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Die Philosophie der 80er Jahre

Erstellt von Max.Renn, 21.02.2002, 09:37 Uhr · 149 Antworten · 15.907 Aufrufe

  1. #131
    Benutzerbild von Tim45

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    Zitat Zitat von murmel
    in meinem CD-Koffer befinden sich unter anderem folgende bands.
    Ich hab mal die belanglosen weggelöscht ... ;-)
    Beach Boys
    Welche Alben? Bzw., welche Stücke sind Deine Lieblingsstücke?
    Elvis presley
    Anderer Sänger, gleiche Fragen?

  2.  
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  3. #132
    Benutzerbild von bubu

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    Zitat Zitat von Torsten
    Mal nebenbei gefragt: Worin bestand die eigentlich, bzw. was hat sie uns gebracht?
    In nichts.

    Sie war wohl eher Parole denn Programm. Aber alleine diese Tatsache sagt ja schon etwas aus.

    Ich vermute, der Einfluss des Reaganschen Neokonservatismus war direkterer Art.

    Hier ist der Blick auf die Kino- und Fernsehlandschaft der 80er bezeichnend. Nicht nur, dass es keine nennenswerten stilprägenden deutschen Filmemacher á la Fassbinder o.ä. gab - die paar Filme, die in den 80ern in Deutschland gedreht wurden, eiferten Hollywood-Großproduktionen nach (Das Boot, Die unendliche Geschichte, Das Arche-Noah-Prinzip) und waren somit typisch für die Richtung, die Max.Renn richtig beschrieben hat.
    An den deutschen Fernsehserien hingegen kannst du den wiedergekehrten Konservatismus erkennen. Ob Schwarzwaldklinik, Ich heirate eine Familie (meine Lieblingsserie), oder auch die von uns so gern gesehenen Jugendserien wie Patrick Pacard, Timm Thaler, Manni der Libero oder Oliver Maas - in allen spielen Familie (oder familiäre Strukturen), Freundschaft und konservative Werte wie Treue, Fleiß und Aufrichtigkeit eine ganz große Rolle.

  4. #133
    Benutzerbild von bubu

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    Zitat Zitat von DocJones
    die 3 letzteren waren aber ohne jeden zweifel sehr beliebte & daher auch verkaufsträchtige filmfiguren , die einen damals in der regel "wohlig erschauern" ließen !

    Mag sein - aber ich kann für mich sagen, dass sie mich nie "wohlig" erschauern ließen. Allen drei ist auch gemein, dass sie mehr Karikatur waren - was deine These nur bestätigt. Und alle drei hatten Masken, wenn ich mich recht entsinne. Solche Figuren können nie zu (positiven) Stars stilisiert werden, wie Max.Renn behauptet:

    Zitat Zitat von Max.Renn
    Im Horror- und Action-Kino war eine deutliche Abwendung vom "Dreck" zu spüren. Der Serienkiller der 70er, der mit Kettensägen loszog und einfach nur wiederlich war, wurde in den 80ern zum Superhelden stilisiert: Die Friday-the-13th-, Halloween- oder Nightmare-on-Elmstreet-Serien belegen dies deutlich.

    Zitat Zitat von Max.Renn
    Filmisches Töten war kein "Morden" mehr, sondern ein ästhetischer Vorgang, der adäquate Werkzeuge und vor allem stilsicherem Auftreten verlangte.
    Das ist eine hundertprozentige Beschreibung von Hannibal Lecter und somit den 90ern zuzuordnen. Mit zwei Ausnahmen allerdings, die ich nach längerem Nachdenken zumindest halb zugestehen muss: "Manhunter" und "American Psycho".

    Halb deswegen, weil "Manhunter" (= "Roter Drache" = "Blutmond") zwar auf Thomas Harris' 80er-Jahre-Roman basiert und in dem Hannibal Lecter auch schon vorkommt. Die Michael-Mann-Verfilmung von "Manhunter" ist auch ein 80er-Film, dennoch aber ist die Serienkiller-Hauptfigur nicht Lecter und vor allem ist sie kein Held, sondern Opfer (wie übrigens die meisten 80er-Killer (schwierige Kindheit, etc.))

    "American Psycho" ist ein Roman von 1991, der in den 80ern spielt und ja, er ästhetisiert den Akt des Tötens zur Kunstform - doch auch hier entpuppt sich der Akteur letztlich als Opfer, wenn er auch anfangs als Star inszeniert wird bzw. sich selbst inszeniert.

