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Was kam nach den 80ern ?

Erstellt von Closelobster, 02.07.2002, 15:21 Uhr · 9 Antworten · 1.517 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Closelobster

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    Hab gerade den Thread von Dominoe82 gelesen... und mir gleich die folgende Frage gestellt: was gab es denn noch an guter Musik nach 1989 ?

    Als Gitarrenpop-Fan waren für mich natürlich die frühen bis mittleren 90er Jahre super. Alles was mit Madchester (also Stone Roses, EMF, Happy Mondays) und Britpop ab 1992 bis 1997 (Suede, Adorable, Sugar, Teenage Fanclub, Boo Radleys, Pulp, Longpigs, Blur) zu tun hatte, fand ich größtenteils ziemlich genial. Auch ein paar der Techno/Rave-Acts hatten es mir angetan, z.B. The Shamen und The Beloved (aber die fand ich schon in den 80ern total gut), aber auch Stereo MC`s und The Prodigy. Auch einiges, was gemeinhin als Popmusik gelten kann, hat mir gefallen, Hauptsache, man konnte einen Song erkennen. Jamiroquai, Beautiful South und Texas seien da als Beispiele genannt.

    Völlig daneben fand ich die Boy- und Girlband-Welle, Fun-Techno a la Scooter oder Mo-Do, U96, alles was mit Rap/HipHop zu tun hatte (nicht mißverstehen, ich fand einiges an Rap/Soul/HipHop in den 80ern richtig gut, aber dieses Eiergegreife von Snoop Doggy Dogg oder das pseudoreligiöse Geseiere aller Moses Pelham Interpreten, sowie die megadoofen Produktionen aus den Häusern DJ Bobo und Toni Cottura hat mir diese Richtung doch eher vermiest), und Heulbojen der Schule Houston/Carey/Dion.

    Ich will die heutige Musikszene nicht schlecht machen, es gibt schon noch einiges an sehr guten neuen (oder neueren) Acts, die mich für die Zukunft hoffen lassen (Electric Soft Parade, Cooper Temple Clause, Sophie Ellis-Bextor, Coldplay, Natalie Imbruglia, Travis). Ich hoffe bloß, daß das ewige Covern von ohnehin schon totgenudelten Songs endlich aufhört. Definitive Versionen sind schon genug auf dem Markt, wer braucht Time to Wonder als Dance-Version ? Ich bestimmt nicht.

  2.  
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  3. #2
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Auch bei mir hörte 1989 die konstant gute Musik auf. Ich hasse ebenfalls die ewigen Coverversionen, und die Boy- und Girlgroups (auch die ganzen halbnackt auftretenden Solo-Sängerinnen) höre ich mir auch nicht freiwillig an. Ebenso finde ich diesen ganzen deutschen Hip Hop und Rap sehr schlecht (Fantastischen Vier, Absolute Beginner, Der Wolf, Setlur, Tic Tac Toe...), und 5 - 7mal hintereinander dasselbe Lied auf einer Maxi-CD (nur anders abgemischt, teilweise sogar verunstaltet), das braucht auch meiner Meinung nach nicht zu sein. Jedoch gab es nach 1989 nicht nur schlechte Musik. Einige positive Beispiele, bzw. mein persönlicher Eindruck der Musikentwicklung ab 1989:

