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Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

Erstellt von Lutz, 19.11.2013, 09:55 Uhr · 164 Antworten · 18.959 Aufrufe

  1. #41
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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Umso erstaunlicher, dass Du Dir meinen Roman noch angetan hast ;-) Diese Szene trug sich unmittelbar an einem Zugang zum Essener Weihnachtsmarkt rund um die Gemäuer des Bistums Essen zu (ich glaube das ERZ(Bistum) hatte ich dazu gedichtet). Es war zudem verkaufsoffener Sonntag, die Stadt also besonders belebt und voll. Wenn man dann plötzlich einige dort abgestellte Fahrzeuge sieht und einen Trupp Männer die einem "Vorbeter" folgen, wird einem schon irgendwie mulmig, wenn das natürlich auch alles wieder böse, gemeine Vorurteile sein mögen.
    Ich lese ja gerne Postings, die auch mal länger als 3 Worte sind

    Tja ein Bauchgefühl ist eben ein Bauchgefühl. Genau wie man ja ganz ganz pöse ist wenn man im Restaurant kein bock auf 20 Terrorkinder auf einem Haufen hat (das Thema hatten wir ja glaube ich auch schon mal *g*), bei denen die Eltern nicht in der Lage sind mal sowas wie Grenzen zu setzen...


    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Dann habe ich in den letzten Tagen mehr als einmal Artikel gelesen, in denen es wieder um den aktuellen "Gendering"-Wahn ging. Da ging es um Vereinsgründungen oder auch Anträge innerhalb der Piratenpartei. Das "generische Femininum" sollte eingeführt werden. Piraten wären dann z. B. nicht mehr Piraten, sondern alle Piratinnen. Nun hießen die Piraten ja nicht Pirater, sondern eben Piraten. Kein Mann macht einen Aufstand, dass er DIE Person ist, aber in Deutschland gibt es nun ja sogar schon seit einiger Zeit Unis, die grundsätzlich von ihren Professorinnen schreiben und dabei eben die männlichen KollegInnen mitmeinen. Wird die Welt davon echt besser eine der besten Sprachen der Erde so zu verhunzen?
    Naja "antragen" kann man viel wenn der Tag lang ist. Das Problem haben auch andere Parteien, wenn mal wieder jemand aus der 10 Reihe links einen Aussetzer hat *g*

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ich erlebe in meinem Unternehmen gerade die Verlagerung von Jobs ins Ausland. Nicht das ich das früher bei anderen Arbeitgebern nicht schon erlebt hätte. Gerade in den 90ern wurde ja nach Osteuropa verlagert was geht. Aber heute ist es anders. Die Leute deren Jobs wegfallen, müssen ihre eigenen Nachfolger einlernen. Natürlich gibt es da eine Menge Angst, Wut und Enttäuschung. Aber aus dem Umfeld hört man immer wieder "So ist das Leben", "Machen doch alle", "Das sind ja auch nur Menschen", "die können ja auch nichts dafür" usw. Da ist sehr viel Verständnis für das was getan wird und für die die da kommen, fast mehr als für die betroffenen Kollegen. Ich habe dafür nicht viel übrig, denn letztendlich wissen die die da kommen sehr genau warum sie kommen und woher ihre künftigen Jobs stammen und die die das entschieden haben, packen sich selbst seit Jahren immer noch eine Schippe drauf und schaffen immer neue Posten im Wasserkopf. Für mich ist es deshalb ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen ihr Murren mit solchen Sprüchen zu quittieren. Ich empfinde da irgendeine komische Melange aus linken, multikulturellen und neoliberalen Strömungen. Wenn ich zu gesellschaftskritischen Themen irgendwo User-Meinungen lese, dass es nun aber bestimmt bald mal knallt in diesem Lande, muss ich müde lächeln. Wann denn, wenn selbst sowas perverses noch funktioniert und Verständnis dafür aufgebracht wird?
    Dass "machen doch alle" kein Argument ist, hab ich wie gesagt schon in der 4. Klasse gelernt
    In den 80s ist man (IMO völlig zurecht) schon für deutlich weniger auf die Straße gegangen - ich bin wirklich erstaunt was mittlerweile so alles geschluckt wird. Lässt sich sicherlich durch die immer größer werdende Existenzangst erklären.
    Dass dann in den Medien auch noch auf den Ärmsten der Armen rungetrampelt wird ist IMO einfach ekelig. Nicht nur die BLÖD sondern auch die Mopo machte neulich mit einem riesigen Foto eines "Bettelschwindlers in der Fußgängerzone" auf. Was soll uns das jetzt sagen? Dass ganz ganz viele Bettler bösen Menschen sind? Genau wie ALGII Empfänger?
    Irgendwie hat sich da in der Presse verglichen mit daaaamals (TM) auch was verändert...

