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Propaganda-Filme

Erstellt von Muggi, 26.07.2005, 16:56 Uhr · 22 Antworten · 4.177 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Muggi

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    Die Luftgitarre postete
    Muggi postete
    Selbstverständlich gab es auch bei uns Propagandafilme.
    Das wollte ich schon immer mal wissen: Wie sahen denn die Ostblock-Gegenstücke zu James Bond, Rambo u. Co. aus?
    Nachfolgend findest Du ein paar Beispiele. Mit Propaganda meinte ich allerdings überwiegend verherrlichende Filmproduktionen über Marx & Co.:

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...124745-7621639

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...124745-7621639

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...124745-7621639

    Und ganz besonders:

    http://mitglied.lycos.de/tvserien/73ddrun.htm

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von hoodle

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    Zum Thema Propaganda auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs:

    Galt Major Schatochin nicht als der Rambo des Ostens?! Zumindest "bei uns" wurde der Film Im Alleingang auch als Rambowski angepriesen. Ich muss zugeben, obwohl der Film seit ca. 20 Jahren in der Videothek vor Ort zum Ausleih erhältlich ist, konnte ich mich noch nie dazu durchringen den mal mitzunehmen.



    Beachtet auch den Schriftzug oben links auf dem Cover!

  4. #13
    Benutzerbild von frasier

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    Zu DDR-Zeiten "durften" wir uns "Befreiung" im Kino ankucken. Das war meiner Erinnerung nach eine Verherrlichung der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Das waren echte Helden.

    Stimmt, Ernst Thälmann wurde auch ständig Vorbild dargestellt, um den schien sich irgendwie alles zu drehen. Genau wie der Held der Arbeit Adolf Hennecke. Auch Juri Gagarin und Sigmund Jähn (Kosmonauten) waren beliebte Objekte der sozialistischen Propaganda.

  5. #14
    Benutzerbild von Muggi

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    "Befreiung" gibt es neuerdings auf DVD:



    Natürlich wurde die Geschichte des 2. Weltkriegs geschönt, sprich die Rote Armee wurde als makellose Truppe von Helden dargestellt.

    @hoodle

    Der Film sagt mir allerdings nichts. Worum ging es da?

    Mir ist im Übrigen noch ein weiteres Machwerk eingefallen. "Red Scorpion" mit Dolph Lundgren.

  6. #15
    Benutzerbild von hoodle

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    Aus der von mir so oft zitierten Online-Filmdatenbank (www.ofdb.de):

    http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=20762

    Im Alleingang (1985)

    Eine Inhaltsangabe von uk501

    Die Entspannungs und Abrüstungspläne der Grossmächte sind schlecht fürs Geschäft. Die Lösung einiger amerikanischer Rüstungs und Geheimndienstbosse ist unvorstellbar zynisch.
    Sie beauftragen einen kaputten Vietnam-Veteran ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff so zu torpedieren, dass einer russischen Flotte die Schuld zugeschoben wird. Der dritte Weltkrieg wäre nicht mehr zu verhindern.
    Die russische Antwort lässt nicht lange auf sich warten.
    Moskau schickt seinen besten Mann in das Kriegsgebiet. Major SCHATOCHIN bleibt nicht viel Zeit, die atomare Katastrophe zu verhindern. Der Countdown für die Rackete mit dem alles vernichtenden Atomsprengkopf läuft......

    Edit: Und hier gibt es noch ein wirklich lesenswertes Review!

    http://www.reel6.de/trashzombies2/de...tegorie=Action

  7. #16
    Benutzerbild von Muggi

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    Komisch, nie davon gehört. Ich kann mich an etwas ähnliches erinnern, da ging es aber um ein Armeemanöver.

    Der Gegenschlag (1981)
    OTWETNY CHOD (Orginaltitel),
    L (Land) UdSSR,
    J (Jahr) 1981,
    Abenteuerfilm,
    P (Produktionsfirma) Mosfilm,
    VA (Video-Anbieter) Warner Home,
    Lnge: 84 Minuten, FSK: ab 12, Erstaufführung: 21.2.1982 DFF 1/11.2.1983
    Kino DDR/1989 Video/5.4.1990 Tele 5
    R (Regie) Michail Tumanischwili,
    B (Drehbuch) Jewgeni Mesjazew,
    K (Kamera) Boris Bondarenko,
    M (Musik) Viktor Babuschkin,
    D (Darsteller) Wadim Spiridonow als Schwez, Jelena Glebowa als Tonja,
    Anatoli Kusnezow als Moroschkin, Boris Galkin als Tarassow, Michail
    Wolontir als Volentir,

    Wie ich soeben bemerkt hab, vom gleichen Regisseur.

  8. #17
    Benutzerbild von frasier

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    Anfang der 80er gab es noch zwei US-Filme :

    Firefox (81) mit Clint Eastwood - Amerikaner stiehlt Russen High-Tech-Flugzeug

    The Day After (83) mit Jason Robards - Atomkrieg USA-Russen

    Beides gute Filme, letzterer ist sehr eindringlich.

