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Musik in der DDR?! underground-szene...

Erstellt von nikita, 07.03.2006, 18:22 Uhr · 39 Antworten · 8.973 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von schubser

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    ne leider noch nicht...aber es wird gemunkelt, dass von 3 gesuchten Sandow-Titeln was drauf sein soll

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich kopiere mal einen Beitrag aus meinem OSTROCKFORUM

    Ich selber grüble darüber, ist das nun das vorgenannte Projekt (Kinder der Maschinenfabrik) unter anderem Namen oder ein völlig neues.

    Spannung. Leistung. Widerstand.
    Magnetbanduntergrund DDR 1979-1990

    Von Alexander Pehlemann & Ronald Galenza (Hrsg.)
    192 Seiten

    29,90 € (55,00 SFr)

    ISBN : 978-3-935843-76-8

    Herausgegeben von Alexander Pehlemann & Ronald Galenza
    Inkl. Doppel-CD, kompiliert von Bert Papenfuß, Bo Kondren, Bernd Jestram und Ronald

    Der alte Osten war eine Transformationsgesellschaft. Aus nichts wurde wenig, aber immer wurden alle Pläne übererfüllt. Der VEB Einzelhandel verhökerte marode Technik ans willige Völkchen. Kultur war da der Transmissionsriemen, der die Nischen weitete. Nach Punk, Anfang der Achtziger, machten sich einige Sound-Enthusiasten auf, neue Wege übers Land zu gehen. Der terminus technicus war in der DDR ein ungewisser, gezeichnet von Mangel und Begeisterung. In der DDR stagnierte Mitte der Achtziger eigentlich schon alles. Die Wirtschaft erodierte, das Volk salutierte oder marodierte. Dieser Teil der subkulturellen Szene der DDR begab sich in synergetisch-synästhetisch wechselwirkende Prozesse voller Ungewißheit. Sie hatten sich von diesem Staat längst innerlich verabschiedet. Also: Stecker rein! Mit einer großen Party wird nun – siebzehn bis siebenundzwanzig Jahre später – das Erscheinen eines Buches samt beiliegender CD begangen, das ein weitgehend unerforschtes Terrain des ostdeutschen Underground vorstellt: die unabhängige Tapekultur in der ehemaligen DDR. »Spannung, Leistung, Widerstand« präsentiert aus Hunderten alter Kassettenaufnahmen ausgewählte Stücke, deren stilistische Bandbreite vom Avant Punk über intellektuell kühle New Wave bis zu elektronischen Experimenten oder Dub reicht. In zahlreichen Texten und Interviews kommen die Akteure einer Wohnzimmer-Avantgarde zu Wort, die junge Punks, bildende Künstler und Lyriker vom Prenzlauer Berg umfasste. Die so dokumentierte Kultur ist Resultat von Wechselwirkungen. Bedingt durch die Enge im vielfach begrenzenden System der DDR. Entstanden ohne ökonomische Zweckausrichtung und Produktbewusstsein, als Kommunikationsmittel oder als kreativer Existenzbeweis. Nachgezeichnet werden untergründige Gegenströmungen von hoher Eigenwilligkeit, die auch heute noch durch verwegenen Charme und Widerborstigkeit beeindrucken, und deren Spuren in der Musik von so unterschiedlichen Protagonisten wie Tarwater, To Rococo Rot, Carsten Nicolai und seinem Elektroniklabel Raster-Noton bis hin zu Rammstein hörbar sind.
    Das Projekt ZONIC-Spezial "Spannung. Leistung. Widerstand. Mangnetbanduntergrund DDR 1979 - 1990" wird gefördert durch den Fond Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes.
    Pressestimmen :
    Im Buch kommen viele der Protagonisten von einst zu Wort und zeichnen erstmals ein ausführliches Bild der Szene. Die Doppel-CD ist randvoll mit raren Aufnahmen, die mühsam von den alten Kassetten gerettet wurden. Oft nur ein bis zwei Minuten lange Miniaturen – ein bizarrer Soundtrack zum Leben in der DDR.
    Jacek Slaski / Tip Berlin

    Magdalene Keibel Combo - so hieß nur eine von den vielen Bands, mit denen Christian "Flake" Lorenz in den 80er-Jahren in Ost-Berlin musizierte; die anderen trugen Namen wie Frigitte Hodenhorst Mundschenk, Die Drei von der Tankstelle oder Happy Straps. In den verschiedensten personellen Konstellationen verfolgten sie doch ein gemeinsames musikalisches Konzept: "Wir haben einfach die Instrumente genommen, die zur Verfügung standen. Ich spielte, was rum lag: Keyboard, Mandoline, Bass, Klanghölzer, Tröten oder Flöten. Wir benutzten einen luftgefüllten Gummi, der interessante Töne hervorgebracht hat." Was dabei an Musik herauskam und an schlichtem Krach, wurde auf Cassette aufgenommen, von Cassette zu Cassette kopiert und unter Freunden und anderen Musikern verteilt. "Magnetbanduntergrund" haben Alexander Pehlemann und Ronald Galenza diese Szene genannt, der sie jetzt einen hoch lesenswerten, liebevoll herausgegebenen Sammelband widmen. Entstanden ist sie Ende der Siebzigerjahre, vor allem in Berlin: ermöglicht durch die wachsende Verfügbarkeit von Audio-Cassetten, der ersten Computer und elektronischen Musikinstrumente; beherrscht von Bastlern und Tüftlern, von Experimentierern und Expressionisten. Auf einer dem Buch beigelegten Doppel-CD kann man sich einen Eindruck von den Ergebnissen verschaffen: Die "anderen Bands", wie sie sich selber nannten, klingen zwanzig Jahre später so aktuell und modern wie nichts sonst, was in der DDR an Popmusik produziert wurde.
    Jens Balzer / Berliner Zeitung


