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Neue ALBEN / SINGLES von 80er-Stars

Erstellt von bamalama, 18.08.2004, 16:24 Uhr · 2.082 Antworten · 299.963 Aufrufe

  1. #431
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    heute erscheint die deutsche ausgabe der ersten LIVE-CD von HUMAN LEAGUE. im gegensatz zur U.K.-edition enthält diese allerdings keine BONUS-DVD, sondern ein paar enhanced BONUS-TRACKS:

    THE HUMAN LEAGUE - live at the dome SNAPPER / SPV VERÖFFENTLICHUNG: 12.09.2005

    01. Medley: Hard times/Love action
    02. Mirror man
    03. Louise
    04. Snake
    05. Darkness
    06. All I ever want
    07. Open your heart
    08. The lebanon
    09. Human
    10. Things that dreams are made of
    11. (Keep Feeling) Fascination
    12. Don't you want me
    13. Together in electric dreams

    ENHANCED BONUS-TRACKS:

    14. Mirror man - Video
    15. Human - Video
    16. (Keep Feeling) Fascination - Video


  2.  
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  3. #432
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    TRACY CHAPMAN - where you live ELEKTRA / WARNER VERÖFFENTLICHUNG: 12.09.2005

    Sie gilt als eine der bedeutendsten Songwriterinnen der letzten zwei Dekaden. Vor allem das nach ihr selbst betitelte, 1988 erschienene Debüt-Album bildete einen Meilenstein für die Popmusik. Fans und Kritiker feiern TRACY CHAPMAN gleichermaßen, und obwohl sie nicht zu jenen Künstlern gehört, die regelmäßig ein neues Album vorlegen, verfügt sie über einen treuen Fankreis, der jede ihrer musikalischen Äußerungen mit Spannung erwartet und dankbar begrüßt. Bis heute gingen mehr als 35 Millionen Tonträger von TRACY CHAPMAN weltweit über die Ladentische, und nicht weniger als 4 Grammy-Awards wurden ihr überreicht. Nun hat sie für September ein neues Album angekündigt.

    Where You Live ist ihr siebentes Studio-Album und behandelt nach Aussage der Künstlerin die Themen Heimat, Liebe und Erinnerung. Es wurde in einem extra für TRACY hergerichteten Studio in San Francisco aufgenommen und von Tchad Blake produziert, der bereits durch seine innovative Arbeit für eigenwillige Künstler wie Peter Gabriel, Pearl Jam, Tom Waits, Bonnie Raitt, Elvis Costello, Los Lobos, Randy Newman uvm. bekannt ist. Als Musiker wirkten Gitarrist Joe Gore (Tom Waits, PJ Harvey, Eels), Drummer/Percussionist Quinn (Paula Cole, Belinda Carlisle, Patti LaBelle, Vesta Williams) an Where You Live mit, weitere Gäste waren Blakes Studio Partner Mitchell Froom und Flea (Red Hot Chili Peppers), der auch auf der Single Change Bass spielt.

    Mit einem unerwarteten Auftritt und einem eher leisen Album, dem Debüt Tracy Chapman (1988), startete TRACY CHAPMANs Karriere. Es war eher ein Zufall, dass TRACY auf dem Konzert zu Ehren des 70. Geburtstags des südafrikanischen Menschenrechtlers Nelson Mandela als Ersatz für einen ausgefallenen anderen Act auf die Bühne gebeten wurde. Sie spielte - und wurde schlagartig zur weltberühmten Ikone eines neuen politischen Bewusstseins. Inhaltlich an die Songwriter-Tradition eines Dylans anknüpfend, aber fest verwurzelt im Songwritertum der 70er Jahre, waren es 10 Jahre nach Punk die stillen Töne, die eine politische Haltung ausdrückten. In der Amtszeit Ronald Reagans stießen TRACY CHAPMANs Texte bei den jungen Leuten auf offene Ohren. Und wenn sie von Armut und Unrecht sang, dann klang TRACY CHAPMAN glaubwürdig: 1964 in Cleveland, Ohio, geboren, als Angehörige einer unterpriviligierten schwarzen Familie aufgewachsen in den Arbeitervierteln der Industriestadt, wusste sie, was Rassenhass und Existenzangst bedeuten.

