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Neue ALBEN / SINGLES von 80er-Stars

Erstellt von bamalama, 18.08.2004, 16:24 Uhr · 2.082 Antworten · 299.922 Aufrufe

  1. #961
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    ROD STEWART - still the same... / great rock classics of our time SONY BMG 88697022042 VERÖFFENTLICHUNG: 03.11.2006

    Allmählich entwickelt sich Rod Stewart zum Hüter alter Standards und reinem Gesangsinterpreten. Auch sein neues Album Still The Same...Great Rock Classics Of Our Time ist eine Kollektion von Fremdkompositionen, wenn auch etwas jüngeren Datums als seine vierteilige Reihe Great American Songbooks. Diese Vermarktungswut löst bei vielen Fans inzwischen zurecht leichtes Kopfschütteln aus, aber allein der signifikanten Stimme wegen lässt man Roddie seine Nostalgietrips durchgehen. Die erste Single „Have You Ever Seen The Rain“, ein Creedence-Clearwater-Revival-Song ist Gute-Laune-Countryrock, und Bonnie Tylers „It's A Heartache“ schrie schon lange nach einer Interpretation der männlichen Reibestimme. Manch arg Weichgespültes auf diesem Album braucht die Welt aber nicht unbedingt noch einmal, wie etwa die blassen Covers von Bob Dylans „If Not For You“ oder Van Morrisons „Crazy Love“, und auch das zugegeigte „I'll Stand By You“ der britischen Gruppe The Pretenders ist etwas gewöhnungsbedürftig.
    Doch zur Auswahl einiger weniger bekannten Songs kann man Stewart nur gratulieren. Zum Beispiel zum romantischen „Day After Day“ mit dem die so gut wie vergessene britische Band Badfinger 1972 einen US-Hit hatte, Cat Stevens „Father & Son“, das mehr Tiefe als das Original besitzt, oder der Ballade „Fooled Around And Fell In Love“ von Elvin Bishop. Musikalisch gesehen also ein 50/50-Album, als schwofiger Stimmungmacher wird es bestimmt auf allen Rock-Classics-Parties nonstop rotieren.

    1. Have You Ever Seen The Rain
    2. Fooled Around And Fell In Love
    3. I'll Stand By You
    4. Still The Same
    5. It's A Heartache
    6. Day After Day
    7. Missing You
    8. Father & Son
    9. The Best Of My Love
    10. If Not For You
    11. Love Hurts
    12. Everything I Own
    13. Crazy Love




    11.11.06 PLAYLIST:
    FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BAD BOYS BLUE - "heartbeat", PROPAGANDA - "a secret wish", KYLIE MINOGUE - "greatest hits" (2 CD), VISAGE - "the anvil", SCISSOR SISTERS - "ta-dah", HUMAN LEAGUE - "crash", IREEN SHEER - "ein kuss... frühling auf mallorca" (DVD), DAVID BOWIE - "let´s remix" (2 CD) ---> P.

  2.  
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  3. #962
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    2 weitere pressungen:

    CHRIS REA - road to hell & back 2 CD POLYDOR / UNIVERSAL 1704477 VERÖFFENTLICHUNG: 13.10.2006

    CD 1:

    1. Jazzee Blue - Live at Warsaw Sala Kongresawa 17th March 2006
    2. That's The Way It Goes - Live at Warsaw Sala Kongresawa 17th March 2006
    3. Where The Blues Come From - Live at Warsaw Sala Kongresawa 17th March 2006
    4. Josephine - Live at Warsaw Sala Kongresawa 17th March 2006
    5. Work Gang - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    6. Head Out On The Highway - Live at Brighton Centre 10th April 2006
    7. Easy Rider - Live at Hammesmith Apollo 25th April 2006
    8. 'Til The Morning - Live at Dublin Olympia 28th April 2006
    9. Stony Road - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    10. KKK Blues - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    11. Julia - Live at Brighton Centre 10th April 2006 - UK Bonus Track
    12. Stainsby Girls - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006

    CD 2:

    1. Somewhere Between Highway 61 & 49 - Live at Moscow Kremlin Palace 10th March 2006
    2. I Can Hear Your Heartbeat - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    3. The Road To Hell - Live at Plymouth Pavillion 13th April 2006
    4. On The Beach - Live at Brighton Centre 10th April 2006
    5. Let's Dance - Live at Plymouth Pavillion 13th April 2006
    6. Fool (If You Think It's Over) - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006