    Quelle:
    www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=186
    www.verbrecherverlag.de

  4. #33
    Benutzerbild von Cinnamone

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    Und nicht zu vergessen: "Tom Terror und das Beil". Es gibt ne nette Compilation, die als Cassette erschienen ist, immer abwechselnd ein Stück Ost-Underground und dann ein Zitat aus Wendetagen. Der Sampler heißt "Born in D.D.R.", hier die Trax:
    CD / 2-LP "Born In D.D.R."
    (JUST'IN JD 760 434)
    1. Gunter Schabowski (SED)
    2. TOM TERROR UND DAS BEIL
    3. SANDOW Born In DDR
    4. Gregor Gysi
    5. DIE ART Eternal Fall
    6. Gregor Gysi
    7. NAIV Sag Mir Wo Du Stehst
    8. TOM TERROR UND DAS BEIL Welkamp
    9. Friedrich Schorlemmer
    10. TOM TERROR UND DAS BEIL Nahaufnahme
    11. AG GEIGE Intro
    12. Stephan Heym
    13. AG GEIGE Fingerwaltz
    14. Stephan Heym
    15. AG GEIGE
    16. Ekkehard Schall
    17. KEINE AHNUNG Vergewaltigung
    18. FAT SCHEIK Cry
    19. FEELING B Mix Mir Einen Drink
    20. Manfred Gerlash
    21. FEELING B Kim Wilde
    22. Manfred Gerlash
    23. FEELING B Du Wirst Den Gipfel Nie Erreichen
    24. DIE VISION
    25. AG GEIGE
    26. DIE FIRMA Alte Helden
    27. Stephan Heym
    28. DIE FIRMA
    29. Stephan Heym
    30. GEFAHREN ZONE Stein Auf Stein
    31. BIG SAVOD AND THE DEEP MANKO
    The Face And The Bay
    32. Heiner Müller
    33. KURT DEMMLER Ingendwer Immer Dabei

  5. #34
    Benutzerbild von Muggi

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    Auf der Podcast-Seite von "Parocktikum"-Moderator Lutz Schramm gibt's jede Menge Songs zum herunterladen, inzwischen ist auch ein Band-Wiki am Entstehen:

    http://podcast.parocktikum.de/

  6. #35
    Benutzerbild von schubser

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    AW: Musik in der DDR?! underground-szene...

    "Kinder der Maschinenrepublik"
    Infos warum die o.g. Box noch nicht erschienen ist:

    Da werde ich nun mal selbst zu dem Thema Stellung nehmen:

