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Die 80er in der DDR

Erstellt von bubu, 05.02.2003, 20:22 Uhr · 359 Antworten · 59.489 Aufrufe

  1. #201
    Benutzerbild von Pallas

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    F.G.T.H. postete
    Mir ist auch afgefallen das in den DDR Show's die Leute immer von den Partys erzählen wo doch immer DDR Musik lief, ich für meinen Teil kenne keine einzige Party wo solche Musik lief.
    Ich bin zwar kein sogenannter Ossi, sondern ein Wessi, aber das mit den Parties habe ich auch so mitbekommen, daß man dort alles andere gern spielte, nur nicht DDR-Musik. Sowas sieht man auch in dem Film "Sonnenallee", in der Szene mit der Party, wo jemand wagt, Karat oder so etwas aufzulegen, und sofort der Kommentar "Ist ja Arschmusik hier!" eingeworfen wird.

    F.G.T.H. posteteIch finde es auch nicht in Ordnung Katharina Witt in solche Sendungen einzuladen weil an Ihr ist ja garnichts DDR bis auf Parteibuch und Perso bitte nicht falsch verstehen ich achte Ihre sportliche Leistung aber jemand der in jungen Jahren einen festen Wohnsitz im kapitalistischen Ausland hat brauch mir von DDR usw. nichts erzählen.
    Katharina Witt... die war ja sowas von weit entfernt von der Basis mit ihren Privilegien, die sie von Staats wegen bekam, daß es mich immer geärgert hat, warum die zu diesen Shows dauernd eingeladen wird - und keine stinknormalen Ex-DDR-Bürger, die wirklich den DDR-Alltag erlebt haben.
    Das wäre interessant gewesen, und nicht die Prominenten.

    Die DDR habe ich in den 80ern - und auch sonst - wenig erlebt. Wir hatten zwar Ost-Verwandte, aber der Kontakt war nahezu nicht vorhanden. Erst, als von meines Vaters Seite aus im Westen 1988 ein Familientreffen veranstaltet wurde, lebte der Kontakt wieder auf.
    Es folgten Besuche, und im Juli 1989 war auch ich einmal mit von der Partie. Es war schön, aber auch sehr bedrückend, denn die Verwandten hoben einen als West-Verwandtschaft so unnötig und ungerechtfertigt in den Himmel - für sie waren wir offensichtlich etwas Besonderes. Das war mir unangenehm. Wir durchbummelten auch naheliegende Städte, und immer, wenn einem was gefiel, wollten die Verwandten es einem gleich kaufen und schenken. Doch das wollte ich gar nicht.
    Was mir bei dieser kurzen Reise (3, 4 Tage) aber keinesfalls verborgen blieb, war der besondere Zusammenhalt unter den Menschen dort. Es war sehr schön und herzlich, mit den Verwandten abends zu feiern und zu klönen, mit ihnen auf einen Wernesgrüner Pilsator in die nächste HO-Gaststätte zu gehen.

    Es war für mich damals wie eine Reise in eine andere Welt, die deutsch wie wir und doch so ganz anders war. Eine Welt, die mich aber auch bedrückt hatte - wieder auf westdeutschem Boden, ging ich gleich nach der Ankunft in einem Supermarkt und sog das Westliche darin richtig in mich auf. Nie zuvor hatte ich einen heimischen Supermarkt als so vertraut, so nahe empfunden. Ich war so froh, wieder zu Hause zu sein, obgleich es mir bei meinen Verwandten auch sehr gefallen hatte. Doch dort empfand ich alles so muffig, so in den - sagen wir mal - 60ern zurückgeblieben, so grau - auch wenn ich es andererseits sehr interessant fand und sehr neugierig auf alles dort war.

  2.  
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  3. #202
    Benutzerbild von Babooshka

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    Impis neuester Suchthread hat mich auf den Gedanken gebracht: Früher in der DDR waren, wie auch im Westen, bestimmte Vornamen sehr IN. Einer der beliebtesten männlichen Vornamen muss Steffen gewesen sein, ich kenne alleine drei Steffens aus "der Zone". Für Mädchen, denke ich, waren französische Vornamen beliebt: Monique, Angelique, Aline...

    Wie sah die Vornamens-Hitliste früher in der DDR aus?

  4. #203
    Benutzerbild von röschmich

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    So neu war Impis Suchaufruf nun auch nicht. Nur so nebenbei.
    Interessant wäre das schon mal die beliebtesten Vornamen in Ost und Westdeutschland zu vergleichen, obwohl ich denke, dass es da keine großen Unterschiede geben wird. So groß war ja die Freundschaft zur Sowjetunion auch nicht, das jeder dritte Russennamen hatte.
    Namen sind ja auch jährlich unterschiedlich beliebt gewesen.
    Viele meiner gleichaltrigen Kumpels heißen Thomas, Heike und Petra waren auch sehr beliebt. Michael gibt es außer mir auch viele.

  5. #204
    Benutzerbild von Babooshka

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    Aber soweit ich weiß, hat es in der DDR schon gewisse Namensvorlieben gegeben, oder? Wie gesagt, Steffen ist schon auffällig; ich habe in meinem Leben nur einen einzigen Wessi-Steffen kennen gelernt, ansonsten nur Stefans. Und auch das mit den französischen Namen habe ich mal von wem erzählt bekommen, ich glaube sogar, von einem der Steffens. In Westdeutschland beschränkte sich das auf Yvonne und Nicole, allenfalls noch Jacqueline. Aber "drüben"?

  6. #205
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich denke so schnell kann man die Frage nicht beantworten. Steffen kenne ich eigentlich auch viele, habe mir aber nie darum Gedanken gemacht, liegt sicherlich daran, dass ich nicht auf Männer stehe.
    Aber ich denke es haben sich schon mehrererere Wissenschaftler damit befasst. Irgendetwas wird da sicherlich in den unentlichen Weiten des Internets zu finden sein.

  7. #206
    Benutzerbild von waschbaer

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    Also ich finde Ronny und Rico sind typische "Ost"-Vornamen, die man im "Westen" damals so gut wie nie gehört hat. Bei den Mädchen finde ich Katleen einen solchen Namen, der mir im damaligen Westen nie untergekommen ist. Als ich auf Schüleraustausch in der DDR war, haben wir auch dort auch Kontakt mit mehreren Jugendlichen gehabt und diese drei Namen (die ich im Westen so noch nicht gehört hatte) vielen mir häufig auf.

  8. #207
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Ich kenne weder einen Rico persönlich noch einen Ronny oder eine Katleen. Tja...

  9. #208
    Benutzerbild von röschmich

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    einen Rico kenne ich auch nicht persönlich. Aber einen gleichnamigen Titel von Holler (ganz klasse!) Der ist aber Hamburger.
    Warscheinlich ist die Namensbeliebtheit örtlich sehr unterschiedlich, ganz abgesehen von Ost/West vielleicht auch Nord/Süd

  10. #209
    Benutzerbild von waschbaer

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    Witzig. Ich hatte eine Ronny als Brieffreund, dessen Bruder Rico hieß. Und kurz nach der Wende zwei Mädels aus dem "Ex-Osten" kennengelernt, die beide Katleen hießen. That´s what I call a mixed up world.

  11. #210
    Benutzerbild von Muggi

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    Neben Ronny und Rico gelten noch Mandy und Maik [sic!] als typisch ostdeutsch...