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Klartext!!!

Erstellt von bamalama, 25.07.2005, 15:40 Uhr · 78 Antworten · 38.505 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von bamalama

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    Sobald Kermit der Frosch, bekannt aus der Sesamstraße, die Worte "Also, das allerschönste, was Füße tun können, ist tanzen..." von sich gegeben hat, ist auch dem letzten Fan von Disco- und Pop-Musik aus den 80er Jahren klar: "Jetzt kommt die Gruppe OKAY!". Mit dem Megahit "O.K.", in dem der kleine grüne Frosch seinen ganz speziellen Auftritt hat, hatte die Band um Marcus Gabler 1987 einen Song erschaffen, der auch heute, 21 Jahre später, vielen Leuten ein Begriff ist.
    Die Gruppe OKAY sind Marcus Gabler (voc., key.), Christian Berg (voc., key.), Robin Otis (b., voc.) und Nikki (dr., voc.), und wurde 1985 von dem damals 16-jährigen Sänger Marcus Gabler gemeinsam mit dem Keyboarder Christian Berg unter dem Namen Couleur Trois gegründet. Unter diesem Namen firmierte Gabler & Co zwei Jahre lang. Im Jahre 1987 wurde die Band zunächst für ein einziges Lied, nämlich der eingangs schon erwähnten Single "O.K.", in "Okay" umbenannt. Durch den Erfolg der Platte blieb es dann bis heute bei dem einprägsamen Bandnamen. Der Titel erschien erstmal nur auf einer Zusammenstellung der Plattenfirma WESTSIDE mit dem Namen "Best Beats From Westside 2". Schon nach kurzer Zeit war klar, dass dieser Titel ein Hit würde. Im Frühsommer 1988 erreichte die Single Platz 2 der Charts. Sie war fünf Wochen lang auf Platz 2., neun Wochen in den Top 10, und 22 Wochen in den Top 100. Die Band erhielt eine goldene Schallplatte für über 250.000 verkaufte Singles in Deutschland, sowie eine weitere goldene Schallplatte für über 25.000 verkaufte Einheiten in Österreich. Mit "E.D.U.C.A.T.I.O.N" und "Wild Wild Western" wurden noch zwei weitere Singles veröffentlicht, ehe dann im Jahre 1989 auch das dazu passende Album "Bang!" erschien. Zwei weitere Single-Veröffentlichungen ("1,2,3,4... une grande affair" und "World Of Illusion") konnten an die Erfolge der ersten Songs nicht anknüpfen. Anfang der 90er zog sich die Band zurück.
    Nach fast 20 Jahren hat OKAY am 28. Juni 2008 ihr Comeback auf der Bühne. Beim Festival "Kult der 80er" spielen die Musiker um Marcus Gabler in Freital in der Nähe von Dresden. Ist das eine einmalige Sache, oder wird daraus mehr? Wo waren die Jungs in den letzten 18 Jahren? Diese und andere Fragen hat Christian dem Sänger und Komponisten der Band, Marcus Gabler, gestellt...


    Edit Kinderfresser:
    Interview auf Wunsch von Deutsche Mugge gekürzt. Das komplette Interview gibt's hier zu lesen:

    http://www.deutsche-mugge.de/index.h.../okay/okay.htm

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von bamalama

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    Zitat Zitat von bamalama Beitrag anzeigen
    Edit Kinderfresser:
    Interview auf Wunsch von Deutsche Mugge gekürzt.
    wie albern...

    The Police: Welttournee als Überraschung

    Die drei Musiker Sting, Stewart Copeland und Andy Summers bildeten einst die legendäre Band The Police. Jetzt setzen sie ihre Welttournee in Deutschland fort – am Sonntag spielen sie in der Düsseldorfer LTU-Arena. Wir haben die drei zum Gespräch gebeten.

    Sting, als wir vor drei Monaten über Ihre CD mit Lautenmusik sprachen, hatten Sie keine Lust, Fragen zu Ihrer alten Band Police zu beantworten.

    Sting Ich weiß, ich weiß.

    Jetzt haben Sie alle verblüfft, weil Sie mit Police auf Welttournee gehen.

