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MADONNA

Erstellt von Overpower, 05.09.2002, 20:24 Uhr · 450 Antworten · 39.995 Aufrufe

  1. #71
    Benutzerbild von Vonkeil

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    ich denke, es ist dem ein oder anderen schon aufgefallen...

    ich LIEBE madonna!!!

    ich habe sie eigentlich schon immer gemocht, aber richtig "erkannt" habe ich sie eigentlich erst mit dem album "ray of light". in jener zeit ging es mir persönlich nicht sonderlich gut - und da habe ich zum ersten mal bewusst darauf geachtet, von was sie da eigentlich so singt.
    und als ich sie dann 2001 das erste mal live erlebt habe, hat sie mich 100%ig für sich gewonnen... seither sammel ich alles, was ich von ihr zwischen die finger kriege und besitze so ziemlich jeden ton, den sie irgendwann mal irgendwo gesungen hat. (naja, so fast... )
    madonna's musik gibt mir kraft und ist balsam für die seele.

    sie ist eine unglaublich authentische frau - trotz ihres unermesslichen erfolges und einflusses auf die musik- und modewelt, und das seit mittlerweile fast 25 jahren. sie nimmt sich selbst nicht ganz so ernst, das mag ich.
    ich kann mich auch nur ganz schwer festlegen, welche ihrer schaffensperioden mir am besten gefiel: alles war gut, weil es jedesmal auf spezielle art und weise authentisch war.

    auch ein wenig in schutz nehmen muss ich ihre schauspielerischen leistungen. es wird ja immer gerne darauf herum geritten, wie schlecht sie doch spiele. dabei waren filme wie z.b. "swept away" oder "league of their own" wirklich nicht schlecht und ich sehe sie gerne. ich denke es liegt oftmals mehr an besch****nen drehbüchern oder an der synchronstimme als an ihrer darstellung.

    ach ja...
    @bamalama
    danke für die playlist!! kannte ich auch noch nicht...

  2.  
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  3. #72
    Benutzerbild von italomaster

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    Vonkeil postete
    ich denke, es ist dem ein oder anderen schon aufgefallen...

    sie ist eine unglaublich authentische frau -
    Das bezweifle ich allerdings sehr...


    Ich mag MADONNA, finde allerdings das Album RAY OF LIGHT (im Gegensatz zum Rest der Welt) grottenschlecht. Und das, obwohl ich den Produzenten WILLIAM ORBIT hervorragend finde.
    Auch die Sachen, die sie mit MIRWAIS gemacht hat, gefallen mir sehr.

    Und die 80er Jahre waren, bis auf wenigste Ausnahmen, meines Geschmackes nach die besten im musikalischen Sinne, noch immer!

    Und Sonny, wir finden ein und denselben Song gut: FROZEN (eines meiner All-Time-Favs von ihr). Freue mich, dass das auch mal vorkommt...

    Was ich nicht mehr hoeren kann: LIKE A PRAYER und TAKE A BOW

  4. #73
    Benutzerbild von bamalama

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    waschbaer postete
    Allerdings bekommen ich bei folgenden 80er Jahre-Stücken von ihr immer noch einen sofortigen Brechreiz: Like a prayer (megawürg), La isla bonita oder auch Like a virgin.
    INGO, wir sollten mal einen gemeinsamen MADONNA-musikabend machen, denn das sind auch für mich die 3 furchtbarsten 80er-SINGLES von MADONNA!

  5. #74
    Benutzerbild von waschbaer

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    @Vonkeil

    Du magst MADONNA. Wäre mir noch gar nicht aufgefallen. *grins* Kannst du mal einen ausführlicheren Bericht über ihr Konzert schreiben? Ich habe bislang nur die Girlie Show als Live CD und finde die deutlich ansprechender als ihre Teile ihrer Studio-Sachen.


    @Bamalama

    Jederzeit und gerne. So lange diese drei Titel (sind eh dazu allesamt so was von totgedudelt) nicht kommen, bin ich zu jeder Schandtat bereit.

  6. #75
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    Bei "True Blue" erinnere ich mich grundsätzlich an die Musik-Dauerschleife vom Radiosender "FFN" (endliche Tage vor dem offiziellem Sendebetrieb)
    Hier lief der Track nämlich ständig .....mit einigen anderen Liedern und das mehrmals stündlich....