    Die Jahre 1989/90 gingen noch so eben (aber schon gewöhnungsbedürftig, ich sage nur Snap, MC Hammer & Co.), dagegen fand ich 1991/92 sehr schlecht mit kaum guten Single-Veröffentlichungen (eine Ausnahme z.B.: der endgültige Durchbruch von R.E.M.; Roxette waren damals auch noch ganz OK).
    1993 war dagegen ausnahmsweise mal ein besseres, melodischeres Jahr. Einige frühe Dancefloorstücke waren (noch) recht eingängig und ganz nett anzuhören: Twenty 4 Seven, Haddaway, DJ Bobo (nur das erste Album, die späteren Alben fand ich eher schlapp), Urban Cookie Collective, Dance 2 Trance. Aber auch gab es da vereinzelt "echte" Musik, z.B. Tasmin Archer, oder auch im Rock/Alternative-Bereich ganz gute Sachen von Pearl Jam, Red Hot Chili Peppers, Stone Temple Pilots, Spin Doctors.
    1994/95 nahm das mit dem Dancefloor immer mehr zu und gefiel mir dann nicht mehr so wie einige der ersten Sachen (obwohl "Dreams" von 2 Brothers On The 4th Floor höre ich heute noch gern). Gut aus dieser Zeit gefallen mir auch "Timebomb" von Chumbawamba oder "Sense" von Terry Hall, klingen irgendwie nach 80er. Auch z.B. Adiemus, Sheryl Crow, Crash Test Dummies, Green Day, Cranberries und Alanis Morissette haben sich aus der Masse hervorgehoben. Insgesamt fand ich diesen Zeitraum noch ganz brauchbar.
    1996/97 fand ich wiederum recht eintönig (z.B. Scooter, Spice Girls, Mr. President, R. Kelly, Carey & Dion, Gruppen wie Red 5, Peter Andre, Fugees).
    1998 war für meinen Geschmack wieder besser: Des'ree, Air, Heather Nova und Cornershop z.B. waren Lichtblicke, selbst Mark van Dale/Watergate fand ich gut, obwohl Techno-Coverversionen.
    Und ab 1999 ging es nach meinem Geschmack immer mehr abwärts: diese ganzen gecoverten Sommerhits (Loona, Vengaboys) und diese Soul/Disco-Mucke wie z.B. von Phats & Small waren nicht so der Bringer.
    Nur im Sommer 2000 gefiel es mir ausnahmsweise wieder etwas besser: Marque, Lene Marlin, Moby oder das Comeback von a-ha waren Lichtblicke.
    2001 (vor allem die zweite Hälfte) war schon sehr schlimm (Ausnahmen: z.B. Air, Travis, Manu Chao, einiges von Linkin Park), aber ich persönlich finde 2002 (bis jetzt) das musikalisch schlechteste Jahr seit 1992. Das soeben abgelaufene 1. Halbjahr war jedenfalls absolut nicht berauschend, es kann nur noch besser werden.
    Von meinen Lieblingskünstlern Mike Oldfield, Michael Cretu (nur Enigma), U2 und Enya kaufe ich mir nach wie vor jedes aktuelle Album, ohne es vorher gehört zu haben, und ich bin nie enttäuscht worden. "Music" von Madonna fand ich auch nicht übel, wobei ich die Madonna-Songs von 90 bis 98 nicht alle so gut fand.

    Wie gesagt, alles mein persönlicher Geschmack, der wieder von dem anderer Teilnehmer abweichen kann, aber allgemein kann ich sagen, dass ich mich mit der Massenmusik ab 1990 (Techno, Rap, Hip Hop, Coverversionen, Boy- und Girlgroups etc.) nie so recht anfreunden konnte.

  4. #3
    Benutzerbild von frickson

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    Ich glaube im Allgemeinen hat man immer den grössten Bezug zu der Musik, mit welcher man selber aufgewachsen ist. Dies ist wahrscheinlich bei den meisten von uns den Fall. Bei mir war das 1981. Und die älteren Sachen die mir gefallen, haben meistens einen Bezug oder sind oft sogar die Quelle des Ursprungs der Sachen die mir aus den 80ern und 90ern gefallen. Zusätzlich sind die meisten von uns mit Sicherheit wirkliche 80er Fans und Freaks, haben sich damals schon intensiver als die anderen mit Musik auseinander gesetzt und tun dies heute wahrscheinlich auch noch. Aus diesem Grund betrachten wir das Ganze natürlich auch einiges kritischer als die andern. Musikkids der 90er, also unsere Nachfolger werden in 10 Jahren genau das selbe denken wie wir.

    Was Musikrichtungen anbelangt sprechen mir Closelobster und Otto aus dem Herzen. Madchester Sound (oder Rave) und Brit Pop waren für mich ebenfalls Highlights der 90er. Beide Musikrichtungen haben aber auch Wurzeln in der Vergangenheit. Grunge war ja eine kurze Zeit auch ziemlich angesagt, aber nach dem ganzen Ausverkauf kann man diese Bewegung heute nicht mehr ganz so ernst nehmen.