  5. #134
    Benutzerbild von bubu

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    Zum Thema Musikgeschmack und Charakter:

    Jeder vierte Klassik-Liebhaber hat schon gekifft

    Utl: Musikgeschmack verrät viel über Lebensweise =

    London (AP) Der Musikgeschmack verrät viel über die Lebensweise eines Menschen. So lautet zumindest das vorläufige Ergebnis einer derzeit noch laufenden Studie von Psychologen der britischen Universität Leicester. Dabei sollen, so hoffen die Forscher, weltweit insgesamt 10.000 Menschen per Internet einen Fragebogen zu ihrer bevorzugten Musik und diversen Aspekten ihres Lebens ausfüllen, darunter Alter, Bildung, Verdienst oder Gesundheit. Schon die Angaben von bislang mehr als 2.500 Briten sind aufschlussreich. Dabei fallen vor allem die Fans von Hip-Hop und elektronischer Tanzmusik auf. Beispiel 5ex: Rund 38 Prozent der Hip-Hop- und 29 Prozent der Tanzmusik-Anhänger hatten in den vergangenen fünf Jahren mehr als einen 5exualpartner, im Vergleich zu 1,5 Prozent der Country-Fans. Wer einem der beiden Musikstile frönt, kümmert sich zudem eher wenig um Themen wie Religion oder Umwelt und nimmt es auch mit dem Gesetz nicht so genau: 60 Prozent der Tanzmusik- und 53 Prozent der Hip-Hop-Liebhaber haben bereits eine Straftat verübt, im Gegensatz zu 18 Prozent der Musical-Anhänger. Auch im Konsum illegaler Drogen sind die Anhänger von Hip-Hop und Tanzmusik vergleichsweise aktiv. Überraschenderweise bekannte sich aber auch jeder vierte Liebhaber von klassischer und Opernmusik zu Erfahrungen mit Cannabis, wie die Universität Leicester mitteilt. Ansonsten neigen Menschen mit diesem Musikgeschmack - ebenso wie die Jazzfans - eher zu Wein. Hinsichtlich des sozio-ökonomischen Status liegen die Anhänger von klassischer und Opernmusik erwartungsgemäß oben: Sie haben eher eine gute Ausbildung und verdienen mehr als Menschen, die andere Richtungen bevorzugen.

    Der Fragebogen im Internet:

    http://www.musicaltastetest.com

  6. #135
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    Da ich doch etwas spät zu diesem Thema komme, wird das eine oder andere in meinem Posting wohl auch schon an anderer Stelle zu lesen sein. Das nur mal so als Einleitung.

    So etwas wie "die" Philosophie die 80er hat es bei mir im Wohnort eigentlich gar nicht gegeben. Und auch für mich persönlich kann ich nicht sagen das es unbedingt eine feste Philosophie für die 80er gab. In diesem Jahrzehnt bewegte sich mein Alter zwischen 18 und 28, also ist es schon fast klar das in den ersten 5 Jahren die Philosophie zum Großteil im Spaß bestand und der sogenannte "Ernst des Lebens" erst in den Jahren nach 1985 so langsam Einzug hielt. Es kann auch eine Rolle spielen das es hier "auf dem Land" doch etwas anders zuging als eben in der Großstadt oder in Ballungsgebieten. Hier war es ja auch so das man in den Kneipen und Discotheken ein buntgemischtes Publikum traf, so feierten dann die unterschiedlichsten Leute eben zusammen das Wochenende. In ballungsgebieten wurde die Philosophie der 80er ja eben auch durch die "Grabenkämpfe" dieser Gruppierungen bestimmt, nur hier war es dann doch egal ob nun jemand Punk, Popper, Rocker oder "Normalo" war. Es stand eben der Mensch im Vordergrund und der gemeinsame Gedanke zu feiern und eben eine gute Zeit zu haben

    Man könnte da vielleicht so etwas wie eine Philosophie ableiten, aber dieser Ausdruck scheint mir etwas zu hoch gegriffen und ich nenne es lieber einfach nur Ansicht.

    Und die Ansicht war eben so: Rede mit dem Gegenüber, findet zusammen einen Nenner , baut darauf auf und feiert zusammen, denn du redest und feierst nicht mit den Klamotten oder den Haaren, du redest und feierst mit dem Menschen gegenüber.

  7. #136
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    Zum Thema Musikgeschmack und Charakter:
    ... hab ich auch noch was gefunden:

    http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=260897

    Sage mir, welche Musik Du hörst und ich sage Dir, wer Du bist

    Psychologen: Musikgeschmack spiegelt die Persönlichkeit überraschend gut wider


    Wer schnell so viel wie möglich von der Persönlichkeit eines fremden Menschen erfahren will, sollte mit ihm über Musik reden: Der Musikgeschmack gibt viele Details des Charakters preis, die vom jeweiligen Gegenüber intuitiv richtig erfasst werden. Das haben die britischen Forscher Peter Rentfrow und Samuel Gosling von der Universität in Cambridge in Tests mit Probanden gezeigt. Oft können Menschen sogar besser über ihren Musikgeschmack eingeschätzt werden als über Fotographien oder Videoaufnahmen.

    Die Forscher wollten herausfinden, welche Gesprächsthemen beim Kennenlernen zweier Menschen vorherrschen und welche Informationen zur Beurteilung des Gegenübers daraus gewonnen werden. In einer Vorstudie hatten Rentfrow und Gosling gezeigt, dass junge Amerikaner am liebsten über Musik reden – noch vor Kleidung, Bücher, Filme, Fernsehshows und Sport.

