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Discos in den 80ern (augenzeugen gesucht)

Erstellt von Die Luftgitarre, 10.10.2002, 15:03 Uhr · 16 Antworten · 8.556 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Caro

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    Das Zauberwort heisst denke ich "Grossraumdisco", die sind halt in den 80´s so richtig populär geworden, und dort wurde halt meist Chartzeugs oder Dance gespielt, in allen Spielarten die so angesagt waren.
    Geöffnet wurden diese nur Freitags & Samstags ab 21 Uhr, richtig Stimmung gabs aber auch erst ab 0o Uhr, da diese "Tanzhallen" aber oftmals im Umland der Grosstadte liegen, und eine längere Anreise mit Bus oder Taxi (man wollte ja auch was trinken *gg*) dazu gehörte.

    >>>> An diesen Beitrag kann ich mich nur anschliessen. Bei uns gab es auf dem Land (damals "E-dry" in Geldern) auch so eine Art Disco-Zentrum - da war ich persönlich erst 1984 das erste Mal. Eintritt kostete 8 DM und ein Getränk der Wahl war drin erhalten - bis auf Leitungswasser bliebs dann dank dürftiger Schülerkasse auch dabei *gg*. Das besondere waren halt die aufgegliederten Räume - Grossraum-Disco mit sehr fetziger Discomusik - klassisch kleine Disco mit etwas schwofiger Musik (wunderbar zum Anbaggern), Pizzeria und so eine Art Riesen-Wintergarten mit verschiedenen Pavillions und entsprechenden kleinen Speisen und Getränken. Und vor 12.00 brauchte man da gar nicht anzutanzen - und DAS war damals das besondere und tierisch anstrengend. Wir Kids von damals konnten so wenig Schlaf noch nicht so gut vertragen ( gab da auch noch keine bunten Pillchen *zum Glück*).
    Ein wenig später kam die "Königsburg" in Krefeld dazu, das fanden die meisten damals dann noch toller - weiss nicht aber nicht, warum. Ich fand das Konzept in Geldern damals besser - sicher gibt es den Laden gar nicht mehr, bin gaanz weit weggezogen aus dem Rheinland.

    Grüssle

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Selena2204

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    Zunächst mal an Caro:
    Ich komme zwar aus einer Grosstadt im Ruhegebiet aber das E-Dry in Geldern war bei uns Ende der 80ger auch sehr beliebt.
    Und ich kann Dir verraten, das gibt es bis heute noch!!
    (schau mal unter http://www.e-dry.de)


    In der Stadt selber gab es kleine bis mittlere "reine" Discos, d.h. ein Raum mit Theken, Tischen und Tanzflächen.
    Der Vorteil, weil ja alles nebeneinander lag, man ging vorher gemütlich in eine Kneipe oder Imbiss und ab 22.00 dann in die Disco.

    Grossraumdiscotheken waren damals sehr günstig, z.B. gabs eine, da hatte man 10 DM Mindestverzehr, dafür gabs dann entweder 5!! Colas oder eine grosse Pizza+Cola.

    An Getränke wie Blue Curacao, Pernod Cola oder auch Batida mit Kirschsaft kann ich mich aber auch noch erinnern - Ende der 80ger war bei uns bei Discothekenbesuchen allerdings tatsächlich nüchtern mit Cola angesagt.

    Gruss Claudia, ebenfalls eine ganz Neue

  4. #13
    Benutzerbild von italomaster

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    Hi,

    Ja, ich kenne die KoeBurg wohl auch, das war's damals! Wer da hinfuhr, war hip!

    Aber auch der TarmCenter in Bochum war der reine Wahnsinn! Die LaserShow um 0:00 Uhr war damals der absolute Brenner, gab's ja kaum.

    Ach, das waren noch Zeiten...