    Sting Ehrlich, ich war genauso überrascht wie alle anderen. Ich bin eines Morgens mit diesem Geistesblitz in meinem Kopf aufgewacht: „Wie wäre es, The Police wieder lebendig werden zu lassen?“ Ich rief sofort Andy und Stewart an, und sie waren beide begeistert.

    Glauben wir Ihren eigenen Antworten, war Police „in den letzten Jahren wie eine Ehe ohne 5ex“.

    Sting Nach den Aufnahmen mit der Laute habe ich mich gefragt: „Was soll ich jetzt als Nächstes machen? Was würde die Leute überraschen?“ Und, noch wichtiger: „Was würde mich selbst überraschen?“ Es schien mir auf einmal richtig, The Police wieder zusammenzubringen. Ich habe die Band damals verlassen, weil ich nicht ins Korsett einer Gruppe eingeschnürt sein wollte. The Police waren 1983 die größte Band der Welt. Ich dachte damals: „Von jetzt an wird sich alles nur noch wiederholen.“ Richtig erklären kann ich die Reunion nicht, ich hatte den Instinkt, dass dies jetzt der richtige Zeitpunkt ist.

    Haben Sie Ihre Ex-Kollegen in den vergangenen Jahren vermisst?

    Summers Nein, wir haben uns regelmäßig getroffen. Ich bin mit Sting essen gegangen, und Stewart wohnt in meiner Nähe in L.A.. Copeland Mir fehlte diese Energie, die wir hatten, wenn wir als Trio auf die Bühne gingen. Wir waren wie ein Sturm. Im Grunde sind wir heute bessere Freunde als damals. The Police lebte von all den Friktionen, den Spannungen zwischen uns.

    Wie dürfen wir uns das vorstellen?

    Copeland Das sah so aus: Sting spielte uns eine Idee für einen Song vor und war genervt, wenn wir ihm sagten: „Nicht schlecht, aber lass es uns mal anders probieren.“ Andy und ich haben sein Lied dann immer policifiziert, wie wir es nannten. Das heißt: Wir haben es zerlegt, manchmal zerstört, und dann wieder zusammengesetzt. Eine ständige Suche nach Kompromissen. Wenn mir etwas nicht passte, bin ich immer mit der Tür ins Haus gefallen: „Ich bin der Drummer, ich habe diese Band gegründet, und ich gebe Gas, soviel ich will.“

    Sting, fehlte Ihnen zuletzt Ihr fordernder Sparring-Partner Copeland?

    Sting Ich versichere Ihnen, dass ich auch ohne Police genug Sparring-Partner hatte. Und wenn mir langweilig wurde, rief ich Stewart an.

    Andy Summers schreibt in seinem Buch, wie die Demokratie der Band sich in eine Diktatur verwandelte.

    Copeland Die Chronik eines angekündigten Todes. Irgendwie war es uns allen klar, dass Sting nicht auf ewig diese Kompromisse ertragen würde, das war nicht sein Ding. So gesehen bin ich dankbar, dass es acht Jahre gehalten hat und wir fünf Alben zusammen gemacht haben. Mehr war damals nicht drin.

    Mr. Summers, Ihre Buchschilderungen lesen sich so, als würden Ihnen die Machtkämpfe noch heute in den Knochen stecken.

    Summers Nicht wirklich. Sicher, als ich das alles noch mal aufschrieb, gab es seltsame Momente der Katharsis. Es gab unangenehme Momente in meiner Zeit mit The Police, aber nicht zu viele.

    Momente wie jenen, als Sting eine Cassette mit Ihrem Song „Behind my camel“ im Garten verbuddelte, weil er das Lied nicht mochte?

    Summers Ja, aber entscheidend ist doch, dass ich die Cassette wieder ausgegraben habe, den Song mit Stewart einspielte und dafür später einen Grammy bekam. Als ich das Buch schrieb, konnte ich klarer sehen, ohne emotional getroffen zu sein. Ich habe heute einen anderen Blick auf die Dinge – mit Humor.

    Haben Sie es je bereut, Police auf dem Höhepunkt aufgelöst zu haben?