    Daraufhin ließen die Forscher 74 amerikanische Studenten ihre zehn liebsten Musikstücke aufschreiben und stellten ein Persönlichkeitsprofil jedes Probanden zusammen. Die Forscher spielten anschließend die Top-10-Listen der im Durchschnitt 18-jährigen Studenten acht Testpersonen vor. Diese Tester sollten von den Musikstücken auf die persönlichen Merkmale der Studenten schließen.

    In ihrem Urteil stimmten die Tester gut überein, wenn sie Eigenschaften wie zum Beispiel Offenheit, Gewissenhaftigkeit und Extrovertiertheit beurteilten, ergab die Auswertung. Auch deckte sich ihre Beurteilung gut mit dem von den Forschern erstellten Persönlichkeitsprofilen der Studenten überein. Zudem konnten sich bestimmte Musikattribute und Musikgenres häufig mit typischen Persönlichkeitsmerkmalen verbinden.

    So sind die Lieblingsstücke von extrovertierten Personen eher energiegeladen, enthusiastisch, enthalten viele Gesangpassagen und sind eher – bei amerikanischen Studenten – der Countrymusik oder HipHop zuzuordnen. Diese Zusammenhänge erlauben es, relativ zuverlässig vom Musikgeschmack eines Menschen auf dessen Persönlichkeit zu schließen, fassen die Forscher zusammen.

  8. #137
    Benutzerbild von brandbrief

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    Ich stehe solchen "wissenschaftlichen" Studien renommierter Psychologen sehr skeptisch gegenüber.
    Für mich sieht das immer nach krampfhaftem Suchen von Zusammenhängen aus, wo keine bestehen.
    Es werden teils überaus suspekte Assoziationen aufgeführt, die so klingen wie:
    "Zeige mir deine Bettwäsche und ich sage dir, ob du dich richtig ernährst".
    Das mag bei einigen Probanden wahrscheinlich zugetroffen haben, aber dies als Ergebnis einer Studie zu verallgemeinern ist doch sehr gewagt.

    Welche Persönlichkeit würden diese Psychologen wohl Torsten zuordnen?

    Ich kann mich bspw. nie auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen. Bei mir spielt Abwechslung meist eine große Rolle.
    Auf meinen alten Tapes reihte sich nach Madonna durchaus mal Accept an, gefolgt von Trio.
    Eine Stunde Stock-Aitken-Waterman-Sound ist durchaus unterhaltsam, aber danach ist eine Sisters-Of-Mercy-Scheibe auch nicht übel.
    Was sich bei mir eine Woche lang in der Heavy Rotation befand, kann sich in der nächsten Woche durchaus als etwas nervig herausstellen.

    Wahrscheinlich bin ich eine unschlüssige Persönlichkeit, die sich nie festlegen kann oder Entscheidungen trifft.
    Isst jeden Tag Salami-Pizza.
    Besitzt nur 2 Hosen, falls eine mal in der Wäsche ist.
    Lebt nach dem Motto: In der DDR war nicht alles schlecht.
    Sternbild: Waage


    So, und jetzt ihr!

  9. #138
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von brandbrief Beitrag anzeigen
    Ich stehe solchen "wissenschaftlichen" Studien renommierter Psychologen sehr skeptisch gegenüber.
    Für mich sieht das immer nach krampfhaftem Suchen von Zusammenhängen aus, wo keine bestehen.
    Ich glaube eher, dass es gewisse Ausnahmen gibt - und diejenigen dann dazu neigen, solche Zusammenhänge anzuzweifeln, nur weil sie auf sie selbst nicht zutreffen.

    Und wie heißt es so schön:

    Es gibt eine Regel ohne Ausnahme: dass sich jeder für eine Ausnahme von der Regel hält.

  10. #139
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Ich glaubs auch nur bedingt. Wenn man bedenkt, daß ich Metal mag, Horrorfilme und -literatur liebe (besonders das Vampier Genre) , müsste ich eigendlich ein Psychopat mit Pumpgun unter dem Mantel sein, der noch dazu am liebsten auf Friedhöfen rumgeistert .

  11. #140
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Ich glaubs auch nur bedingt. Wenn man bedenkt, daß ich Metal mag, Horrorfilme und -literatur liebe (besonders das Vampier Genre) , müsste ich eigendlich ein Psychopat mit Pumpgun unter dem Mantel sein, der noch dazu am liebsten auf Friedhöfen rumgeistert .
    Erstens sagt das diese Studie nicht aus, zweitens würde das auch kein vernunftbegabter Zeitgenosse behaupten. Ihr solltet schon die Kirche im Dorf lassen und nicht absurde Schlussfolgerungsszenarien aufbauen, von denen hier gar nicht die Rede ist.

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