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Kampf dem TV Frust für Kinder und Eltern

Erstellt von ICHBINZACHI, 22.12.2003, 15:14 Uhr · 29 Antworten · 2.473 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    @Raabi> Abschalten ist leider leichter gesagt als getan. Bei mehreren Kindern
    wird dies schwieriger. Weil der eine dürfte noch ein bisschen was sehen, der
    andere guckt dann wieder mit und wehe man macht wirklich aus.

    Einen gewissen Erfolg hat die DVD-Therapie aber schon gebracht. Ich werde
    jedenfalls zumindest, wenn meine Auswahl an DVD´s in der nächsten Zeit noch
    etwas gewachsen sein wird, den Fernseher auslassen und wenn überhaupt die
    Kinder vor das Regal stellen und dann dürfen sie sich nen Film aussuchen.

    @Sonny> Ich finde die Lehrer sind heutzutage viel zu weich. Die jungen versuchen sich als Möchtegern-Bloss-Nicht-Schimpfen-Pädagogen und die
    wenigen älteren erfahreneren sterben langsam aus. Man merkt wirklich sofort
    an den Leistungen des Kindes, ob ein erfahrener Lehrer den Unterricht gemacht hat.

    Natürlich möchte ich auch, daß die Kinder mehr draußen spielen. Im Sommer
    stellt sich das Problem eigentlich weniger. Nur wenn es draußen regnet etc.
    und sie nicht raus dürfen, fällt es vor allem "dem Großen" sehr schwer sich mit
    irgendetwas (Lego bauen z.B.) zu beschäftigen. Und wenn ist meist die Glotze
    nebenbei an.

    Es ist ein guter Vorsatz für das neue Jahr, wenigstens etwas zu ändern.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von waschbaer

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    @Zachi

    Als betroffener Lehrer kann ich dir nur sagen, dass es in der heutigen Zeit nicht so leicht ist, "hart" zu sein. Mir sind leider in vielfacher Hinsicht die Hände gebunden.

    Beispiel: Ein Kind fälscht die Unterschrift seiner Eltern unter einer Schulaufgabe und man kann ihn überführen. Die Eltern werden in die Schule zitiert und dann hört man von den Eltern: "Ja, überlegen Sie mal, weshalb er das gemacht hat. Nur weil die Schulaufgabe zu schwer war." Dann zeigt man die Notenverteilung und stellt fest, dass es durchaus eine stattliche Anzahl von Schülern gab, die gute bis sehr gute Noten erreicht hat und dann heißt es: "Wollen Sie damit sagen, dass mein Kind unehrlich ist? Das ist ja wohl die Höhe." Ja, genau das will ich in diesem Fall aussagen. In diesem einen konkreten Fall war das Kind unehrlich, wird aber dann von Elternseite gedeckt. Und das ist echt kein Einzelfall. Ich habe schon Entschuldigungen bekommen getreu dem Motto: "Bitte fragen Sie meinen Sohn / meinen Tochter heute nicht ab, denn er musste gestern mit mir auf das Oktoberfest gehen und kam erst gegen 01:30 Uhr nach Hause."

    Was soll man dazu noch sagen?

    Außerdem müssen die meisten Schulstrafen eh erst vom Schulleiter abgesegnet werden. Viele Schüler rühmen sich mittlerweile mit der Anzahl der Verweise, die sie bereits gesammelt haben. Wenn Eltern nicht dahinter stehen, dann nutzt die ganze "Strenge" in der Schule nichts. Ich hätte mit meinen Eltern höchste Schwierigkeiten bekommen, wen ich einen Verweis wegen schlechten Benehmens heimgebracht hätte.

    Mir wurde kürzlich von einer Mutter in einer Sprechstunde gesagt, dass ihr Sohn mich als recht streng empfinden würde und sie wolle mit mir darüber reden. Ich konnte ihr nur antworten, dass zwischen "streng" und "ungerecht" doch noch ein ziemlicher Unterschied besteht. Streng bedeutet einfach, ganz klare Richtlinien vorgeben und Verstöße dagegen (z.B. Nichtanfertigen der Hausaufgabe) zu ahnden. Sicherlich muss man im Einzelfall abwägen, das ist klar. Ein Großteil der Schüler will auch eher einen strengen Lehrer, so seltsam das jetzt auch klingen mag.