    Sting Dass wir auf dem Gipfel aufgehört haben, als wir unangreifbar schienen, hat alle überrascht, alle außer mir. Ich wollte nicht meine Ansprüche als Songwriter verleugnen um einer Gleichberechtigung willen, die immer Fassade war. Ich sah meine eigene Zukunft außerhalb von Police, ich wollte damals mehr Freiheit für mich. Copeland Ihre Frage klingt mir zu fatalistisch. Die fünf Police-Alben sind ja nicht im Orkus verschwunden. Obwohl, wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist genau das zumindest innerhalb unserer Plattenfirma eine Zeitlang passiert. Da wurde das Monster Police auf einmal von jenem anderen Ungeheuer namens Sting verdrängt. Jahrelang war es auf den Korridoren unserer Plattenfirma nicht angesagt, Police zu erwähnen, nur um den großen Meister nicht zu verärgern.

    Was ist der typische Police-Sound?

    Sting Wir verzichteten zwar auf komplizierte Akkorde, aber rhythmisch waren Police immer sehr viel experimenteller und komplexer als die Durchschnitts-Punk-Band. Wir mischten Reggae mit Rock, so entstand damals etwas völlig Neues. Ich habe schon immer die Stile gemischt. Rock oder Punk in ihrer puren Form sind langweilig.

    Werden Sie neue Songs aufnehmen?

    Sting Wer weiß? Es ist nicht geplant.

    Was kann man fürs Leben lernen, wenn man bei The Police gespielt hat?

    Copeland Nichts! Obwohl, das stimmt nicht ganz. Man lernt, dass einem zu viel Bewunderung und Anerkennung nicht gut tut. Maßlosigkeit zerstört dich. Nur kommen die wenigsten Menschen in die Lage, diese Erfahrung zu machen.

    http://www.rp-online.de/public/artic...rraschung.html


    29.05.2008 PLAYLIST:
    CYNDI LAUPER - "bring ya to the brink", V.A. - "jürgen miks mai 2008" (CD-R), PORTISHEAD - "third", AMANDA
    LEAR
    - "secret passion", INFORMATION SOCIETY - "synthesizer", MATIA BAZAR - "rock aus dem alabama"
    (DVD-R), BACCARA - "30th anniversary" (3 CD), UDO LINDENBERG - "stark wie zwei", V.A. - "Chris74 collection
    "
    (CD-R), AMANDA LEAR - "the sphinx..." (3 CD), ROBIN GIBB - "walls have eyes", MODERN TALKING - "the first
    album"
    , V.A. - CHRISTIAN30: "bamalamas 80s"

  4. #53
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser

    AW: Klartext!!!

    Zitat Zitat von bamalama Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von bamalama Beitrag anzeigen
    Edit Kinderfresser:
    Interview auf Wunsch von Deutsche Mugge gekürzt.
    wie albern...
    Findest Du? Seh ich anders. Die Leute von Deutsche Mugge haben ihre Beziehungen spielen lassen und ihre Zeit in das Interview investiert. Logischerweise wollen sie dann auch, daß die Leute das Interview auf ihrer Seite lesen und nicht an 100 anderen Stellen im Netz. Insofern finde ich es nur fair auf Wunsch, das Interview zu kürzen und auf die entsprechende Webseite zu verweisen. Vor allem auch, weil der Interviewer auch Mitglied bei uns ist.

  5. #54
    Benutzerbild von bamalama

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    sehe ich völlig anders! wenn ich irgendwo im netz etwas veröffentliche, muss ich damit rechnen, dass es irgendwo "zitiert" wird.

    mir ist es völlig egal, wenn meine beiträge auf anderen seiten auftauchen (man hat mich schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht, verfolgt habe ich das jedoch nicht) - ICH nehme mich nicht so wichtig! wenn ich etwas veröffentliche, dann doch wohl mit dem ziel, dass es möglichst viele leute lesen (wo das geschieht, geht mir am ***** vorbei). es gibt sicher einige user, die das oben genannte forum nicht kennen, diesen thread aber sehr wohl. ganz nebenbei habe ich auch noch werbung für dieses forum gemacht, indem ich s verlinkt habe.

    im übrigen erinnert mich ein solches verhalten an leute, die einen absolut raren tonträger besitzen, diesen aber nicht mit anderen "teilen" wollen, da dieser sonst ihrer meinung nach an wert verliert. ich finde ein solches verhalten unsympathisch, bedenklich, armselig und traurig!

    abschließend: es geht hier nicht um leben um tod, wir befinden uns hier lediglich in einem INTERNET-FORUM!

    für eine weitere diskussion empfehle ich die P.M.-funktion.


