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Die 80er in der DDR

Erstellt von bubu, 05.02.2003, 20:22 Uhr · 359 Antworten · 59.565 Aufrufe

  1. #331
    Benutzerbild von Soundfeile

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    Re: Die 80er in der DDR

    Dazu kann ich nichts sagen. Was das älteste noch existierende deutsche Plattenlabel betrifft, kann ich mich auch nur auf wahrgenommene Aussagen vor 5 Jahren von Frank Eberlein zum 60sten von Amiga beziehen. Er hatte damals ne Sendung dazu gemacht und unter anderem den Amiga-Chef Jörg Stempel interviewt. Ich hab's also lediglich, mit der Hoffnung auf Wahrheitsgehalt, nachgeplappert.

  2.  
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  3. #332
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht, wie es euch geht - mir kommt das Forum hier schon sehr auf Westdeutschland fixiert vor.
    Na dann



    Für mich ganz witzig, weil ich daaamals (TM) relativ kurz nach der Wende öfter mal mit meinem "Turbo Golf" genau über die gezeigten Strassen (aber nicht durch den Wald *g*) Richtung Berlin Ost gebrettert bin (und die Umgebung sah da auch noch nicht wesentlich besser - äh - anders aus)...

    Und der Clip hier darf natürlich auch nicht fehlen *g*

    Wie sah es autotechnisch bei euch im Osten daaamals (TM) in den 80s aus?

  4. #333
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von JensMJ Beitrag anzeigen
    Hallo
    Hmm mal sehen was ich noch für Erinnerungen hinbekomme.
    Schlange stehen war immer aktuell. Aber nicht so häufig wie man denkt. Dafür gab es die Sachen, nach denen sich anzustellen lohnte, einfach zu selten. Vor allem Schuhe und modische Kleidung. Es gab ja nicht diese Massen von Geschäften sondern nur so knapp 10 Adressen in Berlin wo es sich lohnte. Gute Schuhe haben ab 200 Mark gekostet, bei mir bei knapp 800 Mark Lohn.
    Es war immer wichtig jemanden zu kennen der in einem Exquisit oder Jugendmode Laden arbeitete. Der konnte dir dann sagen das es ab dem soundsovielten das und das gab. Einkaufen während der Arbeitszeit war daher ein Muss. Ich kann mich noch erinnern wie eines Tages ein Fahrer in die Werkstatt kam und rief: "In der Kaufhalle daundda gibt es Goldbrand." Da sind alle in die Autos und los gings. Goldbrand war besserer Weinbrand als der normale.

    Brot und tägliche Lebensmitte gab es immer. Gehungert hat unter Garantie keiner. Fleisch war etwas schwieriger. Die Verkäuferinnnen brauchten die Lieferungen meisstens garnicht erst auspacken, sondern die wurden ihnen so aus den Grosspackungen gerissen und in den Wagen geworfen. Also abgepacktes Fleisch wie man es auch heute kennt. In Bezug auf Versorgungsfragen war Kritik kein Tabu. Offiziell war ja auch die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Konsumgütern ein gerngehörtes Schlagwort.

    Von den Leuten die ich kenne und die ihre Stasiakte geleen haben, waren die meissten enttäuscht. Es sind alle Klarnamen geschwärzt und auch alle Abschnitte die Beziehungen zu anderen Stasiakten enthalten. Man muss also ein sehr gutes Gedächtnis haben um zu entschlüsseln wer der und der IM war. Man kann aber sagen das jeder der seine Akte liest danach mindestens 2 oder 3 Leute kennt die in seinem Umfeld als Im gearbeitet haben.

    Das mit der Schule und den 1ern ist natürlich Unsinn. Die Leistungen waren genauso durchschinttlich wie sie auch heute sind. Interessant ist allerdings das es nur festgelegte Plätze für das Abitur und Studium gab. In unserer Klassenstufe waren das 6 Plätze für 60 Schüler in 2 Klassen a 30 Schüler. Da in der Parallelklasse sich 5 Leute für eine Karriere bei NVA und Polizei entschieden hatten, blieb bei uns ein Platz übrig. Den hat eine Schülerin bekommen die alles 1 und nur eine 3 in Sport hatte. Der Rest wurde auf die Produktion verteilt.
    Mein Gespräch beim Berufsberater verlief so: "Was wollen sie denn werden? Ach ja? Hmmm. Hier ist noch eine Stelle frei. Sie werden Monteur."

    Ich empfehle immer neben dem bekannten "Sonnenallee" auch den Film "Helden wie wir". Er mag überzeichnet erscheinen, spiegelt aber die DDR Wirklichkeit bestens wieder.