    Mit der Aussage, dass man an den Leistungen des Kindes merkt, ob ein erfahrener Kollege den Unterricht gemacht hat, wäre ich vorsichtig. Nicht jedes Kind ist für jede Schulart geeignet. So gibt es genug Schüler, die in vielen Fächern auf den Noten 5 oder 6 stehen und das, obwohl der Lehrer einen ordentlichen Unterricht gemacht hat und sicherlich Erfahrung hat.

    Zum schulischen Erfolg eines Kindes gehören eben viele Faktoren: persönliche Begabung des Kinders, persönliche Lernbereitschaft (= Fleiß), Fähigkeit den Stoff entsprechend zu vermitteln des entsprechenden Lehrers, Bereitschaft der Eltern ihr Kind entsprechend zu unterstützen, usw.

    Zu deiner DVD-Eigensammlung. Ich finde es mittlerweile ganz gut, dass die meisten Kinderserien aus den 70er und 80ern mittlerweile auf DVD erhältlich sind. Ich habe mir selber kürzlich bei amazon die Serie "Es war einmal der Mensch" gekauft, weil ich diese für recht gut hielt.

    @SonnyB.

    Ich muss dir recht geben. Es kommen immer mehr Erziehungsaufgaben auf einen Lehrer zu, die eigentlich früher von den Elternhäusern übernommen wurden (und das quer durch alle Schularten, von der SchiLf bis zum Gymnasium). Dies kann ein normal sterblicher Lehrer fast nicht mehr leisten, vor allem, wenn er 32 Schülerinnen und Schüler vor sich hat.

    @Musicola

    volle Zustimmung. Ich glaube die Serie hieß "Mein Name ist Hase". Da wird geschlagen, geprügelt und der Eindruck vermittelt, dass man einem jederzeit mit dem Holzhammer auf den Kopf schlagen kann und dann nach zwei Sekunden (und dem Sehen einiger obligatorischer Vögel) kommt man wieder zu sich und macht genauso weiter.

    Noch ein Nachtrag: Schaut euch doch nur einmal die Altersfreigaben für Kinofilme an. Harry Potter Teil 2 ab 6 Jahre. Die Szene mit dem Basilisken hat Tendenzen zu einem Horrorfilm und wäre in den 80ern sicherlich noch ab 16 oder zumindest ab 12 freigegeben worden.

    Herr der Ringe ab 12. Na, vielen Dank. Und die Altersfreigabe ab 12 bedeutet ja mittlerweile das Kinder ab 6 Jahren dies auch in Begleitung ihrer Eltern ansehen dürfen. Und da kommen wirklich einige Szenen vor, die ich definitiv nicht für kindgerecht halte.

    Ich könnte noch weitere Filme aufzählen: Feardot.com (ab 16), Blair Witch Project (ab 12) und so weiter und so fort. Die Altersfreigaben sind für mich in vielfacher Hinsicht in der letzten Zeit echt ein Witz.

    Ich habe in den letzten Monaten mehrfach wegen der Altersfreigabe an die FSK-Stelle geschrieben und die haben mir geantwortet in dem Sinne, dass ich Anhänger eines gewissen Wertekonservativismus sei und nicht wisse, was man Kindern heutzutage alles zumuten kann. Na dann, vielen Dank.

  4. #13
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    waschbaer postete


    Ich habe in den letzten Monaten mehrfach wegen der Altersfreigabe an die FSK-Stelle geschrieben und die haben mir geantwortet in dem Sinne, dass ich Anhänger eines gewissen Wertekonservativismus sei und nicht wisse, was man Kindern heutzutage alles zumuten kann. Na dann, vielen Dank.
    Das iss ja wohl nen Witz. Also ehrlich dann können diese Damen und Herren auch gleich ihren Job an den Nagel hängen und nach Hause gehen

    Zum Lehrertum nochmal. Meine Aussage bezog sich darauf, daß mein Sohn
    ein Jahr zurückgesetzt wurde. So wie er sich damals benommen hat, konnten
    wir dem nur zustimmen. Allerdings hatte er in DEUTSCH eine Lehrerin, die direkt
    von der Schulbank kam und allgemein überhaupt nicht mit den Schülern zurechtkam. Statt mal eine etwas härtere Gangart anzuschlagen, hat sie es
    die ganze Zeit mit betätscheln versucht. Dann kam er in der neuen Klasse zu
    einer etwas gereifteren Lehrerin und siehe da, da klappte es sogar fast schlagartig mit manchen Sachen, vor allem beim lesen, wo er sich sonst immer einen abgebrochen hat.
    Ingo > Natürlich weiß ich , wieviele Schüler da mitunter in den Klassen sind.
    Und es ist sicherlich schwierig immer für jeden die richtige Variante zu finden.
    Bzw. die Aufmerksamkeit, die er benötigt.
    Ich kenne persönlich sogar noch die Rohrstockvariante von einem Kriegsveteranen. Aua. Aber bei dem waren ALLE still.