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Also ich lebe ja in einer Stadt mit sehr vielen Moslems, aber so eine Szene wie von dir beschrieben habe ich auch noch nicht gesehen. Ich möchte nicht sagen, dass es das bei uns nicht gibt oder nicht geben kann, gesehen habe ich es noch nicht und auch nicht davon gehört. Ich denke, es gibt genug Moscheen, sowohl kleine Hinterhofmoscheen als auch große, in die sich die Gläubigen zurückziehen können und dies auch lieber tun anstatt auf der Straße zu beten. Bei deiner Szene hat man fast das Gefühl, es sei ein religiöses Statement gewesen, quasi als Gegengewicht zum christlichen Weihnachtsmarkt. Mich stören betende Menschen auf der Straße nicht, aber ich hätte mich schon gefragt, warum es ausgerechnet jener Ort sein musste. Zumal da ja aufgrund des Weihnachtsmarkts viele Menschen rumliefen und man doch zum Beten gerne seine Ruhe hat.

    Man erinnert sich, der Berliner Bezirk SO36 wurde früher auch Klein-Istanbul genannt; heute bildet er zusammen mit dem benachbarten Friedrichshain den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und es ist ultrahip geworden, dort zu wohnen. Nun hat sich der Bezirk gegen religiöse Feste jeglicher Art ausgesprochen, sprich, es gibt keinen Weihnachtsmarkt (wobei ich allerdings sowieso nicht wusste, wo es da einen gegeben haben soll), weil es auch kein öffentliches islamisches Aid-Fest gibt. Immerhin, das ist doch mal konsequent. Die Bewohner des Bezirks dürften ohnehin nicht so interessiert an Weihnachtsmärkten sein, und wenn doch, findet sich halt in einem anderen Bezirk einer.

  4. #43
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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Nun hat sich der Bezirk gegen religiöse Feste jeglicher Art ausgesprochen, sprich, es gibt keinen Weihnachtsmarkt (wobei ich allerdings sowieso nicht wusste, wo es da einen gegeben haben soll), weil es auch kein öffentliches islamisches Aid-Fest gibt.
    Hmm - strange - finde ich nicht so dolle - ein Weihnachtmarkt gehört IMO irgendwie zu der Jahreszeit, zu uns... Wer genau im Bezirk hat sich gegen einen Weihnachtsmarkt ausgesprochen (ja "religiöse Feste jeglicher Art" aber es läuft ja darauf hinaus)?

  5. #44
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    In mir schlagen da ja zwei Herzen... einerseits halte ich Religionen für einen der Hauptgründe warum Menschen sich auf diesem Planeten nicht verstehen. Früher mögen sie ihren Zweck als moralische Leitlinie für Analphabeten und wenig Gebildete erfüllt haben. Heute wissen wir wieviele nachweisbar falsche Dinge und Ammenmärchen in "Gottes Wort" stehen. Ähnlich ist es bei anderen Religionen. Irgendwelche Fleischverbote sind mit Erfindung des Kühlschranks eigentlich hinfällig geworden. Aber nein, das wird auf Biegen und Brechen weiter durchgezogen, sich abgegrenzt und natürlich fühlen sich viele Religionen den anderen als einzige Auserwählte überlegen. Um daraus entstehenden Konflikten aus dem Weg zu gehen, bin ich immer sehr konsequent für die Trennung von Kirche und Staat. Das Problem ist dann: Wo fängt diese an und wo hört diese auf? Schnell ist man dann wieder bei Kruzifixen und Kopftüchern.

