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Tracy Chapman

Erstellt von McFly, 07.08.2004, 03:41 Uhr · 2 Antworten · 534 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von McFly

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    Hi.

    Ich würde gerne einiges über Tracy Chapman wissen wollen:

    Zu welcher Zeit war sie am erfolgreichsten?
    Was waren ihre erfolgreichsten Hits (kenne bis jetzt nur "Talkin Bout A Revolution" und "So")?
    Gibt es überhaupt CD- oder Vinyl-Singles ihrer Songs (habe bis jetzt immer nur Alben gesehen...)?


    McFly

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    http://www.about-tracy-chapman.net/d...hy_singles.htm

  4. #3
    Benutzerbild von bamalama

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    hier ihre biografie in deutscher sprache:

    Chapman, Tracy (voc, g), am 30. März 1964 in Cleveland, Ohio, geboren, stieg "über Nacht zum Weltstar" ("Q") auf, nachdem sie beim "Nelson Mandela's 70th Birthday Tribute"-Konzert im Wembley-Stadion für den inhaftierten südafrikanischen Bürgerrechtler am 11. Juni 1988 vor einem globalen TV-Publikum in 64 Ländern ihre grimmigen Songs über verzweifelte Träume und heimliche Rebellen gesungen hatte. Der beeindruckend unprätentiöse Auftritt der schwarzen Folksängerin ließ die Umsätze ihres Debütalbums weltweit ins Millionenfache wachsen. Im Kontrast zum noch vorherrschenden, von der Reagan-Ära geprägten Zeitgeist der Selbstgefälligkeit und sozialen Gefühlsroheit klagte sie: "Auf den Hinterhöfen Amerikas wird der amerikanische Traum niedergemacht", hoffte, "die Armen werden sich erheben und bekommen, was ihnen zusteht", mißtraute jedoch materiellem Wohlstand als "Ersatzbefriedigung, um meine Traurigkeit und Einsamkeit in Schranken zu halten", und bekannte schwärmerisch: "Was täten wir nicht alles für die Liebe - zwei Wochen Knast in Virginia für meinen Lover."

    Dieses Neo-Protest-Repertoire artikulierte sie zu karger Instrumentalbegleitung mit einer "imposanten Stimme, die klar und fest zwischen Folk-, Gospel-, Soul- und Bluesphrasierungen pendelt" (Kritikerin Ingeborg Schober), deren rauhe Sensibilität gelegentlich an Joan Armatrading erinnerte. Damit kam sie weniger bei Schwarzen an, gefiel aber weißen Liberalen, die sich in die Zeiten Bob Dylans, Neil Youngs und Joni Mitchells zurückversetzt fühlten. Die junge Frau aus dem Arbeiterviertel von Cleveland besuchte als Stipendiatin eine progressive Privatschule in Connecticut, studierte später Anthropologie an der Tufts University bei Boston und trat in den Feierabendzirkeln der Folkclubs und Musikkneipen am Campus auf. Ein begeisterter Kommilitone vermittelte einen Kontakt zu seinem Vater Charles Koppelman, der als einflußreicher Musikverleger das Talent Tracy Chapman in professionelle Bahnen leitete. Trotz der bisweilen rührend altmodischen Folksinger-Ernsthaftigkeit der jungen Poetin fand "Newsweek": "Die Musik mag stilistisch in der Vergangenheit angesiedelt sein; aber in einer Ära des oberflächlichen Glitzers klingt sie funkelnagelneu."

    Tracy Chapman erhielt 1989 für ihre erste Platte drei Grammies; mehr als zehn Millionen Stück wurden weltweit verkauft. Mit Crossroads konnte die Sängerin den immensen Erfolg ihres Debüts nicht ganz wiederholen, wenn die LP auch die vorderen Plätze der US-Charts erreichte und über fünf Millionen Käufer fand. Das "introspektive Album" ("Rolling Stone") Matters Of The Heart (1992) fügte den vorangegangenen Platten nichts Neues hinzu, machte aber deutlich, daß Tracy Chapman sich um ihre künstlerische Unbestechlichkeit bemühte, um nicht als "Cassandra der Weinlokale" ("Q") zu enden. Ihre schöne, dunkle Stimme treffe immer noch genau in die Magengegend, urteilte der "Stern" über ihr viertes Werk New Beginning (1995): "Hier ein paar Ethno-Klänge, dort ein paar Geigen und ansonsten Blues für Puristen" - wie der schon 1986 geschriebene Zwölftakter Give Me One Reason, für den Tracy Chapman 1997 einen Grammy bekam. Aber auch New Beginning wurde allein in den USA innerhalb eines Jahres dreimillionenmal verkauft. 1997 erhielt sie als beste akustische Gitarristin in New Yorks Hard Rock Cafe den Orville H. Gibson Guitar Award. Sie gastierte regelmäßig überwiegend bei Benefizkonzerten für Tibet, Amnesty International, den Weltfrieden und ließ sich beim "Very Special Christmas"-Konzert im Weißen Haus in Washington zu O Holy Night von Eric Clapton begleiten. Mochte es an der Sprache liegen: Tracy Chapman wurde in den angelsächsischen Ländern mehr als beispielsweise in Deutschland geschätzt. Während die "New York Times" ihr Album Telling Stories (2000) mit seiner Mischung aus Politischem und Persönlichem vor allem wegen seiner "fine precision" lobte ("Eine Künstlerin, die nicht nur zu ihren Wurzeln zurückfindet, sondern diese auch neu erschafft und neu definiert"), während die Londoner "Times" Telling Stories als "ein erstaunliches, wunderbares Album, so weit entfernt von Glamour und Getöse der Pop-Welt wie es nur geht" pries, hielten die meisten deutschen Blätter den Daumen nach unten. "Stereoplay" gestand der Sängerin eher vorwurfsvoll wenigstens noch "Ernsthaftigkeit und Konzentration" und, wenn man "mit dem Herzen hört, viel Wärme" zu, "Rolling Stone" kreidete ihr "immer beliebigere und banalere Bilder" sowie "mangelnde Risikobereitschaft" an, dem "Musikexpress" erschien ihre "durchaus bezaubernde Filigranität im Sumpf allzu großer Gleichförmigkeit" als "zu angepaßt, zu glatt, zu wenig offensiv", gar ein "gefälliges Nichts". Vielleicht war sie den Teutonen ja einfach zu scheu. Wenn es dafür einen Preis gäbe, spekulierte Nigel Williamson in der Londoner "Times", "Tracy Chapman würde ihn um Lichtjahre gewinnen". 2002 folgte mit Let It Rain ein weiteres eher unauffälliges Album.

    Historische Diskografie:

    LPs auf Elektra:
    Tracy Chapman (1988)
    Crossroads (1989)
    Matters Of The Heart (1992)
    New Beginning (1995)
    Telling Stories (2000)
    Let It Rain (2003)

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