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Ladies & gentlemen: Miss GRACE JONES

Erstellt von bamalama, 13.11.2008, 20:02 Uhr · 12 Antworten · 3.021 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von bamalama

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    Frage Ladies & gentlemen: Miss GRACE JONES

    Seit Jahren angekündigt, vor einer Woche endlich erschienen:

    GRACE JONES - "hurricane", das erste Album seit 19 Jahren!

    Die Freude war groß, als die Veröffentlichung des Albums anfang des Jahres endlich konkrete Form annahm. Pünktlich am letzten Freitag traf das Album bei mir ein. Die Presse lobt das Album in den höchsten Tönen. Bei Amazon verteilen sämtliche (derzeit 21) Rezensenten die volle Punktzahl!

    Um so gespannter war ich auf diesen Hörgenuss. Gerade habe ich es mir komplett angehört – und bin enttäuscht! Man riet mir, das Album mehrfach zu hören, aber eigentlich verpüre ich gar kein Verlangen.
    Mich berührt keiner der 9 Titel des Albums.

    Da es in diesem Forum bisher keinen Thread über diese KÜNSTLERIN (immerhin eine der schillerndsten Persönlichkeiten unserer geliebten Dekade) gibt, frage ich einfach mal:

    Was haltet ihr von GRACE JONES?
    Wie gefällt euch das neue Album?
    Welche ihrer älteren Songs gefallen euch am besten?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von lotus eater

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    AW: Ladies & gentlemen: Miss GRACE JONES

    liebe kristallerbin .nun sei nicht bockig und hör nochmal rein...! eigentlich ist nämlich nichts neues zu hören .klingt doch sehr 80tis!!? naja bischen reggealastig .hätte mir lieber eine weiterentwickelte gracie angehört.....!? gruss vom alten holzmichellotuseater!!

  4. #3
    Benutzerbild von DeeTee

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    Daumen hoch AW: Ladies & gentlemen: Miss GRACE JONES

    Endlich 'mal wieder ein für mich interessanter Thread :-)

    Ich mag Grace Jones' Musik, wobei "Nightclubbing" mit Abstand das beste Album ist und imho ziemlich zeitlos. "Slave to the rythm" fällt dagegen etwas ab. "Inside stoy" hingegen war wieder ganz gelungen => "Victor should have been a jazz musician" ;-)
    Die richtigen Disco-Alben (vor Nightclubbing) habe so ihre Schwächen; hörbar, aber meistens wenig inspirierend. Das neue Album hingegen kenne ich noch nicht.

    "Nightclubbing" gehört zu meinen Alltime-Top10 an Alben.

    Grüße!
    DeeTee

    PS: Es gab übrigens 'mal eine Talkshow mit Roger Willemsen, wo er Grace Jones und Heinz-Rudolf Kunze zu Gast hatte. Kennt das einer von euch?

  5. #4
    Benutzerbild von bamalama

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    GRACE JONES - star club UNIVERSAL 0600753128077 VERÖFFENTLICHUNG: 17.11.2008

    1. Private Life
    2. Inspiration
    3. Warm Leatherette
    4. Pull Up To The Bumper
    5. Love Is The Drug
    6. Nightclubbing
    7. Nipple To The Bottle
    8. Breakdown
    9. Demolition Man
    10. La Vie En Rose
    11. My Jamaican Guy
    12. Walking In The Rain
    13. I've Seen That Face Before (Libertango)


  6. #5
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    AW: Ladies & gentlemen: Miss GRACE JONES

    Finde die Grace Jones wurde damals schon irgendwie in Deutschland als Superstar hochgepuscht.