    Aus Religionen sind viele Institutionen und Bräuche entstanden bzw. sie haben sie gewaltsam annektiert. Eigentlich feiern wir jetzt ja das heidnische Julfest und nicht die Geburt Jesu (über dessen wahren Geburtstag herrscht ziemliche Unklarheit). Wie so vieles anderes "christliche", haben die Zwangs-Christianisierten ihre alten Bräuche als Zuckerl zur Kooperation unter christlicher "Flagge" vorgesetzt bekommen.

    So gesehen ist Weihnachten in seinem Ursprung also gar kein christliches Fest. Folglich ist es also gar nicht so falsch, wenn ich finde, dass Weihnachten eben seit Jahrtausenden zur Kultur unseres Kulturkreises gehört und sich anzupassen hat, wer hier leben möchte. Dzu gehört, dass Weihnachten heute eben kitschig und Coca Cola ist. Dagegen haben auch viele etwas, aber so hat es sich eben hierzulande entwickelt. Westliche Kultur ist eben zu einem gewissen Maß kommerzialisiert und nicht nur altbacken und religiös.Das einfach alles zu verbieten und seine eigene Kultur dabei gleich mit, finde ich völlig falsch. Leider ist das aber der heutige, von solchen Leuten ins Leben gerufene Zeitgeist. Gleichberechtigung und Integration heisst dann, dass auch die Einheimischen ihre Herkunft und Kultur im eigenen Land verleugnen sollen.

  6. #45
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Hmm - ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, dass in den 80s mal ein Weihnachtsfest in "Winterfest" umbenannt wurde.
    Ob die Verantwortlichen es nun wollen oder nicht (wahrscheinlich eher nicht ), man fühlt sich an krampfhafte Wortfindungen aus einem Land erinnert, was wie PC-Speicherbausteine hieß. Wie war das noch? Jahresendflügelfigur?

    Die Claudia scheint mir da gerade ein paar edle Tropfen aus der Türkei probiert zu haben *g*

  7. #46
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Hmm - strange - finde ich nicht so dolle - ein Weihnachtmarkt gehört IMO irgendwie zu der Jahreszeit, zu uns... Wer genau im Bezirk hat sich gegen einen Weihnachtsmarkt ausgesprochen (ja "religiöse Feste jeglicher Art" aber es läuft ja darauf hinaus)?
    Friedrichshain-Kreuzberg ist grün regiert, soweit ich weiß, und diese Regierung hat das so entschieden. Den Friedrichshain-Teil kenne ich praktisch nicht und beim Kreuzberg-Teil kann ich mich nicht daran erinnern, dass es da überhaupt schon mal einen Weihnachtsmarkt gegeben hat, vor allem auch, weil der Anteil an nicht-christlichen Bewohnern dort schon immer hoch war.

  8. #47
    Benutzerbild von Stefan Rammler

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Auf den Weihnachtsmäkten tummeln sich doch jede Menge "Heiden", die sich mit Glühwein vollaufen lassen.
    Mittlerweile sehe ich die Weihnachtsmäkte nur noch in der Kategorie "Märkte und Feste" und keineswegs als
    christliche Veranstaltung.

  9. #48
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Stefan Rammler Beitrag anzeigen
    Auf den Weihnachtsmäkten tummeln sich doch jede Menge "Heiden", die sich mit Glühwein vollaufen lassen.
    Mittlerweile sehe ich die Weihnachtsmäkte nur noch in der Kategorie "Märkte und Feste" und keineswegs als
    christliche Veranstaltung.
    Wollte ich auch schon schreiben - die Political Correctness treibt schon sehr sehr seltsame Blüten, die ich wie gesagt für gefährlich halte...

