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Videotheken im Laufe der Zeit...

Erstellt von Lutz, 29.06.2011, 23:55 Uhr · 111 Antworten · 18.881 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Video oder genauer DVD gibt es ja auch tatsächlich in Stadtbibliotheken und die Leihhfrist ist etwas länger, meist 7 Tage. Gebühr kann in der Regel sogar niedriger sein, wenn man Jahresbeitag gezahlt hat für die einzelne Ausleihe sogar nichts.
    Das Angebot ist aber kleiner und nicht so auf schnelle Aktualität direkt bei Neuerscheinung, da auch Beschaffungsbudgets berücksichtigt werden müssen und es wird sicher auch nicht alles angeschafft und normalerweise auf inhaltliche Qualität geachtet.

    Das mal als Alternative zu dem Thema Zeitdruck.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Zitat Zitat von Heiko2609 Beitrag anzeigen
    Das mal als Alternative zu dem Thema Zeitdruck.
    Dafür hat man hier in den HH-Bücherhallen dann wohl oft extrem verkratzte DVDs. Also *die* Alternative ist für mich eher nichts...

    Lutz

  4. #23
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Dein Kommentar:
    bezog sich aber offensichtlich auf vorherige Aussagen wie lustlos, nicht hilfsbereit, keine Ahnung... der von dir vollzogene Schlenker zum Hauptschulabschluss ist es, der mich als Hauptschüler anpisst! Es gibt auch heute noch genügend junge Menschen mit einem ausgezeichneten Haupschulabschluss!

    Und es gibt auch Abiturienten als Mitarbeiter/Aushilfen in Videotheken, die froh sind ihr ABI gerade so gepackt zu haben. Wie gut, dass die dann nicht erkannt, sondern für doofe Hauptschüler gehalten werden.
    Ich weiss ja nicht, wie lange Du Deinen Hauptschulabschluss schon hast, aber ich glaube Du brauchst Dich von dem was gemeint ist nicht wirklich angesprochen zu fühlen. Es muss heute sehr einfach sein ein Abi zu bekommen, zumindest in einzelnen Bundesländern und Städten. Es gibt so wahnsinnig viele Abiturienten, denen jede Allgemeinbildung fehlt. Also sind die Ansprüche allgemein schon gesunken, so auch das Ansehen der Schularten. Die Hauptschulen sind heute in meiner Wahrnehmung eher eine erweiterte Sonderschule. Es mag sein, dass es immer noch viele fleissige Hauptschüler mit irgendeinem Defizit oder einer Lernschwäche gibt. Aus diesen Menschen sollte weiterhin was werden dürfen. Sie sollten keinen Verlierer-Stempel bekommen, klar. Aber dennoch: Für mich wird die Hauptschule immer mehr ein Auffangbecken für junge Menschen, die schon ein Leben lang nicht richtig rechnen, lesen und schreiben können. Es sind doch heute wirklich oft Schüler, die von zu Hause aus wissen, dass man auch ohne Arbeit leben kann usw. usf. Früher waren auf der Hauptschule eben die Schüler, die vielleicht etwas langsamer waren oder die in einem bestimmten Fach so schlecht waren, dass es für die Realschule oder das Gymnasium nicht ganz gereicht hat. Eltern wollten es ihren Kindern oft nicht schwerer machen als nötig, die Hauptschule hatte noch nicht den riesen Makel von heute. Aber wer heute noch auf die Hauptschule geht, der kann wirklich nicht anders. Die heutige Hauptschul-Klientel besticht in der Masse leider eher durch Türkdeutschkenntnisse und Gangsta-Gehabe, entweder als Gangsta-Rapper oder dem Gangsta-Rapper seine Tussie. Auch dort gibt es ein Migrationsproblem und das eigentlich deutschstämmige naturblonde Mädchen sich heute eher o. g. "Türkdeutsch" anpassen als umgekehrt, ist auch ein Zeichen davon. Wer nur irgendwie kann, lässt seine Kinder deshalb heute nicht mehr auf die Hauptschule und wer noch dort landet, der muss mit dem heutigen Makel dieser Schulform wohl leben. Da es diese Phänomene aber mittlerweile auch auf Gymnasien gibt, schiebt man das mit in die "Hauptschüler"-Schublade. Aber ich glaube, das liegt nur daran, dass man noch keinen Begriff dafür erfunden hat.

    Ich habe übrigens auch kein Abi. Nach der 10. Klasse war Schluss und es musste Geld verdient werden.... Ich bin ein Bildungsverlierer und Scheidungsopfer aus der Arbeiterklasse. Und obwohl ich weder Abi, Studium und nichtmal den Grundwehrdienst in Anspruch genommen habe, muss ich heute trotzdem den Spitzensteuersatz zahlen

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Dafür hat man hier in den HH-Bücherhallen dann wohl oft extrem verkratzte DVDs. Also *die* Alternative ist für mich eher nichts...

