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80er jahre fernsehr

Erstellt von 00dan, 09.08.2005, 13:29 Uhr · 29 Antworten · 5.013 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    Ich kann mich noch daran erinnern das bei meinen Eltern noch sehr lange ein schwarz/weiß Fernseher im Wohnzimmer stand. Das war noch so ein Gerät in einem echten Massivholzgehäuse mit einer gewölbten Mattscheibe, die im Gegensatz zu den heutigen auch keine richtigen Ecke hatte, sondern eher abgerundete "Ecken". Nach dem Anschalten dauerte es ein paar Minuten und wenn das "Auge" über den Tasten grün glühte dauerte es nicht mehr lange bis ein bild erschien. Diese Tasten waren recht groß und elfenbeinfarben. Wenn man die drückte, dann rasteten die noch hör- und spürbar ein. Naja, es waren ja auch nur 5 oder 6 Stück und daneben war rechts ein Drehregler für Lautstärke und links ein Kombidrehregler für Helligkeit und Kontrast. Es gab ja eh nur drei Programme zu sehen und da reichten die Tasten auch aus. Ach ja, Fernbedienung war da noch ein Fremdwort.

    Irgendwann gegen Ende der 70er kam dann der erste Farbfernseher ins Wohnzimmer. Das war so eine große Kiste der Marke "Graetz" in einem "Eiche rustikal" furniertem Holzgehäuse und da gab es dann sogar eine Fernbedienung. Diese Fernbedienung steckte vorne in einem Modulschacht (die konnte auch als "Nahbedienung" am Fernseher benutzt waren, wenn z.B. die Batterie mal wieder leer war ,das Ding brauchte einen 9V Block und lutschte den recht schnell leer) und bot insgesamt 16 Programmplätze. Die wurden dann noch manuell eingestellt indem man die kleine Klappe unter den Drehregler für Kontrast, Farbe, Helligkeit usw öffnete und dann mit einem mitgelieferten Minischraubendreher die Frequenz einstellte, wobei man auch noch einstellen musste ob es sich nun um UHF, VHF High oder VHF Low handelte. Hinter einer zweiten Klappe verbargen sich Buchsen für Kopfhörer und Überspielkabel zum Audiorecorder. Auf der Rückseite waren auch noch irgendwelche Buchsen, soweit ich weiß für die Antenne. An der Fernbedienung konnte man eben den Sender wechseln und eben laut und leise stellen. Ich bin mir nicht sicher ob man damit auch Helligkeit und Co einstellen konnte, aber eines weiß ich noch genau. Die Fernbedienung konnte man hören, denn obwohl es Ultraschall sein sollte gab es bei manchen Tasten so eine Frequenz die doch hörbar war.

    Ach ja, als der Kasten mal kaputt war dauerte die Reparatur nur 5 Minuten, denn der Techniker stöpselte einen Kasten an so einen Diagnosestecker und bekam das fehlerhafte Modul angezeigt, anscheinend hatte er haufenweise Module im Auto die dann schnell gewechselt wurden. Dabei habe ich gesehen das der Fernseher der Marke "Graetz" von innen hauptsächlich aus Modulen der Firma "ITT" bestand. Aus der Firma ist doch irgendwann mal "ITT-Schaub-Lorenz" geworden, aber die habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen.

    Die Kiste lief noch bis Ende der 80er und wurde inzwischen schon zweimal durch moderne Fernseher ersetzt, die aber anscheinend eine kürzere Lebenserwartung haben.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von vg8010

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    ITT, ja... Die Firma war bis in die 70-er- und 80-er-Jahre ein großer und mächtiger Konzern, dem auch vorgeworfen wurde, diese Macht auszunutzen (z.B. zur Unterstützung des Putschs gegen Allende in Chile). Die Unterhaltungselektroniksparte hat über die Jahre Firmen wie Standard Elektrik, Schaub-Lorenz, Graetz usw. aufgekauft. Ende der 80-er-/Anfang der 90-er-Jahre wurde die Sparte wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten an Nokia verkauft, und einige Jahre waren die früheren ITT-Produkte unter dem Label "Nokia" erhältlich - ich habe sogar noch einen Nokia-Unterhaltungselektronik-Katalog unter meinen Erinnerungsstücken.

    Irgendwann (relativ bald, wenn ich mich recht erinnere) hat sich dann Nokia wieder von der wohl auch dort unwirtschaftlichen Unterhaltungselektronik getrennt (von wenigen Nischen - ich glaube Satellitenempfängern - abgesehen). Was aus den Produktionsstätten geworden ist, weiß ich nicht; ich vermute, sie wurden nicht sämtlich geschlossen, sondern eher an andere Unternehmen verkauft. Merkwürdigerweise findet dieser Teil der Firmengeschichte von Nokia weder in der deutschen noch in der englischen Wikipedia irgendeine Erwähnung.


    An Fernseher mit Holzgehäuse, echt oder falsch, erinnere ich mich selbstverständlich auch. Der Fernseher, mit dem ich groß geworden bin (ich; der Fernseher selbst hat seine Größe in dieser Zeit nicht verändert) war ein Nordmende Schwarz/weiß-Fernseher. Ob das Holz massiv war oder Pressspanplatte, kann ich nicht sagen, aber die Oberfläche war Palisander, zumindest furniert (d.h. keine Kunststoff-Klebefolie wie in den 80-er-Jahren üblich). Speicherplätze gab es sechs, die durch das Drücken runder Tasten mit relativ großem Hub gewählt werden konnten. Um einen Speicherplatz einzustellen, musste man seine runde Taste herausziehen, worauf man sie drehen und so den Frequenzbereich wählen konnte. Das Nordmende-Gerät hat lange Zeit tadellos funktioniert (wurde auch ein- oder zweimal repariert) und hat bei uns noch den Einzug von Kabelfernsehen erlebt.