  10. #49
    Benutzerbild von Tusk

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Vielschichtiges Thema...

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Damals war es auch nicht einfach und sorgenfrei. Aber Veränderungen liefen m. E. langsamer und das Leben war etwas übersichtlicher. .
    Wie hätten wir das Leben in den 80ern als Erwachsene erlebt?
    Ich empfinde das Erwachsenendasein komplexer und anstrengender als vermutet : als Kind und Jugendliche hatte ich den Glauben, dass man als Erwachsener einfach immer weiß wo's langgeht und dass man automatisch den "Plan vom Leben" hat. Auf Beides warte ich heute noch und ich ahne, dass es nie eintreffen wird...
    Meine Jugendzeit in den 80ern: ich fühlte mich behütet und getragen vom Leben, und die Sorgen und Dinge, um die ich mich kümmern musste, waren überschaubar: Schule, Freundschaften, Liebeskummer, Mixtapes neu beschriften (welch ein Zeitluxus!!). Das Leben habe ich insgesamt als sehr ruhig in Erinnerung.
    Und das sind zwei Komponenten, in denen ich den krassesten Gegensatz zu heute empfinde und auch als das, was mir mein Leben am schwersten macht: die Vielfalt der Dinge, um die man sich kümmern muss, und Stress und innere Getriebenheit - aber vielleicht ist dieses Empfinden ein "Privileg" des Erwachsenseins und hat nichts mit dem Jahrzehnt zu tun? Hätte ich das Leben in den 80ern als Erwachsene auch stressig erlebt?
    Ist "das Leben" im Jahr 20xx allgemein stressiger? Gab es vor 20/30 Jahren solch eine Hetze und Schnelligkeit überall, wie ich sie zunehmend wahrnehme? Hab ich den falschen Filter vor Augen?
    Das Leben habe ich in den 80ern nie als stressig empfunden, innere Getriebenheit kannte ich nicht. Das gibt's erst in Ansätzen seit ich berufstätig bin, und selbst da war mir vor 20 Jahren klar, dass es meine eigene innere Getriebenheit war - wohingegen ich in den letzten knapp 10 Jahren eine allgemeine, "globale" wahnsinnige Getriebenheit spüre, die mich zusätzlich beeinflusst.
    Soviel zu meinem "inneren" Gefühl, und das war daaaamals eindeutig besser.

    Zu den Äußerlichkeiten:
    Ein Gerät namens Mp3-Player ist ein Wirklichkeit gewordener Traum, den ich nie mehr missen will!
    Und mein (Nur-Telefon-Klapp-) Handy habe ich schon oft zu schätzen gewusst!
    Das TV Programm finde ich allerdings extrem, Reality soaps oder scripted Reality... das ist sehr befremdend ... und so fallen mir auch andere Extreme auf, die es früher jedenfalls nicht so offensichtlich gab (bis vor einiger Zeit wusste ich nichts um die Existenz von Splatterfilmen oder Torture Porns) - klar, vielleicht war es in den Köpfen trotzdem schon drin und wurde nur gedeckelt und noch nicht öffentlich ausgelebt, das macht es im Grunde auch nicht besser, oder?

    - (Aus Wikipedia zum Torture Porn "Hostel":
    "Mit „Hostel“ hingegen wolle er ein realitätsnahes Bild unserer Gesellschaft entwerfen, da es durchaus vorstellbar sei, dass reiche, gelangweilte Geschäftsleute, die sonst alles haben, andere Menschen zu Tode foltern und dafür Geld bezahlen."

    Sowas will ich nicht wissen!!!
    Realitätsnahes Bild unserer Gesellschaft, wirklichkeitsnah...bin ich da zu naiv?

    Und weiter:
    "Tatsächlich erregte „Hostel“ wegen seiner äußerst expliziten Gewaltdarstellung einiges Aufsehen. Beispielsweise muss Paxton in einer Szene der jungen Japanerin, die er aus ihrem Folterverlies retten will, ein heraushängendes Auge abschneiden. Diese Szene wurde bei der Verleihung des Scream Awards in der Kategorie The „Holy Sh!t“/„Jump-From-Your-Seat“ Award mit einem Preis ausgezeichnet."
    Super Entscheidung!

