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Unterschiede zw. europäischem und US-Musikmarkt in den 80ern

Erstellt von Die Luftgitarre, 21.03.2011, 18:08 Uhr · 12 Antworten · 3.000 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    AW: Unterschiede zw. europäischem und US-Musikmarkt in den 80ern

    Nachtrag:

    die Engländern haben chartsseitig überhaupt nichts mit Italo oder Eurodisco am Hut gehabt und wurden eigentlich erst selbst aktiver und eher bekannt durch die späteren Produktionen mit dem Gütestempel "PWL" und nur als Beispiel dem Phil Harding Remix von "Hot Girl" (Sabrina) und natürlich das Aushängeschild der Engländer mit den Pet Shop Boys, wobei ich da nicht gerade "West End Girls" meine, sondern vielmehr die Songs vom Album "Disco" und den relativ rar gewordenen Bobby Orlando Remix von "One more Chance"

    auch etwas was gerade die Engländer zu erst in den Charts hatten war Reggaemusik, was durch die Nähe zur Krohnkolonie Jamaica überhaupt nicht verwundert

    für die Amerikaner kann man noch festhalten, dass neben der typischen Motown Musik auch ein riesiger Anteil an "Country" immer wieder eine Rolle gespielt hat, wobei die Amis da sogar eigene Billboard Charts führen. Countrymusik a la Nashville und die typische Truckermusik haben in englischen und deutschen Charts nie Platz gehabt, bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen ...

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Juju

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    AW: Unterschiede zw. europäischem und US-Musikmarkt in den 80ern

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Na und (New) Wave und vieles, was es so an Synthie gab, kam eher aus England als aus den USA.
    Das kannste so nicht sagen. New Wave war anfangs ja nix weiter als 'ne Alternativbezeichnung für den Punk. Und der Punk hatte seine Wurzeln doch eher im Amiland. Und dann diese ganzen Grüppchen à la Blondie und Talking Heads... Für End-70er/80s Post-Punk-/Wave-Musik gab es drei Zentren. Großbritannien, USA und Australien. Von dort aus wurde man dann kräftig zugeschaufelt.

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Es ist ohnehin nicht so viel aus Europa in die USA gelangt, oder?
    Das kannste so nicht sagen. Der ganze Krautrock-Kram um Can und Kraftwerk fand auch in den Staaten Anklang.

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Punk und New Wave allgemein, in England geboren, in die USA rübergeschwappt (Ramones, Blondie)
    Das kannste so nicht sagen. Siehe oben. Punk ist ein Staaten-Ding, gestartet von MC5, New York Dolls und Co. Die Ramones gründeten sich 1974. 5ex Pistols kamen ein Jahr später. Es war also genau umgekehrt. Die Briten orientierten sich an den Amis, die Amis wiederum an der British Invasion und dem Garage Rock der 60er. Es fand eigentlich ein aktiver Austausch der Punk-Vorväter à la Velvet Underground, Stooges, etc. statt.

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Ist Techno, Trance, House usw. nicht auch eher eine europäische Erfindung?
    Das kannste so nicht sagen. Techno ja, House nein. Techno war ja damals alles zwischen Kraftwerk und Depeche Mode (Music Nonstop, Techno Pop). Mit dem Tekkno der 90er hatte das noch nicht viel zu tun. DER ist tatsächlich eher ein House-Ausläufer. Deshalb gab es Anfang der 90er ja diesen Streit zwischen Tekkno/Dance Music und dem Techno der 80er, der ja eher im Wave-/Grufti-Bereich gehört wurde (Anne Clark, Data-Bank-A, Front 242 usw.). Letztlich hatte sich der Wave-Bereich anno 1992/93 damit abgefunden und die Bezeichnung Techno aus seinem Umfeld verbannt, um Missverständnisse zu vermeiden.

  4. #13
    Benutzerbild von lärmbär

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    AW: Unterschiede zw. europäischem und US-Musikmarkt in den 80ern

    Zitat Zitat von Juju Beitrag anzeigen
    Das kannste so nicht sagen. Techno ja, House nein. Techno war ja damals alles zwischen Kraftwerk und Depeche Mode (Music Nonstop, Techno Pop). Mit dem Tekkno der 90er hatte das noch nicht viel zu tun. DER ist tatsächlich eher ein House-Ausläufer. Deshalb gab es Anfang der 90er ja diesen Streit zwischen Tekkno/Dance Music und dem Techno der 80er, der ja eher im Wave-/Grufti-Bereich gehört wurde (Anne Clark, Data-Bank-A, Front 242 usw.). Letztlich hatte sich der Wave-Bereich anno 1992/93 damit abgefunden und die Bezeichnung Techno aus seinem Umfeld verbannt, um Missverständnisse zu vermeiden.
    Jein. Zuerst gab es Disco und Funk und Giorgio Moroder und Kraftwerk. Techno wurde von ein paar schwarzen Detroitern Anfang der 80er erfunden, die aus Europa importierte Kraftwerk-Platten hatten und mit diesem Sound herumexperimentierten ("Detroit Techno"). Auch der Moroder-Sound hat diese Leute beeinflusst. Insofern ist der amerikanische Techno ohne diese europäischen Vorläufer nicht denkbar.
    '88/'89 schwappte dann die neue Techno-Welle wieder über den Teich in Richtung Europa. Die Europäer machten dann aus dem eher "weicheren", melodiösen Techno unter Beeinflussung durch belgischen "New Beat" ziemlich schnell diesen härteren "Utz-Utz-Tekkno".
    Das alles geschah weitestgehend außerhalb sämtlicher Charts.
    Allerdings wußte ich nicht, daß Künstler wie o.g. Anne Clark usw auch unter der Bezeichnung "Techno" liefen. Für mich ist das eher New Wave/EBM/Industrial.

    House dagegen ist eine amerikanische Weiterentwicklung des 70er-Discosounds. Hat sich in Europa nie so richtig durchsetzen können. Allerdings haben die Europäer eigene Disco-"Nachfolger" wie z.B. Italo-Disco entwickelt.

    Techno und House haben sich also parallel entwickelt aber hatten schon früh viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen.

    Trance und sämtliche Unterkategorien sind allerdings eine britsche Erfindung und belgisch-deutsche Weiterentwicklung. Der Track "Pure Trance 1" von The KLF aus 1988 gilt als erster Trance-Track (und erster Goa-Trance-Track) überhaupt. Als nächstes kam "The Age of Love" aus Belgien und "Abfahrt" aus Deutschland.

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