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Karneval - Fasching

Erstellt von waschbaer, 23.02.2004, 18:56 Uhr · 156 Antworten · 20.091 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Gehört ihr eher zu den Fasching-Nein-Danke-Typen oder zu den Juhu-jetzt-kommt-die-fünfte-Jahreszeit-Typen.

    Also als Kind fand ich Fasching irgendwie immer nervig. Ich habe sämtliche Verkleidungen, egal ob als Indianer, Cowboy, Roboter oder sogar noch schlimmer immer irgendwie dick gehabt. Entweder fiel mir nichts ein, als was ich gehen kann oder ich fand die Mottos ("Geschlechtertausch", "Die chinesische Seidenstraße", "Unter Wasser").

    Auch heute, nachdem ich den Fernseher angeschalten habe, kann ich als "Südlicht" die rheinische Begeisterung über den Karneval einfach nicht so recht nachvollziehen. Vielleicht kann mich da die Rheinschiene aus dem Forum mal aufklären.

    Nicht falsch verstehen. Ich bin auch schon auf Faschingsveranstaltungen gegangen, aber so sonderlich brauchen tue ich das nicht. Ist einfach nicht so mein Ding. Auf den größten Faschingsumzug in Schwaben, der in meiner Heimatstadt morgen stattfinden wird, werde ich trotzdem gehen, aber es muss ja nicht unbedingt verkleidet sein.

    Wie sieht es bei euch aus?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von musicola

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    Naja, ich sehe mich da irgendwo zwischendrin angesiedelt, auf Veranstaltungen gehe ich schon lange nicht mehr, als Kind war ich natürlich Feuer und Flamme für's Verkleiden, mal als Indianer und mal als Cowboy.
    Je nach Lust und Laune!

    Mittlerweile ist es für mich ein Ritual mit einigen Arbeitskollegen zusammen
    am "Fassnachtsdienstag" nach Feierabend (14 Uhr) in eine kleine Stammlokalität zu gehen und das ganze ein wenig bei etwas Speis' und mehr Trank und entsprechender Mukke zu feiern!

    musicola

  4. #3
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ja, ich habe auch jahrelang immer wieder auf Faschingspartys (traditionell meistens am Kehraus) in meiner Stadt aufgelegt, aber irgendwie habe ich mich meistens standhaft geweigert Gottlieb Wendehalb, Ingo Insterburg, Viva Colonia und weitere musikalische Grausamkeiten zu spielen. Das fand ich dann doch einfach eine zu große Vergewaltigung für meine Ohren.

    Dass ich morgen etwas trinken gehe werde, das versteht sich doch von selber. Ganz klar. Allerdings bin ich aus dem Alter des sinnlosen Besaufens zum Glück raus. Das muss dann auch nicht sein.

  5. #4
    Benutzerbild von Babooshka

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    Als Berlinerin ist man naturgemäß nicht besonders Faschingsfan: Es gibt hier Null Faschingskultur. Lediglich in den Ballsälen des Palais am Funkturm findet ein Maskenball statt, dessen Publikum in einem Alter ist, in das ich erst noch reinkommen muss Und gestern hat's tatsächlich einen Faschingsumzug in der Stadt gegeben. Das war was ganz Neues für mich, auch wenn ich ihn nicht gesehen habe. "Zu meiner Zeit" gab es sowas nicht. Natürlich ist Fasching hier auch absolut kein Feiertag.

    In München ging ich ganz gerne mal zum Fasching in die Fußgängerzone, teilweise auch entsprechend geschminkt. Allerdings bekam ich regelmäßig Klaustrophobie-Anfälle, vor allem in der Gegend rund um den Viktualienmarkt, weil der Andrang da so enorm war, dass ich Angst hatte, man würde mich aufgrund meiner Winzigkeit einfach zertrampeln, blickte ich doch ohnehin nur noch auf Bäuche und Ärsche. Als ich noch als Angestellte arbeitete, kam ich nie in den Genuss eines halben freien Tages. Irgendwie wurde ich immer genau an Fasching gebraucht.
    Einmal jedoch habe ich mir den Karneval in Venedig gegeben. Und auch wenn der ebenfalls Klaustrophobie-trächtig ist, war das ein tolles Erlebnis. Das sind doch mal echte, klassische Maskierungen.

    Als Kind fand ich Fasching toll. Ich verkleidete mich das ganze Jahr über gerne und Fasching war dann die Zeit für ein extratolles Kostüm, von Mutti genäht. Ich war ein recht mädchenhaftes Mädchen, nicht so ein halber Junge, daher musste es immer was Hübsches sein; Indianerin oder Cowgirl wäre mir viel zu profan gewesen In den Grundschulen wird Fasching durchaus gefeiert. Bei uns wurde am Montag die Schule geschmückt und am Dienstag war dann die große Fete. Am Gymnasium gab's mitunter mal abends eine Schulfete oder eine Klassenfete und es wurden nur Lehrer ins Klassenzimmer gelassen, die sich zuvor mit einem an der Tür hängenden Lippenstift was ins Gesicht gemalt hatten. Ansonsten waren es aber zwei stinknormale Schultage.