    CHRIS REA - road to hell & back POLYDOR / UNIVERSAL 1704480 VERÖFFENTLICHUNG: 16.10.2006

    1. Jazzee Blue - Live at Warsaw Sala Kongresawa 17th March 2006
    2. Josephine - Live at Warsaw Sala Kongresawa 17th March 2006
    3. Stony Road - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    4. Julia - Live at Brighton Centre 10th April 2006 - UK Bonus Track
    5. Stainsby Girls - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    6. Somewhere Between Highway 61 & 49 - Live at Moscow Kremlin Palace 10th March 2006
    7. I Can Hear Your Heartbeat - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006
    8. The Road To Hell - Live at Plymouth Pavillion 13th April 2006
    9. On The Beach - Live at Brighton Centre 10th April 2006
    10. Let's Dance - Live at Plymouth Pavillion 13th April 2006
    11. Fool (If You Think It's Over) - Live at Oxford New Theatre 14th April 2006




    11.11.06 PLAYLIST:
    FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BAD BOYS BLUE - "heartbeat", PROPAGANDA - "a secret wish", KYLIE MINOGUE - "greatest hits" (2 CD), VISAGE - "the anvil", SCISSOR SISTERS - "ta-dah", HUMAN LEAGUE - "crash", IREEN SHEER - "ein kuss... frühling auf mallorca" (DVD), DAVID BOWIE - "let´s remix" (2 CD) ---> P.

  4. #963
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    TIM FINN - imaginary kingdom CD & DVD EMI AUSTRALIEN VERÖFFENTLICHUNG: 24.10.2006

    Limited CD + DVD Edition includes footage from recording sessions at Sydney's Big Jesus Burger Studios.

    Since 1972, Tim has been creating some of the finest Pop music in Australia, whether with Split Enz (Tim was a founding member and led the band for over a decade), Crowded House, ALT, The Finn Bros or solo.

    This new release is a return to his melodic roots filled with lush and beautiful romantic Pop music. Features Winter Light from the soundtrack to Chronicles Of Narnia.

    CD:

    01. Couldn't Be Done
    02. Still The Song
    03. Astounding Moon
    04. Midnight Coma
    05. Salt To The Sea
    06. Horizon
    07. Dead Flowers
    08. Resting
    09. Show Yourself
    10. Winter Light
    11. So Precious
    12. Unsinkable

    DVD:

    - BJB Sessions

    01. Poor Boy
    02. How Will You Go
    03. I Hope I Never
    04. Not Even Close
    05. Need To Be Right
    06. Angels Heap
    07. Time For A Change




    11.11.06 PLAYLIST:
    FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BAD BOYS BLUE - "heartbeat", PROPAGANDA - "a secret wish", KYLIE MINOGUE - "greatest hits" (2 CD), VISAGE - "the anvil", SCISSOR SISTERS - "ta-dah", HUMAN LEAGUE - "crash", IREEN SHEER - "ein kuss... frühling auf mallorca" (DVD), DAVID BOWIE - "let´s remix" (2 CD) ---> P.

  5. #964
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    apropos MARY ROOS:

    DAVID HASSELHOFF - jump in my car SONY BMG VERÖFFENTLICHUNG: 27.10.2006

    Don't hassel the Hoff!

    „Knight Rider … ein Auto, ein Computer, ein Mann.“ - David Hasselhoff … ein musikalisches One-Hit-Wonder, eine geschiedene Ehe, eine überanspruchte Leber.
    Um wenigstens eines dieser Probleme in den Griff zu bekommen, versucht der beliebte Baywatch und Knight Rider-Star nun erneut eine Platte an den Mann zu bringen, vielleicht, um mit dem Geld dann die beiden anderen Probleme lösen zu können.
    Denkt man an Hasselhoff als Sänger, dann landet man schnell bei dem Spät-80er Kassenschlager „I’ve Been Looking For Freedom“, der heutzutage von der modernen Musikwelt eher belächelt, als gut geheißen wird. Nur wenige erinnern sich dann an weitere Songs wie „Crazy For You“, „Do The Limbo Dance“ oder dem deutschsprachigen Schnulzen-Duett „Wir zwei allein“. Eigentlich war der dunkelhaarige Lockenkopf mit der breiten Brust zwar nie wirklich vom Mikrofon verschwunden, doch irgendwie gingen seine Produktionen (oftmals wohl zu Recht) unter.