    Gruß MJ
    Ich hab Sonnenallee gestern auch endlich mal gesehen.

    Was sagen die anderen Ossis hier? Gibt Sonnenallee die "DDR" (*g*) Wirklichkeit tatsächlich so gut wieder?


    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Oh ja, Helden wie wir und Sonnenallee, wunderbare Filme! Vor allem bei dem Buch Helden wie wir habe ich herzhaft gelacht. Bei Sonnenallee fand ich es witzig, wie die Wessis über die Mauer geguckt haben, "kiek mal, echte Ossis"
    War das eigentlich realistisch dargestellt? Konnte man an der Stelle vom Westen wirklich so gut in die Sonnenallee rüberschauen?

  5. #334
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Ich hab Sonnenallee gestern auch endlich mal gesehen.
    Was sagen die anderen Ossis hier? Gibt Sonnenallee die "DDR" (*g*) Wirklichkeit tatsächlich so gut wieder?
    Viele gehen wohl mit falschen Erwartungen an die "Sonnenallee" heran. Das ist kein DDR-Dokumentarfilm, sondern stellt eine extrem satirische Betrachtungsweise dar. Viele Ossis jammerten nach dem Sehen des Streifens wieder rum: "Äh, so war das damals doch gar nicht...." Die haben wohl die Definition von Satire wohl nicht ganz verstanden.
    Natürlich gab es bspw. keinen MUFUTI (Multifunktionstisch), dafür aber jede Menge andere absurde Abkürzungen.
    Sprelacart: Das waren Kunstharzplatten, die meistens für Küchenmöbel verwendet wurden.
    Dieses Wortkonstrukt ergibt sich aus: Spremberg, Laminat & Carton.
    Weitere Kunstworte waren u.a. noch Dederon oder Malimo. Also alles irgendwelche Bezeichnungen für DDR-Produkte, die dadurch wahrscheinlich eine besondere Identität erlangen sollten.
    Und auf dieses sollte der MUFUTI überspitzt hinweisen.
    Der Onkel aus dem Westen schmuggelte auch immer Sachen, die man natürlich im realen Leben problemlos über die Grenze bekam (Nylonstrümpfe, Unterwäsche). Natürlich ballerte auch kein VP-Offizier in einer Disko mit seiner Dienstwaffe herum.
    Nochmal: Es ist von Anfang bis Ende reine Satire, in dem natürlich immer ein Funken Wahrheit enthalten ist.
    Wenn man dies nicht erkennt und stattdessen wieder zum Jammer-Ossi mutiert und DDR-Wahrheitsfälschung anprangert, dem ist echt nicht mehr zu helfen.

  6. #335
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die 80er in der DDR

    Sonnenallee

    Zitat Zitat von brandbrief Beitrag anzeigen
    Es ist von Anfang bis Ende reine Satire, in dem natürlich immer ein Funken Wahrheit enthalten ist.
    Wenn man dies nicht erkennt und stattdessen wieder zum Jammer-Ossi mutiert und DDR-Wahrheitsfälschung anprangert, dem ist echt nicht mehr zu helfen.
    Wen meinst Du denn mit "Jammer-Ossi"? In diesem Thread ist mir beim kurzen Überfliegen diesbezüglich nichts aufgefallen...

  7. #336
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Wen meinst Du denn mit "Jammer-Ossi"? In diesem Thread ist mir beim kurzen Überfliegen diesbezüglich nichts aufgefallen...
    Ich bezog mich ja nicht auf diesen Thread. Mir sind diese "So war's gar nicht"-Aussagen besonders aufgefallen, als der Film in die Kinos kam.
    Um auf deine Frage zurückzukommen: Wenn man die überspitzten Darstellungen abflacht, dann stellt er das DDR-Leben recht gut dar.
    Die Klamotten (diese häßlichen DDR-Lederturnschuhe), der Zeitungskiosk, die Uniformen, Möbel etc. sind extrem authentisch dargestellt. Auch der leiernde Kassettenrecorder ist natürlich übertrieben. Aber die Teile waren andererseits auch wirklich keine technische Meisterleistung. Und so ziehen sich diese Spitzen eben durch den gesamten Film.
    Vielleicht fühlten sich einige Ossis auch beleidigt oder gar gedemütigt. Das kann dann aber nur an mangelnder Selbstreflektion liegen.

  8. #337
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von brandbrief Beitrag anzeigen
    Vielleicht fühlten sich einige Ossis auch beleidigt oder gar gedemütigt. Das kann dann aber nur an mangelnder Selbstreflektion liegen.
    BTW: Bist Du in der "DDR" (*g*) aufgewachsen?