    Eine ganz wichtige Entwicklung der 90er war für mich der Crossover. Nicht der Musikstil sondern das Verschmelzen von zwei oder meheren teilweise völlig verschiedenen Musikrichtungen. Alles war erlaubt und das hatte zur Folge, dass man nicht mehr ein Entweder-Oder-Musikhörer war, sondern zum Sowohl-Als-Auch-Menschen wurde. Für mich eine positive Entwicklung.

    Es wurde dadurch natürlich schwieriger, Bands, Künstler oder Platten in eine gewisse Schublade zu pressen. Beispiel: Trip Hop, aus meiner Sicht eine der wichtigsten Musikrichtungen der 90er. Massive Attack, Portishead und Tricky - das war für mich ganz klar Trip Hop. Aber in welche Schublade passte Björk? War das Trip Hop? Gewisse Stücke auf "Debut" sind ja sogar Housemässig angehaucht. Oder war Björk "Indie"? Und gab es den Begriff der Indiemusik überhaupt noch? Was ist mit Air? Ist das Trip Hop, Easy Listening oder Chill Out? Fragen über Fragen, die plötzlich nicht mehr so einfach zu beantworten waren, was in den 80ern noch kein Problem war.

    Auch das Remixgeschäft nahm in den 90ern ganz andere Formen an. Selbs hier war Crossover nicht wegzudenken. Anfang der 80er waren es meist nur "Extended" oder "Long" Versions. Irgendwann wurden dann auch Rockplatten so aufgemischt und aufgemotzt, dass sie für Discotheken (was für ein Begriff) tauglich wurden. Houseremixe waren Ende der 80er dann schon etwas ganz alltägliches, aber was in den 90ern passierte war dann doch nochmals eine andere Dimension. DJ's sind jetzt ja gleich berühmt wie Musiker. Klar gab es auch in den 80ern berühmte DJs, aber ich kann mich nicht erinnern, Shep Pettibone oder Ben Liebrand jemals im Fernsehen oder in einer Zeitschrift gesehen zu haben.

  5. #4
    Benutzerbild von Dazzle

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    In den 90ern konnte ich der Musik nicht mehr viel abgewinnen,
    aber wie so oft,
    gab/gibt es auch da na klar einige Ausnahmen,Britpop war dann und wann gut und schön,
    aber Pulp oder Blur waren mir mitunter zu laut,
    da fand ich die Lightning Seeds mit ihrem wunderbaren Gitarrenpop schon besser.
    Auch einige "alte" Recken der 80er mit ihren 90er Alben/Singles wie OMD natürlich,Rod Stewart,U2,Madonna,Erasure,Eric Clapton,Guns'n'Roses,Nik Kershaw,UB40 oder Bryan Adams gefielen immer noch.
    Barclay James Harvest haben auch in den 90ern wunderschöne,harmonische Alben geliefert,so wie auch Annie Lennox.
    KLF Anfang der 90er waren einfach super,
    auch frühe Techno-Projekte wie U96 ("Das Boot") oder Felix ("Don't you want me") fand ich 91/92 gut.
    Im Gegensatz zu @Otto zähle ich das Jahr 1992 musikalisch noch zu den besseren der 90er.
    Die Dance-Pop - Songs 92-93 gefielen mir schon,
    "Mr. Vain","Rhythm is a Dancer", "The Key-The Secret" ,"It's my Life"-Dr. Alban oder "Please don't go" von Double You sind Songs,die ich noch immer gerne höre.
    Als die Musik ab '94 immer technolastiger wurde alá Mental Theo,Technohead,Interactive und all diese Konsorten,
    da stach sogar die Kelly Family mit ihrer klampfigen Mucke positiv heraus.

    Und zum Deutsch-Rap der Fanta4 und anderer übelster Interpreten ist ja schon genug gesagt worden!

    Und ab 95 decken wir mal lieber einen Mantel des Schweigens.
    Ein paar Ausnahmen,wie Morisette ,Jamiroquai o.ä. gibts auch da,
    sicher auch einige (oder mehr) nette Songs,
    aber im Gros kann man das alles in die Tonne kloppen...

