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"american Psycho"

Erstellt von bubu, 04.02.2003, 18:12 Uhr · 15 Antworten · 2.552 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von bubu

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    Ich habe schon mehrfach überlegt, Bret Easton Ellis' Skandalbuch mal endlich zu lesen. Was ich so gehört habe, soll er sehr genau den Markenwahn der 80er eingefangen haben. Den Film habe ich gesehen, fand ihn aber eher schwach.

    Was mich aber abhält das Buch zu lesen, ist die offenbar sehr detailliert geschilderte Grausamkeit der Folterungen und Morde von Bateman. Habt ihr das Buch gelesen? Wie ist eure Meinung dazu? Kann man sich das antun? Lohnt es sich? Oder ist es zu übel?

    Grüße
    bubu

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Schwach ist AP 2 *Schrott*
    Nur zu info

  4. #3
    Benutzerbild von MaxiMan

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    Hi Bubu,
    das Buch habe ich vor nunmehr fast 10 Jahren erst- und letztmalig gelesen.
    Ellis hat in diesem Werk auf die Gegensätzlichkeit (oder Einheit?) von Langeweile und Grausamkeit gesetzt.

    Über zig Seiten läßt sich der "Held" über seine Klamotten und dessen Label aus. Das hat man keine zwei Seiten wieder vergessen. Was sich aber bei mir bis heute eingegraben hat, sind die tatsächlich sehr ausführlichen Darstellungen von Gewalt. Ich mag nicht auf Details eingehen aber er schlachtet seine Frauen tatsächlich ab. Da spielen Bolzenschußgeräte und Ratten mehr als einmal eine Rolle. All dies Gemetzel wird dabei auch eher gelangweilt erzählt.

    Insgesamt ein bemerkenswertes Buch, wenn man gewillt ist, den Kontext zu akzeptieren und keine schlechten Träume bei Horrorfilmen bekommt.

  5. #4
    Benutzerbild von bubu

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    Würdest du sagen, es lohnt das Buch zu lesen im Hinblick auf die Beschreibung der 80er ?

  6. #5
    Benutzerbild von MaxiMan

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    Das kommt darauf an, was Du an Erinnerungen auffrischen möchtest.
    Wie gesagt, das Buch ist in quasi zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Den Gewaltorgien einen 80er-Touch zuzuschreiben vermag ich nicht.
    Ansonsten geht es um das Leben eines Yuppies. Du erfährst, welche Marke sein Anzug hat, wo er welches Hemd kauft, warum A besser als B ist etc.
    Irgendwie sind das die 80er (manch Label ist nicht mehr IN heute) aber aus amerikanischer Sicht eines Neureichen.
    Geh doch einfach in einen Buchladen / Bibliothek und schlag wahllos ein Kapitel auf (eines ohne Gewalt natürlich).

  7. #6
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    Das Buch ist bösartig. Ich musste das Lesen mehrfach unterbrechen (die längste Pause hatte ich nach seiner Schilderung, wie Angst bei seinem Opfer sichtbar wird, wenn man ihm gefesselt mit einem Feuerzeug die Augäpfel platzen lässt ... da hab ich erst mal 6 Wochen Ruhe gebraucht). Insgesamt ist das aber nix anderes als de Sade, der ja ebenfalls den Kontrast zwischzen dekadenter Langeweile und Gewalt zeichnet (in Juliette oder Justine). Empfehlen kann ich den Text aufgrund seiner Grausamkeit nicht und was das Retro-Flair angeht, hält sich das auch in Grenzen ... da lies lieber die Generation Golf.

    Sven

  8. #7
    Benutzerbild von bubu

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    hi sven,

    die hab ich schon gelesen - danach brauchte ich auch erstmal ruhe

    grüße
    bubu

  9. #8
    Benutzerbild von momofirst

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    scheisse muss ich stumpf sein,ich fand das buch nur geil!!!naja,hatte auch schon mit 12 die zombie film welle fröhlich genossen!

  10. #9
    Benutzerbild von bubu

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    hi momofirst,

    könntest du noch schreiben, warum?

    grüße
    bubu

  11. #10
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Das Buch ist deshalb gut, weil es den Markenwahn, den es heute ja immer noch genauso gibt, total übersteigert. Aber das Wichtigste hat MaxiMan bereits gesagt, und ich kann es hier nur unterstützen: Das Buch ist aus der Sicht eines amerikanischen Börsenmaklers geschrieben, der sich mit den Elite-Marken umgibt. Als Deutscher (und für mich als notorischen Dispo-Überzieher) bietet es kaum Informationen.
    Was die Grausamkeiten angeht: Wenn Du bereits fragst, ob es nicht vielleicht zu grausam ist, dann habe ich den Verdacht, daß Du da eher sensibel eingestellt bist. In dem Fall: Lass die Finger davon.

    Da in solchen Fällen immer nur "Generation Golf" genannt wird, will ich hier zum wiederholten Male auf ein Buch hinweisen, das meiner Meinung nach den 80er Flair besser einfängt, als Illies' stumpfe Markenaufzählung:
    Frank Goosen: liegen lernen.
    Das ist für mich der beste Roman mit 80er Thematik.

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