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Paul Young - Howard Jones - Nik Kershaw

Erstellt von musicola, 11.02.2003, 18:33 Uhr · 16 Antworten · 2.342 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von musicola

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    inspiriert durch den Cyndi Lauper vs. Madonna Thread...

    Einige Dinge haben Paul, Howard und Nik ja gemeinsam:

    *sie haben definitiv mit ihrer Musik die 80er geprägt!

    *sie hatten sich eher eine ältere Fan-Zielgruppe vorgestellt als die, die sie tatsächlich hauptsächlich hatten (Teenies wie mich zum Beispiel)!

    *sie hatten mit ihren Debut-Alben Riesenerfolge, die sie mit den Nachfolgern
    durchaus noch halbwegs erreichen konnten!

    *sie hatten allesamt mit Album Nummer 3 und den daraus ausgekoppelten Singles zumindest in Deutschland einen kommerziellen Totalschaden erlitten
    von dem sie sich zumindest Charts-Technisch nie mehr erholen sollten!

    (einzige Ausnahme: "Senza Una Donna" Paul Young und Zucchero, D#2, UK#4
    wobei ich behaupte, dass der Erfolg eher durch Zucchero denn durch Paul Young zustande kam, denn auch danach hatte Paul mit seinen eigenen Singles -Ausnahme zwei Top20 Platzierungen in England- wenig Glück)

    *musikalisch ernst nahm so recht keiner!

    *Sie haben trotzdem bis heute mit mehr oder weniger längeren Schaffenpausen weitere wirklich gute Alben veröffentlicht, die zu Unrecht von der hörenden Masse ignoriert wurden!

    *sie sind alle drei die Helden meiner Jugend!

    Paul Young ist übrigens inzwischen Mitglied einer Country!!! Band, Howard Jones veröffentlicht fleissig über seine eigene Plattenfirma neue Alben und Live Konzert-Mitschnitte via Internet und good old Nik Kershaw nimmt gerade sein mittlerweile 7. Studioalbum auf, um es dann (etwa Ende 2003) ebenfalls über seine offizielle Homepage zu veröffentlichen!

    Was glaubt ihr, haben die drei falsch gemacht, dass ihre Karrieren nach relativ
    kurzer Zeit des Erfolges sich so zum "schlechten" (betrifft jetzt nur die Charts, da sie ja noch immer Musik machen) drehte, während bspw. eine Madonna, ein Phil Collins oder ein George Michael noch immer ganz oben mit dabei sind?

    Ist es vielleicht so, dass ihnen die meissten jugendlichen Fans einfach nur "entwachsen" sind?

    Haben sie ihren Musikstil dermaßen verändert, dass die Fans nicht das bekamen was sie erwarteten und sich deshalb von ihnen abwandten?

    Nahmen sie sich für das berühmte Album Nummer Drei zuviel Zeit (sie erschienen allesamt erst 1986, also zwei Jahre nach dem zweiten) und verloren dadurch viele Fans an die neuen Stars am Pop Himmel, A-ha?

    Fragen über Fragen...

    Jetzt seid Ihr dran. Eure Meinungen? Wer von euch ist evtl. noch immer Fan
    von einem der drei Jungs (oder auch von allen) und kauft sich auch die neueren Veröffentlichungen? Meine Fan-Gesinnung ist eh klar!



    Wenn es interessiert:

    www.paul-young.com (zur Zeit leider offline, Forum funzt aber! )
    www.howardjones.com
    www.nikkershaw.co.uk

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von cater78

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    Auf der "Love of the Common People"-Maxi von Paul Young ist auf der B-Seite eine Live-Version von "Wherever I lay my hat". Das Publikum singt begeistert mit, teilweise sogar alleine, und hört sich nach einem Altersdurchschnitt von 13-16 Jahren (weiblich selbstverständlich) an.

  4. #3
    Benutzerbild von new-waver

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    Hi Leute!

