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Hans Hartz?

Erstellt von nightrat, 11.03.2003, 22:55 Uhr · 14 Antworten · 2.981 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von nina96

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    Leider ist Hans Hartz im Dezember 2002 im Alter von 59 Jahren an Krebs gestorben.
    Requiescat in pace!

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Rallidai

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    @80Love

    Den Interpreten den du meinst war Hans Herbert-Völlig abgebrannt (Der kleine Tom) bei RCA erschienen und eine Spassversion des Liedes Majar Tom.
    Aber wenigstens hat er den selben Vornamen :-)))))

  4. #13
    Benutzerbild von hblome

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    Ich habe vor kurzem etwas über Hans Hartz gelesen.
    Z.B. soll die Beck's Bier Werbung "Sail Away" von ihm sein. Aber womöglich hat er es nur komponiert, denn gesungen wird's glaub ich von Joe Cocker.
    Außerdem war er früher der Frontman der Gruppe "Lake".

  5. #14
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Ich weiß nicht, heute sind soviele interessante Fragen hier, die ich am besten mit einem meiner Artikel beantworten bzw. kommentieren kann. Bitte werft mir nicht Selbstdarstellung vor (!).
    Zum Thema Hans Hartz nun mein Nachruf aus dem letzten Winter:

    Nachruf – Hans Hartz

    (08. Dezember 2002)

    „Die weißen Tauben sind müde, sie fliegen lange schon nicht mehr...“. Wer kennt sie nicht, diese unter die Haut gehende Rockballade aus den Boomzeiten der deutschen Friedensbewegung Anfang der 80er Jahre? Gesungen hatte sie damals, mit seiner unverwechselbaren, heiseren Stimme, der aus Husum stammende Sozialpädagoge und vormalige Frontmann der AOR-Rockband „Lake“, Hans Hartz. Nach seinem Auftritt mit den „weißen Tauben“ in der braven „ZDF-Hitparade“ zur Jahreswende 1982/83 avancierte der stets gefaßt und intellektuell wirkende Brillenträger schnell zum neuen Stern am deutschen Liedermacher-Himmel. Zusammen mit seinem Partner Christoph Busse komponierte und textete Hartz engagierte Umweltballaden, Rock gegen Turbokapitalismus und Ellenbogengesellschaft, grazile Anti-Kriegslieder – niemals mit erhobenem Zeigefinger, stets unpathetisch, erdverbunden und heimattreu. Obgleich Hartz zeitweise mit der linksradikalen „Friedensliste“ sympathisierte, waren seine Texte immer wieder von patriotischen Gedanken und nationalen Tönen durchzogen. Nach dem Top-20-Hit „Die weißen Tauben sind müde“ folgten 1983 mit „Nur Steine leben lang“ und „95 Tage“ weitere höchst erfolgreiche Singles; das Debütalbum „Sturm“ erklomm die Hitparaden, dicht gefolgt von der im Sommer 1983 veröffentlichten LP „Gnadenlos“. Eine erste Solotournee im April gleichen Jahres zeigte einen sympathischen Rockmusiker in schweißtreibenden Shows. Musikalisch zwischen Pianoballade, trockenem Blues und eingängigem Rock wurde Hans Hartz ein wichtiger Teil der einst blühenden Deutschrockszene der mittleren 80er, auch wenn ihm der große Durchbruch in die Sphären eines Peter Maffay oder Herbert Grönemeyer stets verwehrt blieb.
    In den ersten Februartagen 1984 erschien sein kreatives Meisterwerk „MorgenGrauen“, das sämtliche Themen des damals herrschenden Zeitgeistes gekonnt aufspießte und sanft, zerbrechlich, nur selten ironisch, aufarbeitete: Sekten („Wohin willst Du gehen“), Neonazismus („Einer ist mehr als genug“), Jugendgewalt („Die Stunde der Kindergang“), Politikverdrossenheit („Was machen die Politiker?“), Waldsterben („Vor meinem Fenster steht ein Baum“), daneben aber auch Geschichten einsamer Männer („Wie ein hungriger Wolf in der Nacht“) und deftiger Draufgänger („Hemmungslos“). Ein Jahr später enttäuschte jedoch die „Neuland Suite“, ein in seiner Gänze von Busse komponiertes Konzeptalbum über eine visionäre Endzeitreise, bei dem u.a. Udo Lindenberg und Nazareth-Sänger Dan McCafferty mitwirkten. Langsam ging es nun bergab mit Hans Hartz; handgemachter deutscher Rock war in der zweiten Hälfte der 80er allgemein wenig angesagt. Mit der munterem 87er-Popnummer „Verrückt nach Dir“ konnte Hans Hartz nur noch die Eingeweihten begeistern. Als sich er sich 1989 zudem von Christoph Busse trennte, die Plattenfirma wechselte und auf seinem Album „Halt mich fest“ einerseits mit seichtem Schlager, andererseits mit Dancefloor-Elementen sympathisierte, blieben die Fans weg und die CD lag wie Blei in den Regalen.
    In den 90er Jahren zog Hans Hartz nach Frankfurt/Main, gründete dort einen eigenen Musikverlag und meldete sich nur kurz, dafür aber heftig mit der – allerdings auf Englisch gesungenen – „Becks“-Werbung „Sail away“ in der Öffentlichkeit zurück. Die mediterrane Ballade befand sich 1991/92 wochenlang auf Rang 2 der Singlehitparaden. 2001 kündigte er im Hamburger „Alstermagazin“ ein neues Album an, das jedoch nie in einem Plattenladen auftauchte und größtenteils über das Internet vertrieben wurde. Ein durchschlagender Erfolg wurde „Echt Hartzig“ nicht mehr. Der Musiker und Sänger starb am 5. Dezember 2002 nach kurzer, schwerer Krankheit in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main. Für seine Fans gilt jedoch weiterhin ein Song aus „MorgenGrauen“: „Ich lebe noch / mitten unter Euch / und wenn es nicht so wäre / dann packt mich bei der Ehre / Ich lebe noch“. Wenn auch nicht mehr auf dieser Welt, so doch in den Herzen seiner vielen Fans!

  6. #15
    Benutzerbild von videorebell

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    10
    Hallo,

    genau, der Titel "Sail away" stammt bereits von 1991 und wurde seinerzeit auch von Hans Hartz persönlich in der Werbung gesungen. Erst Ende der 90er wurde das Stück von Joe Cocker gecovert. Komponiert/getextet wurde das Original von Vincent Promo und Timothy Touchton unter dem Label Pepone Music/Edition Paros-Stein Music (BMG Ariola), so die Info im Booklet von "Hits '91 International", wo der Hartz-Song drauf ist. Länge 3'30, für die, die's interessiert... ;-)

    Weitere Singles von Hans Hartz, die er in der ZDF-Hitparade sang, waren übrigens "Nur Steine leben lang" (1983) und "Musik aus der Ferne" (1984), mit denen er allerdings keine hohen Placierungen erreichte. Das gelang ihm jedoch auch mit den weißen Tauben im Dezember 1982 nicht: Damals wurde Hartz sogar Opfer eines TED-Fehlers. Seine Anrufe wurden im Endergenis nicht ausgewiesen, so daß er am Schluß mit 0,0% dastand (Platz 6 von 6)! Erst in der nächsten Sendung klärte Dieter Thomas Heck dann die Zuschauer darüber auf, daß Hartz doch auf dem 5. Platz gelandet sei. Das war dem Künstler versöhnlich genug, und so trat er - auch auf Bitten seiner Fans - noch ein paar Mal in der Hitparade auf.

    Grüße vom Videorebell
    :-)

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