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Die 80er in der DDR

Erstellt von bubu, 05.02.2003, 20:22 Uhr · 359 Antworten · 59.527 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von imperium22

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    dj.forklift

    Wieso das Schach spielen habe ich ab dem sechsten Lebensjahr gemacht in der DDR im Verein! Da gab es jedes Jahr das Sommerlager. Und das lag immer an der Grenze! Und da durften wir immer rüber. Also es gab keine Probleme!

    Nun mal Beziehungen! Ich finde auch das es früher in der DDR schlimm war aber heute ist es ja nicht mehr aus zu halten. Dieser Punkt ist also meiner Meinung nach schlimmer geworden....

    So schlimm fand ich das gar nicht mit den Fruchtsirup! Das ist doch nix anderes wie der löslische Tee denn es heute in bei den Tscheschen gibt denn man auch mit Wasser trinkt.

    So schlecht hat das nicht geschmeckt.

    Dann gab es immer solche Sachen wie Altstoffe Sammeln usw. Könnt ihr euch an solche Sachen noch erinnern.....

    Mein Leben in der DDR sah so aus in meinen jungen Jahren! Schule gehen dann sehr wenig Hort was auch viele als Zwang nur kannten aber wenn die Mutti da in so ein lustiges Heft Muttiheft geschrieben hat das ich nach der Schule nach Hause gehen darf war das nie ein Problem. Das diente nur damit es beide Seiten wissen. Aber wie gesagt es wurde nie nein dazu gesagt.

    Also da war ich immer 2 Tage im Hort und der Rest war Schach und frei!!!!

    Frei hieß ich durfte machen was ich wollte mit meinen Leuten und alleine. Da hat mir keiner rein gefunkt.
    Also nix mit der ständigen Überwachung. Auch wenn es jeder behauptet.

    Es war auch nicht jeder in der Stasi! Aber viele haben die Urteile noch heute.
    Es ging ja immer damit los! Ach die haben ja schon ein Trabi und wir müssen warten die sind bestimmt bei der Stasi! Oder bei meiner Omi mit dem Telefon!

    Da haben gleich alle gedacht die werden begünstigt da muss ja was faul sein (also Stasi für viele Leute). Aber das es einfach solche Sachen wie Leitung wurde eher da gelegt oder Trabi wurde eher an gemeldet als andere das gemacht haben. Oder man hatte Glück das man denn eher bekamm!!!

    Wie gesagt das war ein Neid vieler und deshalb die Sätze die waren ja in der Stasi. Aber so war es eben auch sehr oft nicht. Das war das oberfläschliche Denken.

    Wir hatten übringes zwei Trabis! Mag sein was ihr da jetzt wieder denkt.
    Ich weiß nur das meine Mutti den geschenkt bekommen hat von Ihrem Vati!

    Somit 2!!! Und nix Stasi!!!

    Naja da bin ich ja gespannt was hier noch so getalkt wird.

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von Italofan

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    dj.forklift meinte sicherlich ob Du mit der Softkelle Schach gespielt hast?

    So kam das zumindestens rüber.

  4. #43
    Benutzerbild von JJ28

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    Italofan postete
    dj.forklift meinte sicherlich ob Du mit der Softkelle Schach gespielt hast?

    So kam das zumindestens rüber.
    Was ist eine Softkelle?
    CU
    JJ

  5. #44
    Benutzerbild von dj.forklift

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    @JJ28

    Ich denke mal, es handelte sich um eine Tischtenniskelle mit weichem Bezug. Oder Beschlag. Oder Belag. Oder wie das auch immer heißen soll.

  6. #45
    Benutzerbild von Italofan

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    Ich hatte früher auch mal so einen Tischtennisschläger, bei dem der Belag andersrum aufgeklebt war. Die Oberfläche hatte deshalb keine Noppen.

    Aber beim Schachspielen hatte die mir nie was genützt, maximal als "Meinungsstimulierer".

