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Klartext!!!

Erstellt von bamalama, 25.07.2005, 15:40 Uhr · 78 Antworten · 37.762 Aufrufe

  1. #71
    Benutzerbild von bamalama

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    Vor genau einem Jahr gaben SANDRA und OLAF (!!!) der Fanseite www.cretuworld.de folgendes – wie ich finde SEHR LUSTIGES – Interview:

    Die besten Stellen habe ich verpinkt

    So, nun ist es soweit.
    Ich hoffe, es werden nun mit diesem Interview einige Fragen beantwortet und Gerüchte aus der Welt geschafft.
    Dieses Interview ist Einzigartig, denn erstmals führte SANDRA mit OLAF ein öffentliches Fangespräch und suchte hiermit einen Weg Dinge klar zustellen, die sonst in den Medien falsch dargestellt wurden.
    WIR, das Team von Cretuworld, danken daher SANDRA und OLAF für das Vertrauen.

    Interview vom 30.08.2008 mit SANDRA und OLAF

    Du arbeitest derzeit an deinem neuem Album. Wird es vielleicht noch Ende diesen Jahres eine Vorab-Single geben?

    SANDRA: „Nein, Erscheinen wird das neue Album im März/April 2009! Das neue Album wird hauptsächlich in Amerika aufgenommen. Ich hab auch schon einige Songs aufgenommen, mit denen ich sehr zufrieden bin. Auf jedenfall können sich wieder meine Fans darauf freuen, daß ich zum ersten Mal wieder ein reines POP-Album aufnehmen werde. Eigentlich nur noch schnelle Songs. Also nichts mehr mit Traurigkeit sondern immer nur noch nach vorne Es läuft alles sehr sehr gut.“
    OLAF: „Es wird eine sehr interessante Geschichte. Es werden ca. 12 Songs auf dem Album sein und 4 Songs fürs Internet zum downloaden .
    Auch Bühnenauftritte werden sich komplett ändern, wir werden wieder mit einer Band auftreten und mit 3-4 Backgroundsängern.“
    SANDRA: „Wir wollen es unbedingt wieder anders machen“

    Was sagt Ihr beide zu dem Presse Bericht aus Polen ?
    OLAF: „Warum machen wir Halbplayback ? - hierzu muß jedem eigentlich im Kopf einleuchten, daß die Stimme,wie bei den älteren Songs, nicht mehr so ist bzw. nicht mehr so werden kann. Dafür müßte man die Playbacks verändern, komplett neu aufnehmen . Bei den neuen Songs, die man JETZT produziert, da kann man sagen: okay, da geht man mit einer LIVE-SHOW auf die Bühne.

    SANDRA zum HALBPLAYBACK: „Ich singe Halbplayback.....da natürlich die Stimme auf dem Band einige male gedoppelt ist, ist ganz klar, daß man dann immer Unterschiede hört, wenn man nicht ganz genau drauf singt. Aber die LEADSTIMME ist weg, die singe ich selber und das hört ihr ja. Und das ist so ein Ding, was keiner versteht - was bedeutet eigentlich Playback (alles von CD) und was ist Halbplayback....und es war noch nie anders.“

    SANDRA weiter.... „Abgesehen von der Musik, was mich fürchterlich nervt, wenn die Leute schreiben, daß ich so zugenommen hab....was irgendwie mit Alkohol in Verbindung gebracht wird -
    erstens mal, mit Alkohol hab ich überhaupt nichts am Hut, und warum ich so aufgeschwemmt bin, dass kann ich ruhig sagen, daß weiß eigentlich keiner....ich bin anderthalb Jahre behandelt worden ,weil ich eine Schleimbeutelentzündung in der rechten Hüfte hatte, und das ist sehr schmerzhaft. Dafür gab es ordentliche Cortisonsspritzen, die ich jede Woche bekommen habe und deswegen bin ich so aufgeschwollen, aber das geht wieder weg. Also ich schätz mal, daß ich das in einem halben Jahr wieder im Griff hab, weil ich jetzt schon seit 4 Monaten keine Spritze mehr bekomme .
    Aber das war eine sehr schmerzhafte Geschichte und das ging leider damals nicht anders und das find ich einfach ungerecht mir gegenüber.“
    „Und was mich auch wahnsinnig stört und wo spekuliert wird, wo die Leute immer wieder schreiben: `OH,für daß das sie sich getrennt hat, hat sie ganz schön schnell wieder einen Freund!`
    Erstens Mal bin ich schon seit 3 einhalb Jahren getrennt von meinem Mann, hab es bisher niemandem erzählt wegen meinen Kindern. Seit einem Jahr lebt mein zukünftiger Ehemann an meiner Seite. Und Michael übrigens hat schon 2 Jahre eine feste Freundin -ein junges Mädchen, die bei ihm wohnt und arbeitet. Nur damit mal ganz klar gesprochen wird, daß ich meinem Mann nicht fremd gegangen bin, sondern das war ein bißchen anderes. Und außerdem war ich die treuste Seele, daß wird Olaf euch selber sagen ....Nur ich möchte es nicht, daß ich als Fremdgeherin dargestellt werde.“

    Wird es zum neuem Album wieder eine Internetseite dazu geben?
    OLAF: „Ja es ist wieder eine spezifische Seite für das neue Album geplant. Alles weiter zum gegebenen Zeitpunkt.“

    SANDRA zum Internet: „Ich selber sitze ganz selten vor dem Computer! Das ist überhaupt nicht meine Welt. Ich schaue aber immer mal wieder Olaf über die Schulter wenn er dran sitzt. Auch schau ich auch hin und wieder mal bei Cretuworld vorbei! Es gibt aber auch Tage da haben wir gar kein Internet. Da erreichen uns auch keine Nachrichten vom Management!“

    Sandra welches Kind von Dir hatte einen fürchterlichen Unfall?
    SANDRA: „Das geht wohl nun gar nicht. Wer erfindet sowas? Also Gott sei Dank meinem Kind ist nichts passiert. Aber so etwas darf man nicht schreiben, da werd ich böse. Solche Gerüchte sind Image-schädigend. Auch Gerüchte, daß ich mit Fan´s im direkten Kontakt stehe – das hab ich noch nie gemacht, daß mach ich heut zum ersten Mal mit EUCH so lange, weil ich mir gedacht habe -ICH Muß DAS MAL MIT EUCH KLÄREN. Das liegt jetzt in eurer Hand und darüber könnt ihr nun schreiben.

    http://www.cretuworld.de/html/buesum-interview.php


    19.08.2009 PLAYLIST:
    ANIMOTION - "animotion", DARYL HALL & JOHN OATES - "12 inch collection", CAROLINE LOEB - "loeb
    c.d."
    , SHANNON - "do you wanna get away", WWF SUPERSTARS - "wrestlemania - the album", AMII
    STEWART
    - "amii", GARY NUMAN - "jagged", MEN WITHOUT HATS - "collection", NU SHOOZ - "told u
    so"
    , WILL TO POWER - "will to power", TIGHT FIT - "greatest hits", LUCIO BATTISTI - "e già", AZUL
    Y NEGRO
    - "mercado comun" (CD-R), DANIELA MERCURY - "o canto da cidade", SONIA - "everybody
    knows"
    , LA TOYA JACKSON - "la toya", FANCY - "forever magic"



    EBAYMALAMA ---> http://shop.ebay.de/merchant/loveamn...Q_fromZQQ_mdoZ

  2.  
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  3. #72
    Benutzerbild von okinawa

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    AW: Klartext!!!

