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Die 80er in der DDR

Erstellt von bubu, 05.02.2003, 20:22 Uhr · 359 Antworten · 59.562 Aufrufe

  1. #171
    Benutzerbild von Topas12

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    ich empfehle mal 2 Geschichtswerke für das letzte Jahrhundert
    Das Schwarzbuch des Kommunismus , fast 1000 Seiten, schwere Lektüre
    Die 7 Führer der Sowjetunion
    da kann man manchen Zusammenhang der Geschichte des letzten Jahrhunderts, die ja zu großen Teilen auch noch heute wirkt, nachlesen.
    aber es stimmt schon, die Kommunisten, besonders bis Stalin, hätten durchaus zur Erringung der Weltherrschaft die Welt gewaltsam zu bekehren versucht, wenn man sie gelassen hätte. Für die Erreichung ihrer Ziele waren den Genossen paar Millionen Tote mehr oder weniger ziemlich egal, obwohl sie genau das Gegenteil propagierten

    Topas12

  2.  
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  3. #172
    Benutzerbild von stoni

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    @BuBu

    Ich kann nur für meine Familie sprechen......also für meine Mutter war's eher ein Zwang um die Lebenssituation zu verbessern.Sie war in der Landwirtschaft tätig.Soll heißen knochenharter Job und lächerliche Bezahlung.Weder Sie noch ich fanden es toll,das sie mich in Allerherrgottsfrühe vor'm Kindi absetzen mußte....da sie ja zur Schicht mußte.Kindergeburtstage am WE waren so gut wie unmöglich ......da ja die Arbeit rief.Ergo empfand sie's nicht gerade als Akt der Freiheit/Selbstverwirklichung.
    Und sollte mal das Kind längere Zeit krank sein........die sozialistische Mutter deshalb zu Hause bleiben müssen.........gab's nach 2 Wochen keinerlei Kohle mehr.
    Sorry........aber ich kann keinerlei Errungenschaften der DDR nennen die ich vermisse

  4. #173
    Benutzerbild von Topas12

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    @ Stoni

    nehme mal, daß ihr keinen eigenen Hof mehr gehabt habt im herkömmlichen Sinne, mit Viehzeug und allem was dazu gehört. Wir hatten das damals noch und ich ich weiß es noch wie gestern. Im Kindergarten war ich nur einen Tag und dann wollten die nie wieder was von mir wissen und ich von denen erst Recht nicht Aufm Bauernhof wars doch viel interresanter, Ich bin schon vor der Schule Zugmaschine gefahren das war viel cooler, würde die heutige Generation sagen

  5. #174
    Benutzerbild von stoni

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    @Topas

    War' ne richtig industriemäßig geführte Rinderzucht........100erte wenn nicht
    tausende Rindviecher.
    Mußte in den Kindi,da Omma und Oppa zu weit weg gewohnt haben

  6. #175
    Benutzerbild von Heideland

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    Zu dem Thema muss ich wieder etwas trauriges berichten:
    Ist mir gestern auf der Arbeit zu Ohren gekommen (hier bei Stuttgart), als ich mit ein paar Kollegen zusammen saß und man auf das Thema Ostdeutschland kam, weil gerade private finanzielle Probleme besprochen wurden.
    Einer behauptete, sein Geld wäre, seit die Mauer nicht mehr stehen würde, nicht mehr so lukrativ auf der Bank angelegt und er ständig einbußen zu verzeichnen hätte und es immer schlimmer werden wird.
    Daraufhin meinte ein anderer zu ihm: "Das beste wäre es wirklich, wenn die den Laden da drüben wieder abschotten würden, das hat uns nichts als Ärger gebracht und wird es uns auch weiterhin!"... Die Zustimmung zu seiner Meinung war erschreckend überwältigend. Sogar mein Chef ist da einer ähnlichen Auffassung...

    So denken aber viele auf meiner Stelle! Das muss man sich mal geben.
    Ich habe den Eindruck, dass die Mauer in den Köpfen eher wächst, als dass sie fällt.
    Was soll man dagegen tun??

  7. #176
    Benutzerbild von Babooshka

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    Typisch Süddeutschland. Die Leute wissen alle nicht, was es bedeutete, damals in West-Berlin zu leben. Die waren alle weit weg von der DDR und können das gar nicht nachvollziehen, was für ein Sieg der Freiheit der Mauerfall war!
    (Wobei ich natürlich nicht alle Süddeutschen damit abqualifizieren will. In München habe ich solche Sprüche nicht ein einziges Mal gehört. Aber wenn, dann können sie doch nur von Leuten aus solch konservativen Gegenden kommen.)

    Was die Kinderbetreuung angeht, da WAR die DDR einfach besser organisiert. Ein Kinderbetreuungsplatz war von Anfang an sicher, da brauchte man sich nicht groß drum zu kümmern. Im jetzigen Deutschland herrscht doch der latente Unterton "Frauen, bleibt gefälligst zu Hause am Herd und bei euren Kindern", gerade wenn der Stoiber wieder mal von der "Aufwertung und Rückkehr der familiären Werte" labert. Dementsprechend schwierig gestaltet sich ja auch die Kinderbetreuuung. Nicht genug vorhanden und teuer! In Berlin haben sie gerade vor ein paar Monaten die Kita-Gebühren kräftig angezogen, nach Einkommen gestaffelt natürlich. Mich wundert's da nicht, dass die Geburtenrate zurückgeht (ich bin ja auch so 'ne Verweigerin ).

