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Die 80er in der DDR

Erstellt von bubu, 05.02.2003, 20:22 Uhr · 359 Antworten · 59.489 Aufrufe

  1. #121
    Benutzerbild von hechicero

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    Boah, Krupunder, ist ja heftig.
    Zu dem Kohlevergleich kann ich nichts sagen, da ich zu Ostzeiten noch nicht "in der Produktion war".
    Danach aber, ich war in Franken, war eigentlich die vorherrschende Meinung, daß man den Ossis erstmal zeigen müsse, wie richtig gearbeitet wird. Denbn schließlich war aus der DDR ja nix geworden. Also eigentlich das Gegenteil von dem was Du sagst...allerdings: keine Beamten !

  2.  
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  3. #122
    Benutzerbild von dj.forklift

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    Um mal wieder auf das Thema 80er in der DDr zurückzukommen. Es gab doch da sooooo schööööööne Sachen: Pfingsttreffen, Neurerbewegung, ja - und die Messe der Meister von morgen. Kann sich da noch jemand dran erinnern? Mein Kumpel und ich wollten mal bei der MMM ein Exponat ausstellen, welches wir aus Teilen vom Sperrmüll zusammengebastelt hatten. Ich will mal versuchen, das zu beschreiben: Einen Schalter, ein Relais, eine Aquariumpumpe, zwei 4,5V-Flachbatterien, ein großes Gurkenglas, ein paar Schläuche und Wasser. Kabel und Befestigungsmaterial. Daraus haben wir einen Getränkeautomat gebastelt. JA!!!
    Man drückte auf den Knopf, das Relais sprang an, die Pumpe pumpte Luft in das mit Wasser gefüllte und abgedichtete Gurkenglas, durch den Überdruck drückte es Wasser aus einem 2. Schlauch in ein Gefäß. War doch gut, odää?

    Weiß nich, warum man es nicht zugelassen hatte. Vielleicht, weil es bis zu 10 Minuten dauerte, bis ein kleines Glas Wasser gefüllt war und der Dürstende vielleicht eher verdurstet war...

    Christo oder Beuyss hätten bestimmt mehr draus gemacht

  4. #123
    Benutzerbild von bubu

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    so ne art "jugend forscht", was?

  5. #124
    Benutzerbild von JJ28

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    @dj.forklift
    a Getränkeaudomat
    Erinnert mich an eine Story aus einem Kinderbuch.
    Dort wurde eine Butterbrot-Maschine entwickelt, die man sich umschnallen konnte und auf Knopfdruck schmierte sie Butterbrote und hielt sie dem User hin.
    Nur klappte es nicht so recht mit der Feinmotorik, da gabs statt Brote Kinnhaken

    Zum Thema Regenwassergebühren: Mann kann die Regenfallleitung stilllegen und das Regenwasser auf das Grundstück ableiten. Da gibt es soviel ich weiß
    eine Ermäßigung. Naturlich sollte man eine solche Lösung bei eh schon feuchtem Mauerwerk nicht in Betracht ziehen.

  6. #125
    Benutzerbild von Krupunderstab

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    Ja..Pfingsttreffen.. Das war eine ab Mitte der 80'er jedes Jahr von der FDJ veranstaltete Ostdeutsche "Love Parade" Ca. 500000 Jugendliche wurden nach Ostberlin gekarrt . Mit rotem Gekrähe wurde sich wohltuhend zurückgehalten , stattdessen überall Open-Air Konzerte von nationalen und Internationalen Rock & Popgrößen. Die Stadt wimmelte von Blauhemden und Fresspaketen. Ich kam mir in meinem schwarzen Outfit recht deplaziert vor. Hochgradig neidisch war ich , wenn ich nach einbrechender Dunkelheit an jeder noch so kleinen grünen Ecke vorbeikam . Wabernde Schwaden von Samengeruch , Grunzen und spitze Schreie verstörten mein Gemüt.... Kann mich noch zu gut daran erinnern >: MMM war das Pendant zu "Jugend forscht"

  7. #126
    Benutzerbild von imperium22

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    Ich probiere mal hier was zu sagen wieder ohne Anschieß!