    29.05.2008 PLAYLIST:
    CYNDI LAUPER - "bring ya to the brink", V.A. - "jürgen miks mai 2008" (CD-R), PORTISHEAD - "third", AMANDA
    LEAR
    - "secret passion", INFORMATION SOCIETY - "synthesizer", MATIA BAZAR - "rock aus dem alabama"
    (DVD-R), BACCARA - "30th anniversary" (3 CD), UDO LINDENBERG - "stark wie zwei", V.A. - "Chris74 collection
    "
    (CD-R), AMANDA LEAR - "the sphinx..." (3 CD), ROBIN GIBB - "walls have eyes", MODERN TALKING - "the first
    album"
    , V.A. - CHRISTIAN30: "bamalamas 80s"

  6. #55
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic

    AW: Klartext!!!

    Hast du schon mal was von Urheberrecht gehört?

  7. #56
    Benutzerbild von bamalama

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    viva JENNIFER!

    Zitat Zitat von bamalama Beitrag anzeigen
    für eine weitere diskussion empfehle ich die P.M.-funktion
    Zitat Zitat von justmusic Beitrag anzeigen
    Hast du schon mal was von Urheberrecht gehört?
    ?!!


    05.06.2008 PLAYLIST:
    VISAGE - "the anvil", NICOLE MCCLOUD - "what about me?", V.A. - "eurovision song contest / belgrade 2008"
    (2 CD), MARIAH CAREY - "e=mc²", CYNDI LAUPER - "bring ya to the brink", ADAM ANT - "strip", CHILLY - "for
    your love / come to l.a."
    , MEL & KIM - "f.l.m.", JANET JACKSON - "discipline", NEW BACCARA - "fun", BRUCE &
    BONGO
    - "the geil album", SHANNON - "deep beats / the best of", MIGUEL BOSÉ - "xxx"


    weiter gehts....

  8. #57
    Benutzerbild von stillerlεѕεѓ

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    AW: Klartext!!!

    Ich weiß jetzt nicht ob es hier hingehört (?)….. aber weil ich was über O.K. gelesen habe.

    Kleine "Insideranmerkung"

    Der Bassist von O.K. ist Anfang der 90er in meine damalige Band (aus der ich kurze Zeit vorher ausgestiegen bin) eingestiegen und gab dort ein kurzes Gastspiel.

    Soweit ich weiß, hat er danach als (Dance) Produzent gearbeitet und sogar einen kleinen Hit in den Charts platziert, der Titel des Songs hieß "Follow me" der Name des Projektes ist mir aber entfallen.

  9. #58
    Benutzerbild von bamalama

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    "Bohlens Musik bringt es nicht":

    Kultursommer in Salder: CHRIS NORMAN kommt am 4. Juli nach Salzgitter – Neue Doppel-CD vor Weihnachten

    Mit Smokie schrieb er in den 70ern Musikgeschichte. Und auch mehr als 30 Jahre später ist Chris Norman nicht aus der Musikszene wegzudenken. Vor seinem Auftritt am 4. Juli im Schloss Salder sprach SZ-Redakteurin Alexandra Ritter mit dem 57-Jährigen über eine mögliche Smokie-Reunion, Dieter Bohlen – und natürlich Alice.

    Sie haben viele Alben und Singles veröffentlicht. Wissen Sie überhaupt noch, wieviele es sind?

    Oh Gott, nein! Das waren wirklich viele. Und es gab immer wieder verschiedene Versionen für verschiedene Länder. Ich glaube, mit Smokie waren es etwa neun Alben und solo so zwölf oder vierzehn. Bei den Singles, schätze ich, waren es etwa 40. Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört zu zählen.

    Einer Ihrer größten Hits war "Living next Door to Alice". Was halten Sie davon, wenn das Publikum mitgrölt: "Alice, who the fuck is Alice"?