    Depeche Mode und z.B Enya-Alben habe ich auch immer ungehört gekauft,
    aber während Enya immer besser wurde,
    ging das bei DeMo leider ein bisschen in die andere Richtung...

    Sicher könnte ich noch viel detaillierter auf die 90er eingehen,
    aber dieses Statement in Kurzfassung fasst schon mal grob meine Meinung darüber zusammen.

  6. #5
    Benutzerbild von Veja

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    Da ich erst 22 bin, war ich in den 90ern auch noch jung und mag somit die Musik der frühen 90er sehr gerne.
    In den Jahren 90-93 gab es nach meinem Geschmack noch viele gute Sachen, Roxette und R.E.M. haben in diesem Zeitraum z.B. sehr gute Songs veröffentlicht. Auch Bon Jovi (z.B. Bed of Roses, In these arms), Bryan Adams (Please forgive me, Everything I do, Thought I died and gone to heaven) oder Duran Duran (Ordinary world, Come undone, Perfect day) haben sehr gute Sachen rausgebracht, es gab viele gute One Hit Wonder wie Tasmin Archer, Jesus Loves You (kennt noch jemand "Bow down mister?) oder Chesney Hawkes. " I promised myself" von Nick Kamen liebe ich genauso wie "Wind of change" und "Send me an angel" von den Scorpions oder "Love is all around" von Wet Wet Wet. "Nothing compares 2 U" von Sinead o Connor war ein toller Song, und Sachen wie Enigma haben gezeigt, daß es auch in den 90ern noch möglich war, neue kreative gute Musik zu schaffen. Außerdem waren die "Altstars" von Rod Stewart (Rhythm of my heart, Tom Traubert`s Blues, You`re the star) über Phil Collins (I wish it would rain down, Everyday, Something happened..., Both sides) bis hin zu Elton John (The one, Sacrifice, Can you feel..., Circle of life) noch richtig erfolgreich.
    Das ist die goldene Seite der Medaille, negativ waren dagegen die meisten Dancefloor- und Hip Hop-Sachen (bis auf wenige Ausnahmen). Ab 94 wurden diese Musikrichtungen immer stärker und daher war 1993 für mich das letzte positive Jahr. 94/95 war mindestens jeder zweite Hit eine Dancefloor-Scheibe und 96/97 wurden die Charts geradezu überschwemmt vom "Euro-Rap" und von immer schlechteren Boygroups (Take That fand ich gut, aber ansonsten... naja). Auch die Altstars hatten plötzlich, so ab 96 kaum Chancen, noch einen Hit zu landen. 98 und 99 waren dann musikalisch noch mal etwas besser, 2000 kam dann der Totalabsturz mit Big Brother-Musik und 2001 mit den Popstars-Retortenbands. Und 2002 der alsolut negative Höhepunkt mit den ganzen Coverversionen. Dies ist wirklich das musikalisch definitiv schlechteste Jahr, das es je gegeben hat. Bis auf "Indigo girl" und "Just more" kann ich mich momentan mit keinem einzigen Song in den Charts so richtig anfreunden, und schlechter kann es eigentlich nicht mehr werden, ich hoffe deswegen , daß auf die 80er-Coverwelle die Rückkehr des wahren 80er-Sounds kommt.