    La isla Bonita:
    war im damaligen Musikunterricht angesagt.....ich saß zum Glück am Schlagzeug.
    Seit dem bekomme ich den Refrain nicht mehr aus dem Kopf.....man singt schon automatisch mit. Kommt natürlich auf der Arbeit immer gut:
    Leider fehlt mir hierzu die musikalische Stimme, denn ich singe grundsätzlich zweistimmig: laut und falsch

    Holiday:
    sorry, aber bei diesem Lied denke ich grundsätzlich an MC Miker G. & DeeJay Sven

  7. #76
    Benutzerbild von Babooshka

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    So ein richtiger Fan von Madonnas Musik war ich nie, aber ich hab sie schon ganz gerne gehört. Für mich natürlich nur das, was sie bis 1986 gemacht hat! Madonna selber fand ich aber gut und süß und ihren Look interessant. Meine Freundin und ich haben uns damals ab und zu mal ein bisschen wie sie gestyled und sind dann auf eine "Madonna-Runde" durch die Stadt gezogen. Ich fand ihr Styling bei Life Aid gut - typisch Madonna '85 eben! Unvergessen natürlich der Film "Susan verzweifelt gesucht", das ist 80-er Jahre Kult, das ist Madonna in ihrer besten Rolle! So gut war sie nie wieder in einem Film! Klar, sie spielte ja irgendwie auch ein bisschen sich selbst. Demnach ist "Into the Groove" auch mein Lieblingslied von ihr. Ich mag aber auch "Papa don't preach" und "Holiday" (das erste, was bei uns von ihr bekannt wurde) und noch einige andere.

    Ich find's ja OK, dass Madonna so viele Wandlungen durchmachte, aber ihre völlig extreme Phase, mit Beinah-Pornofilm, geradezu krankhaftem Exhibitionismus und 5exuellen Provokationen, war überhaupt nicht mein Ding. Außerdem hätte sie nach "Susan verzweifelt gesucht" das Schauspielern ruhig sein lassen sollen, denn darin ist sie nicht besonders. "Who's that Girl" (übrigens auch ein nettes Lied) ist ja dann auch völlig gefloppt. War auch ein total belangloser Film.

    Nach den 80-ern bin ich vollkommen von Madonna abgekommen, ich kenne das meiste ab den 90-ern gar nicht. Allenfalls das, was mal im Radio gelaufen ist. "Justify my Love" ist nicht schlecht, "Music" sehe ich ganz genauso wie Elek-Maxe (auch wenn die Show dazu bei Live8 echt genial war).

  8. #77
    Benutzerbild von Vonkeil

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    Babooshka postete
    "Who's that Girl" (übrigens auch ein nettes Lied) ist ja dann auch völlig gefloppt. War auch ein total belangloser Film.
    das meinte ich! meistens ist der film, in dem sie mitwirkt, unerträglich schlecht - aber das liegt meiner meinung nach nicht daran, dass sie schlecht spielt!
    gut, über "who's that girl" kann man streiten (...), aber gerade in "swept away", ihrem jüngsten film, fand ich ihre darstellung wirklich überzeugend gut!

  9. #78
    Benutzerbild von Vonkeil

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    @waschbär
    bitte, extra für dich!!