    Auf der offiz. OMD Page gibts ein neues Interview mit Andy McCluskey zu lesen, wo er auch schon einen kleinen Ausblick auf das 2010 erscheinende Album 'History Of Modern' gibt.

  4. #73
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    Wer seine Stimme im Radio hört, hat sofort das Bild des erfolgreichsten deutschen Pop-Duos aller Zeiten vor Augen. Und im Ohr Superhits wie „You're My Heart, You're My Soul", die Sänger Thomas Anders (46) und sein Partner Dieter Bohlen (55) als Modern Talking im letzten Vierteljahrhundert hervorzauberten.

    Aus Anlass des 25jährigen Jubiläums von Modern Talking besuchte BILD Thomas Anders zum Interview in seiner Heimatstadt Koblenz, wo er heute noch mit seiner Ehefrau Claudia (37) und Sohn Alexander (7) lebt.

    Was empfinden Sie, wenn Sie heute an Modern Talking denken?
    „Ich habe mit Modern Talking eine wirklich großartige Zeit erlebt. Mein Leben wäre sicher in anderen Bahnen verlaufen, wenn es Modern Talking nicht gegeben hätte. Die letzten 25 Jahre waren noch viel gigantischer, als ich mir das als kleiner Junge in der Schule erträumt hatte.“

    Wie ist Modern Talking eigentlich entstanden?
    „Modern Talking war ein Zufallsprodukt. Ich hatte 1984 im Studio für Dieter Bohlen deutschen Schlager eingesungen, wollte gerade wieder zum Flughafen, da sagte er: Dein Flieger geht erst in drei Stunden, sing doch noch diesen englischen Titel hier. Ich hörte mir die Demo-Kassette an, sang den Song eine halbe Stunde später in einem Durchlauf ein. Nach einer Stunde war ich fertig. Es wurde später unser größter Hit: ,You're My Heart, You're My Soul'. Beim Einsingen ahnte ich noch nicht, dass wir da einen Mega-Hit am Start hatten.“

    Wie veränderte sich Ihr Leben nach dem ersten großen Erfolg?
    „Ich war 22, als ich mit Modern Talking zum ersten Mal die Nummer eins in den Charts knackte. Damit wurden alle meine Träume übertroffen, ich hatte ein unglaubliches Glücksgefühl. Mein Leben änderte sich mit einem Mal, ich war von da an drei Jahre nahezu jeden Tag unterwegs. Ich hatte nicht einmal Zeit, Geld auszugeben – außer vielleicht zwischendurch in irgendeiner Hotel-Boutique einen neuen Anzug.“

    Was war der schlimmste Moment Ihrer Karriere bei Modern Talking?
    „Das war, als wir 1985 bei einem TV-Auftritt in der Dortmunder Westfalenhalle ausgebuht wurden. Und das, obwohl wir auf dem Höhepunkt unseres Erfolges waren! Ich konnte das einfach nicht begreifen. Ein Jahr vorher waren wir noch die Goldjungs, jetzt kippte die Stimmung plötzlich gegen uns.“

    Woran lag das?
    „Ich weiß es nicht. Die damals einsetzende Gegenbewegung zu Modern Talking fand tatsächlich nur in Deutschland statt. Der Spott hat mich allerdings nie wirklich getroffen. Wir haben das überlebt und sind daran gewachsen.“

    Was denken Sie, wenn Sie heute Fotos von Ihnen aus dem Jahr 1985 sehen?
    „Ich gefalle mir heute besser als damals. Wenn ich Fotos von früher sehe, denke ich manchmal: Wie bin ich damals nur rumgelaufen? Aber das war eben in den Achtzigern angesagt. Es gab damals viele Männer, die sich an meinem Stil orientierten. Die sind zum Friseur gegangen und haben gesagt: Ich möchte die Haare wie Thomas Anders.“

    Haben Sie noch Kontakt zu Dieter Bohlen?
    „Dieter und ich haben seit unserer Trennung vor sieben Jahren keinen Kontakt mehr. Und das ist auch gut so. Wir hatten beide eine traumhafte Ausgangsbasis mit Modern Talking, die aus uns gemacht hat, was wir heute sind. Er hat seinen Lebenstraum gefunden, in dem er sich wohlfühlt, und ich meinen.“

    Haben Sie keine Lust, Dieter einfach mal wieder anzurufen?
    „Nein. Dieter und ich haben einfach nicht das Bedürfnis, miteinander zu sprechen. Worüber sollten wir auch reden? Viele Menschen hatten immer die Idealvorstellung, wir wären enge Freunde. Aber das war nie so, wir waren und sind einfach grundverschieden. Man hat uns vor 25 Jahren ja nicht nach charakterlichen Eigenschaften zusammengeführt, sondern nach beruflichen. Auf der menschlichen Ebene haben wir uns nie verstanden, auf der musikalischen Ebene dagegen blind.“

    Dieter Bohlen hat sich nicht immer freundlich über Sie geäußert. Hat Ihnen das wehgetan?
    „Dieters Sprüche haben mich nie verletzt. Ich kam ja auch in Gegensatz zu seinen ,DSDS‘-Kandidaten immer noch gut weg, weil es an meinem Gesang nie etwas auszusetzen gab. Und bei manchen Sprüchen wusste ich, dass diese Äußerungen nur Show waren, um aufzufallen. Es sind bei mir keine Narben zurückgeblieben.“

    Und wie stehen Sie zu Bohlens Aussage, er hätte Sie „zwangsmillionärt“?
    „Wenn Dieter das sagt, hat er zwar recht, aber ich kann das umgekehrt nur zurückgeben. Er hat mir verdammt viel zu verdanken. Es ist ja nicht so, dass ich Dieter das Geld abgenommen hätte, ich habe hart dafür gearbeitet. Aber wenn er dieses Gefühl braucht, solche Sätze zu sagen, sehe ich ihm das nach.“

