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Das wertvollste Computer-Sammlerstück

Erstellt von bubu, 14.02.2003, 10:08 Uhr · 10 Antworten · 2.332 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von bubu

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    Auch hier wohl wieder ein Heimspiel für Freund Bowman formerly known as QBert:

    Was ist eigentlich das wertvollste Sammlerstück unter den Heim- bzw. Personalcomputern (sagen wir mal ab den Achtzigern)?

    Würde mich mal interessieren, wie viel Kohle dafür schon hingelegt wird.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von JJ28

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    ich habe hier einen Datenträger, der noch in den 80ern genutzt wurde
    gizeh stellte nicht nur "Papers" her

    http://www.nsk.gmxhome.de/ScanImage01.jpg
    ca 80kb

    konnte noch ein paar vorm Sperrmüll retten.....

    *kann net schlafe*

    Cu
    JJ

  4. #3
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    Och, da gibt es ein paar Exoten, die entweder von Anfang an nur in sehr begrenzter Auflage erschienen sind, wie z. B. der goldene C-64 oder der Apple LISA (von dem es nur ein paar Prototypen geben soll) oder die mittlerweile sehr rar sind, wie der SX-64 (ich hab einen ... war SEHR teuer) oder der Schneider CPC 664. Auch das Alter eines Systems dürfte keine unwesentliche Rolle spielen. So kann ich mir vorstellen, ein ALTAIR 8800 mittlerweile recht teuer sein dürfte (obwohl das ja kein Homecomputer ist) und der original Apple I (der im Holzkoffer) ist bestimmt schon gegen ein neues, wenn auch kleines, Auto eintauschbar (wenn nicht mehr).

    Insgesamt lassen sich die Werte aber schwer beziffern, da

    1. man oft nicht herausfinden kann, wie selten ein als "selten" angepriesenes Gerät wirklich ist (hier ist eBay erstaunlich, weil da aus nem C=64 schon mal ein "superseltener Uralt-PC" wird!)
    2. es meines Wissens nach keinerlei Kataloge oder ähnliches (wie bei Münzen/Briefmarken) gibt
    3. manche Geräte trotz subjektiv geglaubter Seltenheit oft für nen Appel und n Ei über den Tisch gehen (hier ist bekommt man auf Flohmärktern manchmal Sachen angeboten, wo es schwer ist cool zu bleiben)
    4. der subjektive oder emotionale Sammlerwert ("Hach, mein erster Computer!") oft nicht quantifizierbar ist.

    In der Regel ist es so, dass für den letztlichen Kaufpreis 2 Faktoren ausschlaggebend sind: 1. wie dringend will ich das Modell haben? 2. Was glaubt der Verkäufer, kann er mir dafür abnehmen. Da wird also oft knallhart gepokert und nicht selten laut gelacht (z. B. als mir ein Technik-Antiquariat jüngst nen Commodore CD TV für 250 Euro angeboten hat).

    Sven

  5. #4
    Benutzerbild von
    Hallo zusammen!

    Einige echt teure Sammlerstücke hat Sven ja schon genannt. Nahtlos einreihen kann sich da sicherlich noch der Commodore C65, ein Prototyp des C64-Nachfolgers, von dem nur wenige hundert Exemplare existieren. Bei ebay.com sind dafür schonmal rund 4.000 US$ gezahlt worden.

    In dieser Richtung gibt es noch ein paar Stücke, die alle nie auf dem Markt waren und deshalb entsprechend rar sind. Da wäre z. B. der "CBM 900" von Commodore. Er sollte um 1985 auf den Markt kommen. Er wäre sowohl als Unix-Server, als auch als Workstation mit grafischer Benutzeroberfläche auf den Markt gekommen. Als Commodore den Amiga kaufte, wurden die Pläne aber eingestellt. Die CBM 900 Prototypen die in Umlauf kamen, sind heute entsprechend wertvoll. Gleiches gilt für die Commdore 364er Serie. Sie sollte die 264er Serie beerben (plus/4, C16, C116). Vom 364er gibt es nur zwei bekannte Prototypen... so gut wie unbezahlbar ;-)

    Auch sehr selten ist der erste Computer den Commodore überhaupt entwickelt hat, soweit ich weiss, ist er eigentlich sogar noch von MOS erdacht worden. MOS ist ja die Chipschmiede gewesen, die sich Commodore zur Herstellung seiner CPUs einverleibt hat. Dieser Computer hieß KIM und war eigentlich nur eine Platine mit einer LED-Anzeige.