    mittwoch, 8. september 2004 - - um halb 10 treten ich und mein mitbewohner endlich die fahrt an, der wir schon schon seit monaten entgegen fiebern. dieser eine tag, der uns aufgrund seines sündhaft-teuren anlasses einen strich durch unseren strandurlaub '04 gemacht hat: denn es geht auf's madonna-konzert nach arnheim an der deutsch-holländischen grenze!
    frau ritchie hat beschlossen, auf ihrer 2004er "re-invention" tournee mal keinen abstecher in deutschland zu machen, sondern sich zum ersten mal seit vieelen jahren in holland zu "re-inventen". gott sei dank ist die fahrt von kassel nicht all zu weit und nach knapp 2 1/2 stunden fahrt kamen wir am mittag am gelredome in armheim an.
    und wer glaubt, wir seien die einzigen irren gewesen, die sich bereits um diese uhrzeit für ein konzert, dass abends um 20h beginnen soll, anstellt, der irrt: schon rund 100 leute warteten an beiden eingängen der halle auf die ankunft ihrer göttin. gott sei dank war das wetter spätsommerlich schön und sonnig. gleich erledigten wir die merchandising-käufe und auf dem weg zurück zum eingang kreuzte plötzlich eine flotte von bestimmt 10 oder 11 mini-vans mit verspiegelten scheiben unseren weg! vorneweg ein schwarzer mercedes, inklusive polizei-begleitung fuhren aus des halle richtung innenstadt...genau an mir vorbei!!! ob ihre hoheit allerdings drinnen sass, konnte ich nicht erkennen...
    die warteschlange am eingang glich mittlerweile mehr einem campingplatz. und im laufe des nachmittags wurde es zunehmend heisser - und voller! bald war das 10fache an menschen anwesend. eine richtige kleine massenveranstaltung. und um 18h sollte einlass in die halle sein. die zeit zog sich und zog sich und langsam hatten wir wirklich keine lust mehr. dann plötzlich ging ein raunen durch die menge, die leute standen auf und alle stürzten auf den eingang zu - wir natürlich mit, gott sei dank standen wir fast ganz vorne. aber nichts geschah!! so mussten wir noch 1 geschlagene stunde dicht an dicht stehen, bis endlich die tore zur halle aufgingen... wie die wahnsinnigen fielen die fans in die halle ein, ich natürlich mitten drin wir waren schnell genug, einen platz direkt vor der bühne zu ergattern, so dass nur ungefähr 4-5 leute vor uns standen. dann ging die warterei erneut los, madonna sollte ja erst um 20h auftreten... ich sage euch, selbst für mich als absoluten fan war diese warterei echt unerträglich. und als es dann endlich auf 20h zuging, war ich schon fast am ende meiner kräfte...
    um 20:15 gingen die lichter aus. (natürlich kommt eine echte diva nie pünktlich!) frenetischer applaus geht durch die ausverkaufte halle. auf den bildschirmen, die überall auf der bühne montiert waren, erschienen jüdische symbole, feuer und wölfe. als man vom band madonna's stimme die ersten worte zu "the beast within'", der intro-nummer, hörte und ihr gesicht riesig auf den monitoren erschien, flippte die halle völlig aus. sakrale stimmung für die pop-priesterin.
    dann wurde es dunkel. und zu den klängen zu "vogue" erhob sich ein säulenartiges podest aus der mitte der bühne, auf dem madonna lag. das gesicht nach unten, regungslos. die musik ging völlig unter im hysterischen gekreische der leute um mich herum. dann erhob sie den kopf - und die leute drehten völlig durch, nur durch diese kleine bewegung ihres idols. und gleich wird a pose gestriked: madonna vollführt die merkwürdigsten verrenkungen auf ihrem podest: inklusive der "beine hoch"-figur, die auf vielen presse-fotos erschien. "vogue" endete dann klassisch in marie-antoinette-outfit mit tanzensemble vor barockem hintergrund, eine "re-invention" ihres berühmten auftrittes zu dem MTV music awards im jahre 1991.
    nahtlos wurde übergeleitet zu "nobody knows me", eine nummer ihres jüngsten albums "american life". madonna wirbelt von links nach rechts über die bühne, ihre stimme von einem vocoter-effekt verzogen wird die von einem riesigen laufband quer über die bühne gezogen. dazu erscheinen riesige buchstaben und worte auf den leinwänden: das barockschloss vom anfang der show hat sich in eine szenenkulisse aus "tron" verwandelt. und während ihrer tanzeinlage auf einem podest an der rechten seite der bühne hat sie uns direkt angesehen. wir beide haben schon ein wenig rausgestochen aus der menge: um uns herum fast nur frauen und da fallen zwei typen mit glatze natürlich sofort ins auge - das anscheinend sogar madonna!
    weiter ging's mit "frozen", ders ersten live gesungenen titels des abends. "vogue" war aufgrund der herausfordernden tanzeinlagen komplett-playback und "nobody knows me" besteht sowieso nur aus roboter-effekt.
    jedenfalls wird's jetzt sakral: madonna steht in der mitte der bühne. spärliche bis gar keine effekte auf der bühne. blaues licht, eisige stimmung reflektieren die aussage des songs - und die ersten tränen fliessen im publikum. erst jetzt realisiert man wirklich die person oben auf der bühne.
