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Wir haben es alle verpasst!

Erstellt von compagnies, 13.12.2012, 21:41 Uhr · 11 Antworten · 1.375 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Conny2808

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    AW: Wir haben es alle verpasst!

    Nun ja, was die Ehe betrifft... als Kind hab ich mir das schon schön, aber nicht prinzessinnenhaft, vorgestellt. Später dann hat sich das ein wenig gelegt. Da musste es auch nicht unbedingt ein WEIßES Brautkleid sein. Von solchen "magischen Daten" halte ich allerdings auch nicht viel. Mein Mann und ich haben am 02.09.1994 geheiratet, kennengelernt haben wir uns sechs Jahre vorher, also am 04.06.1988. Das sind beides ganz normale Daten, ohne Schnapszahlen. Den "Kennlerntag" haben wir nie gefeiert, selbst am Hochzeitstag waren wir immer nur mit meiner Schwägerin, mit der wir eine Doppelhochzeit hatten, zum Abendbrotessen in einer Gaststätte bei uns in der Nähe. Mittlerweile ist das aber auch eingeschlafen. Den letzten Hochzeitstag haben wir sogar alle vier verschwitzt, und es ist auch nix weiter passiert. Wir werden eben alt. Aber wir brauchen auch keinen "Jahrestag", und wir hätten jetzt auch nicht unbedingt heiraten müssen, um uns gegenseitig zu zeigen, dass wir uns lieben. Aber es hat sich halt so ergeben.

    Kinder haben wir uns eine Weile doch schon mal gewünscht, und da es nicht klappte, lief es dann auf künstliche Befruchtung hinaus. Als auch das nach vier Versuchen nicht klappte und mein Körper sich dann dagegen sträubte, haben wir es für gut sein lassen und führen auch ohne Kinder eine glückliche Ehe... nehm ich zumindest mal an, obwohl ich mich schon manchmal frage, wie es mein Mann schon so lange mit mir aushält , trotz meines Handicaps ...

    Da hier auch die Kirche angesprochen wurde... um ehrlich zu sein, kann ich mich damit auch irgendwie nicht anfreunden, auch wenn meine Mutter immer wieder versucht, mich vom Glauben an Gott zu überzeugen. Daher musste ich auch nicht Gott um seinen Segen für meine Ehe bitten. Und der Kirche selber geht es ja auch gar nicht so um den Glauben der Leute, sondern nur um deren Geld. Hauptsache, sie zahlen brav ihre Beiträge und die Kirche wird immer reicher. Das ist für mich auch nicht grade überzeugend.

    Was den Glauben an Gott an sich angeht, fände ich es schön, wenn man niemanden dazu zwingen würde. Wer an Gott glaubt, der soll das von mir aus tun, hab ich gar nix dagegen, nur sollte man dann auch akzeptieren können, dass ein anderer nicht dran glaubt und auch nicht weiter nachhaken. Wenn jemand von allein zu Gott findet, dann wird sich derjenige schon bemerkbar machen. Ganz schlimm finde ich ja auch die Zeugen Jehovas, die sehr aufdringlich sein können, wenn es darum geht, Mitglieder zu werben. Bei mir waren sie auch schon ein paar Mal klingeln, und auch auf der Straße wurde ich schon mehrmals angesprochen, aber ich hab sie jedesmal abgewimmelt. GsD haben sie mich aber dann in Ruhe gelassen, nachdem sie gemerkt haben, dass sie bei mir auf Granit beißen.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Wir haben es alle verpasst!

    Zitat Zitat von Conny2808 Beitrag anzeigen
    Aber wir brauchen auch keinen "Jahrestag", und wir hätten jetzt auch nicht unbedingt heiraten müssen, um uns gegenseitig zu zeigen, dass wir uns lieben. Aber es hat sich halt so ergeben.
    Wie ergibt sich sowas? Also ich frage das jetzt nicht "böse"! Da mir manche gesellschaftliche Zwänge aber immer fremd geblieben sind (und heiraten gehört dazu, allein schon wegen der vielen gescheiterten Ehen in meiner Familie), überlege ich oft wieso so viele Bräuche und "das macht man doch so" bis heute gesellschaftlich fest verankert sind und nicht nur Ältere einen schief anschauen, wenn man sich ihnen entzieht und nach seiner Natur (oder auch "Fasson") lebt. Ich habe in der letztendlich 8 1/2 jährigen Beziehung zu meiner heutigen Ex-Freundin öfter gehört "Ihr seid nun schon so lange zusammen, warum heiratet ihr denn nicht?". Und ich habe mich immer gefragt: Wieso interessiert das die Leute so sehr, wieso gibt es so einen gesellschaftlichen Druck sich für den in der gesamten Evolution, der gesamten Tierwelt und 99,9% der Menschheitsgeschichte vorherrschenden Normalfall der "wilden Ehe" zu rechtfertigen?

    Könnte dieser offene oder auch nur unterschwellige Druck (auch am Leben gehalten durch Hollywood-Schmacht-Schinken und "royale Traumhochzeiten") und eine gehörige Portion christlicher Prägung etwas mit dem "es hat sich ergeben" zu tun haben, vielleicht auch nur unbewusst? Was wäre, wenn die Ehe nie erfunden worden wäre. Würden jemandem in der natürlichen Zwei- oder vielleicht ja auch immer noch "Mehrsamkeit" irgendwas wirklich wichtiges fehlen (außer Scheidungsanwälten und Wedding Planern... ach die würde es ja dann gar nicht geben )?

    Und der Kirche selber geht es ja auch gar nicht so um den Glauben der Leute, sondern nur um deren Geld. Hauptsache, sie zahlen brav ihre Beiträge und die Kirche wird immer reicher. Das ist für mich auch nicht grade überzeugend.
    ...
    Was den Glauben an Gott an sich angeht, fände ich es schön, wenn man niemanden dazu zwingen würde. Wer an Gott glaubt, der soll das von mir aus tun, hab ich gar nix dagegen, nur sollte man dann auch akzeptieren können, dass ein anderer nicht dran glaubt und auch nicht weiter nachhaken.
    Ja, schön wärs. Die freie Entscheidung zu treffen ist auch schon schwierig, wenn man von Kindertagen an mit Kirche, Gott & Co konfrontiert wird. Das ist ja auch geschickt gemacht, gibt es doch schöne Geschenke zur Kommunion/Konfirmation. Viele Menschen haben ihr Leben lang durch ihre frühe christliche Prägung ein schlechtes Gewissen bei vielen ganz natürlichen Dingen. Selbst wenn sie sich von der Kirche lossagen, haben sie immer noch einen Restzweifel in sich. Auch hier frage ich mich.... Was wenn Kirche und Religionen nie erfunden worden wären? Würden wir etwas vermissen? Warum ist es immer noch schwer offen als Atheist oder Agnostiker zu leben? Meine Freundin ist vor kurzem aus der Kirche ausgetreten. Die Reaktion darauf war unerwartet deutlich. Selbst Menschen die ich nie als religiös oder überhaupt irgendwie der Kirche verbunden eingeschätzt hatte, haben sich sehr negativ darüber geäußert. Von "aber die machen doch so viel soziales" bis "ohne Kirchensteuer kommt man aber vielleicht nicht in den Himmel!" (sinngemäß) war alles dabei. Aber die Wahrheit sieht doch eher so aus (ARD-Doku: "Gott hat hohe Nebenkosten").

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