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Cpc-464- Drama

Erstellt von DeinMeister, 09.09.2002, 17:03 Uhr · 4 Antworten · 1.486 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von DeinMeister

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    Ach was war das herrlich, nach der Schule den Ranzen in die Ecke gepfeffert
    Den CPC 464 einschalten und erstmal ein bissle Inspector Gadget gucken.
    Dann bis spät in die Nacht mit cls, if und for rumspielen; ab und zu ELITE
    oder ein anderes Game um die grauen Zellen im Hintergrund arbeiten zu lassen...
    Mit Vierzehn (88 oder so) war das Meine Welt; ich nervte meine Vater so lange bis ich einen Computer bekam (etwas Besonderes mußte es schon sein so wollten wir das, also kein C64) und ich konnte mich endlich mit etwas beschäftigen das mir Spaß machte. Mein Vater kannte Computer nur aus der alten Enterprise Staffel und wußte wohl nicht so recht was davon halten sollte.

    Der Zeileneditor zwang einen auf Papier zu Programmieren und den list Befehl bekam ich irgendwie erst später (war der von Anfang an dabei?). In meiner Schule gab es nur noch einen anderen Jungen der einen 6128 hatte; der konnte viel schneller seine Spiele laden und zockte mit der Kiste und das wr auch schon alles was damit tat.
    Das Lahme Datasetten gefummle ging mir so sehr auf den Keks, das ich es mir zweimal überlegte eine halbe Stunde lang ein Spiel zu laden. Der CPC 464 war einfach genial durchdacht; es war ein sanfter Zwang sich ans Programmieren zu machen;
    Basic, nein! Locomotive Basic (wer kennt denn die Geschichte von der kleinen Lokomotive..?). Nach einem Jahr oder so war ich fit in Basic -- und das obwohl ich den tollen CPC mit meiner Schwester teilen musste. Die zockte auch nur wie eine Doofe.
    Ich fraß alle Zeitschriften sofern das Taschengeld es zuließ. Und kam schließlich zu Assembler; ab in die Landesbib und Interrupts studieren. Mein erstes Meisterstück war Programmiert ein geniales kleines Plottprogramm, ganz ohne Ecken und Kanten und das nach etlichen Fehlversuchen. Doch wie man es im CPC464 speichert wußte ich nicht -- ach wie einem das Datasettengefummle auf den Keks ging.
    Das Nächste war ein Joysticktreiber und eine Case-Textabfrageprogramm. Ganz dunkel kann ich mich an eine Speichervariante im Cmos erinnern -- Wer kann mir erklären wie das denn gleich ging? Ich machte mir Gedanken über ein Gib-den-INTs-einen-Namen-und-Ansteuer-Array (Registry) und (nachdem ich eine Amiga Windowmanager sah) ein Halt-das-Auge-fest-Rechteck am unteren Fensterrand (Taskleiste); Rechts eine Uhr und links ein aufklickbares Fenster mit festgelegten Rechtecken die best. Funktionen erfüllen sollten.

    Die Gedanken waren ziemlich weit ausgereift und aus Freude über die Speichrmöglichkeit im Hauptspeicher oder Cache oder Cmos ich hab vergessen was es war, jedenfalls ohne Datasette, schrieb ich alles nieder.
    Nunmehr waren zwei Jahre vergangen und ich hatte ein Malprogramm per Joystick; das konnte schon Rechtecke verschieben. Schrieb den Magischen Wurm in der Todeswueste (HeHe); der hat einige Schadensroutinen. Vorsicht! Und allerlei pubertäres gewäsch als Tagebuch. Die Schadensrouttine hatte meine Funktionsplotter gekillt; jedenfalls war er irgenwann weg.

    Dieser Rückschlag hatte mir die Lust am CPC für einige Wochen genommen. Außerdem wollte ich eine (mein Vater meinte viel zu teuren) IBM-Computer. Doch irgenwie kam alles anders. Meine Strategie war es den CPC zu verscherbeln und ich konfigurierte daraufhin ein Begrüßungsmenue. Wie heißt du? Hallo name... bla bla; d.h. gar nicht so sehr bla bla ich führte durch das Gesamte Wissen das ich damals erworben hatte. Basic, Asembler, ansatzweise Chaoitsche Zahlenfolgen, Fuzzy-Logic und dummerweise meine Taskleisten, Registry Idee. Naja ich dachte wer einen CPC kauft der hat zunächst keine Ahnung von tuten und blasen der holt mich nie ein. Außerden rechnete ich mir meinem IBM.