  7. #6
    Benutzerbild von Dominoe82

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    Ich fand die Jahre 1992-1996 musikalisch gar nicht so schlecht, wie manche behaupten. Ich oute mich mal hier als absoluter Dancefloorfan, aber natürlich höre ich auch sehr, sehr viele 80er Sachen, sonst würde ich hier ja nicht schreiben ;-)
    Zugegeben, mit extremen Techno-Mucken kann ich nichts anfangen, wo es nur bumm-bumm-bumm macht, ohne viel Abwechslung. DJ Bobo hat auch nicht nur schlechtes gemacht, die ersten Alben waren noch echte Hits, kann man immer hören, doch alles, was nach 1996 kam, ist kurz gesagt für die Tonne, weil er immer mehr die jüngere Käuferschicht ansprechen wollte. Negativer Höhepunkt: das letzte Album :-( Manche Sänger und Gruppen haben sich leider musikalisch negativ weiterentwickelt, ich bin z.B. sehr enttäuscht von Depeche Mode, die fast nur noch öde Balladen produzieren. Wo ist ihr Stil der 80er abgeblieben? Bei A-ha ist es ähnlich, auch dort ist man ruhiger und langsamer geworden.
    Die Jahre 1992-1995 sind meiner Meinung nach die besten des letzten Jahrzehnts überhaupt. 1997-2002 kann man schlichtweg vergessen, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Das ewige Gecovere nervt tierisch, vor allem wenn gute 80's Sachen dadurch verhunst werden, das ist eigentlich totale Majestätsbeleidigung.
    Leider muss man feststellen, dass die Musik seit den 80ern immer schlechter wurde, ausgenommen ein paar gute Phasen, wie oben angesprochen.
    Ich hoffe, ich verärgere jetzt niemanden, aber mit Britpop kann ich überhaupt nichts anfangen. Aber nur mit dem der 90er nichts! Der der 80er war absolute Spitzenklasse. Aber so Bands wie Oasis und Konsorten wecken nicht gerade tolle Gefühle in mir. Jeder hat wohl einen anderen Musikgeschmack, wenn wir die 80er mal weglassen.

  8. #7
    Benutzerbild von imperium22

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    Also ich bin mit der Italo Dance Zeit gross georden und sammle in der Richtung alles Orginal. Hab schon sehr viel. ABer auch die Synthpop Zeit war cool wo ich Depeche Mode, Devision, Wolfsheim, Comauflage habe. Also daran sollte man auch denken. War und ist noch gute Musik. Oder nehmen wir Freestyle (Johnny O, Stevie B, Intonation (Take me in your arms tonight), Jossette, Cynthia, Alexia, Joee, Freestyle Projekt, Shannon (give me tonight)Jossette usw haben mehr den geilen ruhigen Freestyle gemacht. Aber wenn ihr das irgendwo hollt kennt ihr das bestimmt alles nocht.

    Naja aber Italo Dance ist aber der Hammer finde ich! Für mich war das immer geil und wird geil bleiben. Denn wer kennt schon solche Musik Rare wie Off. Erstes Album super geil oder 16 bit Album geil, Righeira Album Geil!

    Aber auch die ganzen anderen Sachen wie Miko Mission Two for love sind geile elektronische Musik mit Gesang. Also wenn sowas gefällt kann sich bei mir melden. Kann viel empfehlen!

  9. #8
    Benutzerbild von DeeTee

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    Nichts!

    DT

  10. #9
    Benutzerbild von Emrys

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    Tja, dann versuche ich auch mal zu beschreiben, wie es mir in den 90ern gegangen ist.

    Also, bis einschl. 1989 war es für mich noch ganz selbstverständlich, die in den Charts erfolgreiche Musik generell als gut zu bezeichnen; schlechte Stücke waren noch eher Einzelfälle. 1990 wurde ich ganz allmählich skeptisch, wobei ich allerdings zugeben muss, dass ich z.B. Snap zu der Zeit gar nicht so übel fand. Genaugenommen fand ich das Jahr 1990 bis etwa zur Mitte musikalisch ziemlich gut und interessant - mir gefällt es immer, wenn viele verschiedene Musikrichtungen gleichermaßen erfolgreich sind und sich in den Charts die Klinke in die Hand geben. Und wenn man sich das erste Halbjahr 1990 mal anschaut: altbekannte Interpreten wie Phil Collins oder Depeche Mode zusammen mit neuen Dance-Acts wie Technotronic und Snap und deutschem Schlager-Blödel-Kram wie Matthias Reim, EAV, Frank Zander, Herzbuben...

