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Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

Erstellt von Lutz, 19.11.2013, 09:55 Uhr · 162 Antworten · 18.880 Aufrufe

  1. #91
    Benutzerbild von Scheul

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Der Geächtete verließ mit traurigem Blick die Abteilung. Man konnte ihm ansehen, wie er die Welt nicht mehr verstand und ein Gefühl von Fremde im eigenen Land (uuuuh, auch so ein rechtsradikaler Signalausdruck...) schien ihn wie eine Aura zu umgeben.

    Nein, man darf bald gar nichts mehr sagen... Multikulti 2.0 ist ausgerufen und da ist man schon rechtsradikal, wenn man der irren Annahme ist, dass sich Zuwanderer dem Land in das sie einwandern anpassen. Und es zu bedauern, dass in der Bundesliga heute die halbe Welt gegeneinander spielt, geht eben heutzutage wohl wirklich mindestens mal genauso wenig wie Autobahn!
    Manchmal ist es wirklich traurig ... Unsere Tochter wurde in der Schule in der Pause des Öfteren von Mitschülern und Mitschülerinnen mit angeekeltem Blick gefragt, ob sie etwa Schweinefleisch auf Ihrem Pausenbrot hat. Sie war echt verwirrt. Meine Frau hat ihr geraten das sie antworten soll, das sie alles essen darf was sie mag. Ich habe ihr geraten sie soll den Fragenden fragen, ob er mal beißen möchte.


  2.  
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  3. #92
    Benutzerbild von Pepper-Horst

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Naja, in Bezug auf die Bundesliga und die Elektromarkt-Geschichte, kann ich beide Parteien nicht recht verstehen. Als Kundenberater/-verkäufer oder sonst was kann man die Welt nicht verbessern und sollte mit seiner persönlichen Meinung eh hinterm Berg halten.

    Ich habe einen Lebensmittel-Großhandel und was mir die Leute und Kunden da manchmal erzählen... Da kram ich immer das sogenannte Schinken-Beispiel heraus. Fragt Kunde 1: "Ist der Schinken schön mild?" antworte ich mit: "Ja, natürlich", fragt Kunde 2: "Ist der Schinken auch schön salzig?" antworte ich: "Selbstverständlich!". Der Schinken (zumindest den, den ich verkaufe) ist nie zu mild oder zu versalzen. Für die, die ihn mild mögen, schmeckt er mild und für die, die es salzig mögen, schmeckt er auch salzig. Ist immer Einstellungssache. Und so einen gedanklichen Spielraum sollte man auch in derart oberflächlichen Gesprächen mit unbekannten Menschen bewahren. Jeder nach seiner Fasson.

    Zur Bundesliga: Die Entwicklung der Kaderplätze, die ausländische Profis besetzen, zeigt sich im Vergleich zu den 90ern (Bosman-Urteil) qualitativ und quantitativ enorm verbessert. Auch ein Blick in die Nationalmannschaft beweist, welchen gesteigerten Wert Jugendarbeit mittlerweile zugeschrieben wird. Und ohne Nationalspieler aller Herren Länder, wäre die BL in meinen Augen totlangweilig und ja auch nicht konkurrenzfähig.

    Übrigens gibt es einen Passus im Regelwerk der DFL oder DFB, die besagt, dass - glaube ich - in jedem Kader der Bundesligisten mindestens 12 Spieler gemeldet sein müssen, die im Verein oder im DFB ausgebildet wurden. Ganz schön nazihaft.

  4. #93
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Pepper-Horst Beitrag anzeigen
    Übrigens gibt es einen Passus im Regelwerk der DFL oder DFB, die besagt, dass - glaube ich - in jedem Kader der Bundesligisten mindestens 12 Spieler gemeldet sein müssen, die im Verein oder im DFB ausgebildet wurden. Ganz schön nazihaft.
    Nein, das ist nicht nazihaft, das ist zur Selbsterhaltung.
    In wessen Regeln steht das? In denen des DFB.
    Wo muß eine Mindestanzahl ausgebildet worden sein? Beim DFB oder einem dem DFB angeschlossenen Verein.