    hier verschwindet madonna von der bühne und es baut sich ein kriegsszenario auf: helikopter, bombenexplosionen und schwerbewaffnete soldaten robben über die bühne. aus diesem inferno baut sich das intro zu "american life" zusammen, die bühne dreht sich und madonna erscheint auf einer wand aus fernsehern sitzend, komplett im military-look. im gegensatz zur bekannten version auf dem album, wird "american life" hier als rock-version vorgetragen - massive gitarren und eine hysterisch-kreischende madonna, die mittlerweile einen spaziergang bis in die mitte der halle auf einem catwalk macht, der von der decke der halle heruntergelassen wurde. völlige hysterie natürlich auch bei den fans. sie ist übrigens genau über mir lang gelaufen! der track endet mit einer einblendung von george bush, der sich an einer gezündeten handgranate, die ihm von saddam hussein gereicht wird, eine zigarre anzündet...
    eins meiner persönlichen highlights war das folgende "express yourself": disco-fieber in camouflage-hosen, eine wunderschöne synchron-tanznummer, wie man sie aus madonna's alten tagen kennt. madonna und ihre mannen choreograhieren mit handgranaten und gewehren: madonna's art, ein anti-
    kriegs-statement abzugeben.
    das kriegs-szenario verwandelt sich im handumdrehen in einen 80er-jahre underground-club, als madonna zur gitarre greift und "burning up" vorträgt. auch eins meiner highlights. madonna steht hier vor einer wand aus blinkenden und blitzenden fernsehern und rockt die halle bis zum überkochen.
    die gitarre lässt sie umgeschnallt und leitet gleich über zu "material girl" - eines jener lieder, von denen sie eins gesagt hat, sie würde es nie wieder live spielen wollen. zu diesem zeitpunkt hat sie wirklich jeden einzelnen in der halle erreicht, eine riesige madonna-party ist im gange: alle tanzen, singen mit und madonna interagiert mit dem publikum, lässt einzelne zeilen von den zuschauern singen und feixt dazwischen.
    anschliessend verschwindet madonna ein zweites mal von der bühne. dieselbige verwandelt sich nun zu einer instrumental vorgetragenen version von "hollywood" in ein zirkus-szenario: jonleure, feuerspucker, bauchtänzerinnen - sogar ein skateboarder inklusive half-pipe (!) sind auf der bühne zu sehen. auf den leinwänden bilder von tarot-karten und mittelalterlichen szenen.
    dann ist madonna wieder da: im rot-weiss-gestreiften showgirl-outfit der 20er jahre performt sie zusammen mit jahrelanger background-sängerin donna de lori und einer neuen kollegin (nikki harris macht baby-pause!) den fan-liebling "hanky panky" - ganz in der manier von der legendären "blond ambition"-tour von 1990.
    ganz im stil von moulin rouge erscheint die kulisse von paris auf den leinwänden. die ersten klänge von "don't tell me" lassen das publikum erneut ausrasten, während madonna mit ensemble eine burlesque tanznummer erster klasse bietet.
    die bühne verwandelt sich nun in ein riesiges sternenzelt und madonna trägt nun ein schmachtendes "deeper and deeper" vor, dass sich in eine
    fingerschnips-nummer im stil von marilyn monroe entwickelt - völlig anders und neu als die bekannte version.
    die stimmung wechselt: zirkus-girl madonna wird während sie ihr "die another day" vorträgt in einen kampf verwickelt und landet am ende des songs auf einem elektrischen stuhl!
    gefesselt auf demselbigen und nur von einem einzelnen spotlight erfasst trägt sie ein unglaublich intensives "lament" (vom evita-soundtrack) vor. zu diesem zeitpunkt hat auch keiner mehr zweifel an madonna's stimmlicher qualität. sie singt glockenklar und das definitiv live, ich hab's gesehen! aber all das scheint ihr nichts zu nützen, denn der hebel wird umgelegt und in einem funkenmeer verschwindet die leicht angeröstete madonna von der bühne.
    auf den leinwänden erscheint nun eine völlig neu eingespielte video-version von "bedtime story": madonna räkelt sich im weissen abendkleid in ebensolch weisser kulisse. dazu hängen tänzer an seilen von decke und vollführen eine zirkusreife choreographie, dass die langeweile überhaupt keine möglichkeit hat.
    madonna kehrt zurück, in einfachem schwarzen hose-top-outfit und trägt eine akustik-version von "nothing fails" vor. show-effekte treten hier absolut in den hintergund, sie interagiert eine menge mit dem publikum, welches sich in ein singendes meer an feuerzeugen verwandelt hat.
    mit den worten "this is the all time number one dance song" fordert madonna die leute heraus, die "ärsche hochzukriegen und mitzumachen": dass das bei dem folgenden "like a prayer" nicht ausbleibt, ist ja wohl überflüssig zu erwähnen: die leute singen und klatschen aus vollen halse mit. an diesem zeitpunkt des konzertes verabschiedet sich bei mir die stimme zu einem heiseren krächzen und mein körper verlangt nach flüssigkeit...
    ...dieses verlangen erreicht bei dem folgenden "mother & father" seinen höhepunkt: ich achte skurrilerweise mehr auf die flasche evian, aus der madonna ständig trinkt, als auf sie selbst! jedenfalls wird auch hier wieder an effekthascherei gespart: sie sitzt mit kleiner bandbesetzung in der mitte der bühne, spielt auch wieder die gitarre und zeigt auf der leinwand bilder ihrer kindheit...sehr intime einblicke in einer sehr öffentlichen situation.