    Also von Nik Kershaw hab ich gehört, dass dieser die Finger in einer vielzahl von anderen Musikproduktionen drin hat. Vielleicht hatte er sich zu sehr darauf konzentriert und zu wenig auf seine eigenen Produktionen. Das letzte NK-Album fand ich super, vor allem die Single "somebody loves you". Ich hatte sogar noch das Glück den guten Nik vor 3 Jahren live auf einem Stadtfest zu sehen - war echt genial!
    Auf das neue Album bin ich echt gespannt.
    Howard Jones ist auch einer meiner 80er Helden. Den höre ich immer wieder gerne. Ich glaube nicht, dass man HJ unterschätzt hat, denn er spielte damals in den 80ern auf einer LP von Chris de Burgh mit, der ja damals seinen musikalischen Höhepunkt hatte.
    Es ist sicherlich schade, dass die Jungs heute keinen großen kommerziellen Erfolg mehr haben, aber andererseits weiß man nie wie die Musik wäre wenn dieser da gewesen wäre. Vielleicht wäre die Musik zu kommerziell geworden, und der Stil hätte sich so verändert dass man musikalisch mit dem Strom geschwommen wäre. Da ist es mir so ehrlich gesagt lieber!




    ---------

  5. #4
    Benutzerbild von Krupunderstab

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    Ja , die guten Jungs.....

    machten den selben Fehler wie so viele musikalische Helden unsere Zeit . Sie wollten alle intellektuellere , "kunstlerisch wertvollere" Musik machen.
    Sie redeten sich ganz besoffen davon . Ich kann mich noch an das krude Geseihere von Marian Gold vor Veröffentlichung der 2.Alphaville LP
    erinnern .
    Anstatt Baßsynthies und Sequenzer weiter oder noch schneller laufen zu lassen , drosselten sie das Tempo , Bläsersound und dissonantes Gesinge
    prägten den Sound. Da half bei allen ihre (zu) späte Reue nichts mehr , der Zug war weg . Paule dachte auch, er kommt ins "Wonderland"
    Wäre er mal bei Remakes und dem Produzenten geblieben.

  6. #5
    Benutzerbild von musicola

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    @ new-waver

    du meinst sicher "15 minutes" (1999)! Dann hör mal in die CD "to be Frank" (2001) rein, kommt noch ne Ecke besser!

    musicola

  7. #6
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Betrifft: Nik Kershaw:
    Hatte ich auf der "15 Minutes"-Tour interviewt, gab eigentlich nur Gelaber von sich (sprachlich so schwer verständlich, daß ein englisch-höchstkundiger Freund fast drei Wochen zur Übersetzung brauchte!). Wunderte sich schwer, wieso er gerade auf Tour war - wollte eigentlich gar nicht (!) spielen, und wenn, dann nur die "15 Minutes"-Songs, die an seine Klassiker niemals herankamen!
    Nik wollte zu Beginn seiner Karriere als "männliche Kate Bush", als experimenteller Singer/Songwriter ernstgenommen werden. Die Teeniepresse vermarktete ihn jedoch als "Kajagoogoo für Gymnasiasten".
    Die beißende Ironie in vielen Texten (z.B. "Bogart"), der politische Anspruch
    gerade bei "Wouldn't it be good" gingen völlig unter - wurden von den Zahn-spangenträgerInnen auch gar nicht verstanden. Er war offenbar Teeniestar wider Willen - und wollte sich mit dem grandiosen Album "The Works" freischwimmen (im Interview wußte er gar nicht mehr, wann er diese LP veröffentlicht hatte!)
    Doch, als "The Works" erschien (März 1989), waren die 80er - zumindest
    das, was wir Alt-86er darunter verstehen - längst vorbei - und die LP
    floppte trotz Perlen wie "Elisabeth's Eyes" oder "Wounded Knee".
    Er war daraufhin Vorgruppe auf Elton Johns 89er-Tournee - und zog sich
    daran anschließend zurück (schrieb aber 1991 "The one and only" für One-Hit-Wonder Chesney Hawkes!)