    Ich mag es nicht, aber ich finde es auch nicht schlimm. Ich kümmere mich einfach nicht darum. Als diese Version damals auf den Markt kam, war ich zwar etwas irritiert, aber ich weiß jetzt, das manche Leute das einfach toll finden. Immerhin: Bei meinen Konzerten singen die Leute so etwas nicht, denn meine Fans mögen diese neue Version in der Regel auch nicht. Aber wenn ich bei einem Festival spiele, wo nicht nur Chris-Norman-Fans sind, dann singen die Leute das schon mal. Das macht mir nichts aus. Hauptsache, die Leute amüsieren sich.

    Gab es für Sie ein absolutes Highlight in Ihrer Karriere?

    Es gab viele. Wenn man seinen ersten Hit hat, ist das das größte Highlight. Das kann man nicht toppen. Da verändert sich plötzlich dein Leben. Aber dann geht es weiter: Du hast deinen ersten Nummer-eins-Hit, dein erstes Gold-Album … Das war alles großartig. Es passiert so viel, dass man nicht sagen kann, dieses oder jenes war das einzig Große. Alles war auf seine Weise toll.

    Wird es irgendwann einmal eine Smokie-Reunion geben?

    Man kann niemals nie sagen. Aber ich glaube nicht. Wir machen inzwischen alle etwas anderes und das schon seit langer Zeit. Aber man weiß nie. Letztes Jahr fragte mich jemand: Würdest du Smokie für eine Milliarde Dollar wieder auferstehen lassen? Und ich habe gesagt: Natürlich, wer würde das nicht? Aber im Ernst: Ich glaube nicht, dass wir wieder zusammenkommen. Es müsste schon einen guten Grund geben, sich wieder zusammenzutun, zum Beispiel ein Benefiz-Konzert oder eine Wohltätigkeits-CD.

    1986 haben Sie mit Dieter Bohlen den Tatort-Song "Midnight Lady" gemacht. Warum haben Sie danach nie wieder mit ihm zusammengearbeitet, schließlich ist er ein Hit-Garant?

    Ich will nichts gegen Dieter Bohlen sagen, er ist ein netter Kerl … Ich habe "Midnight Lady" aber nur gemacht, weil es ein Filmsong war. Dieter Bohlens Songs bekommen vor allem Aufmerksamkeit, weil sie in den Medien sind – in einem Film oder einer Sendung wie "Deutschland sucht den Superstar". Ich glaube, das ist der Grund, weshalb er so viele Hits hat. Aber um ehrlich zu sein, seine Musik bringt es nicht. Das ist nicht meins. "Midnight Lady" war ein einziger Song, den ich mochte. Und wir haben daraus ein Album gemacht. Die Hälfte der Songs hat er geschrieben, die andere Hälfte ich. Das war okay. Das Album war wirklich gut. Aber ich wollte nicht mehr machen. Ich bin nicht in diesem Geschäft, weil ich nur darauf aus bin, eine Hit-Single nach der anderen zu produzieren. Musik zu machen, ist für mich mehr als das. Musik muss Spaß machen und einem etwas bedeuten. Und sie soll das aussagen, was ich zu sagen habe und nicht ein anderer.

    Wie wichtig war es für Sie, 2004 bei der Comeback-Show auf Pro 7 teilzunehmen?

    Zuerst habe ich gesagt, ich würde an so etwas nicht teilnehmen. Mein Manager fragte in einer Mail an, und ich schrieb zurück: NIEMALS! Aber wir hatten damals das Album "Handmade" und die Single "Keep talking" draußen, beides lief nicht richtig.

    Das heißt, die Comeback-Show war eine Art Werbung für das Album?

    Ja. Ich habe mir überlegt: Wenn ich daran teilnehme, bekommen mein Album und meine Single Aufmerksamkeit. Wir haben uns das Konzept der Show daraufhin genauer angesehen. Wenn es eine Art "Big Brother" gewesen wäre oder ich dämliche Dinge hätte tun müssen, hätte ich nicht mitgemacht. Ich dachte aber, wenn es wirklich nur um Musik geht, bin ich vielleicht doch interessiert. Und dann wurde mir gesagt: Jede Woche treten die zehn Kandidaten gegeneinander an und singen ein Lied aus einem anderen Genre. Ich habe mir dann gesagt: Ja, jede Woche einen anderen Song singen, das kannst du. Du machst seit Jahren nichts anderes. Also habe ich mitgemacht und sogar gewonnen. Meine Single stieg auf Platz sieben, und mein Album kam in die Top 30.