    Wenn alllerdings irgendetwas "5exy" wirkte, war es nicht die Sängerin
    Allerhöchstens der Gesang ... naja ... dahingehend gehen die Meinungen vielleicht auseinander. Sie ist eine extrem "schillernde" "werbewirksame" Gestalt gewesen ... mehr auch nicht

    *lol* Gerade das genannte "Slave to the Rhythm" ist mir wenigstens mit der Refrainzeile hängengeblieben

    Alllerdings kam diese ich sach mal "soulig" angehauchte "sehr amerikanische"
    Musik in einer Zeit nach Deutschland, wo ich alles andere auf dem Player hatte, aber nix in der Richtung.

  7. #6
    Benutzerbild von humblebee

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    AW: Ladies & gentlemen: Miss GRACE JONES

    Grace Jones ist und bleibt eine KULTFIGUR basta!Ihr Auftreten war hammerhart als Sängerin+Schauspielerin außerdem coverte sie Shes lost control+Warm Leatherette allein deswegen und Nightclubbing,Apple stretching,Pull up to the bumper,Slave to the Rhythm sind absolute Kulthits,ihr Männerverschleiss von Stallone bis Lundgren is legendär so muss es sein!Im November Intro ist ein Interview das eigentlich nix ausagt so kennen wir sie!Als 60 jährige kann sie sich notorisches Schwarzfahren,schlechte neue Platten und Putzfrauennebenrollen in Falcofilmen leisten denn sie hat the Jamaican Power die Frau is KULT!

  8. #7
    Benutzerbild von bamalama

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    GRACE JONES - williams' blood WALL OF SOUND / ROUGH TRADE VERÖFFENTLICHUNG: 19.12.2008

    Fast 20 Jahre ist es her, dass sie ein neues Album herausbrachte. Doch mit "Hurriance" meldet sich Diva Grace Jones fulminant zurück.Für viele ist ihr Album das Comback des Jahres. Topmodell, Maschinenfrau, Discokönigin mit diesen 4 Track unterstreicht Grace Jones ihren Status ein weiteres mal. Ihre Songs sind das Statement einer Frau, die noch lange nicht fertig ist mit sich und ihrem Ruf als männermordendes Relikt des Concorde-Jetsets.

    http://www.amazon.de/Williams-Blood-...e=UTF8&s=music

    1. Williams Blood (Aeroplane Remix)
    2. Williams Blood (The Trixters Mix feat Mad Professor / Joe Ariways)
    3. Williams Blood (Greg Wilson Version)
    4. Williams Blood (Ivor Guest Breaks Version)


  9. #8
    Benutzerbild von bamalama

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    GRACE JONES - classic COMMERCIAL MARKETING VERÖFFENTLICHUNG: 15.12.2008

    1. Private Life 6:20
    2. Inspiration 4:34
    3. Warm Leatherette 5:36
    4. Pull Up To The Bumper 4:41
    5. Love Is The Drug 8:41
    6. Nightclubbing 5:03
    7. Nipple To The Bottle 5:56
    8. Breakdown 5:29
    9. Demolition Man 4:02
    10. La Vie En Rose 7:25
    11. My Jamaican Guy 6:00
    12. Walking In The Rain 4:18
    13. I've Seen That Face Before (Libertango) 4:28


  10. #9
    Benutzerbild von bamalama

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    Lächeln Im März in Düsseldorf

    Grace Jones - Sirene von Sodom
    Von PHILIPP HOLSTEIN

    Sie ist einer der größten Popstars der 80er Jahre. Nun geht Grace Jones nach langer Zeit wieder auf Tournee. Die 60-jährige Sängerin zeigte in London eine umwerfende Vorstellung mit den Hits von früher und Songs vom Comeback-Album „Hurricane“. Im März gastiert sie in Düsseldorf.