    Doch es kam ganz anders; ich hätte niemals im Sperrmüll inserieren sollen, vielleicht hätte ich den Chaos-Computer-Club in Ludwigsburg nicht als dumme Script-Kiddies bezeichnen sollen und sicherlich war es meine größte Eselei den CPC zum Verkauf anzubieten damit sie nochmal was lernen mögen ohne vorher die Daten zu sichern. Aber bei mir zu Hause wähnte ich den CPC in Sicherheit. Weit gefehlt: am Tag drauf nach der Schule; Den Ranzen hatte ich gegen einen Rucksack getauscht und bereits in die Ecke gepfeffert schaut mich meine Schwester mit einem breiten Grinsen an. Sie hatte den CPc an eine "alten Mann" für 500,- verkauft. Mein Vater meinte "IBM ist zu teuer" und da saß ich nun. gehirnextensionberaubt. Alle Zeitschriften und Datasetten waren weg.

    Ob das nun so war oder nicht kann ich natürlich nicht beweisen; vielleicht habe ich das nur erfunden. aber über meine alten CPC würde ich mich sehr freuen.

  2.  
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  3. #2
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    Du hattest folgende Probleme:

    1. Du kanntest den "Edit"-Befehl nicht gut genug, der das Locomotive-Basic (übrigens auch in anderen Basic-Varianten vorhanden) zu einem der komfortabelsten Line-Editoren gemacht hat, die es damals überhaupt gab (hat mir den Umstieg vom TRS 80 auf CPC gewlatig erleichtert!)

    2. Du kanntest die gesunde Mischung aus Assembler (über DATA-Zeilen an den Z 80 geschickt) und Baisc-Routinen wie "Open", "Print #" und "Close" nicht, die deine Ergüsse direkt aus dem Speicher aufs Band gezaubert hätten. Oder du hattest kein vernünftiges Monitor-Programm, dass das für dich erledigen durfte.

    3. Auch hättest du für deinen Funktionsplotter nen schönen Zeilenparser in Basic schreiben können. Das macht zwar anfangs mehr Arbeit, rentiert sich aber immer. Das Locomotive-Basic ließ auch das ganz einfach zu.

    4. Den List-Befehl gab es von Anfang an (auch beim 464) und das mit vielen Parametern (sogar Integer-Variablen konntest du an "List" übergeben) - hab's erade ausprobiert :-)

    Na ja, und jetzt hast du nur noch ein Problem:

    Wo bekommst du den einen Euro her, um so ein Ding bei eBay zu ersteigert (mit "Green Monitor GT64") und die 10 Euro für's Porto?

    Vielleicht legen wir hier ja für dich zusammen? Wohl eher nicht ... irgendwie musst du das schon selbst schaffen

    Sven Hoëk

  4. #3
    Benutzerbild von Stingray

    Registriert seit
    04.10.2001
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    803
    Mensch, svennie, du bist ein echter homecomputer-crack !
    Ich hoffe, wenn wir sehen uns mal irgendwann und quatschen über alte zeiten !

  5. #4
    Benutzerbild von
    @ Stingray

    Iiiiiiih, shit Grün-Monitor! Überhaupt setze ich mich ungern vor so olle Strahlenkanonen mit mehr Loch- als Maske. Damals war man ja noch jung und naiv, aber heute achte ich doch ein bisschen mehr auf die Gesundheit ;-)
    Deshalb Preisfrage an Dich (und natürlich wer es sonst beantworten kann): Wie hiess das Gerät, mit dem man den CPC mit Strom versorgen (den bekam das Teil ja sonst interessanterweise vom Monitor) und ihn gleichzeitig an einen Fernseher anschließen konnte? Ich habe hier zwischen meinen Commodores und Ataris auch einen einsamen CPC 464 rumliegen und würde doch gerne mal wissen, ob er auch funktioniert :-)

    @ Dein Meister

    Schöööööööööööööne Rückblende in die unschuldige und freakige Vergangenheit, eines "Der macht später bestimmt mal was mit Komputa"-Kids.

    QBert

  6. #5
    Benutzerbild von DeinMeister

    Registriert seit
    09.09.2002
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    2
    Hey Sven
    - DATA - Anweisung;
    danke für die Erinnerungshilfe
    (Sleep war auch noch so ein Befehl, der ziemlich wichtig war beim Treiberprogrammieren.)

    Aber ich wollte nicht betteln um irgeneinen CPC ich suche meinen alten
    (mit den Zeitschriften und Datasetten). Es war ein Versuch ans Window zu klopfen mit der Hoffnung das mir geoeffnet wird. Protected Mode und Klicks sind doch nur für "Fensterputzer".

    Ich weiß, daß ich sehr viel Glück brauche um genau die Daten wieder zu bekommen die ich einst verlor.

    Wie schreibt man ins Cmos ROM (bitte nicht auf ein Flashprg verweisen)?

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