    Wird es irgendwann ein erneutes Comeback von Modern Talking geben?
    „Eine Wiedervereinigung von Modern Talking kommt für mich nicht in Frage. Ich glaube, dass die Zeit dafür vorbei ist. Das Comeback von 1998 war gut und erfolgreich, aber was soll jetzt ein zweites Comeback bringen? Man sagt ja, wenn man ein Gericht noch mal aufwärmt, schmeckt es besser als beim ersten Mal. Ich habe noch nie gehört, dass ein Gericht noch besser schmeckt, wenn man es zum zweiten Mal aufwärmt.“

    Warum sträuben Sie sich so gegen ein Comeback?
    „Ich will einfach nicht mehr als Modern Talking auf der Bühne stehen. Die Fans sollen uns in Erinnerung behalten, wie sie uns kannten. Man darf auch nicht vergessen, dass Dieter in diesem Jahr 56 wird. Wie sähe es denn aus, wenn er in diesem Alter noch an einer Luftgitarre zupft und die Faust ballt. Das wäre doch lächerlich. Außerdem fühle ich mich auf der Bühne ohne Dieter viel wohler. Es ist unanstrengender und entspannter ohne ihn.“

    Aber ist es nicht traurig, Modern Talking einfach so sterben zu lassen?
    „Modern Talking ist nicht tot, sondern lebt durch mich weiter, weil ich nun mal die Stimme von Modern Talking bin. Ich mache etwa 70 Auftritte im Jahr auf der ganzen Welt, bei denen ich unsere Hits singe. Und ich habe das Gefühl, dass die Songs immer großartiger werden. Das merke ich auch, wenn ich von der Bühne aus in die glänzenden Augen der Fans blicke, die immer noch begeistert von unseren Liedern sind.“

    Haben Sie eigentlich noch Kontakt zu Ihrer Ex-Ehefrau Nora, die Ihnen in den Achtzigern niemals von der Seite wich?
    „Wir haben hin und wieder telefonischen Kontakt. Nora wohnt wie ich mittlerweile wieder in Rheinland Pfalz. Sie hat nicht geheiratet und genießt ihr Leben. Nora ist heute Privatier und reist viel herum. Es geht ihr gut.“

    Wo ist die berühmte goldene „Nora“-Kette abgeblieben, die Sie damals bei Auftritten um den Hals trugen?
    „Die berühmte Nora-Kette liegt bei mir im Bank-Safe. Natürlich trage ich sie nicht mehr. Ich hatte sie ja immer nur für die Auftritte in den Achtzigern angelegt. Vielleicht stifte ich sie einmal für ein Rock-Pop-Museum. Wegwerfen oder einschmelzen will ich sie nicht.“

    Können Sie uns etwas zur Geschichte dieser außergewöhnlichen Kette erzählen?
    „Die Kette war damals einfach ein Gag. Ich lag mit Nora am Pool in Südfrankreich und da kamen wir auf die Idee. Eine halbe Stunde später hatte der Juwelier den Auftrag, die Kette aus Gelbgold anzufertigen. Sie kostete damals etwa 5000 DM. Als ich die Kette erstmals öffentlich trug, stand halb Deutschland Kopf. Das war überhaupt nicht beabsichtigt.“

    Was haben Sie eigentlich zwischen der ersten Trennung von Modern Talking 1987 und dem Comeback 1998 gemacht?
    „Ich habe Solo-Alben aufgenommen, die auch recht erfolgreich waren. Anfang der Neunziger hatte ich dann keine Lust mehr auf Musik. Damals hatte man nur noch mit Techno Erfolg, und das war überhaupt nicht mein Ding. Da habe ich mich von der Musik zurückgezogen, eine Event-Agentur gegründet und Partys auf hohem Niveau für Geschäftskunden veranstaltet. Das war eine Umstellung, aber ich habe in der Zeit auch nicht auf Orangenkisten gelebt. Arm war ich in meinem Leben noch nie.“

    Können Sie uns einige der größten Erfolgszahlen von Modern Talking benennen?
    „Modern Talking war immer die goldene Kuh der Plattenfirma. Wir haben mit unseren Umsätzen die ganze BMG finanziert, bekamen 423 Goldene Schallplatten. Allein „You're My Heart, You're My Soul` war in 81 Ländern Nummer eins, wir haben nur von diesem Lied neun Millionen Singles verkauft. Unser Comeback-Album ,Back For Good' war 1998 das fünftmeistverkaufte Album der Welt, wir setzten in einer Stunde 80 000 Alben ab. Dafür brauchst du in Deutschland heute bei einem Top-Künstler vier Wochen - wenn's gut läuft. Ich glaube, dass ein Song wie ,You´re My Heart, You're My Soul' ein Evergreen geworden ist, mit dem in zehn oder 20 Jahren auch andere Sänger Erfolge haben werden.“

    Da müssen Sie in den 25 Jahren ja ganz schön Kasse gemacht haben.
    „Ich bekomme von jedem Modern-Talking-Song 99 Jahre lang Gesangs-Tantiemen, egal ob er im Radio gespielt oder auf CD gepresst wird. Mein Sohn wird also auch noch an Modern Talking verdienen, wenn ich schon tot bin. Er spielt übrigens schon sehr gut Klavier. Ich hoffe aber nicht, dass er mal in meine Fußstapfen treten will. Es ist ja mörderisch schwer, immer an dem berühmten Vater gemessen zu werden.“

    Was glauben Sie, wie Ihr Leben und das von Dieter Bohlen ohne Modern Talking verlaufen wäre?
    „Dieter und ich müssen dankbar sein, dass wir Modern Talking hatten. Wenn wir nicht zusammengekommen wären, würde er heute sicher nicht in der Jury von DSDS sitzen, sondern wahrscheinlich noch wie damals normaler Angestellter einer Plattenfirma sein. Und ich wäre ein Sänger, der durch die Lande tingelt und vielleicht mal einen Achtungserfolg hatte. Was ich nicht schlimm fände, wenn ich den Leuten Freude bringen würde. Es kann im Musikgeschäft nicht nur Häuptlinge geben, die Nummer-eins-Hits haben.“

    Was war der Unterschied zwischen der ersten Modern-Taking-Ära in den Achtzigern und der des Comebacks Ende der Neunziger?
    „Die zweite Modern-Talking-Ära ab 1998 habe ich viel mehr genossen als die erste. Ich war erwachsener, wusste wo es langgeht und ließ mir nicht mehr von der Plattenfirma etwas einreden, was ich nicht wollte. Ich hatte meinen eigenen Kopf.“

    Was hat das Modern-Talking-Comeback von 1998 bei den Fans und Kritikern bewirkt?
    „Mit unserem Comeback waren wir rehabilitiert, eine Gegenbewegung gab es nicht mehr. Das lag daran, dass wir jetzt Kult waren und somit die letzte Erfolgs-Schallmauer durchbrochen hatten. In Deutschland wird man als erfolgreicher Künstler gern niedergemacht. Aber wenn man das durchsteht und irgendwann zurückkommt, dann sagen auch die schärfsten Kritiker: Ich finde die zwar Scheiße, aber irgendwas müssen sie ja haben, dass die Leute so auf die abfahren.“

