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Die 80er in der DDR

Erstellt von bubu, 05.02.2003, 20:22 Uhr · 359 Antworten · 59.463 Aufrufe

  1. #281
    Benutzerbild von Soundfeile

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    AW: Die 80er in der DDR

    Muss man zu diesem Schwachsinn noch etwas sagen?

    Na ja, sagt Schulz, der Hass gegen den BFC hat sich natürlich jedes Jahr gesteigert. In Aue, Böhlen, Zwickau gab's vielleicht monatelang keine Apfelsinen, und wir kommen aus Berlin und sitzen nach dem Auswärtssieg im Bus und packen die Verpflegung aus, da sind die Leute dort natürlich ausgeflippt.
    Da ist man schon immer freudig hingefahren, weil man wusste: Gleich bläken sie wieder Stasi-Sau. Das hat uns motiviert.
    Ich hab all die Jahre diesen miesen BFC erlebt. Da können sich die Rudwaleits, Dolls und Thoms noch so toll vorkommen, aber glauben sie wirklich, sie hätten ihre Titel mit ehrlichem Fußball gewonnen? Fußballspielen konnten sie auch und vielleicht hätten sie es auch gar nicht nötig gehabt, aber es ist und bleibt ein Fakt: Die Triumphe des BFC kamen auf anderer Ebene zustande. Im Europapokal hat man dann gesehen, welche Vereine in der DDR die Fahnen hoch halten konnten. Ganz sicher nicht dieser BFC, denn da konnte auch der "Ich liebe euch doch alle" nichts ausrichten. Was war denn da auf einmal los mit den arroganten Apfelsinenfressern? Sportliche Nullen unterm Strich.

    Aber auch nach der Wende gab es solche sportliche Nullen, die nur etwas brachten, wenn Politiker und Schiedsrichter Pate standen.

    Überraschend enthüllte der „Navigator“ zudem, dass ihm Hoyzer zuvor im angetrunkenen Zustand erzählt habe, schon Monate vor der ersten gemeinsamen Manipulation für ein Spiel des Chemnitzer FC gegen den FC Sachsen Leipzig Geld geboten bekommen zu haben. 5 000 Euro sollen Hoyzer demnach im November 2003 für einen Sieg der Leipziger, für die sein Vater Peter Hoyzer damals als Mannschaftsbetreuer arbeitete, angeboten worden sein.
    Quelle

    Die Serie an Betrugsvorfällen in der Oberliga der Neuzeit hat in Leipzig bis in die heutigen Tage seine Spuren hinterlassen. Damals haben alle Verbände weggesehen oder ist irgendein Kopf gerollt? Ganz offiziell rief der damalige Sportfuzzi im Rathaus, Tschense*, 2003 das Rattenrennen aus, um dem Sieger städtische Dienste zu legitimieren. Der Sieger hieß Sachsen Leipzig. Eine stümperhafte, mittelmäßige und viel zu schwache Truppe, wurde zum Aufstieg nach oben gemauschelt. Der Gegenpart, der VfB wurde sogar gänzlich gestreckt. Erst als Fragen aufkamen, verschwanden alle nach und nach. Tschense*, Tiefensee, Rocca, Hoyzer Senior und wie sie alle hießen. Auslöser war das Auffliegen von Hoyzer Junior, der vom Erfolg getragen immer mehr durchdrehte. Wie gesagt, alle haben zugesehen. Kein Reichenbach oder Moldenhauer haben auch nur Ansatzweise gezuckt. Kein MDR, hat mal seine aufgezeichneten Spiele in Frage gestellt. Warum auch, dort hatte ja Winfried Mohren das sagen. Auch einer, der weg ist und wo verdient er heute seine Brötchen?
    Kölmels Adlatus Otto Schlörb hat Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren als freien Mitarbeiter für die Vermarktung des Businessbereichs geholt
    Entschuldigt den Sprung in die fast aktuelle Zeit, aber man kann da wunderbar Parallelen ziehen. Auch das Fernsehen der DDR hat natürlich keinen Mux von sich gegeben. Alle haben schön geduckt und gekuscht. Wie viele Jahre wurde in Erfurt, Magdeburg, Halle, quasi überall, der BFC zum Sieg geschoben? Die Volksseele kochte überall, aber in Berlin saßen Einige und erlabten sich an diesem Zustand. Sie bewundern sich noch heute, siehe Schulze.
    Der Hallenser Frank Pastor hat damals diesen Elfmeter für seine Berliner Stasifreunde verwandelt. Absolut ekelhaft sein Jubel. So was vergisst man nicht.