  6. #5
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Ich komme zwar aus Hamburg, aber ich find Fasching und Karneval gut. Ich habe als Kind die Faschingsfeten geliebt! Kostümhighlights: Einmal als Roboter (mit Pappkartons und Silberfolie) und einmal in Schotten-Tracht.

    Auch die Idee mit den Karnevalsumzügen, wo dann alle Katholiken einmal freien Auslauf haben, find ich gut. Sowas könnte es auch ruhig im protestantischen drögen Norden geben! (Wäre auf jeden Fall lustiger, als der olle Hamburger Dom.)

    Kurz nach dem Krieg gab´s in Hamburg den Ruf, auch hier einen Karnevalsumzug einzuführen. Der damalige Bürgermeister Max Brauer hierzu preußisch kurz angebunden: "So´n Quatsch!"

  7. #6
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Als Kind habe ich auch viel Karneval gefeiert, aber heute habe ich dafür nichts mehr übrig. Auf der letzten Kostümfete war ich 1987, und an der letzten Karnevalsfeier (Betriebsfeier, unkostümiert) habe ich 1995 teilgenommen. Wenn sich heute was mit einer Party ergeben würde in meinem Umfeld bzw. Bekanntenkreis, warum nicht? Aber nicht unbedingt mit Kostümzwang...

  8. #7
    Benutzerbild von Scheul

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    Ich als Kölner finde Karneval sehr schön (mal von den Besoffenen und Rumpissenden abgesehen ). Im Fernseher kommt das wirklich nicht so gut rüber, man muß es einfach mal miterlebt haben. Zum Zug gehen, eine Party besuchen, evtl. eine Sitzung mitmachen.

    Kostüme: Na klar! Wenn man teilweise sieht, was sich die Leute für eine Mühe machen und was die für Ideen haben. Einfach nur klasse.

    Und es geht auch ohne Allohol. Ich komme seit immer auch ohne aus und bin trotzdem in Stimmung.

    Bevor jetzt wieder die Leute kommen: Aufgesetzte Fröhlichkeit an 5 Tagen ... bla bla bla ...:

    Karneval beginnt am 11.11. und endet mit dem Karnevalsdienstag, bzw. Aschermittwoch mit dem Fischessen.

    Hier in Köln wird das ganze Jahr über zwischendurch Karnevalsmusik gespielt.

  9. #8
    Benutzerbild von Safaritünnes

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    Als Kind fand ich das super, heute stehe ich dem Ganzen neutral gegenüber.

    Liegt vielleicht daran, dass ich aus Hannover komme und das ist ja nu nicht gerade ne Karnevalshochburg.
    Vielleicht wäre das anders, wenn ich im Rheinland wohnen würde.


    Dies habe ich übrigens gerade per Mail bekommen:


    Für Karnevalisten und die, die es nie werden wollen...

    Alaaf, Helau seid Ihr bereit,
    Willkommen zur Beklopptenzeit!
    Mer kenne des aus Akte X,
    doch Mulder rufe hilft da nix,
    des kommt durch Strahle aus dem All,
    und plötzlich ist dann Karneval.

    Uff einen Schlaach wern alle dämlich,
    denn das befiehlt das Datum nämlich.
    Es ist die Zeit der tollen Tage,
    so eine Art Idiotenplage,
    eine Verschwörung, blöd zu werden,
    die jährlich um sich greift auf Erden.
    E' wahre Ausgeburt der Hölle,
    und Ausgangspunkt davon ist Kölle.

    Denn dort gibt's nicht nur RTL,
    das Fernseh-Einheitsbrei-Kartell,
    sondern aach jede Menge Jecken,
    die sich auf Nasen Pappe stecken,
    in Teufelssekten sich gruppieren,
    danach zum Elferrat formieren,
    und dann muß selbst das döfste Schwein,
    dort auf Kommando fröhlich sein.

    Auf einmal tun in allen Ländern,
    die Leute sich ganz schlimm verändern.
    Sie gehen sich hemmungslos besaufe,
    und fremde Mensche Freibier kaufe,
    schmeiße sich Bonbons an die Schädel,
    betatsche Jungens und aach Mädel
    und tun eim jede den sie sehen,
    ganz furschtbar uff die Eier gehen.

    Sie tun nur noch in Reime spreche und
    sind so witzisch, man könnt breche,
    bewege sich in Polonäsen,
    als trügen sie Gehirnprothesen,
    man möchte Ihnen - im Vertrauen -
    am liebsten in die Fresse hauen.

    Doch was soll man dagege mache?
    Soll man vielleicht noch drüber lache?
    Es hilft kein Schreie und kein Schimpfe,
    man kann sich nicht mal gegen impfe,
    die Macht der Doofen ist zu stark,
    als das man sich zu wehrn vermag.