    Übrigens spielt bei der demnächst veranstalteten "Weltmeisterschaft" nicht "Deutschland", sondern eine DFB-Auswahl.
    Dem DFB kann ich nichts abgewinnen, die WM findet wieder ohne mich statt.

    Das ist aber nichts neues, das war früher schon so, u.a. daher hat z.B. Paul Breitner auch gerne jahrelang auf Nationalspiele verzichtet.

  5. #94
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Pepper-Horst Beitrag anzeigen
    Zur Bundesliga: Die Entwicklung der Kaderplätze, die ausländische Profis besetzen, zeigt sich im Vergleich zu den 90ern (Bosman-Urteil) qualitativ und quantitativ enorm verbessert.
    Mal ganz ketzerisch gesagt - wenn Du nur genug Kohle hast (z.B. ein Milliardär aus Russland), kaufste Dir den 1.FC Hintertupfingen, verpflichtest noch 30 (man will ja auch Ersatzspieler haben) extrem gute Fußballer (z.B. aus Spanien und Brasilien), und schon hat man mittelfristig (nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga) einen echten Konkurrenten für den FC Bayern? Da hoffen dann alle daheim, dass der Pott schnell geholt wird... Im Kader sind dann auch 12 Spieler aus Hintertupfingen (offiziell) - inoffiziell reißen die dann nur noch die Karten ab, oder müssen die auch spielen? *g*

    P.S. Godwin's law nach nur 10 Seiten?

  6. #95
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    ob in den 80gern wirklich ALLES besser war,glaube ich zwar nicht,aber hier mal einige Aspekte,die aus meiner Sicht wirklich besser waren.


    man konnte sich nach abgeschlossener Schulbildung bewerben und konnte sogar noch aus zwei Zusagen wählen,wohin es beruflich gehen soll.
    man wurde nach bestandener Abschlußprüfung tatsächlich im Beruf übernommen.
    es gab eine Hochzinsphase,wo sich das Sparen echt lohnte.
    man konnte in seinem Vorort ALLES kaufen ohne in die Innenstadt fahren zu müssen,die Geschäfte-Vielfalt war deutlich größer.
    Lohnabschlüsse waren aus Arbeitnehmersicht deutlich besser,5 und mehr % Lohnerhöhung sind heute undenkbar.
    Häuserwände waren nicht mit Grafitti vollgekritzelt.
    der Profifußball war bei weitem nicht so kommerzialisiert und gewinnorientiert,da spielten noch Duisburger Jungs in Duisburg,Hamburger Jungs in Hamburg und Münchner Jungs bei den Bayern.

    eine Zeitreise zurück in die 80ger ?
    für einen Tag wär´s o.k.,dann langt´s aber auch,ich hab´echt keine Lust,Ausbildungs-und Bundeswehrzeit nochmal zu absolvieren

  7. #96
    Benutzerbild von Stingray

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Naja, mir fallen eigentlich auch noch ein paar Dinge ein, die in den 80ern definitiv besser waren:

    - Getränke wurden noch in Glasflaschen verkauft, anstatt in 'giftigen' Plastikflaschen
    - Es gab noch kein unwürdiges Hartz 4 für Langzeitarbeitslose
    - Niemand kam auf die Idee, sein Haus in giftiges und hochbrennbares Styropor zu verpacken
    - Lehrer wurden eher eingestellt, anstatt massenhaft entlassen
    - Die Bundeswehr wurde ihrem Namen noch gerecht und war dazu da, um sich zu wehren, bzw. zu verteidigen und nicht, um sich aktiv an Kriegen anderer Nationen zu beteiligen.
    - Militärische Flugmaschinen wurden noch direkt von Piloten gesteuert, anstatt ferngesteuert von Dronenpiloten.
    - US Präsidenten hatten noch keine offiziellen Todeslisten, die es ihnen 'erlaubt' die Menschen auf der Liste einfach über den Haufen zu schießen, unschuldige Zivilisten, die leider daneben stehen eingeschlossen.

