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80's Titel als original Vinyl --> Cd-kopie erlaubt?

Erstellt von obsession, 06.09.2002, 11:49 Uhr · 7 Antworten · 1.080 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von obsession

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    Hallo !

    Ich denke, folgendes wäre eine Überlegung wert:

    Da ich neben CDs auch noch einige Vinyls (sowohl
    Maxis, als auch Alben) besitze, hätte ich mal eine
    Frage. Ich besitze zum Beispiel die Original-LP
    "Secret Agent" von Robin Gibb und habe mir diese
    auch in einigermaßen vernünftiger Qualität (von
    Soundbearbeitungsprogrammen unterstützt) von
    Vinyl zu CD gewandelt. Allerdings ist dieser Sound
    aufgrund des Alters der LP natürlich immer noch nicht mit
    dem der original CD-Pressung zu vergleichen. Ähnlich sieht
    es mit dem ersten Album von Craaft aus, welches
    ich sogar als Promo-LP habe.

    Wie sieht es rein rechtlich aus, wenn ich mir nun von
    jemandem, der z.B. diese Alben als CD-Ausgabe (falls jemand
    hier ist, der sie hat, bitte e-mail oder PN ) hat, brennen lasse?
    Wäre dies dann verboten, oder nicht? Ich habe ja
    das Original Album (als LP) rechtmäßig erworben und
    besitze dies in meiner Sammlung. Wer sollte ferner den
    Unterschied zwischen meiner (recht guten selbst-"gemasterten"
    Vinyl-to-CD Ausgabe) und der Kopie der Original-CD hören?

    Von PC-Spielen, die ich als Original besitze, darf ich mir
    ja auch eine Sicherheitskopie auf anlegen.

    Bevor jetzt jemand mit dem Vergleich VHS-Video / DVD
    kommt, leuchtet mir ein, daß das ein Unterschied ist,
    da auf einer DVD ja auch mehr geboten wird. Ebenso
    bei CDs, die extra neu remastered worden sind. Aber Mitte
    der 80er steckte das CD-Mastering scheinbar noch in den
    Kinderschuhen. Man muß alleine einmal den VU-Ausschlag
    einer 80er-CD mit einer aktuellen Produktion vergleichen,
    so daß der Sound (bis auf die bei einer Vinyl-LP leider auftretenden Verschleißerscheinungen) zwischen Mitt-80er-Vinyl und Mitt-80er-CD
    wohl identisch sein sollte. Ferner wird ja auch immer wieder
    behauptet, der Klang einer Vinyl-LP sei besser (wärmer) und nicht
    so steril.

    CU Obsession

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Christoph

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    Bin kein Jurist, aber hier wird ja immer wieder vorgetragen, dass man sich für private Zwecke eine Kopie eines Tonträgers anfertigen darf. Ebenso ist nix dagegen einzuwenden, wenn Dir ein Freund einen Tonträger kopiert/zusammenstellt. Wenn Du dann auch noch einen Rohling speziell für Audio nimmst, hast Du sogar mit dem Kaufpreis eine GEMA-Gebühr entrichtet - das ist gut für das Gewissen.
    Für mich persönlich kommt immer noch hinzu, dass Du ja leider nicht in den Laden gehen kannst, und Dir zum Beispiel jene "secret agent" CD kaufen kannst. Also kann niemand behaupten, Deine Kopie wäre eine gekaufte CD weniger. (Ganz im Gegenteil, sie ist ein gekaufter AudioCD-Rohling mehr)
    Ich glaube auch, dass es nicht das primäre Problem einer Plattenfirma ist, wenn sich jemand eine nicht mehr erhältliche CD für seine persönliche Freude kopiert. Deren Problem ist doch eher, dass massenweise neue (und damit noch erhältliche Ware!) kopiert und dann illegal verkauft wird.

    Also wie gesagt, das ist alles nicht juristisch verbindlich, die beschriebene Praxis aber in meinen Augen absolut okay!
    Gruß
    Christoph

  4. #3
    Benutzerbild von obsession

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    Danke für Deine Erläuterungen. Stimme Dir in allen Punkten zu !