    Jetzt schweifen wir aber etwas vom eigentlichen Thema ab.

  5. #14
    Benutzerbild von waschbaer

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    @Zachi

    Ist mir klar, dass es unterschiedliche Kollegen gibt, die unterschiedliche Unterrichtsstile auffahren. Ich finde es gut, dass du dabei unterscheidest und differenzierst, denn nicht alle Lehrer sind gleich (Die Lehrer sind heutzutage viel zu weich ...) Nach Aussage einiger Schüler gehöre ich auch eher zu den Strengeren, aber das ist mir ganz recht.

    Und dass mit der FSK-Stelle stimmt wirklich. Ich habe mit meiner 5. Klasse (und einem weiteren Kollegen) letztes Jahr den Film Harry Potter (vorher das Einverständnis der Eltern eingeholt) angesehen. Nach der FSK Altersfreigabe von 6 Jahren waren also sämtliche Schüler 4 bis 5 Jahre älter, als es die Altersfreigabe erfordert. Ich bin dann aber während des Filmes mit einigen Kindern rausgegangen, weil sie mehr die Hand vor Augen hatten, als auf die Leinwand zu schauen. Diese Erfahrungen habe ich der FSK-Stelle geschrieben und die meinten, dass die Altersfreigabe gerechtfertigt sei und dass Kinder heutzutage "mehr vertragen würden", als es früher der Fall war.

  6. #15
    Benutzerbild von
    Na' hier wird es ja noch richtig interessant
    Da muss ich wohl auch mal ins Thema einsteigen

    Ganz allgemein: Ich sehe wohl schon, dass der Anteil der Action-Serien im Kinderprogramm zugenommen hat. Letztendlich ist das aber nicht der entscheidende Punkt, denn diese Zunahme der Quantität kann einem Kind nur dann schaden, wenn es ununterbrochen vom Fernseher erzogen wird. Denn das Vorhandensein solcher Serien ist nun wirklich nicht neu. Tom & Jerry, Bugs Bunny und so weiter wurden hier ja schon genannt und waren während meiner Kindheit und Jugend ein heiss diskutiertes Dauerthema. Als ich in der Grundschule mal erwähnte, dass ich am Samstag Aktenzeichen XY ungelöst gucken durfte, ist meine Klassenlehrerhin ja bald in Ohnmacht gefallen.

    Tatsächlich hatten nicht wenige damals auch relativ leichtes Spiel an Videokassetten zu kommen und irgendwo stand bei einem Kumpel immer irgend ein Videorekorder unbewacht. Die Zahl der Scheidungen und damit alleinerziehenden Elternteile war auch damals nicht eben klein. Ich bin ganz froh, dass ich Highlander, Rambo usw. gucken konnte als sie rauskamen. Für viele Leute war das Kino zu Hause ja auch noch so neu, dass sie nicht mal so richtig dran dachten, ihre Videokassetten besonders gut weg zu packen.

    Natürlich ist in Sachen Gewaltdarstellung im TV eine inflationäre Entwicklung zu erkennen. Ich persönlich will langsam schon keine Filme mehr sehen, die nur davon leben, dass alle 10 Minuten ein anderer besonders effektvoll gemetzelt wird (mit "Scream" fing es ungefähr an, heute gibts "Identität" usw.). Doch genauso wie heute kein 10jähriger mehr Lust hat mit einer Holzeisenbahn zu spielen, geben sie sich eben auch nicht mehr mit dem Sandmännchen zufrieden. Ein bisschen Action muss es eben sein und in gewisser Weise stimmt es auch schon, dass man ihnen da mehr zumuten kann, als meinen Eltern als die klein waren.