    Ebenfalls sehr selten, jedenfalls in Europa, ist die "MAX-Machine" oder auch "VC-10". Dieses Gerät war ein abgespeckter VC-20 mit Folientastatur. Er wurde nur in Japan in größeren Stückzahlen verkauft. Wer heute in diesen Breitengraden ein solches Exemplar ergattert darf sich glücklich schätzen...

    Wie man sieht, bin ich etwas commodore-lastig ;-) Allerdings sind mir ähnliche Schätzchen von Atari auch kaum bekannt. Die selteneren Stücke heutzutage sind der Atari 400 und 800 (die Ur-Homecomputer von Atari) und der Atari 1200XL. Sie sind allerdings noch vergleichsweise bezahlbar (um 100 Euro) Letzterer war nur wenige Monate auf dem Markt. Meines Wissens gab es auch von Atari ein paar nette Prototypen, z. B. den Atari 1450XLD. An die Vorstellung dieses Rechners kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ich las darüber Mitte der 80er in der Happy Computer und war hin und weg. Er besaß zwei 5 1/4 Zoll Laufwerke, ein Modem(!!!) mit 300bps (boah! ;-) und ein eingebautes Sprachmodul (für viele nicht sehr faszinierend, Computer sprachen in US-Filmen schließlich immer, aber ich wusste ja, dass das eigentlich noch gar nicht so einfach ging ;-). Naja und dann wäre da noch der "Falcon" zu nennen. Er war der Nachfolger des Atari ST. Atari zog sich dann aber aus dem Computermarkt zurück. Der Falcon wird übrigens heute noch von Milan Computer gebaut und kommt in Musikstudios zum Einsatz.

    Ansonsten gibt es noch einige Peripherie die ziemlich selten ist. Z. B. das Commodore 5 1/4" laufwerk "1540". Es war der Vorgänger der 1541 und war für den VC20 gedacht. Für den C64 war sie zu schnell(!) deshalb wurde die 1541 entwickelt. Zu Zeiten der 1540 hatten aber noch nicht sehr viele Leute Interesse an Floppy-Laufwerken, entsprechend wenige wurden verkauft... Dagegen fast schon Massenware, ist die 3,5" Floppy 1581 für den C64. Sie kam zu spät auf den Markt und es gab kaum Software für den C64 in diesem Format. Das Modell hatte also keinen großen Erfolg, obwohl die 3,5" Disks mit ihrer Kapazität am C64 fast wie eine Festplatte anmuteten. Die Geräte wechseln heute locker für 100 Euro den Besitzer.

    Letztendlich sind das aber alles Stücke, die weit weit unter den Preisen der oben von Sven angesprochenen Oldtimer wie dem Apple I oder dem Altair bleiben. Im April 2002 wurde ein Apple I auf einer Retro-Computing Veranstaltung für 14.000US$ versteigert. Das Auktionshaus "La Salle Gallery" (San Francisco), hat dieses Jahr auch mal einen angeboten. Startpreis: 40.000 US$, es war einer der allerersten Apple I.

    @ Sven

    Ein erster Ansatz in Richtung "Katalog", ist das kürzlich in einer kleinen Auflage erschienene Buch "Gameplan" http://www.gameplan.net. Ich finds richtig gut, auch wenns eben kein "Lesebuch" ist. Viele Bilder, viele Infos zu allen möglichen und unmöglichen Systemen und ihre Varianten.

    Mittlerweile habe ich mir auch für relativ billiges Geld einen intakten SX-64 genehmigt. Manchmal hat man eben Glück. Aber von so einem richtigen Flohmarktschnäppchen träume ich auch noch ) Es wird immer schwerer, die Leute wissen langsam alle, was sie bei ebay für die Schätzchen absahnen können. Auf Flohmärkten sehe ich nur noch total verdreckte C64, ein paar Amiga 500 für viel zu viel Geld und Atari STs in mitleiderregendem Zustand. Was seltenes oder ein Schnäppchen habe ich da schon ewig nicht mehr gesehen :-(

    Dave

  6. #5
    Benutzerbild von bubu

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    1.632
    hi ihr beiden,

    ihr habt jetzt hauptsächlich von den "großen" erzählt - kennt ihr euch noch ein wenig bei TI, sinclair und amstrad/schneider aus?

    außerdem würde mich noch interessieren, wie das im konsolenbereich aussieht?

  7. #6
    Benutzerbild von
    Na gut! ;o)

    Bei TI fällt mir der TI99/4 ein (also nicht "/4A" !!!). Er war vor dem TI 99/4A auf dem Markt und der offensichtlichste Unterschied ist die ziemlich billige Tastatur.