    Auch wenn wir das "Rare-CDs-zu-Horrorpreisen"-Thema jetzt
    schon öfter hatten: Der einzige, der bei den CD-Raritäten den
    Gewinn macht, ist der Verkäufer... Und zwar mit einer
    Gewinnspanne pro CD, von der die Industrie nur träumen
    kann. Deswegen schadet man bei nicht mehr erhältlichen
    CDs wohl kaum der Industrie, sondern eher dem eigenen Geldbeutel...

    Die beste Möglichkeit der Plattenfirmen wäre, rare
    Alben (und welche das sind, dürfte auch denen bekannt sein)
    (wieder) zu veröffentlichen. Daß dies sogar zu einem
    vernünftigen Preis funktioniert, zeigen die CD-(Re-)Releases
    von Moti Specials "Motivation" (sogar mit Bonus-Tracks, aber
    dafür schlecht gemastered) oder Michael Cretus Legionäre.
    Auch im Hard Rock-Bereich wurden nach etlichen Jahren
    voller Bootlegs endlich ein paar alte CDs mit Bonustracks
    wieder neu aufgelegt (z.B. der feuchte Traum aller
    Melodic Rock-Fans: Treat - Dreamhunter) oder Skagarack,
    Vinnie Vincent, usw.)

    Wo bleiben also bitte...
    ...in der Hoffnung, daß jemand an den richtigen Hebeln mitliest...

    - Craaft - same (1986)
    - Pia Zadora - Little bit of heaven
    - Robin Gibb - Walls have eyes
    - Robin Gibb - Secret Agent
    - Real Life - Heartland
    - Robert Tepper - No easy way out & Modern Madness
    - Stan Bush & Barrage - same (1987)
    - TXT - What about you

    usw... usw... usw...

    Werde wohl gleich nochmal einen Thread aufmachen,
    in der man posten kann, welche Alben, dringend
    auf CD wiederveröffentlicht werden sollten...

    CU Obsession

  5. #4
    Benutzerbild von Christoph

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    Diesmal kann ich Dir nur zustimmen!!
    Übrigens:
    Von Real Life ist das Album "heartland" bereits neu aufgelegt, allerdings zahlen viele Unwissende auch für diese "Neuheit" bereits Unsummen. Die Scheibe ist allerdings auch nur in Australien erschienen, und die sehr interessante Album-Version von "catch me i´m falling" ist durch die hinreichend erhältliche Singleversion ersetzt worden - schade!
    Und bezüglich der Horrorpreise: eindeutig sind viele Profis bei ebay am Werke, die das also zum Nebenverdienst machen. Bin mir sicher, dass die keine Steuern zahlen (Umsatzsteuer zum Beispiel). Ganz korrekt ist das also auch nicht...
    Egal, was soll man sich aufregen!
    Gruß

  6. #5
    Benutzerbild von obsession

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    Du kennst nicht zufällig eine Bezugsquelle,
    wo man die Real Life-CD hier in Deutschland
    günstig und ohne Kreditkarte bestellen kann?

    Im Falle von Robin Gibb verstehe ich auch nicht,
    warum die Plattenfirma die CDs nicht wieder
    veröffentlicht. Der Mann ist durch die "Bee Gees"
    wohl weltweit bekannter als manch andere
    Gurke, die heute in den Hitparaden rumspukt.
    Naja, vielleicht meldet sich ja jemand, der die
    CD(s) von ihm hat.

    CU Obsession

  7. #6
    Benutzerbild von obsession

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    Übrigens:
    In der aktuellen PC Praxis ist ein kurzes Statement
    von Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin.
    Dort sagt sie, daß jemand (sie nimmt das Beispiel
    eines Schülers), der sich ein Musikstück aus dem
    Internet saugt, um es dann auf CD-Rs zu brennen
    und an seine Freunde in der Schule weiterzugeben,
    straffrei bliebe, da es ihr nur um die gewerbsmäßigen
    Rechteverletzer gehe.

    Eine vernünftige Einstellung hat die Frau !

    Dann kann ich ja hier auch ruhigen Gewissens
    nach einer Kopie der Robin-Gibb-CDs fragen

    CU Obsession

  8. #7
    Benutzerbild von hechicero

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    Paßt hier gerade ganz gut her, habe ich von yahoo.de. Untermauert im übrigen meine Auffassung, daß die Musikindustrie einfach mal tief und fest schläft...