    Da war es wenigstens noch interessant, jede Woche die Charts zu verfolgen. Das hörte aber gegen Herbst 1990 schlagartig auf, wie ich fand, weil die Musik sich plötzlich ziemlich radikal in einen langweiligen Einheitsbrei verwandelte. Ein wenig symbolhaft für diesen Bruch ist für mich das Stück "Tom's Diner" in der DNA-Version, der erste echte Dane-Song, der bei uns Platz 1 erreichte. Noch vor Anbruch des Jahres 1991 machte mir das Chart-Musik hören keinen Spaß mehr, und aus Protest gegen diesen Zusammenbruch hörte ich fortan nur noch Heavy Metal und alternatives Zeug wie New Model Army.

    1991 gehört zu den finstersten Jahren, die ich in Erinnerung habe. Die Musik, insbesondere im ersten Halbjahr, war einfach dermaßen monoton und uninteressant... Ab Sommer wurde das wieder besser. Die Scorpions mochte ich in dem Jahr wohl, und als dann das Genesis-Comeback kam...

    Und, selbst auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt kreuzigt - ab 1992 wurde meines Erachtens die Dance-Musik besser. Die extreme Monotonie, die 1991 in dieser Musik gesteckt hatte, verschwand ein wenig. In dieser Sparte sind mir
    aus der Zeit (1992) Snap (Rhythm Is A Dancer), Dr. Alban (It's My Life) oder Captain Hollywood (More And More) vergleichsweise positiv im Gedächtnis geblieben.
    Zu den echten Perlen des Jahres 1992 zähle ich für mich allerdings solche Stücke wie "Close Encounters" (Clouseau), "Diamante" (Zucchero) oder "Entre dos Tierras" (Heroes del Silencio). Letzteres ist eines der besten Stücke aller Zeiten, wie ich finde...

    1993 lag meines Erachtens der qualitative Höhepunkt der 90er-Dance-Musik (falls es sowas gab...). Klar, an die Musik der 80er kommt das nicht ran, aber zumindest konnte ich mir bestimmte Dinge anhören, ohne kotzen zu müssen (Leila K, Dance 2 Trance, 2 Unlimited, Culture Beat, U 96 und sogar Haddaway waren in dem Jahr gar nicht so übel). Sogar die Covers von "Ca plane pour moi" und von "Because The Night" sind mir positiv im Gedächtnis geblieben. Wenn man sich mal anschaut, wie heutzutage gecovert wird, dann hatte das fast noch Niveau...
    Nicht zuletzt war 1993 auch ein Jahr mit großem Erfolg der Toten Hosen ("Sascha", "Wünsch dir was") und mit Depeche-Mode-Comeback. Und wie ich schon mal schrieb: Ich mag Abwechslung. Nicht zu vergessen: "Schrei nach Liebe" von den Ärzten - Kultsong.
    Meine Perle des Jahres 1993 ist allerdings etwas anderes: "In The Beginning" von Beautiful World. Und unvergessen bleibt Meat Loaf mit "I'd Do Anything For Love" (aber nur in der 12-Minuten-Version - das Single-Kastrat ist einfach grausig...).

    1994/95 ging es mit der Dance-Musik wieder runter, weil sich der Rave da rein mischte, und das bahnte Leuten wie Scooter den Weg nach oben.
    Eine ganz andere Gruppe (die von manchen Unwissenden in die Sparte "Boygroups" geschoben wird, obwohl sie einen ganz anderen Stil hatten), die es in der Zeit von Ende 92 bis Ende 96 mit schöner Regelmäßigkeit schaffte, genau einmal pro Jahr ein richtig gutes Lied rauszubringen, waren East 17. "House Of Love" (Ende 92), "It's Alright" (Anfang 94), "Stay Another Day" (Anfang 95), "Thunder" (Ende 95) und "If You Ever" mit Gabrielle (Ende 96) waren richtig klasse Stücke, wie ich finde.

    Was ist mir aus dieser Phase als echte "Perlen" im Gedächtnis geblieben?
    Ich denke da an:
    - "When Do I Get To Sing My Way" (Sparks, Anfang 95)
    - "Where The Wild Roses Grow" (Nick Cave & Kylie Minogue, Ende 95)
    - "Neverending Dream" von X-Perience (Herbst 96) - wenn das nicht nach 80er klingt...