    * Das Parodoxe ist, das Holger Tschense auch Verantwortlicher für Ordnung und Sicherheit in Leipzig war. Solch eine Aufgabe hatte ja auch Erich Mielke in der DDR. Wahrscheinlich bekommt das manchen Menschen nicht so richtig, denn auch Tschense stürtzte quasi über seine eigene Aufgabe.

  2.  
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  3. #282
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von Soundfeile Beitrag anzeigen
    Im Europapokal hat man dann gesehen, welche Vereine in der DDR die Fahnen hoch halten konnten. Ganz sicher nicht dieser BFC, denn da konnte auch der "Ich liebe euch doch alle" nichts ausrichten. Was war denn da auf einmal los mit den arroganten Apfelsinenfressern? Sportliche Nullen unterm Strich.
    Als der BFC 1989 nach seinem 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen (unter Einfluß von Amphetaminen, wie man heute weiß) im Rückspiel mit 5:0 unterging, war im Lande Party...

    Warum auch, dort hatte ja Winfried Mohren das sagen. Auch einer, der weg ist und wo verdient er heute seine Brötchen?
    Ach, der leistet doch bald Herrm Emig im Knast Gesellschaft...

  4. #283
    Benutzerbild von Soundfeile

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    AW: Die 80er in der DDR

    Bei uns ist gerade dazu ein damaliger DDR-Presseartikel aufgetaucht. Ein Hauch von Pressefreiheit, denn das war schon sehr mutig


  5. #284
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Die 80er in der DDR

    Erstaunlicher Artikel, danke!

  6. #285
    Benutzerbild von imperium22

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    Irgendwer hat mich hier vor Jahren Angegriffen was ich als Pionier schon mitbekommen habe. Sagte ich das ich viel mitbekommen habe richtig?
    Aber man kann sich später wenn man nicht mehr ein junger Hüpfer ist Bilden.
    Ich weiß das egal ob DDR oder Westen wenn du Normal denkst egal welche Zeit also wie es der Standart ist zu der Zeit nix ist.
    Wenn du aber aus dem Rahmen fällst im Denken oder Handeln weil du vielleicht Indivudalist bist und von er Norm Abweichen willst hast du es ganz schwer.

    Und da ist es egal welches System das ist.
    Wenn du Staatsbürgerkunde nicht dahinter stehst oder schlecht warst haste schlechte Chancen gehabt bei allen heute ist das bei Wirtschaft so als Fach oder Soziaialkunde.

    Und Thema Mauer hoho! Freiheit HOHO.
    Es gibt zwei Extreme! Die einen haben kein Geld um sich die Welt anzuschauen und B die anderen sagen warum soll ich wo anders hin Fahren (Natzionalisten?) also kein Interesse für andere Kulturen und Länder weil Sie der Meinung sind Ihr eigenes Land ist das beste.

    Heißt legt man Freiheit mit Geld fest das nur der Frei ist der es hat (nicht meine Denkweise) so sind nur die Gesunden Frei die das Geld sich Erarbeiten können also ein Job haben aber muss noch ein gut bezahlter sein denn auch nicht viele haben.

    Meinung heute damals!
    Damals hat man Probleme bekommen vom Staat
    Heute A es interessiert keinen also was bringt dann die Freiheit oder B wenn zu Krass dann auch Knast (Natzis)
    Und mein Dad ist Staatsfeind der DDR.
    Soviel dazu das man nix sagen kann.
    Nur muss man mit den Folgen Rechnen wenn man es tut.
    Und nicht naiv sein passiert nix.
    Heute ist das nicht so aber fliegst aus dem Job heißt da interessiert meist auch nicht was du zu sagen hast oder was du für besser hälst.