    Da nun aber alles besser werden soll, schlägt der von den Fans als „The Hoff“ betitelte David für seine neue Single ganz neue Wege ein: Auch dem einstigen TV-Superheld und Herzensbrecher war bewusst, dass ihn bei einer herkömmlichen CD-VÖ erneut niemand außer seinen treusten Anhängern ernst nehmen würde. Und so nahm er all seinen Humor und eine gewaltige Portion Selbstironie zusammen und verulkt im Video-Clip seine beiden Erfolgssendungen und ebenso sich selbst massiv. Clever, denn über das Resultat kann man tatsächlich lachen – und nicht nur das: der Song geht dabei auch noch gewaltig ins Ohr! In einem Mix aus Country und Retro-Rock gräbt David in seinem Auto (natürlich ein Trans Am namens K.I.T.T.) auf äußerst pseudo-coole Art drei Mädels an und versucht sie abzuschleppen. Als er dann endlich Erfolg hat ist er letztendlich dann aber nicht zufrieden. „Get Out Of My Car“ heißt es dann plötzlich und so vertreibt er die lästige Dame mittels Schleudersitz aus dem Wagen.

    Sowohl musikalisch als auch optisch könnte man es wagen David mit Tom Jones zu vergleichen. Manchmal hat man zumindest den Anschein, er wolle dessen Coolness imitieren und ebenso zu einem Urgestein werden. Wirklich gerechtfertig wäre dieser Vergleich allerdings nicht. Dennoch „Jump In My Car“ ist ein solides Come-Back Werk geworden, dass sich erstaunlicherweise sehen UND hören lassen kann. Der Refrain geht vor allem durch den weiblichen Dialog-Anteil schnell ins Ohr und könnte zum Hit verhelfen. „Jump In My Car“ – einen Song mit Spaßfaktor, den man unbedingt gehört haben sollte! Gerüchten zu folge ist für 2008 sogar ein weiteren „Knight Rider“ Kinofilm geplant und das Album „Don’t hassel the Hoff“ steht auch bereits in den Startlöchern. Na dann… anschnallen und fertig machen für den Turbo-Bust!

    1. Jump In My Car 2:58
    2. Jump In My Car - EMC Remix 3:17
    3. Jump In My Car - CD-Rom Video 3:01




    16.11.06 PLAYLIST:
    ROBBIE NEVIL - "robbie nevil", SNOW PATROL - "eyes open", V.A. - "jürgen maxis 5" (CD-R), OKAY - "bang!", ALASKA Y LOS PEGAMOIDES": - "grandes exitos (Edición Para Colleccionistas)" (2 CD), DALBELLO - "whore", FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BARBRA STREISAND - "one voice" (DVD), KYLIE MINOGUE - "body language", BONEY M. - "boonoonoonoos", DALBELLO - "she", TONI DI BART - "falling for you" (2 CD), AZUL Y NEGRO - "iss", ROSE LAURENS - "j´te preterai jamais"

  6. #965
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    MOBY feat. DEBBIE HARRY - new york, new york MUTE / EMI VERÖFFENTLICHUNG: 27.10.2006

    Moby lässt nicht locker. Der kleine Mann mit dem kahlen Schädel hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung mitgemacht vom Dance-Gott über den Breakbeat-Meister zum Soul-Lord und schließlich den radiofreundlichen Rocker. Diese verschiedenen Schaffensphasen finden sich Anfang November auf der Compilation „GO – The Very Best Of Moby“ mit 14 bestens bekannten Songs. Als exklusives Gustostückerl gibt es den brandneuen Song „New York, New York“, für den die Stil-Ikone Debbie Harry Vocals beigesteuert hat. Streicher scheinen zunächst zu dominieren, werden jedoch binnen kürzester Zeit von einer Mischung aus progressiv angehauchten Dance-Sounds und Disco-Elementen überlagert. Die Brücke zu „Go“ wird geschlagen, gleichzeitig wird mehr in Richtung Mainstream getanzt. Debbie Harry ist über eventuelle stilistische Unklarheiten erhaben, liefert die gewohnt solide Performance ab. In der Strophe verhält sie sich noch eher zurückhalten, bemüht sich um sanften Gesang. Im Chorus hingegen geht die große, alte Dame aus sich heraus, feuert den Hörer beinahe an. Konstant steigert sich der Song weiter, ist nicht zu kompliziert arrangiert, erfüllt aber dennoch seinen Zweck ohne Umschweife. „New York, New York“ zieht auf die Tanzfläche, fesselt dort sogar beinahe. Damit war nach den letzten Moby-Singles nicht unbedingt zu rechnen, auf die Performance in den Charts kann man jetzt schon gespannt sein.