    "......Die Musikbranche macht trotz anders lautender Studien erneut die Online-Musiktauschbörsen und Musik-Portale für ihre weiter sinkenden Umsätze verantwortlich. Die Verkäufe von Audio-CDs seien in den USA im ersten Halbjahr 2002 um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen, teilte der Verband Recording Industry Association of America (RIAA) mit.

    Schuld daran sei vor allem das illegale Herunterladen von Musik aus dem Internet und das illegale Kopieren von CDs, hieß es. Dies habe eine Studie der Marktforschung Peter D. Hart Research Associates unter 860 Internet-Musik-Konsumenten ergeben. Danach hätten 41 Prozent derer, die mehr Musik herunterladen als noch vor sechs Monaten, auch entsprechend weniger CDs als vor diesem Zeitpunkt gekauft. Die Zahl der beschlagnahmten CDs sei im gleichen Zeitraum um 69,9 Prozent gestiegen. Erst vor rund zwei Wochen war das Marktforschungsinstitut Forrester Research in einer Studie auf ein gegenteiliges Ergebnis gekommen. Eine ganze Reihe anderer Ursachen sei für die Umsatzeinbußen verantwortlich, darunter zum Beispiel die allgemeine wirtschaftliche Rezession sowie die Konkurrenz durch Video-Spiele und DVDs, hieß es. Die Marktforscher von Ipsos Reid und Jupiter hatten zuvor in Umfragen herausgefunden, dass Nutzer von Tauschbörsen genauso viel oder sogar mehr Geld für den Kauf von CDs ausgeben würden.

    Vor einigen Tagen hatte im gleichen Zusammenhang Jerry Del Colliano, Chef der amerikanischen Website Audio-Revolution, auf eine Studie der RIAA reagiert, die die These zu untermauern versuche, dass der allseits beklagte Umsatzrückgang im direkten Zusammenhang mit den Internet-Tauschbörsen stehe.

    Colliano warf der Musikindustrie vor, mit Ihrem Vorgehen "eine ganze Generation vom Musikgenuss zu entfremden". Jugendliche hätten ein monatliches Budget von 20 Dollar für Musik und andere Unterhaltungsdienste. "Die CD gehört zu einer aussterbenden Generation, heute sind DVD, Videospiele und Handys auf den oberen Plätzen", so Colliano. Die Musikindustrie habe es versäumt, mit attraktiven Musik-Angeboten und technischen Lösungen konkurrenzfähig zu bleiben........."

  9. #8
    Benutzerbild von hechicero

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    Zweiter (noch interessanterer) Teil:

    Studie: Das Web rettet die Musikindustrie

    Die Tauschbörsen Kazaa, Napster, Bulbster und Co. haben der laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" keinerlei Einfluss auf den Verkauf von Musik-CDs. Das Blatt beruft sich dabei auf die Angaben des Marktforschungsunternehmens Forrester Research.

    Die Musikindustrie gibt den illegalen Tauschbörsen im Web die Schuld am Umsatzrückgang von 15 Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Die Analysten konnten diese Behauptung in einer Untersuchung des US-Musikmarktes jedoch nicht bestätigen, so Forrester Research.

    Die Marktforscher gehen sogar noch einen Schritt weiter und raten der Musikbranche zum Web mehr denn je. Sie gehen davon aus, dass auf Dauer legale Internet-Dienste und kommerzielle Downloadangebote die Umsätze der Musikindustrie retten werden.

    "Es besteht kein Zweifel, dass die Zeiten für die Musikindustrie sehr schwer sind, aber der Grund dafür liegt nicht in der Möglichkeit, Musikstücke online herunterzuladen", konstatiert Forrester-Analyst Josh Bernoff.

    Eine ganze Reihe anderer Ursachen sei für die Umsatzeinbußen verantwortlich, darunter zum Beispiel die allgemeine wirtschaftliche Rezession sowie die Konkurrenz durch Video-Spiele und DVDs. Eine Befragung unter 1000 Online-Konsumenten in den USA habe keinerlei Anhaltspunkte dafür geliefert, dass Kunden, die häufig digitale Musikangebote nutzten, weniger CDs kaufen würden.

    Bereits im Jahr 2007 werde die Musikindustrie mit digitalen Abo- und Kaufangeboten rund zwei Milliarden Dollar und damit rund 17 Prozent ihres Gesamtumsatzes machen.

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