    Am besten ist, man bleibt zu Haus,
    und sperrt den Wahnsinn einfach aus.
    Man schließt sich ein paar Tage ein,
    und läßt die Blöden blöde sein!
    Der Trick ist, daß man sich verpisst,
    bis widder Aschermittwoch ist.

    Und steht ein Zombie vor der Tür,
    mit so nem Pappnasengeschwür,
    und sagt statt "Hallo" nur "Helau",
    dann dreh sie um, die dumme Sau,
    und tritt ihr kräftig in den Arsch,
    und ruf dabei "Narrhalla-Marsch"

    Helau!

  10. #9
    Benutzerbild von J.B.

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    Ich mag Karneval/Fassenacht/Fasnet/Fasent/Fasching oder wie immer man es nennen will einfach nicht!

    Vielleicht erschliesst es sich mir nicht, weil ich gebürtig aus dem Norden kommen und einfach nicht damit aufgewachsen bin.

    Ich mache aber Unterschiede zwischen den verschiedenen Feier-Regionen. Ich komme mit der hessischen Feierei besser zurecht, als mit der rheinische und mit der wiederum besser als mit der allemannischen, die mir so gar nicht zusagt.

    Mich stört vor allem, dass viele diese Feierlichkeiten als eine Art Freibrief für "jetzt ja erlaubte" Sachen betrachten. Und da ist Saufen noch das kleinste Übel. Spaß und Fröhlichkeit ist ja ganz OK, aber wenn aus Leuten, die dat ganze Jahr verklemmt/unauffällig/bieder/ernst/schüchtern im Geschäft oder sonstwo stehen plötzlich 5exuell überstimulierte, volltrunkene, dummdreiste und obszöne Amokläufer/innen werden, die sich durch weniger als 0 Humor und echte Fröhlichkeit auszeichnen, dann kann mir diese fünfte Jahreszeit echt gestohlen bleiben!

    Klar besteht die Menge nicht nur aus solchen "Feierbrüdern und -schwestern", aber der prozentuale Anteil ist mir noch immer viel zu hoch. Ich habe nichts gegen irgendwelche Feiern bei denen geschunkelt wird bis zum Abwinken und halbwegs gute Büttenreden gehalten werden. Mitmachen würde ich da zwar nicht und in so eine Veranstaltung kriegt mich auch keiner rein, aber für mich sind solche Feierlickeiten immer noch 1000 Mal erträglicher als diese losgelassenen Wahnsinnigen, für die es keine Regeln und Tabus mehr gibt!

    So und nun geh ich eine Flasche Sekt köpfen, schiesse Salut und feiere mit Pauken und Trompeten den Aschermittwoch .

    [-]Narri Narro, Alaaf und Helau[/-]

    J.B.

  11. #10
    Benutzerbild von waschbaer

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    J.B. du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe auch nichts gegen ein gesittetes Feiern, allerdings wenn es dann zum Freibrief für irgendwelche Exzesse wird, dann geht mir das auf den Senkel.

    Mit der Rheinländischen Variante des Karnevals kann ich nun aber auch gar nichts anfangen ( scheul; und das obwohl meine Großtante aus Leverkusen stammt und eine karnevalistische Frohnatur ist). Ich war einmal bei einem Spiel der Augsburger Panther in der Köln-Arena. Und obwohl nicht Karnevalszeit war, wurde x-fach als Musikeinblendung Viva Colonia gespielt. Das ging mir dann so auf den Sack, dass ich mir vorgenommen habe, sollte es je zu einem Endspiel der deutschen Meisterschaft im Eishockey zwischen den Augsburger Panthern (was ja eh schon unwahrscheinlich genug ist) und den Kölner Haien kommen, dass ich die Auswärtsspiele in Köln nicht sehen möchte, weil ich dieses Viva-Colonia-Gebrülle einfach nicht ertrage.

    Ansonsten kam ich gestern noch zu der zweifelhaften Ehre, dass ich bei einem Faschingskehraus noch ein bisschen hinter den Reglern stehen durfte. Sagen wir einfach mal so: Der eigentliche DJ war ein bisschen indisponiert nach dem Faschingsumzug und so sprang ich gerne ein. Ich habe mich bemüht abwechslungsreich aufzulegen (also auch Aktuelles - auch wenn es mir nicht so sonderlich gefällt), aber - und das ist jetzt kein Witz - die größte Stimmung kam bei den typischen 70er und 80er Party Liedern auf. Unglaublich. Selbst bei Fischer-Z und Marliese (das fand ich auf dem Sampler Party Power Pack 5) kam mehr Stimmung auf, als beispielsweise bei Beyoncé. Das fand ich dann doch erstaunlich.

    Aber ansonsten: Wie es J.B. schon so schön in ähnlicher Weise formulierte: Ein Hoch auf den Aschermittwoch.

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