  9. #18
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Jaaa, "Ernst Thälmann. Sohn seiner Klasse", kenn ich, kenn ich! Hab ich mal auf ´ner Uni-Party gesehen, ganz großes Kino! So´n 50er-Jahre-Historienschinken, und der Thälmann-Darsteller spricht so betont hamburgisch, daß man die ganze Zeit an Hans Albers denken muss! lol

    Eine besondere Perle des DDR-Propaganda-Film der 50er Jahre war aber auch noch "Walter Ulbricht. Baumeister des Sozialismus". Der Film zeigt nonstop Walter Ulbricht: bei ersten Spatenstichen, bei der Einweihung neuer Fabriken, bei Körperertüchtigung im Freien, auf Parteitagen und immer wieder umringt von glücklichen Kindern. Der Witz dabei: Der Film wurde unmittelbar vor dem Aufstand von 1953 fertiggestellt und wurde nicht mehr (oder nur vereinzelt) in die Kinos gebracht. Man fürchtete wohl, daß diese allzu plumpe Lobhudelei für den "Baumeister des Sozialismus" in dieser Situation das Fass zum Überlaufen gebracht hätte ...! *g* (Fragt mich nicht warum, aber der Film lief in den 90ern aufeinmal für eine Vorstellung in einem stinknormalen Hamburger Kino!)

  10. #19
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Aber zurück zu den 80ern ...

    Stimmt es eigentlich, daß die US-Army den Produzenten von "Top Gun" kostenlos einiges an Logistik und Kulissen zur Verfügung gestellt hat?

    @Muggi: Bei den genannten Beispielen für DDR/Ostblock-Propagandafilme in den 80ern bekommt man den Eindruck, daß im Osten damals zwar entsprechende Polit-Thriller und Spionage-Filme gedreht wurden, daß es aber nicht diese naiv-spaßigen, v. a. an Jugendliche adressierten Action-"Rumballer"-Filme gab. Täuscht das? Oder gab es tatsächlich ideologisch-bildungspolitische Vorbehalte dagegen, sozusagen einfach mal einen ´Roten Rambo´ auf die volkseigene Leinwand zu bringen? (vielleicht weil man sich ja auch mit Blick auf die westliche Öffentlichkeit als "Friedensmacht" darstellen wollte?)

  11. #20
    Benutzerbild von Muggi

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    Die Luftgitarre postete
    Aber zurück zu den 80ern ...

    Stimmt es eigentlich, daß die US-Army den Produzenten von "Top Gun" kostenlos einiges an Logistik und Kulissen zur Verfügung gestellt hat?
    Ich denke schon, wie soll man sonst auf einem Flugzeugträger drehen bzw. die ganzen Luftstunts hinbekommen? Im Abspann wird ja auch ausführlich diversen navy-Angehörigen gedankt. War ja auch eine prima Werbung, den Rekrutierungsbüros sollen nach TOP GUN die Türen eingerannt worden sein.

    @Muggi: Bei den genannten Beispielen für DDR/Ostblock-Propagandafilme in den 80ern bekommt man den Eindruck, daß im Osten damals zwar entsprechende Polit-Thriller und Spionage-Filme gedreht wurden, daß es aber nicht diese naiv-spaßigen, v. a. an Jugendliche adressierten Action-"Rumballer"-Filme gab. Täuscht das? Oder gab es tatsächlich ideologisch-bildungspolitische Vorbehalte dagegen, sozusagen einfach mal einen ´Roten Rambo´ auf die volkseigene Leinwand zu bringen? (vielleicht weil man sich ja auch mit Blick auf die westliche Öffentlichkeit als "Friedensmacht" darstellen wollte?)
    Da ist was dran. Filme hatten in der DDR bzw. im Ostblock zuallererst einmal einen Bildungsauftrag, wogegen es natürlich auch einfache Unterhaltungsschinken und viele (aus meiner Sicht immer noch vorzeigbare) kindgerechte (Märchen)filme gab.

    Unter anderem liegt der Mangel an typischen "Action"-Filmen daran, dass Gewaltdarstellung verpönt war, es sei denn, sie kam vom "Klassenfeind". Die DDR-Krimis befassten sich dann auch mit so "aufregenden" Themen wie Scheckbetrug, Hehlerei und so weiter. Das änderte sich erst gegen Mitte der 80er Jahre. Das es in einer Folge des "Polizeiruf 110" um einen 5exualstraftäter ging, war ein absoluter Tabubruch (interessanterweise wurde für diese Rolle einer der beliebtesten Unterhaltungs(!)schauspieler der DDR verpflichtet).

    Überhöhte "Helden"darstellungen gab es eine ganze Menge. Die schon erwähnten Filmbiografien von Thälmann, Liebknecht oder auch Marx sind da nur eine Seite. Die anderen sind zahlreiche Filme über den Widerstand im 3. reich. Da wurde aber auch stark unterschieden. Der bürgerliche, christliche, militärische oder sozialdemokratische Widerstand war kaum ein Thema. Vielmehr wurden fast auschließlich Mitglieder des kommunistischen Untergrunds dargestellt. Ich hab erst später begriffen, wie übertrieben manches geschildert wurde, denn man konnte fast den Eindruck gewinnen, dass Deutschland aus einem Millionenheeer unerschrockener Widerständler bestand. Wie wir alle wissen, waren das eher Minderheiten, was ihre Leistung ja nun nicht schmälert. Bei diesen Überlegungen sind mir zwei Serien zu diesem Thema eingefallen, die relativ abenteuerlich angelegt waren und die der ohnehin etwas "ostalgisch" angehauchte MDR noch heute gelegentlich sendet:

    "Archiv des Todes" (1978/79)

    http://www.gojkomitic.de/filme/TV/archivfolgen.htm

    ""Front ohne Gnade" (1983)

    http://www.kabel1.de/serienlexikon/e...=exact&id=2940

    Selbst Anti-Kriegsfilme aus dem Westen waren nicht gleichgesetzt. "Platoon" lief in den DDR-Kinos, "Full Metal Jacket" hingegen nicht. War den Kulturoberen wohl eine Spur zu zynisch angelegt...

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