    diese intime grundstimmung wird beibehalten, als madonna zu john lennon's "imagine" am bühnenrand steht. die leinwände zeigen immer wieder unverhohlen die schrecklichen bilder von kindern, die im krieg verwundet oder getötet worden sind. gegen ende des songs taucht das riesige konterfei von john lennon selbst auf, was riesige beisterung seitens des publikums erntet. in der letzten einstellung sieht man kinder verschiedener hautfarben, die sich einander die hand reichen und zusammen dem sonnenuntergang entgegengehen - und es folgt eine spendenaufforderung für "spituality for kids", einer organisation, für die madonna sich schon länger einsetzt. deren anliegen ist es, kindern schon in sehr frühem alter ethisch und spirituell zu erziehen: eine wie ich finde sehr sinnvolle einrichtung, aber das gehört hier nicht her...
    die szenerie wechselt einmal wieder und es taucht eine schottische dudelsack-formation auf. madonna selbst ist wieder mal zum umziehen verschwunden. stattdessen gibt's ein wenig unterricht in sachen schottischer folklore: die tänzer führen klassische volkstänze auf, begleitet von dudelsack-musik. diese wird allerdings jäh unterbrochen von der markanten bassline von "into the groove". auf den leinwänden erscheint riesengross missy elliott und kündigt in ihrer speziellen art und weise madonna wieder an, die komplett mit schottenrock und simplen weissen oberteil die bühne betritt. zusammen mit dudelsack-ensemble und tänzern performt sie ein göttliches "into the groove", das die leute wieder zum ausrasten bringt.
    die bühne wird schwarz. und zur anfangsmelodie von "papa don't preach" dreht sich madonna von links wieder zurück auf die bühne. ihr weisses shirt von eben hat sie gegen ein schwarzen getauscht, auf dem dick und fett "kabbalists do it better" steht - eine anleihe von dem berühmt-berüchtigten "italians do it better"-shirt, dass sie damals im videoclip zu "papa don't preach" getragen hat. auch hier kriegen wir wieder eine klassische choreographie zu sehen, wie sie so typisch für madonna ist/war.
    gegen ende des liedes begibt sich madonna auf ein hohes podest an der linken seite der bühne und bedankt sich bei all ihren fans für's kommen und dafür, dass diese sie in den letzten 20 jahren begleitet haben. frenetischer applaus für madonna und jubelschreie, als das nächste lied als das intro für "crazy for you" interpretiert wird. "this is for you", so madonna. spätestens hier gibt's wieder feuchte augen: feuerzeuge über feuerzeuge, man gibt stimmlich das letzte was man noch hat und denkt sehnlichst an die goldenen 80er jahre zurück. über allem tront madonna, immer noch auf dem podest und dirigiert lachend und strahlend die menge.
    nach diesem emotionalen moment verwandelt sich die bühne in eine disco. in der mitte eines wirrwarrs an bunten quadraten auf den leinwänden steht auf der bühne eine treppe, an dessen fuss ist ein dj-pult erschienen. dahinter steht madonna's keyboarder und neuer producer für das kommende album - stuart price. nach etwas gescratche ertönen die ersten takte von "music", was natürlich vom publikum mit hysterischem jubel aufgefangen wird. madonna erscheint oben auf der treppe und bietet mit ihrer tanz-gruppe eine atemberaubende choreographische höchstleitung und man fragt sich wirklich, wie diese frau es mit ihren mittlerweile fast schon stattlichen 45 jahren schafft, eine derartige power nach solch einer show zu haben.
    die stimmung ist jetzt wieder auf dem absoluten höhepunkt angekommen und jeder wartet auf die absolution, und die wird auch alsbald erteilt: der catwalk wird wieder heruntergefahren und in einem gewitter an sound und licht ertönt der erste schlachtruf zur letzten runde: "holiday". die menge rastet völlig aus. von der decke regnet es glitter und madonna und ihre mannen geben ihr letztes bisschen an das schreiende publikum. madonna blieb genau über mir stehen und ich war schnell genug ein foto unter ihrem schottenrock zu machen... (sie hatte aber was drunter!)
    mit diesem gewaltigen finale ging die show zuende und madonna verschwand langsam hinter den sich wieder schliessenden leinwänden, auf denen zum schluss in riesengrossen buchstaben stand: "re-invent yourself!" von dem frenetischen applaus brauche ich glaub ich gar nicht zu berichten.
    mein erstes anliegen, nach dem ende der show, war es erstmal so schnell wie möglich aus der halle zu kommen. ich hatte so einen unbeschreiblichen durst. gott sei dank haben wir es relativ zügig geschafft und waren einer der ersten in der anstehschlange bei mcdonald's
    als wir dann draussen auf dem parkplatzu sassen, unser wasser schlürften konnte man zum ersten mal über das nachdenken, was einem da eben geboten wurde. während des konzertes war es fast unmöglich, alles gleichzeitig aufzufassen und zu verarbeiten. was für eine hammer-show!! was für eine fülle an hits, die ja mittlerweile schon fast kultur-status haben! was für eine unglaublichkeit, so nah an jener frau dran gewesen zu sein, die man seit jahren verehrt!!
    und doch stecken einem die strapazen der letzten stunden merklich in den knochen. ich weiss nicht, ob ich das in dieser form nochmal machen würde, denn ich war wirklich im eimer. 8 stunden anstehen, in einer masse von menschen - das ist selbst für madonna zu heftig! dennoch bin ich wirklich froh, es gemacht zu haben - einmal im leben ganz vorne bei madonna dabei zu sein. einmal mussten diese strapazen sein.
    einmal, bis zum nächsten konzert...