    Zum Thema Musik
    Hat noch jemand Aufnahmen von dem was im Radio kamm aus der DDR
    Zu Schlagerstunde oder wie das hieß LG Andre

    Ich war nen Pionier mit viel Tadeln also nicht einer der sich ega Unterordnete wie andere die nix sagten

    Freiheit Funktioniert gar nicht in einer Welt wo alle zusammen Leben
    Auch so ist man von vielen Sachen Abhängig die man gar nicht Frei wählen kann
    Und wo kommt die Meinung her? Auch unfrei aus Büchern die man in der Schule lernt oder das was man von den Eltern mitbekommt oder der Familie
    HOHO

    Freiheit kann man sich auch nehmen aber dann schadet man jemand anders dem das nicht gefällt also ist der unfrei

    Hat jemand die Inka Schritte LP super erhalten da??????
    Cover, Hülle Platte?
    Sowie Muck die Sekunde der Ewigkeit LP und Andreas Holm Quartett Single 80s oder Report QS 80s oder Metropel QS 80s oder Tina Taktgefühl Single?
    Die fehlen mir immer nocht.) Wenn ja melden Lg andre

    Freiheit hat man heute vielleicht mehr Aber interessiert keinen.
    Denn bei uns herrscht kein Volk wie das ne Demokratie sein müsste.
    Wir haben einfach so ne Abwasseranlage bekommen ohne das jemand fragte obwohl wir Klehrgruppen haben.
    Dann wollten die Geld aber nur von den Häuser Bauern weil die Abhängig sind und Erpressbar.
    Ahnhand der Grundstücksgröße. Mein Dad war der einzigste der das Geld nicht zahlen musste aber nur weil er Gesund ist und Geld verdient und Klagen konnte.
    Und nicht alles mitmacht wie zu DDR Zeiten auch
    Das böse daran das man nur Geld von den Häusle Bauern wollte obwohl auch andere Ihre Abwasser darein leiten zb die großen Firmen wie Coca Cola usw.


    Aber warum rege ich mich auf die Leute wählen ja CDU in Massen weil Sie noch an die Schein Demokratie glauben
    Demokratie =Volksherrschaft. Welches Volk herrscht heute und über wenn?
    Das Kapital herrscht und die Wirtschaft aber kein Volk

    So gut nun.
    LG Andre

    Mein Freund Dirki hatte damals Probleme als er einen Englischen Club Gründen wollte zu DDR Zeiten.
    Weiß also auch welche Probleme es da gab
    Wenn jemand sagt weiß nix.)
    Lg andre
    Aber er wusste nicht mehr genau warum das so schwer war wegen dem Englischen Name ????? Oder anderen Dingen?

    Heißt es sagt heute keiner mehr was weil er Angst hat ein Job zu verlieren der sehr Rare heute ist. und lassen alles mit sich machen egal an welche Körperlichen Grenzen das geht und wie Geistisch man kapput geht oder wie krank man wird und ist.
    LG Andre

    /watch?v=AqTkZUi-99g

  7. #286
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Die 80er in der DDR

    Ich habe soeben auf PHOENIX (wenn auch leider nur die letzten 30 Minuten) eine wirklich tolle Doku über die Underground-Modemacher- und Kleinhändlerszene in der DDR gesehen. Glücklicherweise wird sie am Samstag um 9.45 auf dem gleichen Sender wiederholt. Hier die Seite zur Doku vom produzierenden Sender RBB (einige Videoausschnitte inklusive):

    http://www.rbb-online.de/_/doku/beit...y=8026985.html

  8. #287
    Benutzerbild von musicola

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    Zonen-Gaby packt aus



    Wer ist eigentlich die Frau, die uns vor genau 20 Jahren als "Zonen-Gaby" auf dem Titanic-Titel erfreute? Ein Geheimtreffen in Worms.

    Hier geht's weiter!

    Nachtrag: [ame]http://www.myvideo.de/watch/24375/Zonen_Gaby[/ame]

  9. #288
    Benutzerbild von Christoph

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    AW: Die 80er in der DDR

    Jedesmal wenn ich dieses Bild sehe, liege ich um vor Lachen!!! Dieses Bild ist fast schon liebevoll überdreht! Der Artikel aus der Süddeutschen ist interessant, irgendwoher wußte ich aber, daß Zonen-Gaby ganz sicher nicht auss der Zone war. Auch schön der Zusatz "... im Glück (BRD)". Zum Brüllen!

  10. #289
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Zonen-Gaby packt aus

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen


    Wer ist eigentlich die Frau, die uns vor genau 20 Jahren als "Zonen-Gaby" auf dem Titanic-Titel erfreute? Ein Geheimtreffen in Worms.

    Hier geht's weiter!