    CD-SINGLE:

    1. New York New York - Single Version
    2. Go - Trentemøller Remix Edit

    MAXI-CD:

    1. New York New York - Armand Van Helden Long Version
    2. New York New York - Tocadisco's NYPD Mix
    3. New York New York - Emperor Machine Extended Mix
    4. New York New York - Radio Slave's Not Long Now Remix
    5. New York New York - Single Version UMYX

    12":

    1. New York New York - Armand Van Helden Long Version
    2. Go - Trentemøller Remix




    16.11.06 PLAYLIST:
    ROBBIE NEVIL - "robbie nevil", SNOW PATROL - "eyes open", V.A. - "jürgen maxis 5" (CD-R), OKAY - "bang!", ALASKA Y LOS PEGAMOIDES": - "grandes exitos (Edición Para Colleccionistas)" (2 CD), DALBELLO - "whore", FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BARBRA STREISAND - "one voice" (DVD), KYLIE MINOGUE - "body language", BONEY M. - "boonoonoonoos", DALBELLO - "she", TONI DI BART - "falling for you" (2 CD), AZUL Y NEGRO - "iss", ROSE LAURENS - "j´te preterai jamais"

  7. #966
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    U2 and GREEN DAY - the saints are coming ISLAND / UNIVERSAL VERÖFFENTLICHUNG: 03.11.2006

    Rocken für den guten Zweck!

    Eine durchaus unübliche Kollaboration zweier musikalischer Giganten steht an, die auf der Papierform nach klingelnden Kassen klingt. Wäre auch gut so, denn „The Saints Are Coming“, im Original von den Skids, wurde von U2 und Green Day neu aufgenommen, um die Stiftung „Music Rising“ zu unterstützen. Diese kommt Musikern zu Gute, die durch den verheerenden Hurrikan Katrina im August 2005 ihre Lebensgrundlage verloren haben. Zu Beginn hört man The Edges schreiende Gitarre, die sich ein wenig hinter einem melancholischen Piano versteckt. Auch Billie Joe Armstrong erkennt man zunächst nicht, wenn er mit sanfter, durchweichter Stimme „House Of The Rising Sun“ rezitiert. Bono erkennt man dafür umso mehr, wenn er predigt. Dann heftige Drumrolls, der Song wächst unheimlich schnell, bekommt überaus druckvolle Dimensionen, die vor allem durch das wuchtige, variable Schlagzeugspiel erzeugt werden. Ansonsten bekommt man sogar dezente elektronische Spielereien mit, die sich in die Strophe einschalten. Bono und Billie Joe wechseln sich ab, singen dann wieder zusammen, sorgen durch ihren Dialog für Spannung, bis der mitreißende Chorus einsetzt. Einzelne Passagen wirken zwar ein wenig zerstückelt, dafür gibt es geniale Jam-Elemente und vor allem das dynamische Finale, das für Gänsehaut sorgen wird. Beinahe möchte man glauben, Green Day haben eine führende Rolle eingenommen, scheinen sich U2 doch untergeordnet zu haben. Im Endeffekt ist „The Saints Are Coming“ jedoch eine gut gemeinte Mischung beider Welten, die hoffentlich ihren Zweck erfüllen wird, möglichst viel Geld für die Stiftung zusammenzubekommen.

    1. The Saints Are Coming
    2. The Saints Are Coming - Live from New Orleans




    16.11.06 PLAYLIST:
    ROBBIE NEVIL - "robbie nevil", SNOW PATROL - "eyes open", V.A. - "jürgen maxis 5" (CD-R), OKAY - "bang!", ALASKA Y LOS PEGAMOIDES": - "grandes exitos (Edición Para Colleccionistas)" (2 CD), DALBELLO - "whore", FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BARBRA STREISAND - "one voice" (DVD), KYLIE MINOGUE - "body language", BONEY M. - "boonoonoonoos", DALBELLO - "she", TONI DI BART - "falling for you" (2 CD), AZUL Y NEGRO - "iss", ROSE LAURENS - "j´te preterai jamais"

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    GEIER STURZFLUG - geschüttelt nicht gerührt DA MUSIC VERÖFFENTLICHUNG: 03.11.2006