    Der Lärm ist unerträglich, einige halten sich die Ohren zu, andere schreien, minutenlang geht das so, Krach. Aber plötzlich ist Ruhe, und eine mächtige Männerstimme spricht in die schmerzhafte und effektvolle Stille hinein diese Worte: „Ladies and Gentleman: Miss Grace Jones.“ Dann fällt der schwarzseidene Vorhang, und sie steht da. Auf einer Hebebühne. Mit einem irren Kopfschmuck, der an das erinnert, was am Weihnachtsbaum auf der Spitze steckt. In einer Corsage, die an den olympischen Beinen so hoch ausgeschnitten ist, dass Sodom und Gomorrha auf einen Tag fallen. Auf High Heels, hoch und spitz und 5exuell. Eine Mischung aus Josephine Baker, Mrs. Robinson und etwas Androidem. Sie fletscht die Zähne, sie fährt die Krallen aus, sie singt eine aufreizend langsame Version des Songs „Nightclubbing“. Die Lichttechnik taucht sie in dramatisches Rot. Das ist Grace Jones.

    Mit 60 Jahren geht das ehemalige Model und Bond-Girl, die Muse von Andy Warhol und Königin des Cool, wieder auf Tournee. An vier Tagen spielt sie drei Konzerte im Roundhouse in London, einem dickbäuchigen, turmartigen Gebäude, in dem früher Lokomotiven gewendet wurden. Alle sind nach Camden gekommen, die Nadelstreifen aus der City, die Ladies und Gatten, die jungen Lümmel mit den spitzen Schuhen, die höheren Töchter mit den A.P.C-Kleidern, die bunten Vögel mit Flitter-Lidschatten und Vollbart und die Wagemutigen, die feinste und wahnsinnig teure Blazer zu Tarnhose und Armeestiefeln kombinieren. Man trinkt schweren Wein, der in Liter-Flaschen ausgegeben wird, was gut aussieht, aber unpraktisch ist, und da hinten steht der Sänger Bryan Ferry von Roxy Music. Am Ende werden sie die Köpfe schütteln, „unfassbar!“ murmeln, um Zugaben bitten, nicht heim wollen.

    Grace Jones breitet ihre musikalische Biografie als Revue aus: „My Jamaican Guy“, „Pull up to the Bumper“, „La Vie en Rose“ und Titel ihres ersten Albums seit 19 Jahren, dem umwerfenden „Hurricane“. Sie murmelt, steigert sich in einen theatralischen Sopran, das schwarze Volumen ihrer Stimme und die gekünstelte Melodieführung ergänzen einander perfekt. Das ist der typische Sound aus Reggae, New Wave und Electropop. Zu jedem der Songs, die von der Band umwerfend gut, weil herzrhythmusstörend basslastig, massiv, elektronisch verstärkt und quasi robo-jamaikanisch interpretiert werden, präsentiert sie ein neues Hut-Kunstwerk des Designers Philip Treacy: Kaiser-Wilhelm-Pickel, Irokesen-Sägeblatt, Feder-Fontäne.

    Der Höhepunkt dieses Festes der vorgeblichen Sündhaftigkeit ist „Love is the Drug“. Die Halle ist komplett dunkel, nur eine kaltblaue Lichtsäule fällt von der Decke auf die Bühne. Grace Jones tritt ein, sie trägt einen metallischen Helm, und wenn sie den Kopf bewegt, zerstäubt dessen Visier das Licht in grelle Blitze wie das Stroboskop in der Disko. Man erkennt nichts mehr, steht unter visuellem Schock, die Augen tränen. Dazu dreschen die Lautsprecher eine ultrabeschleunigte Variante des Hits „Love is the Drug“ auf die Köpfe des Publikums. Der Genuss ist größer als die Sehnsucht nach Erbarmen.

    Es ist eine urbane Performance. Sie stammt aus einer Zeit, als man es sich leisten konnte, verantwortungslos zu sein, und Hedonismus das höchste Ideal war. Es ist der Geist des Studio 54, der heidnischsten und champagnerseligsten der New Yorker Clubs. Dort begann Grace Jones in den späten 70ern. Schon damals unterschied sie zwischen Kunst und Leben, Pose und Sein. Dieser Gegensatz würzt heute noch ihren Auftritt.

