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And one

Erstellt von new_romantic, 15.08.2005, 18:27 Uhr · 11 Antworten · 1.483 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von new_romantic

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    hat jemand mal ne discography zu "and one" ? Find irgendwie nichts.


    btw: kennt noch jemand die Formation: "big savod" ? Fand die mal gut, hab aber nie wieder was lesen können darüber....

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von falkenberg

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    Täte mich auch mal interessieren. Es gibt aber wohl wirklich nix vollständiges, nur ein paar uralte Seiten. Was es mit den beiden Maxi-Singles "Second Voice" und "Turn the Nation" auf sich hat, wüsste ich auch mal ganz gern. Der Rest ist eigentlich ziemlich trivial, zumal es die alten MCDs noch vor ein paar Jahren regulär zu kaufen gab.

  4. #3
    Benutzerbild von röschmich

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    Bei BIG SAVOD muss ich wohl mal gewesen sein. Jedenfalls habe ich eine CD von denen und die habe ich mir nicht im Laden gekauft.
    Ich habe eine EP "Keep On Rocking In A Free World" von 1993 (küss mich musik/Stuff Records) und einen anderen Sampler mit dieser Band habe ich erst dieser Tage in der Hand gehabt.
    Ja auch ich habe lange nichts mehr davon gehört. Ich glaube, ich habe sie mal vor über 10 Jahren zusammen mit >Herbst in Peking< gesehen.
    Werde da mal recherchieren.
    Ich denke zu And One habe ich letztens auch irgendwo was gelesen. Ich denke, da war auch eine Dicographie dabei. Muss mal drüber nachdenken.

  5. #4
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    "And One"


    Diskographie:

    Fiasko Deluxe (2004)
    Aggressor (2003)
    Virgin Superstar (2000)
    9.9.1999 9 Uhr (1998)
    Nordhausen (1997)
    Best Of (1997)
    I.S.T. (1994)
    Spot (1993)
    Flop (1992)
    Anguish (1991)

    Es klingt wie ein ärmlich konstruierter Mythos und entspricht doch der Wahrheit: Die Geschichte von And One beginnt auf einem Depeche Mode-Konzert. Zumindest steht der 17-jährige Steve Naghavi im November 1987 in der Berliner Deutschlandhalle, um seinen Idolen zuzujubeln. Im Vorprogramm wüten die belgischen EBM-Heroen Front 242, die bei Naghavi einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dem mit reichlich musikalischen Ambitionen ausgestatteten Teenager dämmert plötzlich, dass elektronische Musik auch in einer härteren Gangart funktionieren kann, ohne dass dabei zwangsläufig Melodien auf der Strecke bleiben müssen.
    Es sollte dann aber noch zwei Jahre dauern, bis der 1970 im Iran geborene Naghavi mit seinem Kumpel Chris Ruiz im Bunde für Furore sorgt. Eine der ersten Kompositionen nennt sich "Metalhammer" und sorgt in der Berliner Szenedisco Linientreu für helle Tanz-Begeisterung. Dank der Unterstützung eines Herren namens Jor, der gerade sein Indie-Label Machinery aus dem Boden gestampft hat, gleicht der Werdegang von And One nicht unwesentlich dem ihrer großen Idole aus Basildon, die in Daniel Miller einen frühen Mentor fanden.

    Die Parallelen gelten zunächst sogar für den Erfolg: Auf dem Festival Of Darkness in Hannover dürfen die Newcomer auf einer Bühne mit Frontline Assembly und Tommi Stumpff stehen und räumen ordentlich ab. Zu den Accessoires der ersten Live-Auftritte gehören der Legende nach zwei Nebelmaschinen und ein bei Karstadt erworbenes Party-Stroboskop. "Metalhammer" entwickelt sich 1990 zum Electro-Brenner in der gesamten Republik, das Album "Anguish" erscheint kurze Zeit später. Nach der limitierten Maxi-Single "Second Voice" erscheint 1991 "Aus der Traum", ein musikalisches Anti-Golfkriegs-Statement, für das die Band Sprach-Samples von US-Abgeordneten über Sequencer-Basslines legt.

    Mit Keyboarder Alex erwachsen And One zum Trio und absolvieren eine Club-Tour mit Psyche. 1992 erscheint das Album "Flop", auf dem sich Songwriter Naghavi verstärkt deutschen Lyrics zuwendet, musikalisch geht die Reise ein gutes Stück weg vom zumeist peitschenden EBM, hin zu melodischem Synthie-Pop. Die Single "Techno Man" avanciert zum legitimen "Metalhammer"-Nachfolger, auf der Naghavi seine alten Helden Dave (Depeche Mode), Douglas (Nitzer Ebb) und Richard (Front 242) lyrisch aufs Korn nimmt.