    Wie geht es in Ihrer Karriere jetzt weiter?
    „Ich werde in diesem Jahr ein neues Solo-Album herausbringen, das auch schon so gut wie fertig ist. Es wird zuerst in Russland erscheinen, wo ich eine riesige Fan-Gemeinde habe. Aber im Sommer darf man sich auch hierzulande über eine neue CD von mir freuen.“

    Modern-Talking-Star Thomas Anders im Interview: Nora liegt im Safe - Unterhaltung - Bild.de


    28.01.2010 PLAYLIST:
    EIGHTH WONDER - "fearless", AMANDA LEAR - "tam-tam", SINITTA - "the greatest hits" (CD & DVD),
    BIG FUN - "a pocketful of dreams", BRILLIANT - "kiss the lips of life", ORANGE JUICE - "rip it up", THE
    ALAN PARSONS PROJECT
    - "i robot", EMPIRE OF THE SUN - "walking on a dream", ALISON MOYET -
    "raindancing", FREIHEIT - "romancing in the dark", THOMAS ANDERS - "different", CHINA CRISIS -
    "working with fire and steel", BOYTRONIC - "the continental", SECCHI featuring ORLANDO JOHNSON
    - "i say yeah" (M-CD), ALICE - "capo nord", KRISTIANA LEVY - "the inner twist"



    EBAYMALAMA ---> eBay Verkäufer: loveamnesia:

  5. #74
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    JENNIFER RUSH

    Am 5. März melden Sie sich, fast zwölf Jahre nach Ihrem letzten Studioalbum „Classics“, mit Ihrem neuen Album „Now Is The Hour“ zurück. Warum haben Sie sich Ende der 90er zurückgezogen? Sie waren doch sehr erfolgreich?

    Dafür gibt es viele Gründe. Wie wir alle wissen, hat sich in der Musikbranche viel verändert. Ich habe die Plattenfirmen gewechselt, habe meinen Vertrag mit EMI beendet, mein „Classics“-Album bei Virgin aufgenommen, eine erfolgreiche Tournee absolviert und danach diverse Verhandlungen aufgenommen. Das hat etwas länger gedauert, weil ich nur etwas veröffentlichen wollte, zu dem ich stehen kann, nichts Mittelmäßiges, und das braucht seine Zeit.

    Außerdem gab es private Veränderungen: Ariels Vater und ich haben uns getrennt, er ist aus unserem gemeinsamen Haus in New York ausgezogen, und ich hatte das Gefühl, nachdem ich so viele Jahre so erfolgreich war, nun extrem für meine Tochter da sein zu müssen. Aber ich war in der Zwischenzeit nicht untätig, hatte meine Auftritte bei Galas und diverse Aufnahmen – nur eingeschränkt, weil ich mich um meine Tochter kümmern wollte. Inzwischen ist Ariel 16, schon sehr selbstständig, d.h. ich kann wieder mehr arbeiten.

    Wer kümmert sich heute um Ariel, wenn Sie unterwegs sind?

    Glücklicherweise habe ich Familie und enge Freunde in New York, wir sind eine gute Gemeinschaft, so dass Ariel immer bei ihren Freundinnen bleiben kann, wenn ich unterwegs bin. Umgekehrt übernachten Kinder meiner Freunde auch häufig bei uns. Wir haben immer ein offenes Haus, und ich befürworte es sehr, wenn Ariel ihre Freundinnen und Freunde mit nach Hause bringt, damit ich weiß, wo sie ist. Ausserdem wohnt Ariels Vater, zu dem sie regelmäßigen Kontakt hat, nicht weit entfernt. Sie ist für ihr Alter sehr unabhängig und verantwortungsbewusst und macht nächstes Jahr bereits ihr Abitur.

    Wie findet sie es, dass Mama wieder arbeiten geht?

    Dass ihre Mama arbeiten geht, ist nichts Neues für Ariel. Selbst während meiner Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt stand ich im Studio und bin aufgetreten. Ariel hat als Kleinkind bereits mitbekommen, dass ich unterwegs sein musste, um zu arbeiten. Es ist eine Frage der Organisation, alles unter einen Hut zu bekommen, aber natürlich habe ich meine Termine eingeschränkt, um für meine Tochter da sein zu können. Meine goldenen Schallplatten und Preise habe ich allerdings in den Keller geräumt, um Ariel nach und nach daran zu gewöhnen, was ich beruflich mache. Heute ist es das Normalste der Welt für sie, dass ich auftrete und Musik mache. Dank Handy und Internet sind wir ständig in Verbindung, wünschen uns gegenseitig per SMS viel Glück für unsere „Jobs“ und erzählen uns anschliessend unsere Erlebnisse.

    Wo leben Sie heute?

    2006 sind meine Tochter und ich nach London gezogen. Aber wir waren nur zwei Jahre dort, weil wir Sehnsucht nach New York hatten und sind im September 2008 wieder in die USA zurückgekehrt. Ich habe ja sehr lange, d.h. seit 1986, in New York gelebt, mein Apartment dort auch nie aufgegeben und die Stadt immer als meine zweite Heimat angesehen. Auch Ariel hatte Heimweh nach New York und ihren Freunden. Aber in meinem Beruf führt man sowieso eher ein Vagabundenleben. Insofern kann ich mich auch schnell woanders eingewöhnen.

    Sie sind in Ihrer Kindheit von New York in die norddeutsche Stadt Flensburg gezogen…

    Wir mussten aus beruflichen Gründen umziehen, weil mein Vater ein Engagement an der Oper in Flensburg hatte. Opernsänger müssen wie alle anderen Musiker flexibel sein. Mein Vater hatte als Tenor ein Engagement an der New York City Opera und danach Angebote aus Deutschland. Was viele Leute nicht wissen: In Amerika gibt es viel weniger Opernhäuser als in Deutschland, die noch dazu das ganze Jahr über geöffnet haben.

    Wie haben Sie und Ihre Brüder Bobby und Steve auf den Umzug reagiert?

    Es war für uns als Kinder ein Kulturschock und eine große Veränderung. Außerdem konnte ich kein Wort Deutsch. Aber wir waren nicht lange in Flensburg. Danach sind wir nach Wiesbaden, später Düsseldorf umgezogen, und da wir mittlerweile Deutsch sprachen, gefiel es uns auch immer besser. Als sich meine Eltern scheiden ließen, als ich 15 war, bin ich ja auch wieder mit meiner Mutter zurück nach New York gezogen.

    Was empfinden Sie, wenn Sie, wie heute, für Aufnahmen nach München – sozusagen die Wiege Ihrer Karriere – zurückkehren?