    01. geschüttelt nicht gerührt
    02. pure lust am leben



    GEIER STURZFLUG - mahlzeit! DA MUSIC VERÖFFENTLICHUNG: 03.11.2006

    01. geschüttelt nicht gerührt
    02. wir müssen lernen faul zu sein
    03. weil es nie zu ende ist
    04. das spanische zimmer
    05. schlaflose igel
    06. ein stern fällt in die nacht
    07. gute schuhe
    08. schöner vorgestellt
    09. arbeitslos
    10. schwarzarbeit
    11. jetzt ist die wirtschaft dran
    12. bruttosozialprodukt
    13. besuchen sie europa
    14. pure lust am leben




    16.11.06 PLAYLIST:
    ROBBIE NEVIL - "robbie nevil", SNOW PATROL - "eyes open", V.A. - "jürgen maxis 5" (CD-R), OKAY - "bang!", ALASKA Y LOS PEGAMOIDES": - "grandes exitos (Edición Para Colleccionistas)" (2 CD), DALBELLO - "whore", FANGORIA - "el extraño viaje" (CD & DVD), BARBRA STREISAND - "one voice" (DVD), KYLIE MINOGUE - "body language", BONEY M. - "boonoonoonoos", DALBELLO - "she", TONI DI BART - "falling for you" (2 CD), AZUL Y NEGRO - "iss", ROSE LAURENS - "j´te preterai jamais"

  9. #968
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    1.004
    Das neue Album von "Geier Sturzflug" ist wirklich Klasse

    Hier nun meine Rezension von "Mahlzeit":

    Sie waren letztlich nicht mehr und nicht weniger als die „deutschen Kinks der 80er Jahre“: Die Jungs der augenzwinkernden, meist selbstironisch auftretenden Ruhrpott-Combo „Geier Sturzflug“, die 1982/83 erstmals der einheimischen Öffentlichkeit ein Begriff wurde und bedauerlicherweise, aber nun mal zeitgemäß, viel zu schnell in die damals alles beherrschende NDW-Schublade gepfercht wurde, aus der sie nie mehr herausfand, obwohl ihre klanglichen Statements mit der Schrille, der offenkundigen Seichtheit und grellen Fröhlichkeit vieler Exponenten der kommerziellen NDW rein gar nichts gemein hatten. Sänger/Songschreiber Friedel Geratsch und seine durchwegs aus der Arbeiterklasse stammenden Mitstreiter spießten in ihren noch heute perfekt wirkenden gesungenen Milieustudien die Sorgen und Nöte, Gedanken, Gefühle und Träume des typischen Werktätigen, des sprichwörtlichen Kleinbürgers, Spießbürgers, auf phantastische Weise auf – ähnlich, wie Maestro Raymond Douglas Davies jr., stets satirisch, einwenig sarkastisch, aber keinesfalls beleidigend oder verletzend, dafür ein ums andere Mal verständnisvoll und mitfühlend.

    Das längst zur Legende erwachsene „Bruttosozialprodukt“ entpuppte sich im Mai 1983 als wochenlanger Nummer-Eins Hit in den teutonischen Charts und verkaufte sich innerhalb der darauffolgenden Wochen über eine Million Mal. Der bereits 1977 für das Kabarett-Duo „Dicke Lippe“ verfaßte Ohrwurm schien sich hierzulande zum real existierenden Soundtrack der „Geistig-Moralischen Wende“ von Kanzler Helmut Kohl und seiner neuen christlich/liberalen Koalition zu entwickeln. Obwohl dies von Friedel Geratsch zu keinem Zeitpunkt geplant war, jubelte beispielsweise die konservative Tageszeitung „Die Welt“ über ein Lied mit „so viel Schwung, so viel Optimismus“, die eher linksliberale „Quick“ bezeichnete das oft mißverstandene Werk ablehnend als „Parteitagssong der CDU“, die SPD-Mitgliederzeitschrift „Vorwärts“ jammerte über eine „zynische Ballade vom deutschen Arbeitsethos“ - Die musikalische Untermalung der „Wende“ war geboren, zumal „Geier Sturzflug“ genau einen Tag nach der Kohl-Wahl, ergo am 07. März 1983, ihren ersten TV-Auftritt wahrnahmen.