    In den USA erspielte das Album im Handumdrehen mehrfaches Platin und erhielt drei Grammies. Auch in Deutschland erreichte es nach kurzer Zeit Doppelplatin (heute: 4x Platin) und ging auf Anhieb auf Platz 1 der Charts. Die größten Hits aus dem Album, Talkin’ Bout A Revolution und Baby Can I Hold You, sind auch heute noch Stammgäste in den Airplaylisten – letzteres feiert Mitte 2005 wieder große Erfolge in einer Version von Ronan Keating.
    Seit dem Erfolg ihres Debüt-Albums konnte man TRACY CHAPMAN auf vielen Festivals und Konzerten zugunsten von Humanitären Einrichtungen oder Menschenrechtsorganisationen live sehen, u.a.: bei Amnesty Internationals Human Rights Now! Tour, bei Neil Youngs Annual Bridge School Benefit Concerts, Farm Aid, Tibetan Freedom Festival, Vote for Change, SF AIDS Foundation u.v.m.

    1989 erschien das dunklere Album Crossroads, das bei uns ebenfalls auf Platz 1 ging und mit Platin ausgezeichnet wurde, und Matters of the Heart (1992) erreichte die Chartplatzierung auf 13. Dann zog sich TRACY CHAPMAN zurück und erschien erst 1995 mit New Beginning wieder auf der Bildfläche. In den USA ging das Album Top-10 und enthielt u.a. den Single-Hit Give Me One Reason. Außerdem sorgte es für den vierten Grammy für TRACY CHAPMAN. Telling Stories (2000) wurde schließlich in Deutschland ein Hitalbum und erreichte Platz 5 der Charts, im Jahr darauf gefolgt vom ersten Best Of-Album The Collection, das sich weltweit 7 Millionen Mal verkaufte und in Deutschland mit ca. 150.000 verkauften Alben mit Gold ausgezeichnet wurde und auf Platz 3 der Charts ging.

    TRACY CHAPMANs bislang letztes Album war Let It Rain, das 2002 in Deutschland auf Platz 15 in die Charts einstieg und ebenfalls eine Goldauszeichnung einspielte. Es wurde von TRACY CHAPMAN und John Parish (PJ Harvey, Eels, Sparklehorse) produziert und mit einem herausragendem Stab von Musikern eingespielt, u.a. Schlagzeuger Joey Waronker, Bassist Andy Stoller, Keyboarder Patrick Warren, sowie Joe Gore, Steve Hunter und Greg Leisz an den Gitarren.

    Where You Live zeigt die Poetin der stillen Revolution nun mit brandneuem Songmaterial. Das Album erscheint am 12. September.
    Die Single Change erscheint am 15. August.

    Im November und Dezember wird TRACY CHAPMAN wieder auf Welttournee sein und natürlich auch Deutschland besuchen.

    01. Change
    02. Talk To You
    03. 3,000 Miles
    04. Going Back
    05. Don't Dwell
    06. Never Yours
    07. America
    08. Love's Proof
    09. Before Easter
    10. Taken
    11. Be And Be Not Afraid


  4. #433
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    HAROLD BUDD / BRIAN ENO with DANIEL LANOIS - the pearl EMI ENOCD13 VERÖFFENTLICHUNG: 12.09.2005

    CD album featuring the sublime collaboration of Brian Eno with the talented classical composer including 11 ambient soundscpae poems using treated keyboards sounds [both electronic & acoustic] and floats in a fluid & dreamy manner throughout, with touches of light colour!