    War es wichtig für Sie zu gewinnen?

    Nein, die Hauptsache war, Publicity zu bekommen. Aber natürlich ist es auch schön zu gewinnen, vor allem, wenn das Publikum über den Sieg entscheidet.

    In Deutschland sind Sie ja seit Jahrzehnten bekannt. Wieso können Sie eigentlich kein Deutsch sprechen?

    Weil ich faul bin. Ich kann nur ein bisschen Deutsch. Das liegt daran, weil alle, mit denen ich zu tun habe, flüssig Englisch sprechen können. Die einzige Möglichkeit, deutsch zu sprechen, habe ich im Restaurant oder wenn ich irgendwo nach dem Weg frage.

    Zum Schluss: Erzählen Sie mir etwas über Ihre neue CD und über den Auftritt am 4. Juli in Salzgitter.

    Die Show wird ein Mix aus alten und neuen Songs werden. Ich werde anfangs zwei oder drei Smokie-Songs spielen, damit die Leute in Stimmung kommen und danach auch Solo-Songs bringen. Und ich glaube, ich werde "Stumblin’ in" spielen, den Song, den ich damals mit Suzi Quatro gesungen habe. Außerdem werden wir eine Akustik-Session von etwa 15 Minuten präsentieren, bei der sich die ganze Band mit akustischen Gitarren hinsetzt und spielt. Da wird auch "Alice" mit bei sein. Und ich werde einige Coversongs spielen, die ich mag. Ein History-Album soll vor Weihnachten erscheinen, eine Doppel-CD mit 16 Smokie- und 14 Solo-Songs. Dazu gibt es vier brandneue Titel. Vielleicht auch noch einen mehr, ich arbeite gerade daran. Und oben drauf gibt es eine Bonus-DVD von der letzten Tour.

    http://www.newsclick.de/index.jsp/me.../artid/8512445



    21.06.2008 PLAYLIST:
    JOHN FARNHAM - "whispering jack (20th Anniversary Edition)" (CD & DVD), NEIL DIAMOND - "home after dark"
    , RE-FLEX - "the politics of dancing", MATIA BAZAR - "one1 two2 three3 four4 volume due", PEPSI & SHIRLEY
    - "all right now", DEAD OR ALIVE - "nude", CYNDI LAUPER - "the body acoustic" (DualDisc), ALEXANDER O'NEAL
    - "hearsay", DAVID BOWIE - "let's remix" (2 CD), TOYAH - "minx", DEN HARROW - "overpower", HAZELL DEAN
    - "always", NINA HAGEN - "fearless" ---> BANG, Oberhausen - avec "les girls" & TOFFI

  10. #59
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    Interview & TV-TIPP:

    Amanda Lear: Stellen Sie sich vor, es ist 1970 und Sie sind eine Stadt, ein Buch, ein Film…

    Amanda Lear regt die Phantasien an wie keine andere und wird für immer Dalís Muse, Disco-Queen, Ikone des Swinging London und der Schwulen bleiben. Diese „Titel“ erwirbt sie sich in den 70er Jahren, als sie zwischen Cadaqués und London pendelt. In dem katalonischen Fischerdorf verbringt sie die Sommer an Dalís Seite, in der britischen Hauptstadt modelt sie, unter anderem für Paco Rabanne. Amanda ist mit diversen Rockstars liiert, so Brian Jones und vor allem David Bowie, mit dem sie 1973 über ein Jahr zusammenbleibt. Als die Beziehung in die Brüche geht, beschließt Amanda, Sängerin zu werden. Ihre erste Single, „Trouble“, erscheint 1975, ist aber eher ein Flop. Ein deutsches Plattenlabel glaubt dennoch an Lear und bringt 1977 ihr erstes Album heraus, „I Am a Photograph“. 1978 folgt „Sweet Revenge“ und krönt Lear zur Disco-Queen. Ende der 70er Jahre heiratet sie, stellt Gemälde aus, macht weiter Musik und beginnt eine Karriere als TV-Moderatorin in Deutschland, Frankreich und Italien. Amanda Lear hat von Kunst-Provokateuren wie Dalí, Bowie oder Warhol, die ihren Weg kreuzten, viel gelernt. Und sie hat es verstanden, sich als geheimnisvolle Sphinx zu inszenieren, der Zeit und Fragen nichts anhaben können.