    Lutz
    Aber vielleicht für Doku-DVDs? Habe ich mir jetzt schon öfter aus der Stadtbibliothek geholt und die waren in super Zustand. Wenn man bedenkt, dass manche Doku-DVD mittlerweile auch schon 20 Euro kostet und normale Videotheken sie oft nicht führen, ist das eine feine Sache.

  5. #24
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Ach du Schande, jetzt wurde das mit meiner Mithilfe noch nebenbei zu einem Bildungsthema.

    Ich meinte auch nur eine bestimmte Sorte von ehemaligen Hauptschülern.
    Da gab es schon Unterschiede früher noch mehr als heute und bis vor 10 Jahren vielleicht auch noch.
    Zumindest aus früheren Jahrgängen die mir altersmäßig gleich oder nahestehen kenne ich Beispiele die es später zu einem Maschinebauingenieursstudium geschafft haben.
    Einer durchlief die schulische Laufbahn : Hauptschule, Berufsfachschule Technik, 2 jähriges Berufskolleg Technik(Fachhochschulreife).
    Ein anderer war nach Hauptschule und Berufsausbildung Maschinenschlosser(kurz bevor das zum Industriemechaniker Maschinen- und Systemtechnik, zweiter Ausbilder und Assistent des Ausbildungsmeister und durfte über einen Anerkennungsweg dann studieren.

    Tendenziell haben Hauptschüler in ländlicheren Gegenden noch bessere Chancen auf eine Berufsausbildung. So bei mir in der näheren und weiteren Verwandtschaft beobachtet und alle so Jarhrgang 1983 - 88, aus denen wurden Schreiner, Fleischer, Fleischereifachverkäuferin u.a. Der eine Cousin hat als gelernter Fleischer in einem Edeka-Markt in den letzten 5 Jahren eine positive Entwicklung hingelegt und mittlerweile die zweite Gehaltserhöhung bekommen.
    In ländlichen Gegenden stimmt oft auch noch der soziale Hintergrund, überdurchschnittliches Vorhandesein von Wohneigentum, soziale Kompetenzen werden oft in der Vereinsarbeit erworben, geringe Kriminalitätsrate(wenn auch nicht mehr so die heile Welt ohne Scheidungen).

    Lernte auch mal eine ehemalige Hauptschülerin Jahrgang 1984 aus einer Großstadt kennen, war dann wieder ein anderer Fall(Patchworkfamilie in Vorstadtwohnblock, abgebrochene Ausbildung, Zimmermädchen, Tagesmutter, Aushilfsverkäuferin und zwischendurch in die Familienphase).
    Schlägt sich aber ganz taper und fleissig durch ihr Leben, auch wenn ihr die großen intellektuellen Fähigkeiten fehlen.

    Es werden oft eben die Negativfälle stärker und öfter gezeigt als die positiven Geschichten.

    Selbst war ich auch Absolvent der Hauptschule, dann Berufsfachschule Wirtschaft, Industriemechnaiker und jetzt nach turbulentem Lebenslauf u.a angehender Fachkaufmann Einkauf und Logistik.

    Ich habe eben als/trotz Arbeitersohn eine Schwäche für die Intellektuellen, Arte statt RTL sozusagen.

  6. #25
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Zum eigentlichen Thema zurück.

    Ich habe mit den wenigen DVD Ausleihen in der nächsten Stadtbücherei ähm heißt ja jetzt Mediathek, keine schlechten Erfahrungen mit Kratzer gemacht, waren die Filme:
    Fleisch ist mein Gemüse
    Traffic(mit und von Jaques Tati)
    Und ein Reisefilm über Südengland.

  7. #26
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Zitat Zitat von Heiko2609 Beitrag anzeigen
    Zum eigentlichen Thema zurück.



    Zitat Zitat von Heiko2609 Beitrag anzeigen
    Ich habe mit den wenigen DVD Ausleihen in der nächsten Stadtbücherei ähm heißt ja jetzt Mediathek, keine schlechten Erfahrungen mit Kratzer gemacht, waren die Filme:
    Fleisch ist mein Gemüse
    *Der* ist auch auf meiner Liste - warum muss ich jetzt bloß wieder an Die Partei denken?

    Lutz

  8. #27
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Sehr interessant finde ich aktuell wie unterschiedlich man in den Videotheken bedient wird.
    Das Übelste was ich kenne ist der Großraum-Schuppen in HH an der B75. Lustlose Tussis aus dem Sonnenstudio von nebenan knallen gelangweilt die DVDs auf den Tresen. Unfreundlich - und das Wort hilfsbereit scheint unbekannt zu sein.