    Sein Nachfolger war ca. 1981/82 unser erster Farbfernseher, ein Gerät von Körting mit acht Senderspeichern. Die mechanischen Tasten hatten einen sehr kurzen Hub, und zum Einstellen der Sender musste man auf die Fläche, auf der die Tasten angeordnet waren, drücken, worauf sich diese als Schublade entpuppte und aus dem Gerät ausfahren ließ. An ihrer Oberseite befand sich für jede Taste eine kleine Skala, ein kleiner Schalter mit drei Positionen für den Frequenzbereich und eine Stellschraube, die sich mit einem in einer Aussparung der Schublade aufbewahrten, entnehmbaren Plastikschraubenzieher verstellen ließ. Auf der kleinen Skala sah man dann, wo ungefähr man sich innerhalb des Frequenzbandes befand. Sehr nett...

    Dieser Körting-Farbfernseher hat alle meine Heimcomputer miterlebt, angefangen vom VC20 über den Philips VG8010 bis hin zum Atari ST. Auch dieses Gerät wurde ein- oder zweimal repariert und dann Ende der 80-er-/Anfang der 90-er-Jahre durch ein Stereo-Fernsehgerät mordernerer Bauart mit Kunststoffgehäuse ersetzt, das bis heute bei meinen Eltern seinen Dienst tut.

    Körting als Firma ist dann ebenfalls bald in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und wurde von Gorenje übernommen, die allerdings wohl genauso wenig Glück mit der Unterhaltungselektronik hatte und diese Sparte wenig später aufgelassen hat.

  4. #23
    Benutzerbild von musicola

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    Zitat Zitat von vg8010 Beitrag anzeigen
    (...)und einige Jahre waren die früheren ITT-Produkte unter dem Label "Nokia" erhältlich(...)
    Ich erinnere mich, dass es sogar eine Zeitlang TV-Geräte mit dem Logo ITT-Nokia gab.

    Gruß
    musicola

  5. #24
    Benutzerbild von 00dan

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    ja einen solchen habe ich sogar noch der ist super

  6. #25
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    Ich kann mich auch noch dunkel daran erinnern das es solche Teile mit dem ITT-NOKIA Logo gab. Ach ja, ein Bekannter von mir hatte so ein Teil in der Wohnung und der lief jahrelang bestens, bis er zusammen mit der Wohnung abbrannte.

  7. #26
    Benutzerbild von musicola

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    Zitat Zitat von Sammy-Jooo Beitrag anzeigen
    Ich kann mich auch noch dunkel daran erinnern das es solche Teile mit dem ITT-NOKIA Logo gab. Ach ja, ein Bekannter von mir hatte so ein Teil in der Wohnung und der lief jahrelang bestens, bis er zusammen mit der Wohnung abbrannte.
    Konnte Dein Bekannter nicht rechtzeitig flüchten?

  8. #27
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    Ups, Fataler Fehler!!!!!!!!!!
    Ich meinte natürlich das der Fernseher mitsamt der Wohnung abgebrannt ist. Auch wenn mein Bekannter wegen akuten Geldmangels dauernd abgebrannt ist.

  9. #28
    Benutzerbild von 00dan

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    Das waren damals noch fernseher
    ich hab einen videorecoder aus dem jahre 84 zu hause
    ich hatte schon 3 neue aber der aus 84 hat immer überlebt
    nehme ihn sogar heute noch her

  10. #29
    Benutzerbild von CMichely

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    Zitat Zitat von databanka Beitrag anzeigen
    Ich habe noch einen alten Philips rumstehen mit braun/goldenem Gehäuse, in welchen ein TXT-Printer eingebaut ist. Habe allerdings keine Ahnung was man damit machen konnte. Als erste Vermutung dachte ich an die Möglichkeit, Videotextseiten zu drucken, aber ich habe das nie hinbekommen.
    Weiß vielleicht jemand , wozu das Ding sein könnte?
    Das Ding war tatsächlich zum Drucken von Videotext-Seiten. Meine Großeltern hatten früher auch so einen. Kann mich noch dran erinnern, dass meine Oma damit immer die Lottozahlen zum vergleichen ausgedruckt hat. Aber ich glaub mittlerweile dürft's das passende Papier dazu wohl nicht mehr geben. Somit eine weitere Innovation die sich nicht durchsetzen konnte.

  11. #30
    Benutzerbild von databanka

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    Zitat Zitat von CMichely Beitrag anzeigen
    Das Ding war tatsächlich zum Drucken von Videotext-Seiten. Meine Großeltern hatten früher auch so einen. Kann mich noch dran erinnern, dass meine Oma damit immer die Lottozahlen zum vergleichen ausgedruckt hat. Aber ich glaub mittlerweile dürft's das passende Papier dazu wohl nicht mehr geben. Somit eine weitere Innovation die sich nicht durchsetzen konnte.

    Sehr interessant ! Eigentlich eine praktische Idee. Ich habe das Ding mal betrachtet und der Transportmechanismus werkelt noch, d.h. Papier kann man durchscrollen, nur wie der Drucker arbeitet weiß ich noch nicht. Es wird vermutlich ein Thermodrucker sein, ich habe mich schon mal umgeschaut , es gibt noch jede Menge Papier für Kassen und mobile Drucker. Vielleicht läßt sich das Ding nochmal wiederbeleben - der Spaß wäre es wert.

    Gruß
    DBA

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