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Kurz ins Experiment gerutscht!

Erstellt von Raccoon, 30.08.2004, 01:59 Uhr · 16 Antworten · 1.245 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Raccoon

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    Hallo!
    Da gibt's Musiker, von denen man in erster Linie ohrgangtaugliche Popmusik kennt. Auch - oder gerade - aus den 80ern. Und plötzlich bemerkt man einzelne Tracks, die mit Pop so gar nichts am Hut haben und eher avantgardistisch sind, manchmal sogar krass experimentell...

    Depeche Mode
    Die B-Seiten der Singles und Maxis enthielten so manch Überraschung. "The Great Outdoors!" auf der B-Seite von "Get The Balance Right!" ist so ein Fall. Oder "Pimpf", die B-Seite von "Strangelove" - fast schon Minimalismus à la Philip Glass!

    O.M.D.
    Zwar waren ihre ersten Alben alle ein wenig seltsam, doch das Album "Dazzle Ships" schlug in dieser Hinsicht alles. Nicht nur die poppigeren Tracks waren ungewöhnlich. Eröffnet wird mit Sendesignalen vom Radio Prag (unverändert, konnte man damals auch per KW hören) - schon das übrigens eine Anspielung auf "Radio-Aktivität" von Kraftwerk. Dann "Dazzle Ships Parts II, II & VII" - gewöhnliche Hörer konnte man damit jagen!

    S'Express
    Zuerst denk man an Dancefloor und Disco, logisch. Doch der Abschluß ihrer ersten LP von 1989, der Titel "Coma II [A.M./O.K.]", ist meiner Ansicht nach fast untanzbar. Zu donnernden Herzschlägen zirpen nervöse Sequenzer und erklingt eine finstere Melodie. Schweres Atmen. Nein, kein Dancefloor!

    Was fällt Euch noch ein an unerhörten Experimenten, mit denen man nicht rechnet...?

    Gruß, Raccoon

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Peter

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    Jean Michel Jarre - Zoolook. Dieses Album entsprach gar nicht den Aufnahmen, die er vorher rausgebracht hatte (Oxygene, Equinoxe, Magnetic Fields). Hat mir auch gar nicht gefallen.

  4. #3
    Benutzerbild von Alyosha

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    Kim Wilde: "Dream Sequence" auf ihrer LP "Catch As Catch Can" von 1983.

    Vielleicht auch "Bladerunner" von ihrer LP "Teases + Dares".

    Ich finde daß der Sound ihrer zweiten LP "Select" (1982) von einem sehr hohen Standard ist,
    das kommt durch ihren Bruder Ricky Wilde der die LP produziert hat und auch fast alle Instrumente eingespielt hat. Die Elektronik-Sounds dieser LP klingen sehr ungewöhnlich und einfallsreich. (man könnte das auch über die Single "Child Come Away" von Herbst 1982 sagen)

    der letzte Track "Cambodia - Reprise" erinnert ein wenig an Jean-Michel Jarre.

  5. #4
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Mike Oldfield könnte man indirekt auch nennen, obwohl er gerade in den 70er Jahren schon sehr experimentelle Musik gemacht hat.

    Aber die 80er waren seine Zeit des radiotauglichen Pop.
    Jedoch war auf jeder Pop-LP auch ein langes instrumentales Stück drauf, welches an seine früheren Zeiten erinnert.

    Als den größten "Stilbruch" (nun auf seine 80er-Zeiten bezogen) empfand ich, als ein Jahr nach dem Pop-Album "Earth Moving" sein besonders experimentelles "Amarok"-Album herauskam.

    Aber auch sein "Killing Fields" Soundtrack Mitte der 80er fällt aus der Reihe. Eine ähnliche Beobachtung machte ich bei Queen's "Flash Gordon" Soundtrack Anfang der 80er.

    Dann hätte ich noch Tears For Fears. Die B-Seite von "Shout" ("The Big Chair") hat meines Erachtens ähnliche experimentelle Charakterzüge wie "Pimpf" von Depeche Mode - vor allem verglichen mit den melodischen A-Seiten.

    Bei OMD und J.M. Jarre muss ich auch zustimmen, die anderen Beispiele habe ich noch nicht gehört.

  6. #5
    Benutzerbild von Babooshka

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    Richtig, Zoolook war ziemlich anders als das, was JM Jarre davor gemacht hat, aber auch so eine Art Bruch. Nach Zoolook hat er nämlich - meiner Meinung nach - fast nur noch belangloses, langweiliges Zeug gemacht. Bis Oxygène 8-14. Zoolook ist definitiv anders, ich mag's aber trotzdem. Laurie Anderson hat auch mitgemischt.

    Bei Mike Oldfield stimme ich ebenfalls zu, der machte in den 80-ern wirklich überwiegend radiotauglichen Pop. Deshalb habe ich aus der Zeit auch nur noch Five Miles Out und dann gar nichts mehr, dann erst wieder Tubular Bells II. Ich bevorzuge eben seine experimentelle, sphärische Musik der 70-er.

  7. #6
    Benutzerbild von musicola

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    one of our fruit machines is missing

    Abgesehen davon, dass schon der Titel ziemlich seltsam ist, ist der Nik Kershaw-Song (B-Seite von "nobody knows") ein sehr gewöhnungsbedürftiges, schräges Instrumentalstück! Er hat danach auch kein weiteres Instrumental mehr veröffentlicht!

    musicola

  8. #7
    Benutzerbild von Vonkeil

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    Queen haben mit dem Album "Hot Space" einen experimentellen Schritt in die Discomusik gemacht. Das Album wurde eher nur mittlerprächtig angenommen - schade, ich finde es gehört zu Queen's Besten!

  9. #8
    Benutzerbild von musicola

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    Vonkeil postete
    Queen haben mit dem Album "Hot Space" einen experimentellen Schritt in die Discomusik gemacht. Das Album wurde eher nur mittlerprächtig angenommen - schade, ich finde es gehört zu Queen's Besten!
    Absolute Zustimmung! Ich finde "Hot Space" mööördergeil!

  10. #9
    Benutzerbild von NoMilk

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    Amarok von Oldfield ist wirklich hart! ich dachte mir mal ich tu mir die cd (die ja einen track nur hat) mal kurz vorm schlafen gehen über kopfhörer an -> man wird da ganz schön aus nem dämmerschlaf gerissen!!

  11. #10
    Benutzerbild von mischaef

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    Babooshka postete
    Richtig, Zoolook war ziemlich anders als das, was JM Jarre davor gemacht hat, aber auch so eine Art Bruch. Nach Zoolook hat er nämlich - meiner Meinung nach - fast nur noch belangloses, langweiliges Zeug gemacht. Bis Oxygène 8-14. Zoolook ist definitiv anders, ich mag's aber trotzdem. Laurie Anderson hat auch mitgemischt.
    -er.
    belangloses Zeuk ? Gerade die Liveversion von ETHNICOLOR 1 (Houston-Lyon) ist einer der besten Stücke von ihm, und die RENDEZVOUS (1986) ist mein absolutes Lieblingsalbum von ihm...ich würde eher sagen das die Faszination von Electronischen Instrumenten zu dieser Zeit schon wieder weg war, es war halt schon fast "normal" geworden...aber auch CHRONOLOGIE konnte sich sehen lassen...ein kompletter BRuch war wiederrum WAITING FOR COUSTEAU, besonders die B-Seite der LP, bzw. das letzte Stück der CD, welches wesentlich länger war als auf der damaligen LP...

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