    Die einst siebenköpfige Formation avancierte Dank ihres hochmelodischen Nummer-Eins-Renners zu DER deutschen Rockband des Jahres 1983. Die nächste Singleauskoppelung aus ihrem seinerzeit bei Ariola erschienenen Major-Debüt „Heiße Zeiten“, „Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)“, gerierte sich ebenfalls als unvergänglicher Gassenhauer und Top-20-Erfolg, selbst wenn der von jeher als konservativ und proamerikanisch geltende Moderator der „ZDF-Hitparade“, TV-Urgeistein Dieter Thomas Heck, in seiner Sendung den Titel jenen messerscharfen Höhepunkts des deutschen Politrock niemals vollständig aussprach, sondern ihn regelmäßig ausschließlich als „den neuesten Titel von Geier Sturzflug“ ankündigte.

    Im Herbst 1984 erschien die LP „Drei mal täglich“, das dritte und diesmal noch ambitioniertere LP-Werk von Friedel G. und Co. – das breite Publikum schien sich allerdings für das phänomenale, vielfältige, einerseits sehr muntere, andererseits drastisch kritische Album nicht zu interessieren, so daß sich die hochtalentierte Truppe zwei Jahre darauf entnervt auflöste und jeder einzelne Musiker seine eigenen Wege ging.

    Erst 1996 reanimierte Chef-Geier Friedel Geratsch sein erfolgreiches Markenzeichen der coolen Dekade. Gemeinsam mit Carlo von Steinfurt, in der zweiten Hälfte der 80er Mitglied der schmusigen Oldies-Revival-Band „Moonbeats“, rief Friedel „Geier Sturzflug“ ins Leben zurück, trat auf unzähligen NDW-Festivals und Schlagerpartys auf. Im Laufe der folgenden Jahre erscheinen an die zehn Maxi-CDs des neuerwachten Duos, die jedoch zumeist nicht das extrem hohe lyrische Niveau früherer Deutschrock-Perlen der Sorte „Halt mich fest“, „Des kleinen Mannes Sonnenschein“, „Einsamkeit“, „Brich mir nicht das Herz“ oder „Euroshima“ an den Tag legten.

    Mittlerweise seit 1998 – also, seit ganzen sieben Jahren - wurde das hochoffiziell vierte Studioalbum von „Geier Sturzflug“ angekündigt... und immer wieder verschoben. Nun liegt es seit wenigen Tagen endlich vor! „Geier Sturzflug“-Opus Numero Vier „Mahlzeit“ (DA-Music) zeigt sich sogleich beim ersten Anhören als absolut vielseitige und auf überaus intelligente Art und Weise stilistisch höchst unterschiedlich austarierte Produktion bester Güteklasse. Dies erklärt sich in erster Linie aus einer Tatsache, die bislang vielleicht nur der Eingeweihte wußte: Sieben der insgesamt 14 Tracks von „Mahlzeit“ waren zunächst für ein Soloalbum von Friedel Geratsch bestimmt, auf dem dieser anspruchvolleren, widerspenstigeren deutschsprachigen Popklängen huldigen wollte, als es zuletzt – aus rein kommerziellen Gründen – mit seiner Band möglich war. Dieses kam zwar bis dato nicht auf den Markt, dafür aber finden sich die besten, herausragendsten musikalischen Kleinode daraus nun auf „Mahlzeit“: Etwa die so bissige, wie eingängige James-Bond-Parodie „Geschüttelt, nicht gerührt“, traumhaft verschrobene Liebeslieder wie z.B. „Weil es nie zu Ende ist“ oder das an Bob Dylans tieftraurigen Abschiedsblues „It’s all over now, Baby Blue“ gemahnende „Ein Stern fällt in die Nacht“, krosser, treibender, gitarrenbetonter Beinahe-Hardrock in philosophischem Ambiente („Schlaflose Igel“), Rockabilly-ähnliche Spielereien („Gute Schuhe“) oder konstruktiv niedergeschlagener Reggae, verfeinert mit sachten Hip-Hop-Zitaten („Schöner vorgestellt“) – so qualitativ wertvolle, wie in positivster Sichtweise unspektakuläre Pop/Rock-Kompositionen ohne unnötige modische Mätzchen, ehrlich, offen, geradeaus und offensiv dargeboten. Besonders elektrisierend: Die wohlig sentimentale Mid-Tempo-Popballade „Das Spanische Zimmer“, die zwar ganz entfernt an Achim Reichel erinnert, aber dennoch so unendlich viel an unbeschreiblichem Gefühl, Sehnsucht und Leidenschaft versprüht – womöglich DER deutsche Popsong des Jahres 2006?!