    Das lässt sich auch kaum aufhalten. Man kann nur versuchen es in geregelten Bahnen zu halten. Dem Totalschutz seiner Kinder und das Vorspielen einer heilen Welt sehe ich da sehr kritisch. Als ich ca. 10 Jahre alt war, kannte ich eine Familie mit 3 Kindern, die ihre Kinder absolut von der technischen Entwicklung behütet großzog. Sie bekamen kein elektronisches Spielzeug (ich tippte längst auf meinem C16 rum), sie bekamen keine bunt bedruckten T-Shirts (was waren die neidisch auf jeden der irgendwas tolles gedrucktes auf seinem Shirt hatte) und sie durften nichts essen oder trinken wo irgend ein "E" oder geschweige denn Kohlensäure drin war (und wir panschten in unserem Ahoi-Brausepulver und lutschen "Schleckmuscheln" aus). Fernsehen war nur sehr eingeschränkt erlaubt und ausgerechnet die reale Welt war besonders verboten, also Nachrichten usw. Diese Kinder hatten immerhin noch sich, untereinander kannten sie es ja nur so. Ausserhalb ihrer Familie waren sie aber natürlich absolute Aussenseiter. Ich bezweifle, dass man derart überbehütet zu besonderer Selbstständigkeit in dieser Welt heranwachsen kann und befürchte da eher einen lebenslangen Knacks, als dass das positive Auswirkungen hatte.

    Gegen eine Kontrolle des TV-Konsums ist nichts zu sagen. Die muss sicherlich sogar sein. Aber seine Kinder von aktuell "angesagten" Serien auszuschließen, heisst sie eines Themas zu berauben, dass in diesem Alter eine ganz schön wichtige Rolle in der Kommunikation mit Gleichaltrigen spielt. Erinnert Euch doch mal zurück! Ich kann mich da noch gut dran erinnern: "Ey, haste gestern Colt gesehen? Boah, wie die da mit dem Wagen die Straße runter sind und dann.....", Trio mit 4 Fäusten, Simon & Simon, A-Team. Abgesehen davon, dass das auch alles selten ohne Waffen und Schläge abging, war das in den Pausen Thema. Wer da nicht mitreden kann, der ist auf Dauer nunmal nicht besonders interessant und "Dafür habe ich letztes Feivel der Mäusedetektiv auf DVD gesehen" machts nicht besser.

    Eltern die das so zum Wohle ihres Kindes durchziehen wollen in allen Ehren. Ab einem gewissen Grad (Kontaktverlust zum aktuellen realen Medienumfeld anderer Kinder) können sie sich aber mit den Eltern, die ihre Kinder ohne soziale Not mit 3x umgeschlagenen Aldi-Jeans, Zwei-Streifenturnschuhen und Strickpullis in die Schule schicken, weil sie den "Konsum- und Markenterror nicht mehr mitmachen", die Hand reichen. Aber sie sollten sich über eins klar sein, sie tragen diesen privaten Verweigerungskleinkrieg eindeutig und ausschließlich auf dem Rücken ihrer Kinder aus. Denn nur sie müssen sich rechtfertigen warum sie anders sind (sofern sie überhaupt Gelegenheit dazu erhalten) und ob das zum Guten der Fall ist, muss sich erstmal erweisen. Die Eltern können sich im Licht der richtigen Entscheidung sonnen, denn andere Erwachsene werden ihnen meistens für diese total vernünftige Entscheidung auf die Schultern klopfen (außer ich natürlich ). Fakt ist das es an der Welt wie sie ist nichts ändert, nur die Kinder die plötzlich umgepolt werden, müssen sich plötzlich anders in dieser Welt bewegen, die so bleibt wie sie war. Man muss unter Kindern nunmal keine dunkle Haut oder andere deutlich sichtbare Merkmale aufweisen um anders zu sein und anders behandelt zu werden (z. B. gar nicht). Kinder können gemein sein, viel gemeiner als die meisten Erwachsenen und es gehört nicht viel dazu diese Gemeinheit zu provozieren.

    Doch auch wenns auf den ersten Blick allen besorgten Eltern und Nicht-Eltern wahrscheinlich trotzdem (oder auch erst Recht) vernünftig und richtig erscheint, ist für mich der Beweis des positiven Nutzens noch nicht erbracht und ich befürchte eher, dass solche Verweigerungsaktionen am Ende genauso viel schaden, wie es das unkontrollierte Abladen von Kindern vor der Glotze tut oder der unwidersprochene Kauf jeder Markenklamotte und jedes Spielzeugs nach dem der/die kleine quengelt. Gerade Eltern denken glaube ich zu selten daran oder vergessen was es da aus Kinderaugen zu ertragen galt, wenn ihre Eltern ihnen etwas verboten haben, was viele andere durften. Vielleicht sind Sie zu sehr damit beschäftigt alles richtig zu machen. Ich weiss es nicht. Aus Kindersicht ist es einfach nur ungerecht und es ist mehr als fraglich, ob sie in dieser Situation ein Verständnis dafür haben, dass solche Maßnahmen zu ihrem besten geschehen sollen.