    1. Mit den Abwasser keine Ahnung warum das heute so ist... Es gibt es aber.
    Die Rechnen wirklich kommischer Weise nach Quadratmetern (Grundstück) wieviel Regenwasser drauf fällt. Deshalb gab es ja auch eine Bürgerinitiative und Klagen vor Gericht!

    Dagegen habe ich ja vielleicht noch nicht mal was wenn das jeder bezahlen würde wie Coca Cola und die Bierbrauerei Radeberg und die Mitter!!

    Da haben die sich nur die Grundstücksleute dazu genommen weil Sie denken die sind ja Erpessbar und haben Geld!!!!

    Es ist aber nicht gerecht wie ihr das seht. Naja und die Bürgersache hat auch nix gebracht. Demokratie hin oder her am Ende hilft Sie dem kleinen nix. Mein Daddy ist vor Gericht gegangen nach Zahlung der 7000 Euro! Nun hat er Sie erst mal wieder. Mal sehen wie lange. Denn der Stadt hat gesagt nun wird ein neuer Preis für den Quadratmeter aus gemacht und dann kann es wieder zu der Zahlung kommen.

    Da lache ich also mit der Demokratie. Am Ende hohlen sich der Stadt alles wieder. Und stellt euch mal die Rentner mit fetten Grundstück vor in Radeberg????? Die sind Pleite und können das Geld nicht zahlen....

    Irgendwas muss ja falsch sein an der Sache. Wie gesagt wenn dann sollte jeder zahlen dann wird die Gesamtsumme kleiner die zu zahlen ist! Also fairer für jeden..

    So denke aber anscheinend nur ich.

    2. Nun mal zu den Sachen der DDR als Veranstaltungen!

    Ich hatte immer neben Schach noch solche Sachen wie Altstoffsammeln, die Golde Eins, Pioniernachmittage bzw Veranstalltungen (Feiern), Die MMM wie schon genannt usw.

    War alles der Zeit entspechend lustig. Aber wie gesagt ich hatte trotz der Sachen auch viel Freizeit! Oben schon genannt. FDJ war ich ja nicht und deshalb bin ich noch nicht bei den Fingstreffen der FDJ gewesen. Kann auch nich sagen ob das schön war!!! Denke aber ja oder?

    Dann habe ich jedes Jahr das Sommerlager und Ferienlager besucht ein oder zwei mal.....

    Naja und da gab es solche Faxen wie Schnitzeljagd, Taufe (wenn man böse war wurde man getauft) kein Plan wozu das gut war!!! ich wurde mal als dampfendes Walroß getauft mit Urkunde weil ich so böse war

    Aber wie gesagt auch das wurde durch den Dreck gezogen! Fands auch am Ende wie eine Ehre!

    Ich habe auch immer Auszeichnungen bekomme bei der MMM und Altstoffsammeln und Schach. Jedes mal beim Apelle! War da auch irgenwie immer der beste. Keine Ahnung warum! Gerne habe ich das zu der Zeit auf jeden Fall gemacht...

    Mein erste MMM Zeugs was ich gebaut habe war ein Flugzeug mit Gummimotor aus Holz mit Bemahlung...... Habe ich lange dran gesessen beim zusammen bauen und an mahlen! Hat mir aber dann auch so ein Spinner kapput gemacht nach dem aus Stellen! Da war ich total sauer. Ich mache die Arbeit und dann knallt das mal einer in der Dreck....

    Aber eine Auszeichnung gab es trotzdem.

    3. Schachlager war auch immer lustig. Mann hatte da immer DJ die da Disko gemacht haben jeden Abend! Ich habe immer bei meiner Mutti mit im Zimmer geschlafen da Sie Betreuerin der Jugend war.