  7. #46
    Benutzerbild von JJ28

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    dj.forklift postete
    imperium22 postete


    Ich weiß noch genau wie ich mich über meine erste Softkelle gefreut habe aus dem Westen. .......
    Sag mal Impie, wie spielst Du Schach?
    Das ist heute eigentlich fast noch schlimmer. Meine Tochter hat knapp 40 Bewerbungen Richtung Westen verschickt, Zeugnisdurchschnitt 1,4. Sie bestand die Teste tadellos. Sie wurde dann immer noch zu einem Gespräch eingeldaden und kam dann halt doch nicht an, weil (das haben wir nachgeprüft) Kinder von Betriebsangehörigen den Vorzug bekommen haben. Solche Schweinereien gab es sicherlich auch in der Zone, aber nicht in diesem Ausmaß.
    Also Herr djforklift - das kann ich nicht so recht glauben, dass die Kinder von Angestellten bevorzugt eingestellt werden. Nach meiner Erfahrung trifft es für die Betriebe zu, die zum einen nicht lukrative Berufsausbildungen anbieten, bei denen man auf die Ausdrucksweise der Mitarbeiter nicht sonderlich ankommt. Beispielsweise im GAS-Wasser-Scheiße Bereich, das man auch Heizungs- und Sanitärinstallateur nennt.
    Da gibt es solche "Bevorzugungen". Zum anderen sind es vielleicht auch schlecht zahlende Familienunternehmen, die noch auf sowas Wert legen.
    Ich will allerdings nicht ausschließen, dass manche Unternehmen durch den Betriebsrat und Gewerkschaft derart sabotiert werden, das dem Personalchef die Hände gebunden sind.
    Welcher Unternehmer will den heutzutage noch diese "Vetternwirtschaft" im eigenen Unternehmen?
    Als was hat sie sich den beworben? Welchen Schulabschluss hat sie denn?
    Und bei wem hat ihr euch erkundigt? Sekretärin?
    CU
    JJ

  8. #47
    Benutzerbild von imperium22

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    Ja genau das ist eine Softkelle!

    Der Film Sonnenalle wurde denke ich falsch verstanden! Es ging darum das die Ossis sich über die Wessis mit den Reise Busen lustig machten weil die Wessis ja dachten im Osten haben wir gehungert.

    Das war also ein Scherz der Ossis. Mehr nicht. Kann ich ja nur lachen wir und nix zu Essen....

    Essen war die Grundversorgung Nummer eins in der DDR Jedenfalls hatt keiner gehungert wie das heute in Amerika ist!!!!

    Nun müssen wir also mal Bilanz aus dem ganzen Ziehen! Bringt uns das System soweit wie in Amerika und ist das gut????

    Ich denke nicht! Was sagt Ihr dazu!

  9. #48
    Benutzerbild von stoni

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    @Impi

    Wie alt warst Du,als Du "Rüber" durftest.......mal so kurz über´n Stacheldrahtzauhn und Mienenfeld zumSchachturnier mit den lieben Wessis ?
    Sommerlager an der Grenze ?????? So´n Schwachsinn kannst Du mir nicht verzählen.Allein um jemanden im Grenzgebiet zu besuchen war eine
    Genehmigung nötig.Und Ihr durftet da durch die Gegend spazieren????Das läßt für mich 2 Schlüsse zu.
    1.Die Kiz in dem Lager waren allesamt Kinder von 100% en Staatsknechten
    2.Vielleicht hast Du da was durcheinander gebracht und ihr wart bei den Genossen in Polen ?
    Fakt ist auch,das bei uns auf dem Dorf nur die Post und "spezielle" Genossen
    ein Telefon besaßen.
    Im Sommer gab´s regelmäßig Lieferengpässe bei Eis und Getränken.
    Und alles was Klamottentechnisch in war,war nur über Westverwandschaft zu bekommen.Die sogenannte " Jugendmode " war doch absolut lächerlich.
    OstTV hab ich erst ab Mitte 89 wahrgenommen ,als die große Fluchtwelle
    losging.Das verlogene Gequatsche des DDR TV´s hat doch vorher kein normal denkender freiwillig angeschaut.
    Übrigens muß in Deutschland auch heute niemand hungern.Und wenn ja,dann haben die Suffi´s ihre Soli mal wieder für "härtere" Sachen rausgehauen.

    Gruß Stoni

  10. #49
    Benutzerbild von Babooshka

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    Hechicero, danke für deine beiden interessanten Beiträge! Es war für mich toll von einem zu lesen, der sozusagen hautnah dabei war. Irgendwie standen die Panzer doch wohl auch kampfbereit irgendwo in den Nebenstraßen, habe ich gehört, aber zum äußersten ist es dann doch nicht gekommen. Ja, da können wir bzw. die ehemaligen DDR-Bürger stolz drauf sein!

    Außerdem habe ich deinem Posting entnommen, dass du als Abiturient/angehender Student also zu den wenigen Erlauchten gehörtest, die in die Abiquote kamen? Oder war das bei euch anders als bei Jens? Wie hast du das gemacht?