    Dave,
    der mit 11 Jahren schon dem Chef der BPjS erboste Briefe auf seinem C64 mit dem 9-Nadel-Drucker schrieb, weil die tollsten Computerspiele immer indiziert wurden.

  7. #16
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    musicwasmyfirstlove postete
    ...
    Natürlich möchte ich auch, daß die Kinder mehr draußen spielen. Im Sommer
    stellt sich das Problem eigentlich weniger. Nur wenn es draußen regnet etc.
    und sie nicht raus dürfen, fällt es vor allem "dem Großen" sehr schwer sich mit
    irgendetwas (Lego bauen z.B.) zu beschäftigen. Und wenn ist meist die Glotze
    nebenbei an.
    ...
    Warum können Kinder nicht bei Regen draußen spielen???????????

  8. #17
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Dave hat, zumindest was den sozialen Aspekt angeht, vollkommen recht. Kinder, die gegen den Strom schwimmen müssen, weil ihre Eltern das gerne so haben wollen, leiden meist in der Schule oder im Freundeskreis.

    Aber dies sollte nun wirklich kein Argument dafür sein, die Dinge einfach so weiter laufen zu lassen. Wie ja eigentlich alle bestätigt haben, gab es auch in unserer Kindheit kein gewaltfreies Fernsehen. Sind wir deshalb alle zu Mördern und Verbrechern geworden? Nein, denn wir wussten, dass es einen Unterschied gibt zwischen der TV-Realität und dem wahren Leben. Warum sollen Kinder es heute nicht auch begreifen? Sind sie dümmer als wir waren? Ich denke nicht, sie sind genau so wie wir damals in der Lage, zu unterscheiden zwischen TV und der Realität. Oder hat euch schon mal ein Kind erzählt, dass es einem Pokemon auf dem Schulweg begegnet ist?

    Ein bewusster Umgang mit dem Medium TV ist gefragt, und da sind die Eltern und auch die Familie gefordert.

    Was die Schule angeht, so gibt es wahrlich einige „schlechte“ Lehrer. Ein kurzer Rückblick in meine Schulzeit:

    Biologie, 8. Klasse:
    Die Lehrerin kam frisch von der Uni und hatte alle Prüfungen hinter sich. Nur, sie war nicht in der Lage über die menschliche 5exualität zu reden. Des weiteren konnte sie keine Einzelkritik üben oder sich gegen eine sie ignorierende Klasse durchsetzen.

    Aus meiner Sicht – 6 – Untauglich

    Physik, 12. Klasse:
    Ein angehender Lehrer machte bei uns Probeunterricht. Fachlich war er ein Genie würde ich sagen, aber er fand keine Bindung zum Unterricht. Wer nicht schon die gesamte Fachsprache beherrschte, war verloren. Des weiteren war auch er mit desinteressierten Schülern völlig überfordert. Wir, der Physik GK, haben dann mit dem regulären Lehrer gesprochen und ihm klar gemacht, dass dieser Mann niemals auf Schüler losgelassen werden darf.

    Ergebnis: Er ist an der Uni geblieben und hat nicht an den Prüfungen teilgenommen

    Geographie, 13. Klasse:
    Situation wie in der 12., nur hatte der angehende Lehrer die Fähigkeit, sich auf jeden Individuell einzulassen und auch die Fähigkeit, mit rebellierenden Gruppen souverän umzugehen. Dem haben wir in seiner „Prüfungs“-Stunde geholfen wo es nur ging. 2 Jahre später war er einer der beliebtesten Lehrer der Schule und hat auch noch überwiegend gute Lern-Ergebnisse bei den Schülern erzielt.

    Ich weiß nicht ob es an der Ausbildung liegt oder an den Einstiegskriterien, ich hatte damals und habe auch heute noch das Gefühl, dass die Pädagogische und auch die Psychische Seite viel zu wenig betrachtet wird. Nur jemand, der fachliche und auch menschliche Stärke und Kompetenz gepaart mit einem goldenen Mittelweg aus hartem Hund und Kumpel-Typ, wir von Schülern akzeptiert und respektiert. Und das sind, zumindest aus meiner Sicht, überwiegend ältere Lehrer.

    Für mich bleibt zum Schluß noch die Frage, in wie weit Lehrer für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind. Ist es nicht zu 99% Aufgabe der Eltern???