  5. #14
    Benutzerbild von 80waymusic

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    Ihr werdet lachen, war letztens mal in Mainz im KUZ zu einer Ü30 Party....und was soll ich sagen...das Ding ist genauso geschmacklos aber gemütlich wie eine typische Ostdeutsche Disco eingerichtet,wie sie in den 80ern in jeder Stadt/Dorf zu finden war! Und genauso voll!

    Nur die Birne habe ich mir hier nicht weich bekommen, da nimmt mir keiner die Ostmark mehr ab :-(

  6. #15
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    Die Discos in den80ern waren wohl eine ganz besondere Form. Hier in der Gegend war es so das die Läden Freitags und Samstags um 20 Uhr öffneten, nur am Sonntag ging es teilweise schon am Nachmittag los, und meistens auch schon um 20:30 Uhr recht gut besucht waren. Je nach Besucherzahl wurde die Kasse gegen 00:00 – 01:00 Uhr geschlossen und man kam für die letzten Stunden umsonst in den Laden.

    Die Preise waren eigentlich auch erschwinglich, denn auch als armer Azubi und Arbeitsloser konnte ich mir noch leisten jedes Wochenende mit Freunden in der Disco abzufeiern. So lag der Eintrittspreis zwischen 3,- und 5,- DM. Auch die Getränke haben uns nicht an den Bettelstab gebracht. Soweit ich mich erinnere kostet eine Flasche Bier zwischen 2,- und 2,50 DM. Bei den Mischungen waren die (hier jedenfalls) beliebten Kornmischungen (Korn mit Cola, Zitronenlimo oder Orangenlimo) am günstigsten und lagen je nach disco und Glasgröße 2,- bis 3,- DM. Die „harten“ Mischungen (Whisky – Cola, Bacardi – Cola, Rum – Cola, Weinbrand - Cola und Wodka – Orangensaft) lagen zwischen 3,- und 4,5 DM. Die „Mädchengetränke“ (Bols Blau mit Orangensaft, Sekt mit Orangensaft) kosteten durch die Bank 3,- DM. Daneben gab es auch noch die „Kurzen“ (Korn, Apfelkorn, Kosakenkaffee, Kümmerling, Jägermeister) die für 2,- DM zu haben waren.

    Der Clou in den Discos hier in der Gegend war dann auch die „Happy-Hour“, denn je nach Disco und Angebot bezahlte man pro Glas entweder 50 Pfennig oder 1,- DM (also gab es dann manchmal für 5,- DM 10 Gläser Whisky-Cola!!). auch gab es zu der Zeit in den Läden hier so große Karaffen (0,33 l „Schnaps“ plus 0,7 l Cola oder Limo), die normalerweise zwischen 15,- bis 20,- DM kosteten in der „Happy Hour“ für 10,- DM. Allerdings wurde auch oft schon auf dem Parkplatz im Auto „vorgeglüht“, denn trotz der relativ günstigen Preise wurde es noch billiger wenn man sich eben mit mehreren Leuten zwei oder drei Flaschen „Schnaps“ plus Cola, oder einen Kasten Bier, kaufte und eben vor dem Discobesuch eben im Auto vernichtete. So manch eine Clique hatte einen alten VW-Bus, der eben als „Disco-Bus“ herhalten. Es war schon seltsam, denn egal ob Sommer oder Winter, das klappte immer und öfters wurde dann auch mit mehreren Leuten im Auto oder Bus übernachtet.

    Die Innenarchtektur der Discos war doch recht identisch und die großen Unterschiede bestanden eigentlich nur in der Dekoration und der Größe. Meistens gab es im Eingangsbereich einen Imbißstand oder eine Snackbar, eine Bar mit Sitzgelegenheiten und eben Tische und Stühle, dort war die Musik nicht ganz so laut und man konnte sich eher unterhalten. Dann ging es in den Hauptteil mit der Tanzfläche in der Mitte, die wurde flankiert von Sitzecken mit kleinen Tischchen (oft aus alten kleinen Bierfässern mit einer Holzplatte). An der Stirnseite befand sich meistens der Haupttresen (ohne Sitzgelegenheiten) und davon gegenüber befand sich die Bühne mit dem DJ-Pult. Auf der Bühne war recht viel Platz, denn dort spielten oftmals auch Live-Bands. Zur obligatorischen Ausstattung gehörte auch seine „Sektbar“, die befand sich etwas ausserhalb des Schallbereichs der Boxen und bot neben Barhockern oftmals auch „Kuschelecken“ in die man sich mit seiner jeweiligen „Flamme“ verkriechen konnte.