    01. Late October
    02. Stream With Bright Fish
    03. Silver Ball
    04. Against The Sky
    05. Lost In The Humming Air
    06. Dark-Eyed Sister
    07. Their Memories
    08. Pearl
    09. Foreshadowed
    10. Echo Of Night
    11. Still Return


  5. #434
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    STATUS QUO - the party ain´t over yet... SANCTUARY VERÖFFENTLICHUNG: 12.09.2005

    Seit mittlerweile vierzig Jahren sind Status Quo unterwegs, und verbreiten von ihrer britischen Heimat aus gute Laune. Hits wie „In The Army Now“, „Rain“ und „Rockin’ All Over The World“ sind längst zu Standards des gepflegten Boogie-Rocks mutiert. Dazu kommen immer noch mitreißende Liveshows, 55 Hit-Singles, weit über 100 Auftritte in der britischen Version von Top Of The Pops, der Opening Spot des Original Live Aid-Events, und Auftritte Queen Elizabeth und Prince Charles, sowie Charterfolge in ganzen fünf (!) Dekaden. Natürlich sind Status Quo nicht aufzuhalten, was auch der Titel ihres neuen Albums „The Party Ain’t Over Yet…“ andeutet. Vorab erscheint der Titeltrack als Single. Von Beginn an regiert Boogie-Rock in Reinkultur mit einem verdammt coolen Riff, das die 1960er Jahre sofort wieder auferstehen lässt. Ein wenig erinnert das an die folkigen Elemente einer Band wie Flogging Molly, doch hier ist das wirkliche Original, und das macht seine Sache stark. Die Rhythmusabteilung macht ihre Aufgabe unauffällig, dafür grundsolide. Die Gitarren sorgen für eine gute Zeit und der Gesang ist so authentisch wie vor Jahrzehnten. Weder Musik noch Band scheinen einen Tag gealtert zu sein, hier spielen immer noch Status Quo in Reinkultur. Ein kleines Solo hier, ein kurzes Break da, und dann wieder massig Stimmung gemacht. So funktioniert das bei den Briten sein anno dazumals, schlägt immer noch ein, auch wenn die Ideen keineswegs neu sind. Sei es drum, für eine super Party reicht das immer noch.

    MAXI-CD (SANXS400):

    01. The Party Ain't Over Yet... (Radio Edit)
    02. I’m Watching Over You (Exclusive Non-Album Bonus Recording)

    7" (SANSE400):

    01. The Party Ain't Over Yet... (Radio Edit)
    02. Gerdundula (Live Version)

    DVD-SINGLE (SANDX400):

    01. The Party Ain't Over Yet... (Video)
    02. The Party Ain't Over Yet... (Radio Edit)
    03. The Party Ain't Over Yet... (Album Version)


  6. #435
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    ELEMENT OF CRIME - delmenhorst UNIVERSAL 0602498738504 VERÖFFENTLICHUNG: 12.09.2005

    Sarah Connor im vermeintlichen Mittelpunkt des Universums
    Schon Jules Verne hat in seinem Buch „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ davon geträumt, das Zentrum allen Seins zu ergründen. Noch eine Spur globaler und abstrakter ist vielleicht der Mittelpunkt des Universums, nachdem Zaphod Beeblebrox sucht. Dieser ist eine Romanfigur aus einem Buch Douglas Adams, und wird von Element Of Crime gerne als Metapher für ihr neues Album „Mittelpunkt der Welt“ verwendet, wobei wir hier schon einen ersten Widerspruch in sich selbst haben, besser also wieder zurück zu Jules Verne gehen. Doch hat dieser den Mittelpunkt der Welt wirklich in Delmenhorst, der Heimatstadt Sarah Connors gesucht? Eher unwahrscheinlich, aber genau das will uns die Band weismachen, der Mittelpunkt kann überall sein. Ob der Song „Delmenhorst“ zu so einem vermeintlichen Zentrum der Macht werden kann? Eine ruhige, entspannte Gitarrenmelodie kommt einem entgegen, dann setzt ein recht langsamer Rhythmus ein, zu dem sich ein paar Slides und Keys gesellen. Bisher wirkt das sehr ruhig und entspannend, quasi wie die Suche nach dem inneren Zentrum seiner Selbst. Mit dem Einsetzen der Vocals hört diese angenehme Stimmung jedoch auf, der Sänger wirkt viel zu kratzbürstig für dieses Konzept. Klar käme der leicht rotzige Indie-Gesang in einem anderen Arrangement gut an, hier passt das aber nicht so ganz. Schauen wir mal weiter. Ab und an kommen ein paar Bläser, die für sommerliche Stimmung sorgen, kleinere Variationen werden eingestreut, und mehr passiert nicht in den vier Minuten? Hallo? Unter dem Mittelpunkt der Welt stellt man sich etwas Erhabenes vor, quasi der Quell auf all die existenziellen Fragen der Menschheit. Stattdessen hören wir von Getränke Hoffmann in Delmenhorst, wie ausgesprochen erbauend. Traurig aber war, Element Of Crime erweisen sich als totale Enttäuschung. Sollte die Single „Delmenhorst“ wirklich systematisch für den Verlauf des Albums sein, schaut es ein wenig düster aus.