    Einmal hatten wir eine Nachtwanderung im duklen Wald. Da kann ich mich auch noch an die Autoritären Sachen erinnern......wer wie reagiert hat.

    Die Betreuer kammen auf die Idee,also meine Mutti war nicht mit, uns im Wald bei Nacht alleine zu lassen. Ich mit rechts einer Frau und links einer an meiner Hand war ja gut bedient vor Angst.

    Das Problem war wir sind die Strecke mit meiner Mutti vorher schon mal gegangen und wußten also wie wir wieder ins Schachlager kammen.
    Dort angekommen alleine haben dann die anderen Betreuer ein riesen Faß aufgemacht wo wir alleine her kommen und die anderen Betreuer über Ihre Doofheit informiert und die Verantwortungslosigkeit uns alleine zu lassen. Die Betreuer die uns alleine gelassen haben fanden das lustig wie wir auch...

    Aber am Ende ist nix gewesen außer eine Diskussion! Wir wurden aber auch ein bezogen in die Diskussion! Auch wenn das immer viele manchmal denken das es das nicht gab aber wir wurden gefragt zu unser Meinung.

    Am Ende war das mal eine Diskussion mehr nicht. Und Spass war da!!!!

    Naja irgendwie vermisse ich das schon! Aber das ist immer so! Die gute alte Kindheit eben

    4. Schachverein hieß (Tur Übigau Dresden) und ist in Dresden Mickten gewesen.

    5. Catch me If you Can ist ein Film mit Leo und der ist neu im Kino! Geht 2 Stunden und länger!

    Finde denn Film gut. Denn der zeigt das die Menschen nicht immer nach Reichtum streben sollten und es nicht gut ist haufen Geld zu haben!
    Also er zeigt das Reichtum nicht alles ist.....

    Merkt man an der Stelle als dem Reichen Leo immer der Vater begegnet und die Geschenke nicht an nimmt. Und an der Stelle wo Leo immer traurig bemerkt das er keine Familie hat.... und das er denn Polizisten zum Reden als waren Freund brauchte....

    Fand denn Film mal was anderes.

    Na dann das wars wieder mal von mir! Und nicht wieder lustig machen!

  8. #127
    Benutzerbild von Rallidai

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    Okay Impi,den Schachverein gibt es.Mein Bruder spielte beider TU Dresden.Aber ich kanns trotzdem net glauben,das du im Westen als Kind warst,danach (pol. Wende) vielleicht,aber das waren wir ja alle.
    P.S. die Kinderferienlager haben mir auch immer Spass gemacht !!!

  9. #128
    Benutzerbild von Babooshka

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    Hier isser ja, der Thread. Interessant war er, und auch eine gewisse humoristische Komponente kann man ihm nicht absprechen

  10. #129
    Benutzerbild von Muggi

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    Interessanter Thread! Werde ich mir heute Abend gleich mal zu Gemüte führen, jetzt ruft hier (ja, auch im Osten! ) die Arbeit...

  11. #130
    Benutzerbild von Babooshka

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    Heideland schrieb:

    Dann stimmt es also wirklich, was ich u.a. auch auf diversen Seiten im Internet gelsesen habe, dass es viele West-Berliner gab, die an diesem Mauerproblem litten, psychisch bedingt.
    Naja, ist auch nicht so angenehm eingemauert zu sein, dazu noch in einer Großstadt.
    Ja, wir Wessiberliner hatten oft Mauerkoller. Du musst dir vorstellen, so einfach war's für uns auch nicht. Zwar war die Stadt schon immer sehr groß und es gab auch viel Grünflächen, Wälder, Felder, Flüsse, Seen, Strände... aber dennoch, irgendwann war halt Ende und dieses hässliche Ungetüm stand vor einem. Wenn du hier mal ganz an den Anfang blätterst, da erzählte ich mal, dass ich praktisch mit der Mauer vor der Nase groß geworden bin. Bestimmte Stadtteile ließen bei mir besonders im Winter Depressionen aufkommen.