    Mit München verbinde ich sehr viel. Hier habe ich zwei Jahre lang gelebt und in den 80er Jahren meine ersten Platten aufgenommen. Hier hat alles angefangen…Dabei arbeitete ich damals als Sekretärin für die US-Militärbasis. Glücklicherweise war ich in der deutschen Abteilung und keiner hat etwas davon gemerkt, dass ich neben meinem Fulltimejob Ambitionen als Sängerin hatte, kurz davor stand, meinen Vertrag mit Sony Music zu unterschreiben und heimlich vom Posttelefon aus Verhandlungen führte. Bis mich nach zwei Auftritten als Backgroundsängern im Fernsehen, wo ich noch unter meinem bürgerlichen Namen Heidi Stern (…) auftrat, eine Kollegin ansprach: „Waren Sie gestern im Fernsehen?“, ich aber scheinheilig antwortete: „Meinen Sie, ich würde hier arbeiten, wenn ich im Fernsehen auftreten würde?“ Mein Chef fragte mich oft besorgt: „Heidi, was machst Du am Wochenende? Du solltest Dich weiterbilden und zur Uni gehen.“ Und ich erwiderte: „Ach, mir geht’s gut, so wie es ist.“ Bis mein Doppelleben eines Tages aufflog, als ich für einen Auftritt beim „Musikladen“, in dem ich meine erste Single vorstellte, einen Tag Urlaub beantragte. Als ich am nächsten Morgen zur Arbeit kam, hatte mich bereits ein Kollege von der anderen Abteilung „angeschwärzt“. Dabei hatte er es gar nicht böse gemeint, sondern stolz die Fotos herumgezeigt, die er von der Show im Fernsehen gemacht hatte. Danach war klar, dass ich meinen Job kündigen musste. Aber mein Boss war sehr einsichtig und hat sich mit mir über meinen Erfolg gefreut. Mit vielen dieser Kollegen stand ich noch Jahre später in Kontakt.

    Welche Erinnerungen verbinden Sie außerdem mit München?

    Gute. Aber es war sehr schwer, ein Apartment zu finden. Besonders als Ausländerin. Und wahnsinnig teuer. Ich habe lange gesucht, bis ich schließlich meinen Vater in Düsseldorf anrief und um Rat fragte und er mir den Tipp gab: „Vielleicht solltest Du mal ein Kleid tragen, dich ein bisschen eleganter anziehen.“ (lacht) Und tatsächlich: Es wirkte. Ich bekam eine Wohnung, zumindest für ein Jahr. Was für eine aufregende Zeit! Meine erste eigene Wohnung in einer so schönen Stadt! Leider habe ich damals nicht viel vom Münchner Umland gesehen, weil ich nur gearbeitet habe, aber ich bin immer gerne nach Hause, nach München, gekommen.

    Hatten Sie nach Ihrem Megaerfolg, während Ihrer Pause, das Bedürfnis, sich ganz aus der Musikbranche zurückzuziehen? Als Weltstar hätten Sie es nicht unbedingt nötig gehabt, weiter zu arbeiten.

    Ich liebe meinen Beruf viel zu sehr, und es ist mir, ehrlich gesagt sogar, schwer gefallen, nicht ständig unterwegs zu sein. Als ich noch Kind war, haben meine Eltern immer gesagt: „In unserem Beruf ist man früh genug beurlaubt. Das entscheidest nicht du selbst, sondern das Publikum.“ Ich bin noch nicht an dem Punkt angelangt, wo ich das Bedürfnis habe, aufzuhören. Außerdem singe ich wahnsinnig gern. Ich hatte mein Comeback auch schon viel früher geplant. Aber ich wollte nicht mit irgendeiner Plattenfirma zusammen arbeiten, mit der ich mich nicht wohl gefühlt hätte. Es gibt eine Menge Verrückte in diesem Business. Ich hatte Meetings mit diversen Labels in New York, wo ich mir dachte: „Was für Chaoten! Die verstehen ja gar nichts vom Geschäft.“

    Sind Sie nervös, was die Publikumsreaktion betrifft, nachdem Sie so lange nichts von sich hören lassen haben?

    Natürlich bin ich sehr aufgeregt, was mein Comeback betrifft. Aber: „That’s Life! That’s fun!“ Ich bin jetzt in der perfekten Altersgruppe, muss nicht mehr wie eine 20-oder 30-Jährige agieren, und sehe auch an gleichaltrigen Kollegen, dass Reife sich bezahlt macht. Früher habe ich gedacht. „Wer will mich noch mit 30 oder 35 sehen?“ Diese Einstellung hat sich, Gott sei Dank, auch allgemein geändert. Ich finde, dass meine Stimme sogar runder, kräftiger und noch besser geworden ist. Ich fühle mich heute geerdeter, selbstbewusster und wohler in meiner Haut.

    Was empfinden Sie anlässlich Ihres bevorstehen runden Geburtstags, im September 2010?

    Ich habe kein Problem damit! Das Schöne daran ist, dass ich nicht die einzige bin, die älter wird. Ich finde, die 60er sind generell ein guter Jahrgang. (…). Man kann nicht in Würde altern, wenn man sich gegen das Älterwerden sträubt. Je älter man wird, umso sorgfältiger muss man mit sich umgehen. Heute muss ich mehr auf mein Gewicht achten und regelmäßig zum Workout gehen. Aber das macht mir auch Spaß, weil ich sehr viel Energie habe.

    Erzählen Sie mir etwas über Ihr neues Album „Now Is The Hour“ mit dem Berliner Produzententeam Valicon (u.a Silbermond, Thomas Godoj).

    Es ist eine stimmige Mischung aus wunderschönen Balladen – u.a. mein Lieblingslied „Still“, ein reines Klavierstück, fast ein Wiegenlied – und fetzigem Dance-Pop geworden. Die Stücke stammen von großartigen Songschreibern, wie z.B. dem schwedischen Songschreiber-Genie Jörgen Elofsson (Leona Lewis, Céline Dion), der britischen Sängerin/Songschreiberin Natasha Bedingfield („Soulmate“), Alex James (Backstreet Boys, Alexandra Burke) oder Nashvilles Songschreiber-Legende Sharon Vaughn (Trisha Yearwood, Agnes Carlsson). Ich denke, es ist ein sehr schöner, moderner Song-Mix geworden, der den Leuten gefallen wird, und auf den ich sehr stolz bin. Obwohl ich zum ersten Mal keinen Song davon selbst geschrieben habe(lacht). Meistens bin ich zu kritisch mit mir selber. Ich hatte das Gefühl, meine Stücke seien noch nicht fertig, obwohl mich die Leute bedrängt und gesagt haben: „Die sind doch super!“ Dafür spare ich sie mir für mein nächstes Album auf.

    Planen Sie bereits Ihre nächste Tournee?