    Mir fällt bestimmt noch mehr ein, aber das wars erstmal.

  8. #97
    Benutzerbild von Stefan Rammler

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Kuddel Daddeldu Beitrag anzeigen
    eine Zeitreise zurück in die 80ger ?
    für einen Tag wär´s o.k.,dann langt´s aber auch,ich hab´echt keine Lust,Ausbildungs-und Bundeswehrzeit nochmal zu absolvieren
    Dafür dass ich nochmal jünger wäre, würde ich auch so manche Kacke von damals in Kauf nehmen

  9. #98
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Stingray Beitrag anzeigen
    - Es gab noch kein unwürdiges Hartz 4 für Langzeitarbeitslose
    - Die Bundeswehr wurde ihrem Namen noch gerecht und war dazu da, um sich zu wehren, bzw. zu verteidigen und nicht, um sich aktiv an Kriegen anderer Nationen zu beteiligen.
    Perfekt dazu passt, dass die Grünen daaamals (TM) noch ne völlig andere Partei waren, die man wählen konnte, bzw die ne wirkliche Alternative darstellten. Wer hätte z.B. gedacht, dass die Grünen mal sowas wie die Einführung des menschenverachtenden Hartz 4 mitragen...


    Zitat Zitat von Stingray Beitrag anzeigen
    Niemand kam auf die Idee, sein Haus in giftiges und hochbrennbares Styropor zu verpacken
    Jap - absoluter Schwachsinn, teuer und gefährlich.

  10. #99
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Stefan Rammler Beitrag anzeigen
    Dafür dass ich nochmal jünger wäre, würde ich auch so manche Kacke von damals in Kauf nehmen
    also,ich fühl mich noch jung-zumindest meistens -bin gerade mal 51.
    die Nachteile überwiegen eindeutig,daher würde mir ´ne Tagesreise langen,wie gesagt,ich hab´echt keinen Bock mehr,nochmals Ausbildung und Bund zu absolvieren-dazu kämen auch noch 33 Jahre "auffe Maloche"-da bin ich auch froh,die bereits hinter mir zu haben.
    außerdem war ich Anno 80 noch Junggeselle,nochmals "auf Brautschau gehen" ?
    och nö,ich hab´jetzt die Frau fürs Leben gefunden-muß also auch nicht sein.

    hmm,heute ist die Bundeswehr ´ne Freiwilligen-Armee-also,das war damals bestimmt nicht besser.
    wärs in den 80gern schon so gewesen,hätte ich auf den Bund auch freiwillig verzichtet
    ich hab´damals das beste draus machen können und mit diversen Attesten "kämpfende Einheiten" zumindest verhindern können,auf Kämpfen hatte ich damals auch keinen Bock-als Fernmelder hinter der Schreibmaschine konnte man´s aber 15 Monate lang aushalten

  11. #100
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Stingray Beitrag anzeigen
    - Niemand kam auf die Idee, sein Haus in giftiges und hochbrennbares Styropor zu verpacken
    Passt zu einem anderen Thread, in dem ich letztens von Öko-Religion schrieb... Die Grünen sind eine durch und durch dogmatische, ideologiegetriebene Partei geworden. Früher sind sie Argumenten gefolgt und haben versucht damit zu überzeugen. Spätestens seitdem der Atomausstieg erst selbst erreicht und dann von Wankel-Angie nach der Laufzeitverlängerung sogar beschleunigt neu beschlossen wurde, besetzt man viele Umweltthemen durch reine Angstmache und die Vorspielung vermeintlicher Alternativlosigkeiten. Der Wahnsinn mit der Wärmedämmung gehört dazu. Auch andere Themen, die die Grünen oft nichtmal selbst beschlossen haben müssen, aber durch den puren politischen "grünen Druck" im Volksgewissen verankert haben, sind der reine ideologiegetriebene Wahnsinn. E10, Energiesparlampen, ja selbst das Dosenpfand ist unökologisch und die Förderung von Wasserkraft sowieso. Selbst die vermeintlich rein positive Wind- und Solarenergie wird heute allein nach CO2-Gesichtspunkten bewertet. Im Gegensatz zur Kritik an vielen anderen "bösen" Energieträgern, klammert man den Ressourcen und Landschaftsverbrauch, sowie den bei der Produktion und später beim Rückbau anfallenden Giftmüll eher aus und thematisiert ihn so gut wie nicht.