    Für den 14. oder 15. September 2001 war Nik Kershaw - man höre und staune - im Hamburger "LOGO" angekündigt. Ich freute mich und wollte
    mich gerade akkreditieren lassen, als die Plattenfirma (Eagle Records) berichtete, Nik Kershaw habe beschlossen NIE MEHR live aufzutreten. Daher fände auch jenes Konzert nicht statt! Seitdem habe ich von ihm nichts mehr gehört. Schade!

  8. #7
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Habe vor einer Woche "Greatest Hits" von Paul Young gekauft!
    Von NIK habe ich "GH" schon seit 1994
    Howard Jones kann ich nicht finden (im Laden)
    Muss also im Web kaufen

  9. #8
    Benutzerbild von dingel

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    Es haben sich wirklich nicht viele Achtziger Stars in die 90er bzw. ins neue Jahrtausend retten können (erfolgsmässig). Ich glaube es ist aber auch teilweise Schuld der Plattenindustrie, der Manager aber auch der Leute, die die Musik hören bzw. kaufen.

    Musik ist zum Konsumartikel verkommen. Früher hat man sich Zeit für den Künstler, für die Produktion und auch für die Vermarktung genommen. Heute muss alles schnell gehen. Ein Künstler bekommt selten eine zweite Chance. Wieviel Flop-Alben haben Westernhagen oder Grönemeyer produziert oder wieviel Zeit durften sich Bands wie Pink Floyd, Genesis oder U2 im Studio lassen. Heute undenkbar.

    Deshalb wird die Plattenindustrie irgendwann Schwierigkeiten haben, wenn Künstler wie Sting, Madonna, George Michael, U2 "weggestorben" sind. Ich glaube kaum, dass Künstler wie Britney Spears oder die unzähligen Boybands diese Lücke schliessen können.

    Wer nimmt sich heute noch Zeit ein Album mehrmals zu hören bzw. zu entdecken. Ich weiss noch, wie oft ich Human's Lib, Human Racing oder Into The Gap (Thompson Twins) gehört habe.

    Was unterscheidet Nik, Howard und Paul von U2, Depeche Mode oder Pet Shop Boys? Teilweise haben die wirklich eine eingefleischte Fangemeinde. Vielleicht gehört auch ein bisschen Glück dazu, über mehrere Dekaden erfolgreich zu sein. Wer weiss das schon?

    Im übrigen ist z. B. Howard Jones gar nicht so erfolglos. Ausserdem ist er so aktiv wie nie. (Zusammenarbeit mit Nena, Ringo Starr, Leiter von Night of the Proms, Songwriter für Sugarbabes, etc.). Darüber hinaus will er dieses Jahr sogar ZWEI Alben herausbrigen (1 Piano-Album und ein Synthi-Album)

  10. #9
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Warum kann mann Howards alte Videos nicht auf
    seine HP sehen

    Ich finde sie im web nicht

  11. #10
    Benutzerbild von Nikfan

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    Ein herzliches Hallo an alle Nikfans da draußen.

    Ich denke Nik war einer der wenigen Künstler der 80iger, der absolut durch seine Stimme und seiner genialen Art Songs zu schreiben auffiel. Viele Andere waren sicherlich erleichtert, daß man ihre Stimmen per Computer verändern oder zumindest auf die Musik abstimmen konnte. Ich bin noch eine recht junge Anhängerin seiner Musik und muss sagen, daß ich erst 1989 auf den Geschmack gekommen bin. Damals war ich 9.

    Ich habe das große Glück gehabt, ihn 1999 in Berlin live erleben zu dürfen. er war Hammer geil auch wenn ich sehr gern mal auch was altes von Nik live gehört hätte.

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