    Fragebogen nach Marcel Proust

    Stellen Sie sich vor, es ist 1970 und Sie sind …
    … eine Stadt:

    Natürlich London.

    … ein Reiseziel:
    Ibiza, da musste man einfach hin.

    … eine Farbe:
    Das, was Dalí Amethyst nannte: ein Violett-Ton, der Religion, Mystik und das Geheimnisvolle allgemein versinnbildlicht. Diese Farbe wurde gern getragen.

    … ein Motto:
    „Make love, not war.“

    … ein Kleidungsstück:
    Ein Fransenhemd. Das war damals total „in“. Man stand auf alles, was irgendwie indianisch aussah, mit langen Fransen. .

    … ein Buch:
    Vielleicht die Mao-Bibel.

    … eine LP oder ein Song:
    1970 gab es meine Platten noch nicht, also kann ich die auch nicht nennen. Worauf standen wir 1970? „Hair“ war ganz groß in Mode. Und dann fällt mir noch „Aquarius“ ein, das für Zukunft und Öffnung stand.

    … ein Film:
    „Der letzte Tango in Paris“ mit Maria Schneider und der Butter.

    Welche Utopie oder welches Konzept vermissen Sie am meisten?
    Die Vorstellung, dass alle sich lieben und gleich sein werden, in einer Welt ohne Rassismus. Das war das Konzept. Alle liebten sich. Love, love, love. Leider haben wir das bis heute nicht erreicht.

    Welche Utopie oder welches Konzept vermissen Sie am wenigsten?
    Kann ich gar nicht sagen. Doch, da war was. Ich hatte Freunde, die etwas gegen Plastik hatten. Ich weiß nicht, warum, aber für die war Plastik der Teufel, die Hölle. Man bevorzugte Natürliches: Baumwolle, Leinen, Stoff, Samt… Andy Warhol war seiner Zeit voraus, als er seinen Performances mit Velvet Underground den Namen „Plastic Inevitable“ gab.

    Die wilden Seventies
    Vom 04. bis zum 08. August 2008 um 20.15 Uhr
    Regie: Emmanuelle Nobécourt
    Produktion: Fabrice Coat
    Autor: Didier Varrod
    Produktion : Program33, ARTE GEIE

    http://www.arte.tv/de/kunst-musik/Su...s/2139128.html


    01.08.2008 PLAYLIST:
    THE HUMAN LEAGUE - "crash", CULTURE CLUB - "waking up with the house on fire", ONE
    2 MANY
    - "mirrors", LAID BACK - "play it straight", SHEILA E. - "the glamorous life", OLÉ
    OLÉ
    - "1990", HAZELL DEAN - "heart first", SECRET SERVICE - "when the night closes in"
    , BLANCMANGE - "mange tout", INFORMATION SOCIETY - "information society", JOYCE
    SIMS
    - "come into my life" ---> MARCO-party


  11. #60
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    „Madonna ist cooler als ich“

    Von VOLKER TACKMANN
    Wenn es in 1000 Jahren noch Kreuzworträtsel geben sollte, müsste unter dem Suchbegriff „Pubertät mit vier Buchstaben“ der Begriff NENA stehen.

    Im März wurde die Pop-Ikone („99 Luftballons“) 48 Jahre alt, doch das Teenager-Image hat sie immer noch.

    BILD am SONNTAG traf am Freitag vor ihrem Auftritt (5000 Zuschauer) in Berlin eine zeit- und raumlose Nena.

    BILD am SONNTAG: Zu Ihrem Konzert kommen Mütter mit ihren Töchtern und Enkelkindern, also mehrere Generationen. Ist Nena zeitlos?

    NENA: Es gibt keine Zeit. Die haben wir Menschen erfunden. In zwei Jahren werde ich Fünf(zig). Wenn ich mir jedes Jahr klarmachen würde, wie alt ich werde, würde ich tatsächlich alt werden. Für mich werden die Menschen immer jünger . . .

    BILD am SONNTAG: Das bedeutet: Nicht 18- oder 28-Jährige hören Ihre Musik . . .