    Während die Grünen nur 6,7 oder auch mal 10% der Wähler für sich gewinnen können (einmalige Sondersituationen wie in BaWü mal außen vor gelassen), wurde dieses Gedankengut in weite Teile der Bevölkerung und auch der "Volksparteien" verankert. Dazu kommt, dass weite Teile der Politik und natürlich auch der Wirtschaft das Klimawandel-Thema als wunderbaren Hebel für Steuererhöhungen nutzen können und sich diese Gelder prima durch staatliche Kassen schleusen, in Subventionen, Macht und Günstlingswirtschaft ummünzen lassen. Und das Beste ist ja: Das Volk schreit nach noch mehr davon, weil es ja prima für den Planeten ist, wenn wir Quecksilber im Haus haben, geförderte aber ungeeignete Wasserkraftwerke hunderttausende bis Millionen Fische totschlitzen oder Fracking für Geothermie-Bohrungen betrieben wird (aber bitte nicht für Schiefergas, denn da geht das mal gar nicht)!

    Diese Denke bildet eine merkwürdige Melange mit Technikfeindlichkeit. Chemie, Technologie, technischer Fortschritt - das ist heute für viele gerade in Deutschland oft nur rein negativ besetzt. In den 1980ern war das anders, wenn damals auch schon (oder noch oder beides...) eine gewisse Angst vor dem Computer herrschte. Riesenhuber und Schwarz-Schilling waren ständig irgendwelche Start-Knöpfe für tollste neueste Techniken und Technologien drücken. Tagesschau 20:00, Gong... und dann ging es los. Heute geht es doch höchstens mal um die Plagiatsaffäre des Amtsinhabers / der Amtsinhaberin und irgendeinen Girls Day Bohei. Bahnbrechende Entwicklungen wie z. B. Wendelstein 7-x finden fast ohne Medienrummel statt. Das dürfte auch damit zu tun haben, dass die Allgemeinheit direkt wieder dagegen aufgehetzt werden könnte, wenn das Thema prominenter werden würde. Immerhin ist das ja irgendwie auch was mit Atom und so... Früher haben sich die Leute wenigstens noch anständig vom Zaun spritzen lassen müssen, wenn sie gegen etwas sein wollten. Heute reicht ein Shitstorm oder ein Youtube-Video. Das Gasland-Video ist ja auch eine Ikone gegen Fracking geworden, obwohl dort das Trinkwasser auch vorher schon brennbar war... Aber das interessiert keinen mehr. Die Manipulation der Massen ist so sehr einfach geworden heute und man spart sich jegliche Diskussionen mit altmodischen Dingen wie Argumenten, Risikoabschätzungen, Kosten-/Nutzen Abwägungen. Wenn ich es recht bedenke, fand ich es nicht so schlecht, dass der Staat in den 1980ern noch einige Dinge durchgeboxt hat, die heute ein arbeitsloser Handelsfachpacker als schar machender (Hitz)Kopf einer Bürgerinitiative gegen 100 Wissenschaftler schon mal stoppen kann, wenn nur genug Fernsehen oder auch ein Feldhamster da waren die die Stimmung in der Bevölkerung dagegen aufhetzen.

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