    Edit: Ich hab mich noch nicht durch den ganzen Thread gewühlt - war Ede schon Thema? Wie ist er bei euch in der "DDR" (*g*) daaamals (TM) angekommen?
    Als Witzfigur? Als etwas sehr verblendeter Kämpfer? Er hatte recht?

    Hier kam er eher als Wadenbeißer Witzfigur rüber...

    Seine letzte Sendung:




    BTW: Hier mehr zu Sonnenallee...

    ...z.Z. in meinem DVD-Player (auf der Festplatte/dem USB-Stick, etc *g*)...

  9. #338
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Die 80er in der DDR

    ich habe in den 80gern in der Regel einen großen Teil meines Jahresurlaubes in der Deutschen Demokratischen Republik verbracht,da ich reichlich Verwandschaft im damaligen Bezirk Neubrandenburg -heute auf dem Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern- habe.
    die sogenannte Mecklenburger Schweiz ist landschaftlich reizvoll-meine Großeltern lebten auf dem Dorf und besaßen u.a. einen Garten,wo Obst und Gemüse für den Eigenbedarf angebaut wurde-meine Großeltern hielten auch Hühner und Schweine.
    360107363221.jpgdie erste Inka-LP bekam ich in den 80gern von einer meiner Cousinen geschenkt und besitze sie noch heute.
    ich höre die Lieder ihrer ersten LP auch heute noch gern-auch Veronika Fischer hat tolle LP´s abgeliefert,die leider viel zu wenig Beachtung finden.
    Kassettenrecorder waren eher Luxusartikel und relativ teuer-die Kassetten stammten von der Firma ORWO.
    auch sogenannte Heimcomputer gab es-den Robotron,den ich persönlich aber nie zu Gesicht bekam.
    gut in Erinnerung habe ich auch den Geschmack der Star-Cola,seinerzeit mit einem lilafarbenen Etikett versehen.
    Kondenzmilch hat seinerzeit die Molkerei Naschkatze hergestellt,für glatte Haut Florena und für die perfekte Rasur den Bebo-Scher (ich meine,der wurde von Bergmann-Borsig produziert)
    von meiner Tante bekam ich reichlich Bücher geschenkt,von denen mir spontan die beiden Bände "die Abenteuer des Werner Holt" in Erinnerung geblieben sind-eventuell kennt ja auch jemand hier die sogenannte "Kummerow-Trilogie" (die Heiden von Kummerow,die Gerechten von Kummerow,die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer).

    mit den Begriffen O... und W.... kann ich nix anfangen,da ich mich in beiden Staaten aufgehalten habe und mir diese Begriffe ebenso auf den Wecker gehen wie diese blöde Abkürzung in Anführungszeichen des Springer-Verlages.

  10. #339
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die 80er in der DDR

    Zitat Zitat von Kuddel Daddeldu Beitrag anzeigen
    mit den Begriffen O... und W.... kann ich nix anfangen,da ich mich in beiden Staaten aufgehalten habe und mir diese Begriffe ebenso auf den Wecker gehen wie diese blöde Abkürzung in Anführungszeichen des Springer-Verlages.
    Ich bin wahrlich kein Freund von Springer, aber demokatisch war in dieser Republik nicht viel - darum waren die
    Anführungszeichen IMO nicht völlig unpassend...

    BTW: Das NVA Helmdesign (Prototyp der nicht mehr zum Einsatz kam) und manch anderes hatte die "DDR" (scnr) übrigens gleich von der Wehrmacht übernommen...


  11. #340
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Die 80er in der DDR

    das Propaganda-und Schmierblatt mit den vier Buchstaben hat-wenn ich da richtig informiert bin-die Anführungszeichen benutzt,da es um die Anerkennung der Deutschen Demokratischen Republik als souveränen Staat ging und man damit im Hause Springer nicht einverstanden war.
    gut fand ich,daß man Onkel (Maurer) und meine Tante (Zahnärztin) besoldungstechnisch gleichgestellt waren,da gab es keine großen Geld und Neid-debatten a la "ich verdiene mehr als Du,denn ich bin besser als Du"
    es gab Vollbeschäftigung und Kinderhorte-Wohnungen konnte man schon ab 40 M mieten,Grundnahrungsmittel waren subventioniert.
    sind doch alles gute Errungenschaften gewesen,wie ich finde.

    @Lutz: wäre echt cool von Dir,wenn Du diesen Springer-Mist mit den Anführungszeichen weglassen könntest,dat nervt (zumindest mich)
    soweit ich mich erinnere,war diese Zeitung das einzige Blatt,welches die Deutsche Demokratische Republik mit Anführungszeichen versah-und das ging mir schon in den 80gern auffn Senkel.