    Auf jeden Fall würde ich gerne wieder auf Tournee gehen. Nach der Veröffentlichung des Albums werde ich jedoch erstmal diverse Fernsehauftritte in Deutschland, z. B. bei „Willkommen bei Carmen Nebel“, haben und freue mich darauf, meinen Fans hierzulande und danach europaweit mein neues Album und die Single vorzustellen.

    Welche Musik hören Sie am liebsten privat?

    In dieser Beziehung bin ich wie meine Eltern, die zwar auf Opernbühnen standen, aber privat alle Musikrichtungen, von Gospel bis Popmusik, hörten. Ich liebe alle Arten von Musik, werde dabei auch oft von meiner Tochter inspiriert. Zurzeit hört sie am liebsten heftigen Gitarrenrock – wie ich, als ich in ihrem Alter war.

    Hat Ariel Ihr musikalisches Talent geerbt? Welche Interessen hat sie?

    Ich bin mir nicht sicher. (…) Ariel scheint ihr musikalisches Talent vor mir zu verbergen. (lacht) Wir haben es mit Trompete versucht, mit Schlagzeug – nichts hat funktioniert (lacht). Dafür hat Ariel hat eine sehr schöne Stimme. Letzte Woche hat sie zwei Songs von Lenny Kravitz gesungen, und ich bin gespannt auf ihr Video. Aber sie soll das tun, was ihr Spaß macht. Sie schreibt sehr gern, ist ein cleveres und wissbegieriges Mädchen und hatte schon in der Vorschule ihren Lern-Laptop mit dabei. Und da sie darüber hinaus sehr sportlich ist, habe ich während der letzten Jahre viel Zeit auf Basketballplätzen und in diversen Sporthallen verbracht.

    Waren Sie eine ähnlich gute Schülerin?

    Sie werden es nicht glauben, aber Musiker können sehr gute Schüler sein. (lacht) Ich habe wie einige meiner Kollegen eine Klasse übersprungen. Aber damals war die Schule vielleicht auch noch einfacher. Heute ist es echt tough!

    Wie verbringen Sie gerne Ihre Freizeit?

    Ich verbringe sie gerne mit Freunden und der Familie: Wir machen Spaziergänge, reden, gehen ins Kino und lesen sehr viel. Nur Shopping ist für mich eher eine Qual als Spaß. Ich glaube, ich bin die einzige Frau, die Shopping hasst.

    Sind Sie wieder liiert?

    Nein, ich genieße mein Singleleben.

    Welche Qualitäten sollte Ihr Traummann denn mitbringen?

    Wir Frauen lieben doch alle gut aussehende Männer, oder? (lacht) (…). Er sollte auf jeden Fall ein freundliches Wesen haben, mich für das lieben, was ich tue und wie ich bin. Ganz normal. Ein Mensch, der das Leben liebt, seinen Job und der sich nicht über unnötige Dinge aufregt. Eigentlich ganz einfach, oder?

    Abschließende Frage: Was wünschen Sie sich für 2010?

    Freude und Zuversicht für uns alle. Die Nachrichten sind ja allgemein ziemlich traurig und deprimierend, da darf man seinen Optimismus nicht verlieren. Es sollte für uns, die wir auf der „sonnigen Seite des Lebens“ stehen dürfen, selbstverständlich sein, anderen von unserem Glück abzugeben und ihnen mit aller Kraft zu helfen.

    Interview by Anke Sieker / Sony Music / 2010


    05.02.2010 PLAYLIST:
    VICKY LARRAZ - "huracan", TEARS FOR FEARS - "elemental", HAZELL DEAN - "heart first", CHILLY -
    "come to l.a.", FIVE STAR - "greatest hits", MODERN ENGLISH - "after the snow" -> WOLLI-Pause
    -> DURAN DURAN - "big thing", ALEXANDER O'NEAL - "all true man", V.A. - "dance traxx volume 2",
    -> 63 min. avec K. -> DEVICE - "22b3", DEN HARROW - "lies", FANCY - "all my loving", LAID BACK -
    "play it straight", V.A. - "eurovision song contest dublin 1988", CLIFF RICHARD - "always guaranteed"



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  6. #75
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    PETER GABRIEL

    "5ex trägt zur Nutzung von Neuerungen bei"

    Als extrovertierter Frontmann verhalf er Genesis einst zu Weltruhm. Nach sieben Jahren legt Peter Gabriel jetzt wieder ein Album vor, auf dem er unter anderem Songs von Radiohead, Lou Reed und David Bowie covert. WELT ONLINE sprach mit ihm über Altersmilde und die Wirkung neuer Medien.

    Als extrovertierter Frontmann von Genesis trat er mit Fuchs- und Blumemaske auf. Als Solist ließ er den „Sledgehammer“ zum meistgespielten MTV-Video aller Zeiten kreisen, stiftete Bonobo-Affen zum gemeinsamen Musizieren an und machte sich als Weltmusik-Botschafter verdient. Jetzt ist Peter Gabriel 60 Jahre alt und steht erneut vor einer Weggabelung.

    Für sein neues Album, „Scratch My Back“, das erste seit acht Jahren, schob der überzeugte Modernist diesmal Sampler und afrikanische Rhythmen beiseite, setzte auf den Klangkörper eines Orchesters und den Songkanon berühmter Kollegen. Im Interview spricht er über Ambitionen, seine bisherigen 60 Lebensjahre und den kreativen Mehrwert der Beschränkung.

    WELT ONLINE: Glauben Sie an Tugenden und Sünden?

    Peter Gabriel: Ich glaube an die Vielfalt der menschlichen Natur und die Kraft der Intuition. Die Unterteilung in sündhaftes und tugendhaftes Verhalten schafft Konflikte. Institutionen, die Erlösung versprechen, sind darin sehr geübt. Zur Musik befähigt mich das Leben, nicht die Erlösung.

    WELT ONLINE: Viele empfinden die langen Pausen zwischen Ihren Alben als Sünde.

    Gabriel: Ist es nicht fragwürdiger, alle zwei Jahre eine Platte herauszubringen? Musikmachen ist wie Kindermachen, man kreiert etwas Neues, für das man sich vor und nach dessen Geburt Zeit lassen muss. Mich hetzen weder Termine, mein Ego noch die Sichtbarkeit meiner Potenz.

    WELT ONLINE: War das jemals anders?

    Gabriel: Junge Männer, die eine Bühne erklommen haben, stehen nicht zuletzt da oben, weil ihre Sichtbarkeit die Chancen auf 5exuelle Abenteuer erhört. Auch ich lebte meine Fantasien früher eher auf der Bühne als im Privatleben aus. 5ex als Antriebskraft hat zur Massennutzung vieler Neuerungen beigetragen.

    WELT ONLINE: Sie meinen das Internet?

    Gabriel: Das Internet, die DVD, den Videorekorder, die Polaroidkamera – die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Die Porno-Industrie hat diese Werkzeuge oft zuerst entdeckt und zu deren Verbreitung beigetragen. Inzwischen werden sie auch von der Kirche genutzt.