    Na und dann war es immer ein Unterfangen, wenn wir verreisen wollten, weil wir immer erst durch die Grenze und dann 3 Stunden über den Transit mussten. Verreiste ich mit meinen Eltern, standen wir mitten in der Nacht auf, um in aller Frühe an der Grenze zu sein und nicht warten zu müssen. Und dann ging's: "Wo sind die Papiere? Haben wir auch die Ausweise dabei? Wo sind sie? Sind sie griffbereit?" Manch einer wurde an der Grenze auch gerne schikaniert. Dazu reichte es, irgendwann mal blöd aufgefallen zu sein, Bravoheft auf der Ablage, aus schlechter Laune heraus 'ne dumme Antwort auf die Aufforderungen "Nehm'Se mal die Brille ab... zeigen 'Se sich mal im Halbprofil" gegeben oder irgend sowas. Auf dem Transit galt es bei uns in der Familie, bloß nicht zu halten und auszusteigen, nur wenn jemand wirklich ganz dringend musste. Denn dass sich Ossis und Wessis auf den Rastplätzen am Transit trafen, war gang und gäbe und natürlich war die Stasi dann auch nicht weit. Und natürlich, auf dem ganzen Transit mussten 80 Km/h streng eingehalten werden, sonst wurde eine unfreiwillige Devisenspende in die DDR-Kasse fällig. Naja, schneller wär sowieso nicht so gesund gewesen, die Transitautobahn bestand nämlich aus aneinander gelegten Betonplatten, kein Randstreifen, keine Leitplanken, und das schüttelte einen gewaltig durcheinander.

    Im Zug kamen dann immer die Grenzkontrollen rein und stellten Transitvisa aus. Ganz beschissen war es, wenn jemand aus dem europäischen Ausland keinen Reisepass hatte, sondern nur einen Ausweis. Der musste an der Grenze jedesmal irgend so ein Spezialvisum kaufen. Ich hatte damals einen italienischen Freund, dem es öfter so erging - er bekam erst einen Pass, nachdem er seinen Militärdienst gemacht hatte und soweit war er damals noch nicht. Einmal wollten wir zusammen im Reisebus nach München fahren. Er wurde nicht mitgenommen, weil er keinen Reisepass hatte und die vom Bus sich sämtliche den Verkehr aufhaltende Formalitäten vom Hals halten wollten. Er musste mit dem Zug fahren, mit den üblichen Problemen.

    Übel erging es auch DDR-Flüchtlingen, wenn sie die Stadt verlassen wollten, denn das ging nur per Flugzeug. Ich war an einer Schule, an der Russisch unterrichtet wurde, daher gab es bei uns mehrere davon. Die reisten alle per Flieger zur Klassenfahrt an oder konnten nicht mitkommen.

    Nee, also lustig fand ich das damals ganz und gar nicht mit der Mauer. Ich war immer sehr empfindlich drauf, habe auch Zeitungsberichte über abgeknallte Flüchtlinge an der Mauer mit sehr viel Traurigkeit gelesen. Das Einzige, was mich jetzt stört, ist, dass Westberlin anscheinend völlig abgeschrieben ist gegenüber Ostberlin. Sämtliche Clubs, Discos und Lokalitäten, die ein bisschen IN sind, befinden sich jetzt im Osten. Und ich muss immer so weit fahren *nörgel*

    Finde auch, dass man den DDR-Thread wieder aufnehmen sollte.
    Bin übrigends in Potsdam zur Welt gekommen, mussten allerdings 1983 die DDR verlassen, da meine Mutter zur unerwünschten Person erklärt wurde. Sind dann 1986 endgültig nach Stuttgart gegangen.
    Erzähl uns mehr darüber!