    Nachtrag: [ame]http://www.myvideo.de/watch/24375/Zonen_Gaby[/ame]

    *grööhl*

    Lutz

  11. #290
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von JensMJ Beitrag anzeigen
    Ich bin auch in der Zone aufgewachsen und ich vergleiche es heute gerne mit einem Knast.
    Drinnen andere Welt als draussen, wer abhauen will muss damit rechnen erschossen zu werden. Im Knast gibt es auch alles für viel Geld. Jahre später sagen die Leute die im Knast waren: "Na so schlimm war es auch nicht. Wir hatten immer zu Essen und brauchten uns um nichts kümmern."
    Es ist klar das ein Mensch der 40 Jahre verlernt hat sich Sorgen um sein Leben zu machen das irgendwann nicht mehr kann.
    Und Oma und Opa sagen im Nachhinein auch heute noch "So schlecht war es damals ja nicht."
    Wer immer schön geradeaus geht wird vielleicht sogar mal Wärter.

    Ihr denkt das ist zu hart?
    Bei mir in der Schule wurde jemand nach Hause geschickt weil er sich die Haare wie Limahl blond gefärbt hatte. Seine Mutter wurde von der Arbeit abgeholt und zur Schule gebracht.
    Eine Mitschülerin die in der Kirche war, und weder bei den Pionieren noch bei der FDJ, war Freiwild für übelste Scherze von Lehrern im Unterricht.
    Ich selber bin ein halbes Jahr nicht mehr in den Jugendclub reingekommen weil ich mit zerschnittenen Jeans reinwollte.
    In der Schule bekam ich einen Tadel weil ich bei einem Mitschüler zu Hause den Fernseher auf Westfernsehen eingestellt hatte. Offiziell waren seine Eltern beim "Zoll".

    Alles was ihr als schöne Sachen in der Zone beschreibt waren nur schön weil der Staat da noch keinen Einfluss drauf hatte.
    Wenn er es gekonnt hätte, dann hätte er es auch gemacht. Lies mal in eine Stasiakte was für ein Unsinn da alles als wichtig notiert wurde.

    Ich lese gerade die hervorragende 80s Ausgabe vom Mag 11 Freunde. Und was ich da zum Thema Stasi gefunden habe hat mich schockiert. Ich wusste nicht, daß der Arm der Stasi so weit rüber in die BR Deutschland reichte.



    -snip-

    Herr Berger, Otto Rehhagel hat Sie 1983 erst nach Informationen über Lok Leipzig ausfragt und anschließend zum Dank ins Weserstadion eingeladen. Sie lehnten ab. Warum?

    Ich hätte mich damit zur Zielscheibe für die Stasi gemacht. So offensiv wollte ich mich dem DDR-System nicht präsentieren.

    (...)

    Selbst meine Frau, die ich ja im Westen kennen gelernt hatte, hat mich manchmal gefragt:»Jörg, leidest du schon unter Verfolgungswahn?« Später hat sie sich dafür entschuldigt. Sie haben sich insgesamt also sehr bedeckt gehalten?
    Ich habe es zumindest immer versucht. Anders als Lutz Eigendorf, der sich sehr provokant inszeniert hat.

    Er hat dieses schicksalhafte Interview für »Kennzeichen D« direkt vor der Berliner Mauer gegeben, im Hintergrund sah man das Stadion vom BFC. Ich war einen Tag vorher da und sollte mich ebenfalls vor der Mauer befragen lassen. »Das könnt ihr gleich wieder vergessen«, habe ich gesagt. Lutz hat es gemacht. Das war quasi eine Aufforderung an alle Ost-Fußballer: Folgt mir in die Freiheit! Ich habe ihn gewarnt: »Lutz, so kannst du die nicht weiter provozieren, sonst bekommst du irgendwann einen Knüppel auf den Kopf!«

    (...)

    Als Eigendorf starb, haben Sie gleich gedacht: Das war Mord?

    Sofort. Ich war im Stadion, als in der zeit ein Journalist zu mir kommt und »Jörg, der Eigendorf ist tot.« Ich »Wie und wo?« - »Mit dem Auto. In Braunschweig.« Danach habe ich zu m Frau gesagt: »Jetzt muss ich noch aufpassen. Denen ist alles zuzutrauWas haben Sie konkret unternommen?
    Mein Auto häufiger warten lassen.
    (...)

    1986 bekamen Sie keinen Knüppel auf den Kopf, sondern wurden vergiftet.

    Ich war inzwischen Trainer bei Hessen Kassel und litt plötzlich unter Lähmungen.
    Zuerst wurde der Fuß taub, dann das Bein und die Hände. Alles war wie abgestorben. Vermutlich eine Schwermetall-Vergiftung, irgendwas wurde mir auf jeden Fall ins Essen getan.

    -snap-




    Lutz