    WELT ONLINE: Sind Sie vom intellektuellen Nutzen des Internet enttäuscht?

    Gabriel: Nein, das Internet ist das virtuelle Abbild eines Marktplatzes. Leute wollen kaufen, verkaufen, oder ihr Leben durch den Blick durch das Schlüsselloch interessanter gestalten. Das Internet ist ein noch verhältnismäßig neues Medium und es wird noch ein bisschen dauern, bis wir zu einem meditativen Nutzen finden werden. Bis dahin spiegeln sich sämtliche menschlichen Bedürfnisse und Sehnsüchte im Netz. Das ist ein Istzustand, der weder gut noch schlecht ist. Er ist einfach.

    WELT ONLINE: Wie sieht Ihr Istzustand aus?

    Gabriel: Mit 60 bin ich entspannter als mit 40. Ich führe ein interessantes Leben, kann viel reisen, habe eine tolle Familie und kann Musik machen, wann immer ich will. Das Elders-Projekt, dem unter anderem Nelson Mandela, Richard Branson, Jimmy Carter und ich angehören, bietet mir obendrein die Möglichkeit an Aktionen teilnehmen zu können, mit denen die Rechte von Menschen untermauert werden, die von Folter bedroht sind.

    WELT ONLINE: Machen Sie es einem bewusst nicht leicht, Sie nicht zu mögen?

    Gabriel: Jeder, der etwas zu verkaufen hat, bemüht sich augenscheinlich liebenswert zu sein. Ich möchte mich anderen Menschen öffnen und inzwischen gelingt es mir auch immer öfter. Aber ich habe lange dafür gebraucht, mein Englischsein aufzuweichen, und kann immer noch scheuer, reservierter und introvertierter sein als mir lieb ist.

    WELT ONLINE: Besitzt Weltmusik einen Mehrwert?

    Gabriel: Unbedingt. Ich habe in allen Ecken der Welt Leute getroffen und Musik oder Liebe mit ihnen gemacht. Das waren effektive Formen der Begegnung, weil sie zu meiner Demaskierung führten. Als Internatsschüler habe ich englische Verhaltensregeln verachtet und wählte die Musik um Fassetten meiner Persönlichkeit eine Plattform zu schaffen, die es am Internat zu kontrollieren galt.

    WELT ONLINE: Mit ihrem neuen Album schließt sich der Kreis Ihres Ausbruchsversuchs, weil es ausschließlich Stücke angelsächsischer Kollegen enthält.

    Gabriel: Stimmt, es ist, wenn man so will, der Umkehrschluss meiner Bemühungen der letzten 30 Jahre. Ich fand es zur Abwechslung erholsam nicht dem Image des Innovators Peter Gabriel entsprechen zu müssen, der sich in einem Dschungel aus Sounds verläuft.

    WELT ONLINE: Üben Sie gerade Selbstkritik?

    Gabriel: Ich habe während der Produktion des neuen Albums den Segen des Bescheidens schätzen gelernt. Zum Beispiel auf das Orchester als alleinigen Klangkörper. Ich wollte keine Gitarren, kein Schlagzeug, keine Sequenzer verwenden und bin dadurch schneller ans Ziel gelangt. Mein Kopf ist immer um Expansion bemüht, während meine Seele eher auf der Suche nach der Ästhetik der Reduktion ist.

    WELT ONLINE: Warum interpretieren Sie Songs von Radiohead, David Bowie, Lou Reed und Elbow neu?

    Gabriel: Ich habe beim Gedanken an ein Coveralbum nie die Nase gerümpft. Die Idee eines Songaustauschs erschien mir zu verlockend, um nicht den Versuch starten zu wollen. Manche Kollegen sagten ab, manche waren sofort bereit und andere, wie Neil Young, mussten erst überzeugt werden. Ich bin auf deren Coverversionen meiner Songs gespannt, die am Ende des Jahres erscheinen sollen. Ich genoss den Zustand, nicht die ultimativen Versionen der Songs liefern zu müssen, die jetzt auf dem Album erscheinen, weil jeder David Bowies „Heroes“ bereits kennt.

    WELT ONLINE: In zehn Jahren werden Sie 70 Jahre alt. Muss die Menschheit wieder so lange warten auf neue Musik von Peter Gabriel?

    Gabriel: Ich glaube nicht, dass die Menschheit ein neues Peter-Gabriel-Album braucht. Aber offensichtlich schätzt man meine Arbeit noch. Ich bemühe mich. Ich denke bereits über ein weiteres Coveralbum nach. Ich muss nämlich dringend den eng gesetzten Rahmen von „Scratch My Back“ verlassen und eine Popplatte aufnehmen.

    Pop-Star Peter Gabriel: "5ex trägt zur Nutzung von Neuerungen bei" - Nachrichten Kultur - WELT ONLINE


    04.03.2010 PLAYLIST:
    PIA ZADORA - "when the lights go out", PET SHOP BOYS - "actually / further listening 1987-1988" (2
    CD) ---> PAUL-Pause ---> KIM WILDE - "select", LOVE AND MONEY - "strange kind of love", SANDRA
    - "mirrors", SWING OUT SISTER - "it's better to travel", LADY LILY - "lady lily", VISAGE - "beat boy",
    LOOSE ENDS - "look how long", PET SHOP BOYS - "very relentless" (2 CD), SILENT CIRCLE - "back!",
    AMII STEWART - "amii", NICK KAMEN - "us", POINTER SISTERS - "greatest hits" ---> 44 min. avec K.
    ---> O.S.T. - "flashdance", BEE GEES - "live in australien" (2 CD), DIANA ROSS - "ross"



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  7. #76
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    NENA

    Ein Phänomen wird 50. Nena – Popstar, vier Kinder, zweifache Oma – feiert heute Geburtstag.

    Im BILD-Interview verrät sie, warum sie gerne schreit, wie sie über Nacht Italienisch lernen möchte und dass das, was sie sagt, eigentlich irrelevant ist. Lesen Sie trotzdem mal …

    BILD: 50. Geburtstag – das ist für viele Menschen eine magische Zahl. Zeit für Rückblick und Ausblick?

    Nena: „Ich lebe nicht in Zeitabschnitten, aber ich staune, was so alles in ein einziges Leben passt. Meinen 50. Geburtstag empfinde ich als fließenden Übergang.“

    BILD: Aber je länger es fließt, umso besser wird’s bei Ihnen. Sie haben mal gesagt, dass Ihr Leben heute lebenswerter ist als vor 25 Jahren.

    Nena: „Hab ich? Mag sein, aber das ist völlig irrelevant, was ich gestern oder wann auch immer gesagt habe. Mich interessiert nur, was ich jetzt sage. Ich habe ein erfülltes Leben und bin dankbar für jeden Tag.“

    BILD: Sie stellen also Ihre Festplatte jeden Morgen wieder auf null?

