
    Da spricht Du einen interessanten Punkt an, auf den die pöse pöse Linke ja auch schon immer hingewiesen hat, man kann nicht einerseits den Neoliberalismus-Fanboy machen, und sich dann über die Auswüchse wundern bzw diese anprangern.

    Andererseits ist es IMO wie gesagt kein Argument, dass es alle so machen.

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Der Staatssekretär der jetzt plötzlich polternden Frau von der Leyen hat die betreffende Zeitarbeitsfirma ja sogar noch mit als Arbeitgeber des Jahres ausgezeichnet. Wie soll Amazon nur ahnen, dass das keine redliche Firma ist (natürlich meine ich das auch ein wenig ironisch!) und warum tut Frau von der Leyen jetzt so empört? DAS ist ein Skandal, aber keiner tritt ihn medial so breit wie das beliebte Amazon-Bashing.
    Sehr bemerkenswert. Wie bist Du auf den Link gekommen? Selbst gefunden?

    Nochmal zu Doku - es wurde ja die Nazi Karte ausgespielt, was die ausländischen Medien dann auch dankbar angenommen haben (Nazis drangsalieren Ausländer in .de). IMO ging dadurch der Fokus auf die eigentlichen Arbeitsbedingungen bei Amazon flöten. Wie sind die denn nun? Das hat mir die Doku nicht wirklich verraten - ich wartete die ganze Zeit drauf, und da verhallten auch schon die letzten Takte der dramatischen Musik...
    Was wäre ohne die Bilder von den Stiernacken-Ordnern an Substanz übrig geblieben? Jetzt wurde "HESS" gefeuert und alles ist wieder gut?

  10. #39
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Sehe ich ähnlich: Amazon war nur so ungeschicht, ausgerechnet Nazis als Sicherheitsdienst zu beschäftigen, andernfalls wäre die öffentiche Empörung nur halb so groß. (Dessen waren sich wohl auch die Macher der Reportage bewusst.) Die Rolle der Bundesagentur für Arbeits, die ihre Aufgabe hier ganz offensichtlich als die einer Sklavenvermittlung verstand, wird in der breiten Öffentlichkeit leider nicht als der eigentliche Kern des Skandals wahrgenommen. Die HESS-Aufpasser werden nun vom Hof gejagt, personelle Konsequenzen bei der Bundesagentur für Arbeit hingegen oder gar eine politische Debatte über die Verwilderung der Arbeitsverhälltnisse infolge von Leiharbeit und Arbeitsamtreform (rot-grüne Bundesregierung!) sind eher nicht zu erwarten.

  11. #40
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Dokus heute vs. früher

    Zum Thema Musikuntermalung in politischen und gesellschaftlichen Dokus:

    Ich meine mich zu erinnern, dass es sowas in den 80ern und frühen 90ern gar nicht gegeben hat. Und zwar nicht, weil man noch nicht auf die Idee gekommen wäre, sondern weil man seit '1968' ganz bewusst auf den als suggestiv und manipulativ angesehenen Einsatz von Musik verzichtete. Man wollte sozusagen weg vom reißerischen Stil der 50er-Jahre-Nachrichten (in denen beim Erscheinen des Russen immer ganz düstere, bedrohliche Musik eingespielt wurde).

    Daher finde ich diese Amazon-Doku, so sehr ich deren Intention unterstütze, journalistisch eher etwas unglücklich. Nicht nur die Musik, auch diese dem Thriller- und Gruselgenre entlehnten optischen Effekte (leicht schummrig-flackernde Bilder, die zu den Rändern hin dunkler werden) ... damit auch der Dümmste versteht: böööse!

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