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Was ist ein bootleg?

Erstellt von Nicole, 13.12.2001, 16:09 Uhr · 6 Antworten · 1.244 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Nicole

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    Hallo,
    immer wieder lese ich dieses Wort: Bootleg.....ich hab ja Fantasie, aber ein Stiefelbein ist damit ganz bestimmt nicht gemeint. Was ist das also? Sowas wie ein Demotape, unveröffentlichtes Material oder was?
    Bitte macht mich ein bißchen schlauer!
    Nicole

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von masterchief

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    also ein bootleg ist ein maxi/lp/cd/video mit material audio oder visuell wofür keine royalties (gemagebühr z.b.) bezahlt werden. also künstler, plattenfirma und verlag gehen leer aus. (ALSO ILLEGAL)

    ciao

  4. #3
    Benutzerbild von Imaginary Boy

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    Es stimmt schon, was masterchief sagt, daß bootlegs eigentlich illegal sind. Jedoch scheinen sich gema und Konsorten mittlerweile an dieses Phänomen gewöhnt zu haben, da es z.B. im Internet schon seriöse Seiten gibt, auf denen bootlegs angeboten werden. Ganz begehrt sind die Teile bei Leuten, die Ihre Sammlung zu einer Band komplettieren möchten und das bedeutet, daß die Preise machmal in astronomische Höhen schnellen.
    "Bootlegs" sind aber nicht gleich "deepdances". Bei denen Teilen sollte man doch etwas vorsichtiger sein. Vor kurzem gab es mal nen Thread zu dem Thema.
    Irvine

  5. #4
    Benutzerbild von hoodle

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    Hallo,

    also ich denke den Begriff "bootleg" kann man vielleicht am besten als "nicht authorisierter Mitschnitt" übersetzen, obei es eigentlich keine wörtliche Übersetzung gibt. Ein bootleg kann auch ein Live-Mitschnitt von einem Konzert sein, der mit einer kleinen Handkamera aufgenommen worden ist.

    Viele Grüsse.

  6. #5
    Benutzerbild von Italofan

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    Soweit ich das mal recherchiert habe, gab es die ersten "Bootlegs" schon nach dem Durchbruch der Vinyl-Platte für den Hausgebrauch, das müßte also in den 50er Jahren gewesen sein. Ich kann mich aber auch irren. Es waren wohl damals Mitschnitte von Konzerten oder LP´s mit Zugaben.

    Italofan

  7. #6
    Benutzerbild von Gosef

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    Offizielle Meinungen dazu:
    "Bootleg wird häufig -juristisch korrekt- mit Raubpressung und Counterfeit gleichgesetzt, zumal von Plattenfirmen. Rockfans und Rockplatten-Sammler machen allerdings einen (im Grunde moralischen) Unterschied und benutzen den Begriff in der Regel nur für Schallplatten, die Musik enthalten, die während der Live-Konzerte von Bands und Einzelmusikern entstanden sind. Diese Aufnahmen -oft von schauerlicher Qualität- werden mit Hilfe von Cassettenrecordern gemacht, die -so will es die Legende- im Stiefelschaft (bootleg) in den Konzertsaal geschmuggelt wurden. Den Platten, die mit diesen Aufnahmen gefüllt werden, werden ein besonderes Cover und ein eigenenr Name mit auf den Weg zum Fan gegeben. In der Regel sind die Käufer dieser Bootlegs ergebene Anhänger der jeweiligen Band und besitzen deren sämtlichen legalen Tonträger. (...) für den 'normalen' Rockhörer dürften Bootlegs nur eine untergeordnete Rolle spielen sie sind in der Regel nicht ohne weiteres zu erhalten. (...) Musiker selbst stehen Bootlegs im beschriebenen Sinne häufig indifferent gegenüber: Einerseits haben Rockmusiker Bootlegs schon mit ihrem Namenszug versehen, andererseits benutzen sie selbst das schillernde Wort für ihre Platten (Paul McCartney: The Official Bootleg)."
    (rororo, Das neue Rocklexikon, Graves/Schmidt-Joos/Halbscheffel)
    Alternativ/ergänzend dazu:
    "(...) Der Begriff ist in den zwanziger Jahren während der Prohibition in den USA für die Herstellung und den Vertrieb von schwarz gebranntem Alkohol aufgekommenwar dann aber schon in den dreißiger Jahren für die ersten Raubpressungen einzelner Jazz- und Bluesaufnahmen gebräuchlich. (...) Das erste weltweit bekannt gewordene Bootleg war ein 1969 unter dem bürgerlichen Namen Bob Dylans, Robert Zimmermann, veröffentlichtes Doppelalbum, 'Great White Wonder'. Die Pink Floyd bootlegs 'Tour 72' und 'Tour 74' sollen sogar Auflagenhöhen bis zu 150.000 Stück erreicht haben. (...) Inzwischen haben sich auch eigens auf diese Praxis spezialisierte sog.Boot-Labels entwickeltunter denen das bekannteste 'Trade Mark Of Quality' (TMOQ) in den USA ist. (...) einige Bootleg-Hersteller überweisen aus ihrem Verkaufserlös sogar Tantiemen an die Musiker."
    (Atlantis - Schott, Handbuch der populären Musik, Wicke/Ziegenrücker)
    "(...) Mitunter verhindern Musiker das Erscheinen einer bereits fertiggestellten LP. Prince beispielsweise ließ sein Black Album nicht veröffentlichen. Die Erwartungen der Fans waren aber bereits durch Berichte in Zeitschriften derart hochgeschraubt, dass sich Bootlegs/raubpressungen der LP leicht verkaufen ließen. Die Wege, auf denen das Material (...) an die Raubpresser gelangen, sind verschlungen und oft nicht zu durchschauen. Häufig gibt es auch Rundfunk- und Fernsehübertragungen, die sich bequem zuhause mitschneiden lassen und über eine gute Qualität verfügen."
    (rororo, Sachlexikon Rockmusik, Halbscheffel/Kneif)
    Nu isses halb zwei, jetzt muss Gosef inne Heia. Morgen mehr zu dem Thema.
    Gruß
    der müde Gosef

  8. #7
    Benutzerbild von monofreak

    Registriert seit
    05.10.2001
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    791
    Momentan sind viele Bootlegs in DJ Kreisen unterwegs, die neue House-Mixe der alten Klassiker enthalten. Manche von denen gelangen dann auch offiziell als CD unter die Leute (aber viel später) z.B. Sun is shining von Funkstar de Luxe vs. Bob Marley oder Electric Avenue von Eddy Grant. Manchmal klappt es dann nicht mit der offiziellen VÖ und es wird ein Ersatz gefunden, die aktuelle Cover Version von Total Eclipse Of The Heart (ich glaube von Jan Wayne feat. Lena) war zuerst als Bootleg mit Original Stimme von Bonnie Tyler draußen. Von Madonnas Bootleg Like A Prayer 2001 wirds wohl auch keine offizielle Variante geben.

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