    Darüber hinaus vernehmen wir auf „Mahlzeit“ ein paar mitschunkelbare, lyrisch eher schlichter, weniger nachdenklich gehaltene Gossenhauer zum lustigen Zeitvertreib, allerdings niemals ohne gesellschaftskritische Widerhaken. So, die grelle 50er-Jahre-Schlagermelange „Wir müssen lernen, faul zu sein“, die propere Rap-Verhohnepipelung „Jetzt ist die Wirtschaft dran“, die bitterböse Zeitgeistsatire „Arbeitslos“ auf der musikalischen Basis von Roy Blacks Allzeit-Klassiker „Ganz in weiß“ oder der nur allzu sehr zutreffende Discoschlager „Schwarzarbeit“ (dem und dessen Inhalt sich wohl nur die wenigsten der unter der enorm hohen Steuerlast ächzenden Bundesbürger entziehen können...).

    Jene drei Meilensteine des anpolitisierten Deutschrock der goldenen 80er, mit denen man „Geier Sturzflug“ vermutlich auf Ewig in Verbindung bringen wird, beschließen das knapp 50minütige Programm von „Mahlzeit“: Ausnahmslos sympathische, keinesfalls allzu sehr modern vor sich hin bumsende und rhythmisierende Neuaufnahmen des unzerstörbaren Wirtschaftsaufschwungsepos „Bruttosozialprodukt“, des grandiosen Tanzflächenfüllers „Die Pure Lust am Leben“ und der pazifistischen, sarkastischen „Reisewerbung“ „Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)“ – heutzutage vielleicht viel mehr als „Besuchen Sie Syrien/Iran/Nordkorea (solange es noch steht)“ denkbar – garantieren einen trefflichen Fetenfaktor von „Mahlzeit“.

    Vorliegende CD mit ihrer kongenialen, niemals negativ auffallenden Mischung aus intellektuellem Edelpop, Bierzelt-tauglicher Gesellschaftskritik und melancholischer Erinnerung an die chaotisch-liebenswerten 80er Jahre erfüllt punktgenau das, was eine gehobene, klassische deutsche Pop/Rock-Produktion anno 2006 hervorzubringen in der Lage sein sollte: Zeitlose Kompositionen ohne unglückliche Zeitgeistanbiederung, eingängige Popsongs mit Ewigkeitstauglichkeit, einfühlsame, zickige Texte mit Geschichts- und Politikbewußtsein – was will der weitblickende, tolerante, (wenn auch sicher nicht selten ein bißchen vergangenheitsorientierte) Musikfreund mehr?
    Gesamtnote: 1

    Liebe Grüße aus HH

  10. #969
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Also die Runtergekommen Lp in allen Ehren;aber der Kinks Vergleich hinkt nicht nur...er kriecht auf den Brustwarzen.
    Mit solchen Möbelhauseröffnungs NDWlern haben die Kinks nun mal gar nix am Hut.Sorry aber das grenzt an Gotteslästerung.
    Sei froh,daß die meisten hier das komplette Oevre der KInks nicht kennen werden.
    Poste diese Rezension(inklusive des Vergleiches)doch mal im Rolling Stone Forum.

  11. #970
    Benutzerbild von NovalisHH

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    1.004
    Ich kenne die Kinks sehr gut; sie haben mich und meine Gedanken seit 1984 sehr beeinflußt... ich sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen den FRÜHEN "Geier Sturzflug" (1982-1984) und den SPÄTEN "Kinks" (ab "Sleepwalker").
    Daß das Projekt "Geier Sturzflug" heutzutage überwiegend als "Kaufhaus-Eröffner" dient, ist überaus bedauerlich. Deshalb plante Friedel ja auch sein o.g. Soloalbum - dessen beste Beiträge nun auf "Mahlzeit" ihren Platz fanden.
    Ich kenne das GESAMTE Soloalbum von Friedel - als Demo - dies hat mit Ray Davies jr. & Co. mehr gemein, als man annehmen mag... leider aber entschied DA Music, nur eine Handvoll Tracks des Solowerks auf die - verkaufsträchtigere - aktuelle "Geier"-Produktion zu nehmen. Mit diesem Kompromiß muß - und kann man auch - gut leben, wie ich finde

    Liebe Grüße aus HH

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