  9. #18
    Benutzerbild von Lutz

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    waschbaer postete

    Mit der Aussage, dass man an den Leistungen des Kindes merkt, ob ein erfahrener Kollege den Unterricht gemacht hat, wäre ich vorsichtig. Nicht jedes Kind ist für jede Schulart geeignet. So gibt es genug Schüler, die in vielen Fächern auf den Noten 5 oder 6 stehen und das, obwohl der Lehrer einen ordentlichen Unterricht gemacht hat und sicherlich Erfahrung hat.

    Zum schulischen Erfolg eines Kindes gehören eben viele Faktoren: persönliche Begabung des Kinders, persönliche Lernbereitschaft (= Fleiß), Fähigkeit den Stoff entsprechend zu vermitteln des entsprechenden Lehrers, Bereitschaft der Eltern ihr Kind entsprechend zu unterstützen, usw.

    Da muß ich spontan an meinen Mathelehrer in der Oberstufe denken.
    Er hatte immer so ein "wie könnt ihr sowas triviales
    wie Lineare Algebra nicht auf Anhieb verstehen" Gesicht drauf.

    Klar - wenn ich mich 20 Jahre lang mit nichts anderem als
    Linearer Algebra beschäftige würde es sicherlich selbst einer
    Matheniete wie mir trivial vorkommen...

    Was ich damit sagen will: Der Herr schien gar nicht daran
    interessiert zu sein irgendwas zu vermitteln...

    Dafür hatte die Mädels was zu schauen - da er, ähm, wohl ganz
    gut aussah .

    BTW: Mir wäre n hübscher weiblicher Mathe-Geek ja lieber gewesen


    scnr

    Lutz

  10. #19
    Benutzerbild von kathrin

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    um noch einmal zum kernpunkt des threads zu kommen: welches der kids schaut heute noch freiwillig "biene maja" & co. im tv? meine kids (13 & fast 7)
    zumindest nicht. auch ich bin nicht gerade begeistert, wenn am nachmittag bereits "one pice", "yu-gi-oh" und "inuyasha" angeschaut wird, von den blöden sitcoms mit dem hintergrundlachen ganz zu schweigen allerdings geht's hier gerade und insbesondere um das "mitreden können" in der schule (deine meinung hierzu als lehrer, waschbaer [welche klassenstufe unterrichtest du?]?). prinzipiell hat sich doch nichts geändert. beispiel: "was, du hast gestern "dallas"/"denver-clan" nicht geguckt?! du hast ja gar keine ahnung!"(hierzu das passende thread im laberforum (?).
    wer heute in der penne nicht über die aktuellen animes bzw. sitcoms (die älteren kids) mitreden kann, steht völlig im abseits. auch wenn ich hier völlig contra zu mwmfl's meinung bin, finde ich es zwar nicht gut, aber zumindest in diese richtung tendierend, ok. da ich aus eigener leidvoller erfahrung spreche (alle mitschüler konnten "formel eins" gucken, nur ich nicht, da wir die "falsche antenne" auf dem dach hatten), akzeptiere ich den wunsch meiner kids, die entsprechenden animes zu gucken.

    sicher gibt's auch heute noch eine menge kids, welche z. b. mit lego spielen, aber wer sich heute NUR mit diesen alternativen spielmöglichkeiten beschäftigt (alternativ im sinne von "nichttechnischem spielzeug" [gameboy, pc, animes]) wird, wenn sich die meisten mitschüler mit genau diesen dingen beschäftigt, immer im abseits stehen. und gerade das kann und will ich meinen kindern gegenüber nicht verantworten.

    so, nun kann der rest auf mich draufschlagen.

  11. #20
    Benutzerbild von musicola

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    13.850
    *schützendvorKathrinstell*


    Hier haben definitiv beide Fraktionen recht!

    Denn wenn man es sich genau überlegt sind die heutigen Animes genau auf die gleiche Zielgruppe zugeschnitten, wie bei uns damals Captain Future
    Tom und Jerry oder He-Man!
    Und auch damals haben viele Erwachsene argwöhnisch geguckt und hätten das Zeug am liebsten verbieten lassen!

    Und im Endeffekt ist es so, dass wenn man den Kids ihre Yu Gi Oh oder One Piece TV-Ration vorenthält, sie mehr darunter leiden (wg. lästernder Klassenkameraden) als wenn sie es sehen dürfen! Die sind härter im nehmen
    als man glaubt!

    Mal ehrlich: wir haben unsere Actionserien auch geguckt und sind dennoch keine schlechteren Menschen dadurch geworden!

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