    01. Delmenhorst (Album Version) 3.55
    02. Hamburg 75 (mit ANDREAS DORAU) 3.34
    03. You only tell me you love me when you're drunk 2.48


  7. #436
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    FIVE STAR - the slightest touch TENT TR445492 VERÖFFENTLICHUNG: 12.09.2005

    01. The Slightest Touch 2005
    02. The Slightest Touch Xtra
    03. Tell Me What You Want


  8. #437
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    MICHAEL BOLTON - til the end of forever PASSION GROUP VERÖFFENTLICHUNG: 13.09.2005

    01. Till The End Of Forever
    02. I'm Alive
    03. Next Lifetime (with Liz Sharpe)
    04. Said I Loved You...But I Lied (Reggae Version)
    05. Still The Love Of My Life
    06. Hear Me (with Jim Brickman)
    07. Courage In Your Eyes
    08. When A Man Loves A Woman (live)
    09. Love Is A Wonderful Thing (live)
    10. Go The Distance (live)
    11. Time, Love And Tenderness (live)
    12. Nessun Dorma (live)
    13. To Love Somebody (live)
    14. Dock Of The Bay (live)
    15. How Can We Be Lovers (live)
    16. Soul Provider (live)
    17. How Am I Supposed To Live Without You (live)
    18. Steel Bars (live)


  9. #438
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    ANDY BELL - crazy SANCTUARY VERÖFFENTLICHUNG: 26.09.2005

    SINGLE-CD (SANXS396):

    01. Crazy (Radio Edit)
    02. Little Girl Lies

    MAXI-CD (SANXD396):

    01. Crazy (Cicada Vocal Mix)
    02. Crazy (MHC Master Mix)
    03. Crazy (King Roc Remix)
    04. Crazy (Vince Clarke Remix)
    05. Crazy (Album Version)

    DVD-SINGLE (SANDX396):

    01. Crazy (Video)
    02. Crazy (Acoustic Version)
    03. Names Change


  10. #439
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    MARIUS MÜLLER WESTERNHAGEN - alles ist möglich HALLELUJA COMMUNICATIONS / WARNER 510 110 484-2 VERÖFFENTLICHUNG: 19.09.2005

    Er hat sich lange rar gemacht auf Deutschlands Bühnen - und auch sonst war es in den letzten Jahren eher ruhig um den Marius Müller-Westernhagen, Familie und Liebe statt Tourstress und Bühnenschweiß. Doch nun kehrt die "Rock-Röhre" wieder zurück, das neue Album "Nahaufnahme" im Gepäck. Die große Zeit des rotzigen Rocks ist vorbei, Westernhagen präsentiert sich introvertiert und sanftmütig; Ein gutes Beispiel für den Sinneswandel ist da auch die neue Single "Alles ist möglich".

