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Abgestürzte Hoffnungsträger

Erstellt von Muggi, 22.04.2005, 15:53 Uhr · 54 Antworten · 4.865 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    "Sensationelle" Rock-/Pop-Entdeckungen, bei denen nix nachkam - diese Reihe läßt sich auch für die 90er Jahre fortsetzen. Mir fallen spontan ein:
    - Pearl Jam
    - Four Non-Blondes

    Mir scheint, eines haben fast alle hier diskutierten Fälle gemeinsam: Anders als bei den gewöhnlichen Retorten-Pop-Eintagsfliegen handelte es sich bei den meisten von ihnen grundsätzlich erstmal um ernsthafte Musiker (unabhängig jetzt von persönlichen Geschmacksfragen). und ich glaube, genau das ist der Grund, weshalb bei ihnen die Techniken der medien"hype"-basierten Karrieresteuerung nicht dauerhaft funktioniert haben: Es liegt bei diesen Fällen einfach ein ganz anderer Charakter-Typ vor als bei den "Ich-will-Popstar-werden"-Leuten:

    - Ernsthafte Musiker lassen es sich zwar am Anfang, wenn sie das Geld brauchen, gefallen, im Rock-/Pop-Feuilleton als "die Neuentdeckung des Jahres" gehypet zu werden. Aber wenn sie sich erstmal ein vernünftiges Auskommen gesichert haben, verhalten sie sich nur noch wie reine Künstler: Sie nehmen z. B. keine aufgesetzten Stilwandlungen vor, nur um interessant bleiben. Und wenn sie das Gefühl haben, "nichts mehr mitzuteilen zu haben", bringen sie auch einfach mal keine neue Platte raus.

    - Leute hingegen, die v. a. scharf darauf sind "Popstar zu werden" (und zu bleiben) und das Rampenlicht lieben und das ganz große Geld anstreben, würden, wenn sie erstmal das Glück eines solchen Anfangs-Hype hatten, die Karriere-Zügel niemals so schleifen lassen! Sie hören stets auf ihren Manager, und wenn ihnen die kreativen Ideen ausgehen, lassen sie halt andere für sich schreiben oder bringen zur Not auch zweitklassike Platten auf den Markt, um zumindest im Gespräch zu bleiben.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von [RaiN]

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    Fools Garden ist übrigens auch so ein Beispiel... von ihnen wurde ja auch vielerorts gesagt dass da noch viele Hits folgen werden. Ich höre gerade "Fool's garden - Lena" und bei dem Song merkt man dass sie doch mehr als nur ein Beatles-Abklatsch (wie sie ja auch oft betitelt wurden) sind Schöner Rock-Song. Mal sehen was mit ihrer neuen Single "Man of Devotion" passiert, hab die leider bisher noch nicht gehört.

    SRT

  4. #23
    Benutzerbild von falkenberg

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    Diese Trennung in "ernsthafte Musiker" und solche, die "Popstar werden wollen", ist ziemlich weit hergeholt. Auch die von Muggi vorgenommene Unterscheidung in "abgestürzte Hoffnungsträger" und "One Hit Wonder" ist ziemlich subjektiv. Natürlich wird alles, was von den Plattenfirmen gestützt wird (und das ist längst nicht alles, was auf den Markt geschmissen wird), auch entsprechend gewürdigt und erst mal hochgejubelt. Irgendjemand setzt da immer Erwartungen rein. Woran es dann scheitert (der Begriff ist eigentlich falsch, s. u.), ist eine andere Frage und längst nicht immer vorherbestimmt.

    Wenn eine Band oder ein Sänger plötzlich nix mehr rausbringt, kann das ganz verschiedene Ursachen haben, die mit Scheitern nix zu tun haben müssen. Wer sofort bei einem großen Label gestartet ist, muss natürlich sofort kommerziell erfolgreich sein, sonst ist Schluss. Von guten Kritiken kann man sich nix kaufen. Andererseits sind viele Bands von Anfang an nur auf begrenzte Aktivitätsdauer angelegt. Nicht jeder, der Musik veröffentlicht, ist Berufsmusiker. Gerade im überlicherweise unter der Rubrik "Independent" vermarkteten Bereich ist es absolut üblich, dass die Musik nur Hobby ist. Da rücken dann zwangsläufig irgendwann mal andere Prioritäten in den Vordergrund, und dann ist eben Schluss oder es gibt eine längere Pause.