    Sinclair... hmmm... wirklich schwer zu bekommen ist der Sinclair ZX80, also der Vorgänger des ZX81. Ansonsten sind eigentlich alle Modelle die nicht dem normalen Specturm oder dem ZX81 entsprechen ziemlich hochpreisig, aber eben im normalen Hochpreisrahmen ab 100 Euro aufwärts. In die tausende geht es da nicht.

    Auch noch gesucht und im Preisbereich bis zu einigen hundert Euro sind die Rechner von "Spectravideo" und die "Enterprise"-Rechner. Letztere waren hardwaretechnisch eigentlich eine Sensation. 1984 gabs damit schon eine Auflösung von 672x256 mit 256 Farben und 3 Kanal Stereo Sound... Warum die sich nicht durchgesetzt haben: Keine Ahnung!

    Im Konsolenbereich bin ich nicht ganz so kundig, aber ein richtiger Klassiker ist das "Vectrex". Für ein gut erhaltenes Exemplar mit ein paar Spielen gibts schonmal 100-150 Euro bei ebay. Auch selten weil sehr erfolglos ist die Atari 5200 Konsole. Gesucht und teuer ist auch alles von NEC. Die PC Engine war damals echt ein Knaller. Mit ihren 8 Bit heizte sie den 16 Bit Konsolen ordentlich ein. Alles was in dieser Zeit an Varianten mit CD-ROM oder sogar als Handheld rauskam, kostet heute richtig Geld (bis zu ein paar hundert Euro).
    Commodore brachte den C64 auch mal als Konsole raus. Das "Game System" ist heute recht rar. Es war im Grunde ein C64 in einem Gehäuse ohne Tastatur und einem Expansion Port der um 90° nach oben geneigt war. Atari brachte auf Basis des Atari XE ein ähnliches Gerät raus. Dafür zahlt man heute auch ganz gut. Auf Basis des CPC 6128 brachte Amstrad (hier von Schneider vertrieben), auch eine solche Konsole raus, die GX 4000. Die müsste auch recht selten sein, ich habe noch nie eine "live" gesehen. N' richtiger Knaller ist natürlich auch eine Atari Pong-Konsole...

    Ich wüsste aber nicht, dass es Konsolen gibt, die preislich im Sammlerwert an einen Apple I reichen.

    Dave

  8. #7
    Benutzerbild von Stingray

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    Dafür gibt es aber durchaus konsolen-software, die hochpreisig gehandelt wird. Neulich las ich in einem forum, das jemand ein neo geo modul anbot (pal-modul). Schnell erhitzten sich die gemüter, denn es handelte sich um ein sehr rares modul, von welchem auf dem pal-markt nur 2 (bekannterweise) ausgeliefert wurden. Der anbieter wusste erst selbst nicht, was er da in seiner sammlung hatte, bis er duch eine zeitschrift dadurch aufmerksam wurde. Das modul liegt bei einem preis zwischen 4000 und 6000 us-dollar.

  9. #8
    Benutzerbild von Matty Frewer

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    Hallo an alle.

    Bin zwar neu und unbeleckt, aber hier mal ein Schmankerl für euch:

    http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll...&category=4193

    Gute Nacht...

    --
    Matty

  10. #9
    Sven Hoëk
    Benutzerbild von Sven Hoëk
    hehe, der 364 ... nicht schlecht. Muss ich wohl mal wieder ne Bank überfallen

    @bubu: Von Sinclair ist der QL seltene Handelsware geworden. Ich hab lang keinen günstigen bei eBay mehr gesehen. Auch der "Sam Coupé", der ja ein total aufgemotzter Spectrum-Clone ist, ist mir noch nicht unter gekommen.

    Von Schneider ist der besagte CPC 664 recht selten: er ist das Mittelstück zwischen dem 464 (64 KM RAM & Kassettenlaufwerk) und dem 6128 (128 KB RAM und 3"-Folppy). Der 664 hat 64 KB RAM und ne 3"-Floppy und bewegt sich auch vom Design zwischen den anderen beiden:

    CPC 464:


    CPC 664:


    CPC 6128:


    (Alle Bilder von http://www.i-m.de/home/compmuseum/ ... Besuch lohnt!!!)

    Sven

  11. #10
    Benutzerbild von quaxi4

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    32
    Odyssey 2100, 1977
    Nur in Europa veröffentlicht! Gleiche Daten wie Odyssey 4000, lediglich an den Controllern wurden die Joysticks durch Knöpfe ersetzt und einige zusätzliche Spiele hinzugefügt.

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