    . . . sondern Menschen! Guck mal, ich bin jetzt 48 und ich singe aus tiefstem Herzen . . .

    BILD am SONNTAG: . . . mit jugendlicher Frische.

    Was ist denn jugendliche Frische?

    BILD am SONNTAG: Echtheit. Authentizität.

    Genau. Die muss man in sich wecken.

    BILD am SONNTAG: Ihre Tochter Larissa singt im Background. Wie haben Sie sie in die Band bekommen?

    Sie hat schon mit fünf Jahren bei Kinderplatten mitgemacht. Wir sind eine Family. Wir teilen das Geld. Wir teilen die Zeit. Aber jeder hat auch sein eigenes Leben.

    BILD am SONNTAG: Sie haben einmal gesagt: „Ich bleibe immer ich selbst. Ich bleibe immer Nena“ . . .

    Das habe ich nicht. Man kann nicht immer Nena sein.

    BILD am SONNTAG: Nicht?

    Nee, das geht überhaupt nicht. Du erfährst ja im Laufe eines Lebens sowieso nicht, wer du bist. Also das glaub ich jedenfalls nicht. Ich kann dir mit 48 Jahren nicht sagen, wer ich bin. Ich heiße Nena, ich hab einen Song, der heißt „99 Luftballons“ (lacht), ich mache meine Arbeit gern, ich habe fünf Kinder, ich liebe dieses Leben. Aber wer ich bin, kann ich dir nicht sagen . . .

    BILD am SONNTAG: Getreu nach dem großen Griechen Sokrates, der einräumen musste: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

    So ist es!

    BILD am SONNTAG: Eine andere prominente Musikerin wird auch bald fünfzig Jahre alt . . .

    Wer denn?

    BILD am SONNTAG: Madonna.

    Ach, Madönnchen. Madonna ist viel cooler als ich!

    BILD am SONNTAG: Cooler als Nena?

    Und viel erfolgreicher.

    BILD am SONNTAG: Wie viel Madonna steckt in Nena?

    Nicht viel. Wir haben uns 1983 einmal in einer Fernsehshow getroffen. Man ist sich distanziert begegnet. Das war es. Also da habe ich stärkere Verbindungen zu anderen Menschen . . .

    BILD am SONNTAG: Kein Vorbild?

    Für mich gibt es keine Vorbilder. Es gibt Menschen, die geben mir einen guten Impuls, mit dem ich wieder weiterleben kann. Das kannst du, das kann mein Stiefvater sein, das ist völlig egal. Wir sollten uns menschlich begegnen und gucken, wie wir uns gegenseitig stärken. Wir brauchen keine Vorbilder. Wenn ich dich jetzt nicht so gern hab, dann ist das auch okay. Und du darfst mir auch sagen, dass du mich nicht so gerne hast. Wir müssen uns dafür nicht böse sein. Aber dann sind wir uns begegnet, verstehst du?

    BILD am SONNTAG: In etwa. Begegnungen verlaufen nicht immer reibungslos. Wie wichtig sind Verletzungen für neue Lebenseinsichten?

    Du meinst Schmerz? Schmerz ist für die Leute wichtig, die anders nicht aufwachen. Für mich war das auch wichtig, denn ich war offensichtlich so im Tiefschlaf, dass ich ein paar schmerzhafte Dinge erlebt habe, die mich dann wirklich geweckt haben. Das Wichtige ist, dass man dem Schmerz einen Platz gibt und ihn nicht verdrängt . . .

    http://www.bild.de/BILD/unterhaltung...vorbilder.html


    05.08.2008 PLAYLIST:
    MIGUEL BOSÉ - "de bandido a duende", SIMPLY RED - "stars (Collector's Edition)" (2 CD & DVD), LIO
    - "peste of!", MARY ROOS - "leben spür'n", EIGHTH WONDER - "the best remixes", PRINCESS - "all
    for love", JERMAINE JACKSON - "dynamite", DEN HARROW - "overpower", FANCY - "get your kicks",
    TOM HOOKER - "bad reputation", ROSE LAURENS - "diamond collection", AZUL Y NEGRO - "suspense"
    , REAL LIFE - "flame", THOMAS ANDERS - "different"

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