    Für das bisherige Nichterscheinen der 4CD-Compilation „Kinder der Maschinenrepublik“ gibt es mehrere Gründe, wovon einer ist, daß ich den Kontakt zu dem Label Prophecy auf Eis gelegt habe. Das lag vor allem an der Tatsache, daß das Label mit seinem provinzionellen West-Heavy Metal-Hintergrund mir nach langen Überlegungen doch als etwas unpassende Plattform zu Veröffentlichung erschien und der für dieses Projekt verantwortliche Mitarbeiter inzwischen dort nicht mehr tätig ist. Dieser war mit seinem Engagement leider ein wichtiger Motor und Anspruchspartner für die Compilation, welcher somit als Bindeglied zwischen Prophecy und mir nun fehlt. Des weiteren hatten einige Bands immer noch nicht ihre Verträge unterschrieben (obwohl sie Material bereits geschickt hatten) und vor allem AG GEIGE wollten nicht mitmachen (zumindest einer nicht, der aber leider die Rechte besitzt), welche ich aber für die Compilation für unverzichtbar halte. Das Problem hätte man ganz einfach mit den Aufnahmen (sowieso die besten) von DT64 lösen können, an denen AG GEIGE selbst nicht die Rechte haben und diese im Rundfunkarchiv liegen. Jene sind aber nicht ganz billig zu bekommen und das mit einigem Kommunikations-Aufwand verbunden ist, was dem Label aber zu teuer bzw. aufwendig war. Ich selbst habe in das Projekt inzwischen schon viel private Zeit und Geld (Telephon- und Studio-Kosten) gesteckt, welche ich wohl nie wieder zurück bekommen werde. Ein anderer Grund ist die inzwischen dramatisch veränderte Lage auf dem Tonträgermarkt und der finanzielle Flop des „Spannung, Leistung, Widerstand“-Projekts, dessen Abverkauf jenseits der geringsten Erwartungen lag und mir schon zu denken gab. Zu Beginn meines Projektes im Jahre 2000 waren die sogenannten „anderen Bands“ so gut wie vergessen, Tonmaterial von ihnen gesucht und begehrt. Inzwischen haben sich 7 Jahre später einige Bands erfolgreich wieder reformiert (DIE SKEPTIKER, KALTFRONT, DIE ART, SANDOW usw.), es erschienen Bücher über das Thema, es wurden Ausstellungen durchgeführt und im Internet findet man die alten Tapes mehr oder weniger komplett zum runterladen. Wer braucht da noch diese Compilation und rund 250 Interessenten decken nicht die Unkosten für eine 4CD-Box! Zwar gab es in der letzten Zeit Anfragen von den Labels ZickZack und Dunefish zur Übernahme des Projektes, aber meine Erfahrungen als langjähriger Musikjournalist und Mitarbeiter an dem Buch „Wir wollen immer artig sein“ in Bezug auf Honorare und Belegexemplare haben mich inzwischen desillusioniert. Natürlich war die Arbeit an dem Projekt zum Anfang eine sehr spannende Sache und vor allem das aufspüren der verschiedenen abgetauchten Musiker machte viel Spaß. Daraus sind so einige Freundschaften entstanden und sicher bin ich an so einigen aktuellen Reunions nicht ganz unschuldig. Weniger schön waren allerdings die bald wieder auftretenden Grabenkämpfe zwischen den echten Punks und den angeblich FDJ nahen „die anderen Bands“, wobei ein negativer Höhepunkt die „Too Much Future“-Ausstellung war bzw. ist. Persönlich hatte ich vor der Wende ein anderes Bild von der Szene, aber egal und das ist lange her. Wie schon gesagt bin ich inzwischen etwas desillusioniert und widme mich lieber wieder aktuelleren Projekten und unterstütze DIE SKEPTIKER, DIE ART, KALTFRONT oder RUMMELSNUFF pressetechnisch bei ihrem Wirken. Der aktuelle Stand von „Kinder der Maschinenrepublik“ ist auf jeden Fall so, daß das Ton- und Bild-Material bei mir liegt und die rechtlichen Verträge bei Prophecy! Sport frei

    Maschinenrepublik

    PS: Eine wirklich empfehlenswerte Aufarbeitung von DDR-Musikkultur-Geschichte liegt jetzt übrigens mit der 2DVD+CD-Box „Here We Come“ vor, welche die Breakdance und Hip Hop-Szene äußerst interessant und kurzweilig dokumentiert. Kein Vergleich zu dem langweiligen „Too Much Future“-Kinofilm mit selbstverliebten Altpunks, welche sich inzwischen ganz gut mit dem Westdeutschen Kultur- und Sozial-System arrangiert haben!
    Quelle

    sehr schade. Klang sehr vielversprechend.

  7. #36
    Benutzerbild von okinawa

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    AW: Musik in der DDR?! underground-szene...

    Ist wirklich schade, dass es wohl mit der Box nichts wird, hätte mich auch gereizt. Der im Beitrag angesprochene Dokumentarfilm 'Too Much Future' erscheint übrigens am 7.2.2008 auf DVD.

  8. #37
    Benutzerbild von schubser

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    AW: Musik in der DDR?! underground-szene...

    Zitat Zitat von Christoph Beitrag anzeigen
    Habe immer noch einen Song einer Combo namens WK 23 (?) im Ohr, eine typische Düsterpunknummer. War auch vor der Wende und lief auf DT 64. Leider nie wieder gehört...

    Gruß
    Christoph
    lt. div. DDR-Hitlisten gab es 1989 einen Titel von WK 13 - Nimm mir die Angst. Leider wohl niemals auf nem Tonträger erschienen. Evtl. kann der Radiomacher damit etwas anfangen bzw. recherchieren?

  9. #38
    Benutzerbild von okinawa

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    AW: Musik in der DDR?! underground-szene...

    Für diejnigen, die es noch nicht kennen - bei 'Zeit Geschichten' kann man sich das Buch ZONENPUNKPROVINZ [Punk In Halle (Saale)] kostenlos als PDF laden.

  10. #39
    Benutzerbild von okinawa

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    AW: Musik in der DDR?! underground-szene...

    Am 22.10.2009 gibts beim RBB die Doku 'Too Much Future' (Punk in der DDR) zu sehen (23.20 - 0.50 Uhr)

  11. #40
    Benutzerbild von humblebee

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    AW: Musik in der DDR?! underground-szene...

    Also ich hab mir den Film angeguckt und kann die schlechten Kritiken überall bestätigen wichtige Bands wie Die Skeptiker-Sandow-Pankow fehlten völlig dafür verlor sich die Handlung in Nebensächlichkeiten...hatte den Film schon lange vorher aber nie angeguckt..ich glaube das wirklich nur Leute die damals in der DDR lebten und in der Punkszene aktiv waren den Film wirklich objektiv beurteilen können und hoffe das sich hier noch Zeitzeugen im Forum aufhalten und ihre Meinung kundtun!!!

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