    Und noch so nebenbei: wieso kommt in den letzten 20 Jahren fast kein Film mehr ohne mindestens eine Szene aus, wo sich jemand übergibt?
    Das will ich auch nicht haben!!!) -


    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Cure klang in den frühen 80s halt besser als später in den boooring 90s (TM) - das sehe ich mal als Fakt, und hat IMO nix mit Nostalgie-Filter zu tun...
    Jein .
    Vielleicht haben Produzent und Konsument sich nur in andere Richtungen weiterentwickelt und schwingen nicht mehr gleich? Wenn The Cure post 1989 authentisch sind, kann man ihnen das nicht zum Vorwurf machen, auch wenn's wehtut. Hauptsache sie sind glücklich! (Darf man das denen überhaupt wünschen, glücklich zu sein? )
    Ich könnte seit gut 10 Jahren heulen, wenn ich Tori Amos höre (und sehe!!), aber nicht weil ich so tief berührt bin, sondern weil ein Teil von mir entsetzt und enttäuscht ist. Aber ich gestehe ihr zu, ihren eigenen Weg zu gehen...der nicht mehr meiner ist. Dafür hat sie viele neue Weggefährten getroffen. Und ist hoffentlich glücklich.



    Zitat Zitat von J.B. Beitrag anzeigen
    Ich vermute jetzt einfach mal, dass das Problem darin besteht, zwei Sichtweisen zu differenzieren.
    1. Dinge die früher genervt haben und heute einfacher sind/vereinfacht wurden.

    2. Dinge die aus heutiger Sicht früher nerviger waren, aber früher nicht als nervig/störend empfunden wurden, weil ja der Vergleich zu heute nicht gegeben war.

    Das bedeutet für mich, man darf das Früher nicht nach heutigem Kenntnisstand beurteilen, sondern muss es in Relation zum damaligen Stand der Dinge setzen,
    Gutes Fazit, ich unterschreib das mal.
    Und ich würde gerne mal eine Zeitreise machen und das Früher nach heutigem Kenntnisstand beurteilen.

  11. #50
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Der Nostalgie Filter - war daaaamals (TM) wirklich alles besser?

    Zitat Zitat von Tusk Beitrag anzeigen
    Wie hätten wir das Leben in den 80ern als Erwachsene erlebt?
    ... Das Leben habe ich insgesamt als sehr ruhig in Erinnerung....
    Das Leben war auch noch ruhiger: Fernsehen musste man zumindest nicht allzu lange gucken, so viele interessante Sendungen gab es gar nicht. Und verpasst war verpasst, es wurde kaum etwas wiederholt. Die Shows dauerten auch noch nicht bis Mitternacht, auch wenn Wetten dass ... ?, äh, damals noch Wetten daß ...? schon munter überzog. Mal eben im Internet gucken, ging schon gar nicht. Fotografieren war teuer, so viele Bilder wie heute hat man nicht gemacht, bei manch anderen Hobby dürfte es ähnlich gewesen sein. Also zumindest Modellflug war noch ziemlich teuer, da konnte man in der Regel nicht noch mehrere andere Hobbies nebenbei haben. So dass es dann wieder gemütlich war.

    Wenn man im Urlaub war, dann war man weg aus Deutschland und von allen deutschen Nachrichten. Das war dann auch eine gemütliche Angelegenheit.

    Was anders war, es kamen noch immer laufend neue technische Dinge auf den Markt, so dass es rückblickend schnelllebiger erscheinen mag. Und ein neues Auto war noch eine Sensation, jede Oma konnte ein altes von einem neuen Modell unterscheiden. Aber live erlebt war das nicht so rasant.

    Selbst die 70er, in denen ja alles neu wurde, bis hin zu den Klamotten und er Erziehung, waren live eher eine gemütliche Angelegenheit.

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