    Kaum zieht man auf die andere Seite der Stadt bietet sich in dem tollen Filmverleih gleich neben der Fabrik in Altona ein komplett anderes Bild: Sympathisch, und sehr hilfsbereit wird man dort bedient: "Klasse von 1984"? Brauchst nicht extra zu den indizierten Filmen gehen - gebe ich Dir gleich *g* Sowas wäre im erstgenannten Schuppen mit den Föhnfrisur-Zicken undenkbar "steht irgendwo bei den 1000 Filmen links - musste suchen"
    Ich hab jetzt im Osten Hamburgs doch noch ne nette Videothek gefunden - kommt von der Auswahl nicht an die in HH Altona ran, sie ist aber ansonsten OK. Ganz wichtig: Es sind immer genug Parkplätze frei Und auch der Sonnenstudio Faktor ist quasi nicht existent (für East Hamburg nicht selbsverständlich *g*)

    Lutz

  9. #28
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Ich gehe heute öfter in die Videothek als früher. Man wird einfach träger und sofa-orientierter mit den Jahren, fürchte ich.

    Insgesamt scheint mir, dass Videotheken zu jenen Dingen gehören, die sich seit den 80ern nicht verändert haben. Sowohl die Filmauswahl (überwiegend Horror, Action und Porno) als auch die Öffnungszeiten (bis 22:00 oder bis 0:00) als auch das Milieu (Solarstudio, Blondierungen) haben immer noch etwas unsolides an sich. Es drängt sich der Vergleich mit Spielhallen, Solarstudios und Tankstellenshops (Nachtschicht!) auf.

    Wenn ich mir meine Stammvideothek (am Hamburger Stadtrand) anschaue, dann meine ich, folgende Typologie feststellen zu können:

    - weibliche Angestellte: jung, solar- und nagelstudioerfahren, nicht unbedingt 'Nobelpreisträgerinnen'. Einmal fragte ich nach dem Film "From Dusk till Dawn". Die hübsche Blondine suchte und suchte verzweifelt im PC. Irgendwann fragte sie kichernd: "Wie schreibt man das?"

    - männliche Angestellte: eher etwas älter (35 +), irgendwie abgerissen, "schräge Vögel". Einen, der da bis vor ein paar Jahren gearbeitet hat, nannten wir "Porno-Joe", weil er so aussah (Elvis-Frisur, Goldkette, Hawaii-Hemd, Bierbauch). Dann war da noch ein älterer Typ mit grauen Haar- und Bartstoppeln, der immer total ernst geguckt und ganz schnell und nervös gesprochen hat, mich aber genauestens über den Rechtsstreit bzgl. "Tanz der Teufel" aufklären konnte. Und jetzt ist da so ein ganz dürrer Typ ungesunder Gesichtsfarbe, langen grauen Locken und Piercings, aber sehr freundlich ...

    - Durschnittspublikum: Nicht so klar zu bestimmen, aber oft übernächtigt aussehend und hoher Solarstudiofaktor, irgendwie nie Leute, die nach Büro und Familie aussehen.

    - die etwas gruseligen Porno-Ausleiher: 50+, im Gesicht verbraucht aussehend, Normalo-Jacke, grauer Seitenscheitel, AOK-Brille, Blickkontakt mit den weiblichen Angestellten vermeidend, während er einen großen Stapel DVDs abgibt.


    Dass die Videotheken zugunsten von Online-Filmegucken in absehbarer Zeit verschwinden, glaube ich nicht. Viele Durchschnitts-User ist mit dem Installieren der entsprechenden Software überfordert oder haben Bedenken bzgl. Viren und Online-Abzocke. Hinzu kommt, dass es derzeit erstmal wieder schwieriger/riskanter wird, Filme kostenlos runterzuladen.

  10. #29
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    @Gitarre de Luft

    Interessante Typologie.

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir meine Stammvideothek (am Hamburger Stadtrand) anschaue
    Auf welcher Seite von HH bist Du denn zugange?

    Lutz

  11. #30
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Videotheken im Laufe der Zeit...

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Auf welcher Seite von HH bist Du denn zugange?

    Lutz

    Nördliches Stadtrandgebiet. In der Videothek geht es gewissermaßen familiär-gemütlich zu (einmal als es in Strömen regnete und gerade geschlossen wurde, hat mich sogar ein Angesteller im Auto zuhause abgesetzt), andererseits ist aber auch die Auswahl nicht so groß wie in einigen Innenstadtvideotheken.

    Dabei fällt mir ein: Ich könnte heute eigentlich mal wieder hingehen!

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