    Nach jedem Vortrag verschwindet Grace Jones im Dunkel der hinteren Bühne zur Umkleide. Ihr Mikrofon bliebt offen, und sie kommentiert in diesen amüsanten Pausen ihr Image, redet über Abgründigkeit und „boys“ und persifliert die professionelle Exaltiertheit ihrer Bühnenexistenz. Sie wolle ja eigentlich gar nicht mehr, aber ihr Management habe gesagt, sie solle doch, und deshalb sei sie hier, „weil ihr wollt, dass ich soll“. Sie erzählt von einem japanischen Radio-Journalisten, der mit ihr einen Interview-Termin verabredet habe. Aber er kam er nicht. „Er hat mich auf der Bühne gesehen und Angst bekommen“, sagt sie und lacht dieses Lachen, das bei Männern freudsche Verlustängste provoziert und ihr deshalb Vergleiche mit Raubtieren und allerlei fauchenden Nachtwesen eingebracht hat.

    Doch Grace Jones will nur spielen. Wenn sie ihren Platz an der Stange einnimmt, schlurft die 1,80 Meter große Sirene aus Spanishtown mit gesenkten Lidern an die Stelle, wo die Windmaschine ihr Kostüm aus Stoffstreifen hochpusten soll. Beginnt die Musik, ist sie sofort präsent als über5exualisiertes Zwitterwesen. Die Figur, die sie spielt, kann man sich nur auf einer Chaiselongue liegend vorstellen, von ölig muskelglänzenden Lustknaben mit Trauben gefüttert und stets ein bisschen gelangweilt „Darling“ rufend. Just diese Projektion ist es, die ihre Inszenierung ermöglicht. Wir sind Teil der Show, wir sind junge Römer.

    Zuletzt bringt sie „Slave to the Rhythm“, den Knaller von 1985. Dabei hält sie einen Hula-Reifen auf der kreisenden Taille. Das Publikum ist kaum zu beruhigen. Sie lacht dieses Lachen.

    Als die Musik in diesem Tempel verklingt, sehnen sich viele danach, ihre Literflaschen Wein zu vergolden, Walpurgisnacht zu feiern und mit Champagner spritzen. Dann geht das Licht an.

    http://tonight.rp-online.de/public/a...von-Sodom.html

  11. #10
    Benutzerbild von bamalama

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    Lächeln

    GRACE JONES, die Stilikone der 80er Jahre, berauschte das Publikum der "AVO Session" in Basel mit einer rasanten Show am 13. November 2009. Wie eh und je im androgynen Style und mit provokant-ästhetischen Auftritten, machte Grace Jones das Konzert zu einem spektakulären Ereignis. ARTE war dabei, um sich vom Sturm der Grace Jones mitreißen zu lassen.

    Am 02.01.2010 strahlte ARTE dieses Event aus, mittlerweile habe ich es gesehen.

    Selten hatte ich mehr Spaß bei einem TV-Konzert. Ganz kurios:

    - Bei pull up to the bumper gab es einen Rollentausch – ein Teil der Fans tanzte auf der Bühne, während GRACE JONES diese verließ, um dem verdutzten, aber glücklichen Publikum Gesellschaft zu leisten. Während sie singend durch die Menge lief, ließ sie sich sogar den Po bergrapschen. Eine Diva zum anfassen, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Pull up to the bumper gehörte nie zu meinen Favoriten – das hat sich mit diesem Auftritt geändert:

    ---> [ame=http://www.youtube.com/watch?v=XPm_KXoTnjk]YouTube - GRACE JONES - PULL UP TO THE BUMPER - Basel Bâle 2009[/ame]

    - Während der gesamten Performance von slave to the rhythm (in einer überlangen Version) kreiste ein Hula Hoop-Reifen um ihre Hüften:

    ---> [ame=http://www.youtube.com/watch?v=t7MaEQHALCU]YouTube - GRACE JONES - SLAVE TO THE RHYTHM - Basel Bâle 2009[/ame]

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