  8. #177
    Benutzerbild von Heideland

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    Naja, ich habe selber 1 Jahr in München verbracht und da war es auch nicht viel anders. Wahrscheinlich bin ich immer den falschen Leuten begegnet. Hab da für ein paar Monate in München-Pasing bei einer Firma gearbeitet und da war eine gestandene Ur-Bayerin, mit der ich mich eigentlich prima verstand. Sie war aber auch nicht viel besser, was den Standpunkt betrifft, wie mein oben genanntes Beispiel. Ihr hingen die ganzen Ostdeutschen "zoam Hals 'naus", wie sie immer zu sagen pflegte. War sogar ein ehemaliger West-Berliner, mit dem ich zusammen schaffte, und der konnte das sowieso nicht so gut beurteilen, da er bereits Berlin in den 60er Jahren in Richtung München verließ.
    Aber im großen und ganzen ist den Leuten hier im Süden Berlin so ziemlich sch.... egal, leider :-(
    Kommt sowieso nur zur Debatte, wenn es mal wieder um die schlechten Handlungen der Regierungen geht.

  9. #178
    Benutzerbild von Topas12

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    [quote]Heideland postete
    Einer behauptete, sein Geld wäre, seit die Mauer nicht mehr stehen würde, nicht mehr so lukrativ auf der Bank angelegt sei und er ständig einbußen zu verzeichnen hätte und es immer schlimmer werden wird.
    Daraufhin meinte ein anderer zu ihm: "Das beste wäre es wirklich, wenn die den Laden da drüben wieder abschotten würden, das hat uns nichts als Ärger gebracht und wird es uns auch weiterhin!"... Die Zustimmung zu seiner Meinung war erschreckend überwältigend. Sogar mein Chef ist da einer ähnlichen Auffassung...
    [quote]zu dem 1.
    der Typ möge doch mal seine Bank fragen, wie sie Gewinne und vor allem mit welchen Anlagen , sie die scheffeln, und ob er von den 25-50% die die Bank aus "seinem" Geld macht nicht bischen mehr abkriegen kann
    dem kannst du ruhig sagen, daß er selber Schuld ist, weil zu faul sich selber schlau zu machen

    Deine Chef frage bitte, wieviel er an der Osteingemeindung mit verdient hat, wenn er er eine müde Mark mit dran verdient hat möge er bitte ganz einfach die Schnauze halten
    im übrigen hat die Osteingemeindung die Rezession im Westen um etliche Jahre hinausgeschoben und aller Schrott, incl. unfähiger Beamte etc. und anderer Leute, konnte im Osten noch versilbert werden

    @Stoni

    P.g ( ganz einfach Pech gehabt)

    Topasa 12

  10. #179
    Benutzerbild von Grisham

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    Ich war zweimal in der DDR. Einmal war es ein Austausch meines damaligen Gymnasiums. Und einmal war es eine Bildungsfahrt der Gemeinde. Wir hatten damals auch kontakte mit etwa gleichaltrigen Jugendlichen aus der DDR. Dabei fiel mir folgendes auf:

    1) Fast jeder hasste die FDJ und sagte dies uns noch.

    2) Die Mädchen in der DDR haben deutlich mehr Röcke getragen als "bei uns" in Westdeutschland. Das fiel vor allem unseren mitgereisten Mädchen auch auf.

    3) Außerhalb geschlossener Räume waren nahezu alle Jugendlichen mit denen wir sprachen etwas reservierter uns gegenüber als beispielsweise in dem Haus wo der Jugendtreff war.

    4) Es wurde regelrecht nach Westwaren (Bravo, Cassetten mit Westmusik, Schülerzeitungen, Kugelschreiber, Strumpfhosen, Jeans, Buttons mit Namen von westlichen Bands, etc.) gegiert.

    Ist das anderen auch aufgefallen? ODer lag ich da alleine mit meinen Beobachtungen.

  11. #180
    Benutzerbild von Robbie Yen

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    @Heideland (& Babooshka)


    ich will gar nicht bestreiten, daß derartige Einstellungen weit verbreitet sind. Alles, was neu und "anders" ist, oder ein Überdenken des eigenen Verhaltens (und im schlimmste Fall sogar eine Änderung desselben) erfordert, wird halt erstmal abgelehnt. Die Schuld für eine (tatsächliche oder eingebildete) Verschlechterung der eigenen Lebensituation wird halt auch tendeziell erst mal lieber irgendwo anders (bei "Ossis", "Ausländern" oder sonstwo) gesucht, als bei sich selbst.

    Kann auch sein, daß Süddeutsche - schon wegen der geographischen Distanz - weniger Bezug zu Berlin oder der Ex-DDR haben.
    Trotzdem glaub ich, daß Ignoranz und Dummheit relativ gleichmäßig über Deutschland (und den Rest der Welt) verteilt sind.

    CU robert