    Später kamen dann die Großraumdiscos in Mode, die aber im Grunde auch nicht anders waren, nur gab es da eben mehrere thematisch unterschiedliche kleine Discos unter einem grossen Dach, so wie eben das „Pahlazzo“ in Pahlen oder das „MicMac“ in Kaltenkirchen.

    Aufgrund wechselnder DJs war auch die Musik immer wieder anders. Waährend der eine DJ des öfteren mal Funk und Soul auflegte, kamen bei einem anderen DJ dann eben auch mal härtere Rockscheiben oder Rockklassiker auf den Plattenteller. Der Hauptteil der Plattenauswahl richtete sich aber nach den aktuellen Hitlisten und den Wünschen des Publikums. Der DJ musste also immer eine gute Mischung in seinen Koffern haben und auch musste er anhand des Publikums auch entscheiden welche Scheiben dann zu welchem Zeitpunkt die Tanzfläche füllen würden. Da standen dann manchmal 5 große Koffer voller Singles und Maxis neben dem Pult und dann begann die Suche. Als Standard waren dann eben die Engtanzrunden und auch die Trinklieder angesagt. Dabei musste man aber auch aufpassen, denn sobald sich die Tanzfläche zu sehr leerte musste etwas anderes an die Reihe kommen. Und zu voll durfte es auch nicht werden, denn dann lief das Geschäft am Tresen nicht so gut.

    Als besonderes Kapitel in Sachen Disco gab es dann auch noch die Zeltfeste. Eine Zeitlang feierte jedes Dorf und jeder Verein irgendein Jubiläum oder sonstein Ereignis mit einem dreitägigen Zeltfest. Das begann am Freitagabend und endete dann meisten mit einer Sonntagsnachmittagsdisco für die Kinder. Da war es dann auch oft so das die richtige Party auf dem Parkplatz abging, jedenfalls in Sachen Alkohol, und der Aufenthalt im Zelt eher sporadisch war. Da stand der „harte Kern“ eben drei Tage lang mit dem Auto auf dem Parkplatz und es wurde durchgemacht. Sanitäre Anlagen waren ja vorhanden und so konnte man es auch durchhalten.

  7. #16
    Benutzerbild von gently69

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    Zitat Zitat von 80waymusic Beitrag anzeigen
    Ihr werdet lachen, war letztens mal in Mainz im KUZ zu einer Ü30 Party....und was soll ich sagen...das Ding ist genauso geschmacklos aber gemütlich wie eine typische Ostdeutsche Disco eingerichtet,wie sie in den 80ern in jeder Stadt/Dorf zu finden war! Und genauso voll!
    Wo ich das hier so lese ... diese Ü30 Party im Mainzer KUZ kenn ich auch. Kann es aber leider nicht mit ner ostdeutschen Disco vergleichen. Da war ich nur mal bei so ner kleinen Dorf-Disse. Hat mein Vater damals für den DJ, was ein entfernter Cousin von mir war, noch Platten über dir Grenze geschmuggelt. Äußerst riskant.

  8. #17
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Hier in Essen gab es eine sagen wir"Popperdisco"mit dem alles sagenden Schild"Eintritt nur mit Referenzen".Das war zu der Zeit ein Golf Cabrio und ein Oliba.Modell Traumwelt hieß der Laden und war stink langweilig.
    Das Kaleidoscope war in Essen der Anlaufpunkt für Waver und solche,die meinten sie wären welche...

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