    Wer direkt als Anfänger in die Charts kommt, ist in aller Regel sowieso nicht das, was hier als "ernsthafter Musiker" bezeichnet wurde. Das ist dann auf schnellen Erfolg (oder Misserfolg) angelegt. Und wenn ein Anfänger auf breiter Ebene als erfolgversprechend angesehen wird und entsprechende Kritiken erhält, dann ist da auch eine gehörige Portion Schleimerei dabei. Es mag vielleicht auch an meinem Desinteresse am Massenmarkt liegen, das ich so was prinzipiell nicht ernst nehme.

  5. #24
    Benutzerbild von amarok90

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    Noch zwei Beispiele aus deutschen Landen: Jule Neigel und die Rainbirds.

  6. #25
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Aus den 90ern hätte ich noch:
    - Meredith Brooks
    - Chumbawamba
    - Sheryl Crow (wobei noch alle paar Jahre eine Single auftauchte, aber nicht mehr so erfolgreich)
    - Rage Against The Machine (ähnlicher Verlauf: nach dem erfolgreichen Debütalbum später noch wenige eher unbekannte Songs wie "No Shelter")
    - Hootie & The Blowfish
    - Des'ree (erster Hit 1991, Comeback 1998 mit Ohrwurm "Life", und heute?)

    Die machten auf jeden Fall gute, handgemachte Musik, teils mit erfolgreichem Erst-Album und mehreren Auskopplungen.
    Hoffnungsvoll klangen auch die ersten Hits von z.B. Spin Doctors, Soul Asylum, The Cardigans, Jessica Folcker, wobei es hier wieder schwieriger wird, zwischen abgestürzten Hoffnungsträgern und One-Hit-Wonders zu unterscheiden, denn die hatten meist nur einen bis max. zwei bekannte Songs. Chumbawamba hatten 1994 schon einen Knaller mit "Timebomb", erfolgreich wurde dann erst das 1997er Album "Tubthumper". Nennen könnte man aus den 90ern vielleicht auch noch Everything But The Girl, die hatten in den 80ern schon Veröffentlichungen, den größten Erfolg dann aber Mitte der 90er, und das war's dann.

  7. #26
    Benutzerbild von [RaiN]

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    naja... Solche die anderswo ihren Erfolg haben als in Deutschland würde ich in diesem Thread nicht zählen. Meredith Brooks ist glaub ich grade irgendwo wieder in den charts... ich weiss nur grad ned wo *g*

    Sheryl Crow hat auf jeden fall grossen Erfolg in USA und UK.

    Des'ree hatte auch ein paar Erfolge in Uk... vorallem Alben glaub ich aber.

    SRT

  8. #27
    Benutzerbild von Scheul

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    Ich kann mich noch dran erinnern, daß JOSHUA KADISON im Radio als der neue ELTON JOHN hochgelobt wurde. Was aus ihm geworden ist weiß ich jetzt aber auch nicht ... Schade, hatte eine gute Stimme und die Lieder die ich kenne, finde ich auch sehr hörenswert.

  9. #28
    Benutzerbild von Muggi

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    Otto postete
    Mir fallen gerade noch VAYA CON DIOS ein. Die Stimme der Sängerin wurde auch ziemlich hochgelobt. Nach ein paar mehr oder weniger großen Hits wurde es schon nach ca. 2-3 Jahren still um diese Gruppe.
    Die haben aber 4 sehr gute Alben rausgebracht (die ich alle besitze). Ein wenig gab's einen Bruch, als nach dem Erfolgsalbum "Night Owls" Dirk Schoufs (der Bassist, der im "What's A Woman"-Video den Biker spielt) an jahrelangem Drogen- und Alkoholmißbrauch starb.

  10. #29
    Benutzerbild von Muggi

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    Da mir am Wochenende wieder mal der "Cinderella"-Film untergekommen ist, fällt mir gleich Bonnie Bianco ein. Ich meine, das Mädel hatte wirklich eine tolle Stimme, sah gut aus und nachdem der Film mit einiger Verspätung in Deutschland (Ost und West!) gezündet hatte, dachte man auch, dass da jetzt eine Weltkarriere folgt. Nun ja...war wohl nix...

  11. #30
    Benutzerbild von Rantanplan

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    THE GO GO'S, riesenerfolg in Amerika, nach drei alben war aber leider schon schluss. Ok, dafür brachte es Belinda Carlisle in Europa doch noch zu einem kleinen erfolg, aber das 4 reunion Album 'GOD SAVE THE GO GO'S' im 2001 ( oder so) fand leider kaum Beachtung.

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