    Nur von Flügelhorn und Piano begleitet, singt Westernhagen über das Geben und Nehmen in einer Beziehung, über blindes Vertrauen und die Kraft der Liebe. Böse Zungen könnten nun den Vergleich mit PUR ziehen - und tatsächlich, gewisse Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Überhaupt wirkt die neue Single reichlich kraftlos, es fehlt die nachhaltige Prägnanz, die große Balladen vom kitschigen Einheitsbrei der Masse heraushebt. Öde, vorhersehbar und textlich durchschnittlich ist "Alles ist möglich" ein Song, der sicher auch viele Fans der ersten Stunde vor den Kopf stoßen wird. Sicherlich muss man einem Künstler Weiterentwicklung zugestehen, dass Westernhagen nicht mehr die "Pfefferminz"-Revoluzzer Texte schreibt, sollte klar sein - aber "Alles ist möglich" ist enttäuschend und viel zu glatt geworden.

    01. Alles ist möglich 2:51
    02. Narziss 4:00
    03. Versuch Dich zu erinnern (Instrumental) 7:09


  11. #440
    Benutzerbild von Veja

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    Ich poste hier mal einfach meine für Amazon verfasste Kritik zum neuen Puhdys-Album, die ja in den 80ern auch ne Menge veröffentlicht haben und
    somit hierher passen:

    Puhdys - Alles hat seine Zeit
    VÖ: 5. September 2005



    Das neue Album der Puhdys ist eines ihrer Besten geworden, es übertrifft den etwas
    mittelprächtigen regulären Vorgänger "Zufrieden" (okay, dazwischen gab es noch das
    Weihnachts-Album "Dezembertage" und das Cover-Album "Undercover", welche vom üblichen
    Stil allerdings beide abwichen) um Längen und ist auch besser geworden als mein bisheriger
    Favorit "Wilder Frieden". Die Puhdys scheinen ihren neuen, moderneren Stil nun
    endgültig gefunden zu haben, und das Album wirkt wie aus einem Guß, während beim Vorgänger
    einige Lieder, wie z.B. "Stars", wie ein Bruch innerhalb des Albums wirkten. "Alles hat
    seine Zeit" kann ich dagegen von Anfang bis Ende durchhören, ohne einen Song übetrspringen
    zu müssen. Etwas schade ist, daß es dieses Mal nur 11 Songs geworden sind, aber lieber so,
    als wenn noch 2-3 Fülllieder dabei gewesen wären. Sehr erfreulich auch, daß dieses Mal
    gleich mehrere härtere und gleichzeitig doch melancholische Songs im Stil von "Wilder Frieden"
    dabei sind. Sie haben eben zu ihren Hard Rock-Wurzeln zurückgefunden, die sie auf den Alben
    vor "Wilder Frieden" leider ein wenig vernachlässigt haben (wobei ich Alben wie "Frei wie die
    Geier" oder "Wie ein Engel" auch sehr gerne mag, aber irgendwie fehlt da etwas).
    Unterm Strich bleibt ein wirklich sehr gelungenes Album, das beweist, daß die Zeit der
    Puhdys noch lange nicht abgelaufen ist.

    Nun zu dem Songs im Einzelnen:
    Segelboot: Der Opener des Albums ist ein etwas härterer Song im Stil von "Wilder Frieden"
    oder "Totale Immunität", der aber noch etwas melancholischer als die genannten Songs ist.
    Auf jeden Fall ein sehr gelungener Einstieg.
    4/5 Punkte

    Alles hat seine Zeit:
    Es geht weiter mit einer Ballade, die sowohl textlich als auch von der Melodie her überzeugen
    kann. Es wird der ständige Wandel besungen, der jeden von uns irgendwann ganz plötzlich
    treffen kann. Dieser Text wird von einer leicht melancholischen Melodie begleitet. Eher ein
    klassischer Puhdys-Song, aber auf höchstem Niveau.
    4,5/5 Punkte

    Mein zweites Leben:
    3/5 Punkte
    Ein etwas schnellerer Song, der aber längst nicht so hart daherkommt wie "Segelboot", was
    in erster Linie an der Akustik-Gitarren-Begleitung liegen dürfte. Hier wird besungen, was
    Maschine im nächsten Leben in 100 Jahren alles anders machen würde. Kein schlechter Song,
    aber definitiv kein Höhepunkt des Albums.
    3/5 Punkte