    Stücke wie "Secret Boy" künden von And Ones melodischer Pop-Zukunft, "Rosario" von der Freude an seltsamen, zuweilen naiven deutschen Lyrics. Nach einer "Monotonie" betitelten EP verlässt Ruiz die Band, für ihn steigt Joke Jay (drums) ein, der das dritte Album "Spot" mit einspielt. Darauf befindet sich mit "Life isn't easy in Germany" erneut ein Disko-Hit, der aber nicht ganz an den Erfolg von "Techno Man" heran reicht. Der "I.S.T."-Release bringt 1994 erneut einen Besetzungswechsel mit sich: Rick Schah ersetzt Alex an den Keyboards, produziert wird das Ganze ein letztes Mal von Naghavi und Jor.

    Später kommt es zum Bruch zwischen And One und Jors Machinery-Label, was in einen bösartigen Tantiemenstreit ausarten sollte, der im Release der '97er Best Of-Platte gipfelt, deren Erlös weitgehend Jor zukommt. Wie in der Vergangenheit bietet auch "I.S.T." wieder die gewohnte Mischung aus deutschen und englischen Texten auf, die mit dem inzwischen eigenen Bandsound der Marke Lack-und-Leder-Elektro-Pop versehen ist und in Form der Maxi-Releases "Driving With My Darling" und "Deutschmaschine" die Szene bei der Stange hält. Das Werk erscheint in mehr als fünf Ländern, auch in den USA.

    Nun erwacht auch die Industrie langsam aus ihrem Dornröschenschlaf und so darf die Band 1997 auf dem Majorlabel Virgin veröffentlichen: "Nordhausen" heißt der Longplayer, den die Band im gleichnamigen Ort mitten im Harz aufnimmt. Die Flucht in die Einsamkeit äußert sich allerdings nicht in kommerziellem Erfolg, was And Ones Plattenfirma weniger lustig findet. Mit der Single-Auskopplung "Sitata Tirulala" können keine neuen Käuferschichten erschlossen werden, während eingefleischte Fans ratlos vor Nonsens-Nummern wie "Sweety Sweety" stehen, die mit Textzeilen aufwarten wie "Don't take it mir übel when I let you keine ruh', I don't want to drängel you but I only want a Kind from you".

    Die Kunst des Unterbietens jeglicher textlicher Schmerzgrenzen zelebrieren Naghavi und Co. ein Jahr später auf dem Song "Pimmelmann", der dem Hang der Band zur Polarisierung ein Denkmal setzt. Textauszug: "Ich fliege über Berg und Tal, wer nackig fliegt, der muss schon mal. Ich seh dich sitzen dort am See und strull in deinen Blasentee. Ich bin der Pimmelmann". Ein Sujet, das zumindest in schwarzen Tanztempeln auf reichlich Gegenliebe stößt. Das dazugehörige Album ist "9.9.1999 9 Uhr" betitelt und soll sinnigerweise auf das Release-Datum des nächsten And One-Longplayers verweisen, ein Projekt das grandios scheitert.

    Nach der alten Harpo-Nummer "Movie Star", die sie auf "Nordhausen" coverten, arbeiten sich die Berliner auf "9.9.1999 9 Uhr" am Madness-Song "Michael Caine" ab. Das Album klettert in den deutschen Charts bis auf einen beachtlichen fünfzehnten Platz und spült Steve Naghavis Mannen auf der Running Order des Zillo Festivals '98 bis vor die Headliner von The Cure.

    Auf "Virgin Superstar" (2000) macht Sängerin Annelie ihren Einstand, die Steve von den Gruft-Kollegen Cat Rapes Dog abwerben konnte. Naghavi formuliert derweil vollmundig, dass es sein größtes Ziel sei, einmal Nummer Eins der deutschen Single-Charts zu werden. Dies vermag die Single "Wasted" allerdings noch nicht zu leisten. Nachdem And One bereits Mitte der 90er Mopedfahrten mit Fans organisierten, lassen sie die "Virgin Superstar"-Tour-Setlist online von ihren Fans mitbestimmen. Für den angefixten Internet-Freak Naghavi kein schmerzhaftes Entgegenkommen: "Wenn ich auf ein Depeche Mode-Konzert gehe, will ich gottverdammt nochmal alte Lieder hören", verrät er dem Zillo Magazin.

    Die Freude an der Online-Welt verfliegt jedoch rasch, zumindest ist die offizielle And One-Seite ab Dezember 2001 über ein Jahr nicht erreichbar. Mit dem Release des achten Longplayers "Aggressor" sickert 2003 durch, dass die Band zwischenzeitlich beinahe zerbrochen wäre. Nachdem man im Sommer 2001 mit den Studioarbeiten begann, krachte der 11. September über And One herein. In den folgenden Monaten kriegt der Exil-Iraner Naghavi die Nachteile eines BKA-Anti-Terror-Rasters zu spüren, das in dem unsteten Lebenswandel des Musikers (Wohungswechsel, Flugschüler) wohl potenzielle Gefahren wittert.