    Fragt mich nicht warum, aber das Jahr 1996 stellt für mich noch mal einen letzten musikalischen Höhepunkt dar, bevor es kontinuierlich nur noch bergab ging. Okay, es ging mit BSB und den Würzmädchen die Boy- und Girlgroup-Manie los, aber insgesamt war das Jahr eines der abwechslungsreichsten der 90er, wie ich finde. Ich mochte z.B. "Children" von Robert Miles, "Spaceman" von Babylon Zoo, "Breakfast At Tiffany's" von Deep Blue Something, "How Bizarre" von OMC. Und nicht zu vergessen: FAITHLESS! ("Insomnia", "Salva mea" - der pure Wahnsinn!)
    Ich erinnere mich auch noch gern an Falcos Comeback mit dem Mann mit dem Koks... :-)

    Ab 1997 ging es stufenweise bergab, jedes Jahr war musikalisch eine Nummer schlechter als das vorige, wie ich fand. Den definitiven Tod der Musikqualität stellt für mich HipHop dar - ich glaube, es gibt keine Musikrichtung, die ich so hasse...

    Lichtblicke gab es schon noch in der Zeit von 97 bis heute... Was ich z.B. mochte, waren die frühen Sachen von Sash (Ecuador usw.) oder die Bloodhound Gang. Einer meiner größten Lieblingssongs aller Zeiten ist und bleibt "Die Flut" von Witt & Heppner

    Seit 2001 stagniert die Musikqualität, wie ich finde. Und das liegt in erster Linie wohl daran, dass es einfach nicht mehr schlechter werden kann. Ich habe noch ein wenig Hoffnung, weil ich vor etwa 10 Jahren schon mal dachte, die Musik wäre am Ende, und dann wurde ich doch noch mal angenehm überrascht.
    Hoffen wir, dass HipHop sich bald endlich mal totläuft, damit platz für Neues (oder vielleicht Altes?) geschaffen wird.

  11. #10
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    @Emrys:

    Da sind unsere Meinungen bzw. Geschmäcker ja ähnlich (siehe mein Beitrag oben). Ich fand die Dance-Musik von 1991/92 auch monoton, das einzige, was ich aus der Zeit sehr gut finde, sind die "Altstars" (Scorpions, Genesis, Mike Oldfield, Bruce Springsteen, R.E.M., U2). 1993 war auch für mich ein gutes Jahr: Dancefloor, der ins Ohr geht: ging Mitte/Ende 1982 schon los, Höhepunkt 93, bis Ende 95 wieder leicht abwärts gehend.
    Für Dich war 1996 ein Höhepunkt, na ja, bei mir war's noch mal 1998, aber insgesamt finde ich, dass die Musikqualität ansonsten ab 2. Hälfte der 90er rapide abwärts ging. Einen kleinen Höhepunkt gab es bei mir noch mal Mitte 2000, schon ab Ende 2000 sank die Musikqualität auf das heutige Level.

    Ach ja, hier meine paar "Perlen" ab 1990, die ich immer wieder gern höre:

    90: Guru Josh - Infinity
    91: Scorpions - Send Me An Angel
    91: U2 - Mysterious Ways
    92: Tasmin Archer - Sleeping Satellite & Lords Of The New Church
    93: Urban Cookie Collective - The Key - The Secret
    93: Twenty 4 Seven - Slave To The Music
    94: 2 Brothers On The 4th Floor - Dreams
    94: Chumbawamba - Timebomb
    94: East 17 - Stay Another Day
    95: Mike - Twangling
    95: Lavinia Jones - Velvet Park
    96: Donna Lewis - I Love You Always Forever
    97: Nalin & Kane - Beachball
    98: Air - Kelly Watch The Stars
    98: Mark van Dale - Water Verve
    98: Des'ree - Life
    98: Mike Oldfield - Man In The Rain
    99: Masterboy - Porque te vas (ich weiß, Coverversion, aber persönliche Erinnerungen)
    99: Lenny Kravitz - Black Velveteen
    00: Marque - One To Make Her Happy
    00: Spiller - Groovejet
    01: Atomic Kitten - Whole Again
    01: Linkin Park - Crawling
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