    DDR-Fernsehen konnten wir Westberliner auch gucken und dort gab es einiges Interessantes für uns. Die Kindersendungen in der Art "Zu Besuch im Märchenland", die russischen und tschechischen Märchenfilme und Professor Flimmrich waren wirklich unschlagbar. Schön auch, dass es das frühere Ostsandmännchen noch gibt. Telelotto guckte ich auch immer sehr gerne Ab und zu lief bei uns auch die Aktuelle Kamera, aber ich war Kind, mich interessierte das nicht und ich verstand auch noch nichts davon. Um Weihnachten rum habe ich zwei alte Nachrichtensendungen gesehen, eine des Westfernsehens und eine Aktuelle Kamera. Da fielen mir dann auch die 4 Töne des "Jingles" (wenn man ihn so nennen kann) plötzlich wieder ein

    Ach, und als Getränk ist mir Apfelmost in Erinnerung. Den gab's damals zum Essen in Oranienburg und hat gut geschmeckt. Apfelbäume wurden ja damals glaube ich massenhaft angebaut.

  11. #50
    Benutzerbild von JJ28

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    hechicero postete


    Unsere ganze Kompanie bestand aus Abiturienten (die Soldaten), alles Leute, die studieren wollten. Natürlich war das Gros auf der Seite der Menge. Unsere Offiziere und Unteroffiziere haben/mußten(?) eine andere Meinung vertreten. Oft waren sie auch nur halb so intelligent (Abgang 7. Klasse war bei Unteroffz nicht selten). Mit denen mußte man auch nicht diskutieren.
    Das mit den Abiturienten ist so ne Sache....
    Ob man 7 oder 13? Jahre lang durch Beamte geprägt wird kann einen Unterschied ausmachen.
    Als Wessi hatte ich meist das Glück, nicht von den zwanghaften verblendeten Knallern unterrichtet zu werden. Es gab sogar engagierte Lehrer, die - wider dem offiziellen Lehrplan - die Weltgeschichte von 1914 bis 1970 uns näherbrachten. Klar, auch mit Jahreszahlen und so.
    Ich hatte allerdings eine Sportlehrerin aus der "Zone". Das war ein Monster! Die Jungs wurden auf Elite getrimmt, während sie in der Oberstufe die Mädchen das Musical Hair gucken ließ. Noten nach Zeit und wie es in den Vorschriften stand. Schlimmer Feger war das.

    Aber zurück zum Thema "Abi" und Intellenz
    Hierzu eine kleine Geschichte:


    In den USA der 60er hat ein gewisser Milgram Experimente zum Thema Gehorsam durchgeführt.
    er konstruierte folgenden Versuch:
    Er schloss eine "Testperson" an Elektroden an, die zu einem Stromstoßschalter mit verstellbarer Voltzahl führten. Dieser Mensch sollte Fragen beantworten und bei einer falschen Antwort als Bestrafung einen Stromstoß erhalten - die Voltzahl wurde mit jeder falschen Antwort um eine Stufe erhöht. Sie Skala reichte von 15 Volt bis 450 Volt; die oberen Bereiche waren sogar mit "Lebensgefahr" gekennzeichnet.
    Die Versuchanordnung war allerdings nur eine Attrappe.
    Soweit zum Versuchsaufbau.

    In Wirklichkeit sollten die Personen getestet werden, die im Beisein einer Autorität - Mensch in weißem Kittel - bei der Bestrafung der "Testperson" dabei zu sein, das Pult mit dem Stromstoßschalter zu bedienen und so die "Erzieherrolle" zu spielen.

    Es wurden für die "Erzieherrolle" mehrere Menschen aus unterschiedlichen Schichten und Bildungsniveaus eingeladen.
    Sie konnten die gestellten Reaktionen der "Testperson" per Lautsprecher hören, nachdem sie diese zuvor kurz kennen lernten.

    Bei einer Versuchsreihe ohne Beeinflussung des "Erziehers" lag der durchschnittliche Maximalschock bei "nur" 82 Volt.

    Bei einer weiteren Versuchsreihe mit Beeinflussung des "Erziehers" durch die Autoritätsperson in Form von aggressiven verbalen Aufforderungen lag der durchschnittliche Maximalschock bei 368 Volt. Von dieser Versuchsreihe verabreichten 62 Prozent den Höchstschock! Wurden die Abiturienten alleine betrachtet, so haben von dieser Gruppe 85 Prozent!!!! den Höchstschock verabreicht.

    Hinweis: Ab einer Spannung von ca 200 Volt beklagte sich die "Testperson", dass sie es nicht mehr aushalten würde und Angst um das Leben hätte.

    **************************************+

    Na? Was sagst dazu?

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