    Nena: „So ungefähr sieht’s aus. Obwohl, na ja, vielleicht nicht ganz auf null, aber nah dran.“

    BILD: Auch wenn Sie gestrig Gesagtes nicht mehr interessiert, gibt es einen bemerkenswerten Satz von Ihnen: Ich muss nichts mehr lernen! Ist nicht das ganze Leben ein einziger Lernprozess?

    Nena: „Das ganze Leben ist für mich kein Lernprozess mehr, sondern ein Aufwachen. Aber natürlich gibt es auch Dinge, die man sich nur aneignet, wenn man sich intensiv damit befasst. Ich will z. B. seit 5 Jahren Italienisch lernen, nur liegt mir das stumpfe Vokabeln-Pauken nicht.“

    BILD: Dann wird das wohl nichts.

    Nena: „Doch, das wird auf jeden Fall was. Vielleicht wache ich auch eines Tages auf und spreche plötzlich fließend Italienisch. Einfach nur, weil ich es mir so sehr wünsche. Das wäre mir am liebsten.“

    BILD: Sie sind auch sehr impulsiv...

    Nena: „O ja, ich tobe auch gerne und lasse meinen Gefühlen freien Lauf. Ich stehe manchmal in der Natur und schreie. Einfach alles rausschreien, was mich bewegt, tut mir oft sehr gut.“

    BILD: Sie haben nicht nur ein wundervolles Leben, sondern sehen auch wundervoll aus.

    Nena: „Und jetzt willst du wissen, wie ich das mache. Ich trinke weder drei Liter Wasser am Tag, noch gehe ich regelmäßig joggen. Es kommt einfach aus mir selbst – meiner Kraft – heraus. Die innere Ausrichtung ist entscheidend.“

    Pop-Ikone Nena feiert 50. Geburtstag - Sängerin Nena im BILD-Interview - Star News - Unterhaltung - Leute - Bild.de


    20.03.2010 PLAYLIST:
    BUGGLES - "the age of plastic" (SHM-CD), CULTURE CLUB - "from luxury to heartache", BROS - "the
    time"
    , THE PSYCHEDELIC FURS - "should god forget: a retrospective" (2 CD), MELISSA MANCHESTER
    - "hey ricky", MARKUS - "es könnt' romantisch sein" (vinyl), SANDRA - "the long play", BELOUIS SOME
    - "some people", AMANDA LEAR - "cadvrexquis", E.L.O. - "secret messages", THE FLIRTS - "made in
    america"
    , PROPAGANDA - "wishful thinking", FANGORIA - "completamente" (2 CD & DVD), AZUCAR
    MORENO
    - "mambo", NU SHOOZ - "poolside"



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  8. #77
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    AW: Klartext!!!

    Interview mit Alison Moyet (u.a. darüber, dass sie mittlerweile fast "gertenschlank" ist)

    „Ich vermisse meine Präsenz als Dicke“ - Alison Moyet - FOCUS Online - Nachrichten

  9. #78
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    AW: Klartext!!!

    Zwar kein Interview, aber einmal Klartext von Steve Lukather (Toto) über die heutigen "Superstars":

    Steve Lukather has some comments on the state of the recording business today. Steve was a founding member of Toto, has released solo LP's and is one of the most successful studio guitarists in history. He has been involved in thousands of records (if a Michael Jackson song has a guitar on it, it's Steve). Here is what he wrote:


    "I just want to know something. ALL this pontificating about how Spotify and the like are the ’ answer ’ and how ’ the artists get paid’ etc. How much? Really? WHO keeps tabs and accounting?
    Maybe I just don’t know. I don’t see any money and have A LOT of stuff out there over 35 years of making records.

    Have you done the breakdown on what an artist get PER tune on iTunes? Pitiful. Now IF you are with a label its even worse cause they take a huge share of that. The breakdown after all is said and done for most it’s pennies.

    TOO many people can make records. Period. No catalog artists are made these days. One hit wonders galore. Sad really.

    Now record companies don’t give budgets like the old days when the great records were made cause they cost MONEY!! They want to make money for nothing and own you for life and a piece of EVERYTHING an artist does. You can sell a million and still OWE them! My 25 year old son has buddies who have platinum records living in a one room studio apartment…Broke.

    Of course back ‘then’ rec. companies cared about MUSIC and nurturing artists for a LONG term career and long term money.
    Sure they got the Lions share but then they invested, believed and promoted it so there was SOME justification.

    Now its ’ Beats’ and how many facebook hits or Youtube hits you get .. ALL which either make NO money or short term dog-shit money with no real way to account for it and truly suck for the most part.
    What the fuck ? People want to be famous NOT good! It is TOO easy to play ‘pretend pop star’ now. With all the fakery and auto tune-time correction -cut and paste etc.. fuck most young people don’t know how to play a song from top to bottom in a studio in tune and in time and with feeling?? Rare
    .
    I am in the studios all the time and hear the stories from the producers and engineers.. and yet NO ONE cares that ’ so and so’ who sold a shit load of records ( how much IS that these days? ) cant sing or play. They make ‘McRecords’ for people who don’t even really listen. It’s background music for people to either find a mate or shake their heads while texting or skyping or doing other things. Environmental noise for the multi-tasker.


    Gone are the days of loving , dissecting, discussing the inner workings of ’AN ALBUM”… sitting in silence while it plays.. looking at the liner notes and the few photo’s IN the studio .. imagining what a magic place it music be to make such music…Gone. You need a fucking jewelers eye to read the credits IF one even cares. Most don’t. So if you keep blaming the ‘old antiquated artists’ who are the only REAL ones left.. who MAY make a great record once in awhile but may be overlooked cause the media chooses to care more about who is super gluing meat to their bodies and other ridiculous HYPE and bullshit to get attention rather than LISTENING hard to the music being made we might be in a different place.


    When we were kids ( yes I will be 108 this year) there were only a handful or artists and they WERE great cause they HAD to be.
    You could choose not to like some but outside the teenage fodder most deserved their success and NO ONE sounded alike ! No one!
    We live in a McWorld that moves way too fast and now even the drugs suck. I mean when I was young and got high I never got naked foaming at the mouth and tried to eat someone’s face off.

    Time to put on Dark Side of the Moon and chill. Have a nice day and may real music come back and fill our ears. ( there IS some great stuff but you know what I mean ..)
    REAL music played by REAL musicians. They ARE out there.

    They just don’t get a lot of press anymore, or at all.”


    Luke
    (Steve Lukather)


  10. #79
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    AW: Klartext!!!

    Nik Kershaw im Interview:

    WISE WORDS: Nik Kershaw On The Perils Of Fame, And How His Biggest Hits Don't Belong To Him | HuffPost UK

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