    Zukunft:
    Ein Höhepunkt des Albums ist dagegen wieder der nächste Song "Zukunft". Die Gitarren klingen
    hier wieder etwas härter, aber die Grundstimmung des Songs ist ansonsten etwas ruhiger.
    Für mich einer der besten Songs auf dem Album, der grandios das textliche Thema "Angst vor
    der Zukunft" umsetzt.
    4,5/5 Punkte

    Klone mich:
    Hier wird ordentlich gerockt, nach "Der König" der zweithärteste Song auf dem Album.
    Allerdings kann mich die Melodie leider nicht vollends überzeugen, so daß der Song nur gutes
    Mittelmaß ist. Der text ist ein bisschen absurd und handelt von einem hier gestrandeten
    Außerirdischen, der sich von Dieter Birr klonen lassen möchte, damit er nicht mehr ganz
    alleine hier ist. Die Botschaft des Songs, nämlich die Kritik am leichtfertigen Klonen, falls es
    denn irgendwann Wirklichkeit wird, kommt aber dennoch an.
    3,5/5 Punkte

    Der Traum:
    Jetzt wird es innovativ. Der Rhytmus dieser Halbballade ist sehr Puhdys-untypisch, und
    auch der englische Refrain, gesungen von der Bell, Book & Candle-Sängerin, wirkt auf den
    ersten Blick für Puhdys-Verhältnisse etwas befremdlich. Maschine dagegen spricht hier mehr,
    als daß er singt, einen Text, der von einem nicht erfüllbaren Traum handelt. Aber gerade
    diese ungewöhnlichen Elemente sind es, die nach öfterem Hören zu den Stärken des Songs
    werden. Zwischendurch klingen dann auch noch ein paar härtere Gitarren an, die den Song
    etwas auflockern.
    4/45 Punkte


    Regen: Dieser Song ist eine klassische Puhdys-Ballade und der einzige Song auf dem Album,
    der von Quaster gesungen wird. So kennt man die Puhdys-Balladen, und so liebt man sie. Der
    Song steht ganz in der Tradition von Liedern wie "Wie ein Strom" oder "Ich hab das Gefühl".
    4/5 Punkte

    Gedanken: Für mich der schwächste Song auf dem Album. Es ist zwar ein klassischer Puhdys-
    Song, der aber irgendwie doch zu sehr nach "1000 mal gehört" klingt. Das Lied ist keines-
    falls schlecht, aber gegenüber den anderen, teils ziemlich innovativen, Songs, ist er etwas
    zu durchschnittlich.
    2,5/5 Punkte

    Der König:
    Der härteste Song des Albums, der von einem König handelt, der ganz andere Pläne hat, als
    sein Volk, welches durch lautes "Ja"- und "Nein"-Brüllen seine Meinung kundgibt. Trotz der
    Härte bleibt der Song aber durchgehend sehr melodisch, was ihn für mich besser macht als
    "Klone mich". Dieser Song beweist jedenfalls, daß den Puhdys auch im 36. Jahr ihrer Karriere
    die harten Töne immer noch liegen.
    4,5/5

    Hafenlied:
    Diese Ballade ist für Puhdys-Verhältnisse ungewöhnlich depressiv, sie erinnert mich ein
    bisschen an Rammsteins "Ohne Dich", nur mit besserem Gesang und auf höherem Niveau. Im
    Verlauf des Songs gewinnt der Song ordentlich an Kraft, allerdings fällt gerade dann das
    schleppende Tempo auf. Schon fast so etwas wie eine "Doom-Ballade" (natürlich in gemäßigter
    und nicht so heftiger Form). Für mich ist es der beste Song des Albums, da er auch vom
    Text her absolut überzeugen kann.
    5/5 Punkte

    Was braucht man:
    Zum Schluß gibt es noch einen klassischen Puhdys Gute Laune-Rocker, der einen gelungenen
    Ausklang des Albums darstellt.
    3,5/5 Punkte

    Fazit: Eines der besten, für mich sogar DAS beste Puhdys-Album! :-)

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