  10. #79
    Benutzerbild von Ilona

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    23.07.2003
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    224
    Hallöchen,

    also ich mag von madonna (natürlich) nur die 80er Musik, angefangen mit:
    "who`s that girl"
    "holiday"
    "starlight"
    "into the groove"
    "papa don´t preach"
    "like a virgin"
    "la isla bonita"
    "true blue"

    ...hab ich was vergessen??

    Das einzige Album das ich besitze ist"Immaculate", da für mich dort alle Hits drauf sind. Nur leider nicht "who´s that girl".
    Aus den 90ern gefiel mir nur noch "rain", und aus den späten 80ern nur noch "like a prayer", das war für mich ihr letzter Hit in den 80ern.

    Ab dann gings bergab, muisikalisch genauso wie optisch.

  11. #80
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Also,

    ich mag auch vor allem nur ihre Werke aus den 80ern. Die Alben "The First Album", "Like A Virgin", "True Blue" und "Like A Prayer" finde ich alle gelungen.

    Ausreißer nach meinem Geschmack darauf sind nur wenige, u.a. "Jimmy Jimmy", "Love Makes The World Go Round", "Keep It Together".

    Ihr "Like A Prayer" kann ich immer noch gut hören, obwohl es in Diskotheken totgedudelt wurde. "Dear Jessie" von demselben Album finde ich um Längen besser als die Version von Rollergirl vor ein paar Jahren.

    Aus der Zeit nach 1990 kenne und mag ich von ihr auch längst nicht mehr alles. Die Alben "Ray Of Light", "Music" und "American Life" sind in meinem Besitz, aber ich muss zugeben, sie noch nicht all zu oft gehört zu haben, da sie mich nicht so vom Hocker gehauen haben.

    Nach meinem Geschmack gelungene Songs ab 1990 sind z.B.: "Rain", "You'll See", "Ray Of Light", "Frozen" oder auch "Don't Tell Me".

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