    Da tun zerstochene Autoreifen, Telefonabhör-Aktionen und der Zusammenbruch seiner Ehe ein Übriges, um Naghavi in die Isolation zu treiben. Die Band liegt auf Eis. Ausgerechnet Chris Ruiz, Naghavis alter Mitstreiter aus "Anguish"-Tagen, holt den Berliner 2002 wieder zurück ins Musiker-Leben. Zum ursprünglichen And One-Nukleus stößt Keyboarder Gio van Oli hinzu. Das Album "Aggressor" erscheint im August 2003, steigt auf Platz 35 der deutschen Charts ein und bietet erstmals ausschließlich deutsche Texte auf. Live tritt das Trio Anfang August vorerst nur einmal in Köln auf.

    Naghavis Pechsträhne reißt trotzdem nicht ganz ab. In der Silvesternacht 03/04 muss der Sänger mit seinem Auto Feuerwerksraketen ausweichen, kommt von der Fahrbahn ab und erleidet einige Prellungen und eine Sprunggelenksverletzung. Da es sich auf Krücken schlecht rocken lässt, verschiebt sich die für Januar geplante Tournee auf April 2004. Im Spätsommer desselben Jahres macht Ex-Mitglied Joke Jay wieder von sich reden und veröffentlicht mit "Fiasko Deluxe" sein erstes Soloalbum, auf dem einige Gäste mitmachen (u.a. Jens Kästel von Funker Vogt).






    quelle:
    irgendwo aus dem Netz...hatte ich noch als Mail

  6. #5
    Benutzerbild von falkenberg

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    Da geht aber einiges durcheinander:

    "Fiasko Deluxe" ist von Joke Jay, nicht von And One (so stehts auch im Text).

    Die "Best of" ist erst nach "Nordhausen" erschienen.

    Was diese Liste nicht abbilden kann, sind die 3 Varianten der I.S.T. und die Bonus-CD auf der Erstauflage der "9.9.99 9 Uhr". Darüber hinaus sind bei And One mehr als bei anderen die MCDs beachtenswert. Mit einer Ausnahme (Sitata Tirulala) sind da keine Fremd-Remixe drauf, sondern Bonus-Titel, von denen einige ("High", "Ich esse ein Brot", "Klaus") wirklich Beachtung verdienen. "Aus der Traum" ist auf keiner regulären CD enthalten, erst auf der "Best of".

    Der Text scheint von einer ziemlich negativen Einstellung geprägt zu sein. Nicht richtig sind meines Wissens die Aussagen zum Label Machinery. Dahinter steht (bzw. stand) Modern Music, die das Label ab 1996/7 einschliefen ließen. Aufgelöst wurde es aber nie, manche CDs sind heute noch im Handel. Zum Zeitpunkt der "Best of" war Jor Jenka meines Wissens an Machinery nicht mehr maßgeblich beteiligt.

  7. #6
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    ich sag ja.......
    quelle irgendwo aus dem Netz......

  8. #7
    Benutzerbild von new_romantic

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    trotzdem sehr umfangreich.....danke

  9. #8
    Benutzerbild von Muggi

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    Oder Du fragst mal bei Deutschlands Oberfan, der Angie aus Berlin, nach:

    http://www.irantante.de/

    Kannst ja schöne Grüße von Muggi bestellen..

  10. #9
    Benutzerbild von abfahrer

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    new_romantic postete
    hat jemand mal ne discography zu "and one" ? Find irgendwie nichts.


    btw: kennt noch jemand die Formation: "big savod" ? Fand die mal gut, hab aber nie wieder was lesen können darüber....
    versuchs mal hiermit:

    http://e.discogs.com/artist/And+One

  11. #10
    Benutzerbild von falkenberg

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    abfahrer postete
    versuchs mal hiermit:

    http://e.discogs.com/artist/And+One
    Vielen Dank für den Link, die Seite kannte ich noch gar nicht. Man sollte allerdings nicht alles glauben, was dort steht (gilt auch für andere Seiten dort), die Diskographie von And One weist auch einige Merkwürdigkeiten auf.

    Von den Links auf der Seite ist nur einer ergiebig:

    http://www.andone.co.uk/index2.html

    Die Diskographie dieser Seite ist wirklich sehr detailliert, die Frage nach der (anscheinend faktisch gar nicht existierenden) Maxi-Single "Second Voice" wird dort auch beantwortet. Warum die allerdings die Maxi-Single "Turn the Nation" nicht kennen, kann ich mir nicht erklären. Und dass Abdul Uludag zu X-Act gehörte ist ja nun auch kein Geheimnis.

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